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Sicherheit

Begrenzter Luftschlag gegen Iran oder zusätzlich Regimesturz?

Die Neokonservativen in der Trump-Administration könnten mit „begrenzten“ Luftschlägen eher eine Botschaft an den Iran senden, anstatt Irans Nuklearprogramm zu zerstören oder gar eine Revolution anzuzetteln. Falls Details eines solchen Plans (etwa durch russische Spionage) an den Iran durchsickern oder gezielt an den Iran geleakt werden, könnte die iranische Führung dazu verleitet werden, die Initiative in die Hand zu nehmen und das Militär samt Milizen zu mobilisieren und vielleicht den amerikanischen Flugzeugträger zu versenken. Ein zäher Konflikt mit den USA würde die Bevölkerungen beider Kriegsteilnehmer unter gewaltigen Druck setzen. Dem amerikanischen Empire ist es egal, ob ein Democrat oder Republican im Weißen Haus sitzt. Die iranischen Bürger könnten sich mit der Idee anfreunden, an einem Regimewechsel teilzunehmen, um wieder Aussicht auf einen Lebensstandard zu haben.

Ein US-Karrierediplomat im Ruhestand und der ehemalige Assistent eines US-Außenministers, sagten während der Bush-Administration unter dem Schutz der Anonymität, dass die USA Luftschläge gegen den Iranian Revolutionary Guards Corps (IRGC) planen. Die Luftschläge würden auf das Hauptquartier der IRGC- Eliteeinheit Kuds abzielen. Die erklärte Mission der 90.000 Mann starken Kuds ist die Sicherung der iranischen Revolution von 1979 in der Region.

Falls die USA also militärische Einrichtungen des Irans bombardieren, fielen dem iranischen Mullah-Regime wichtige Kapazitäten weg, um die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Gelänge es den US-Geheimdiensten, diese Gelegenheit zu nutzen und einen schnellen Regimewandel herbeizuführen, wäre dies ein ungewöhnlicher Erfolg für Amerika, angesichts der Desaster, die wir bei den vergangenen Kriegen erlebt haben.

Prominente Individiuen aus der Politik wie Zbigniew Brzezinski und Gary Hart warnten, dass ohne eine inszenierte Provokation, wie etwa der Vorfall am Golf von Tonkin, ein Angriff gegen den Iran nicht zu erwarten sei. Während eines Treffens des Senatskomitees für außenpolitische Angelegenheiten im Jahr 2007 spielte Brzezinski auf die Möglichkeit an, dass die Bush-Administration eine Operation unter falscher Flagge im Stile des Golf-von-Tonkin-Vorfalls durchführen könnte; er beschrieb ein „plausibles Szenario für eine militärische Kollision mit dem Iran,“ welches sich um

„irgendeine Provokation im Irak oder um einen Terroranschlag in den USA“ drehen würde „für die man den Iran verantwortlich macht, was zu einer defensiven Militäraktion der USA gegen den Iran führen würde die ein einsames Amerika in einen sich ausbreitenden und tiefer werdenen Sumpf hineinstößt, der letztendlich Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan miteinschließt.“

In einem offenen Brief an Mahmoud Ahmadinedschad warnte der dem Council on Foreign Relations angehörende ehemalige US-Senator Gary Hart den iranischen Präsidenten, dass jener

„gut beraten wäre, die Geschichte der in Havana gesunkenen USS Maine im Jahr 1898 sowie die Geschichte des Golf von Tonkins im Jahr 1964 zu lesen,“

zwei Operationen unter falscher Flagge die von den USA inszeniert wurden um einen Krieg zu beginnen. Die Versenkung eines amerikanischen Flugzeugträgers, eine Cyber-Attacke oder eine künstliche Grippe-Epidemie kämen allesamt in Betracht und könnten zusätzlich Irans Verbündeten, der Russischen Föderation, angelastet werden mit dünner und mehrdeutiger Beweislage.

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