Ein Kommentar von Alexander Benesch

Trevor Loudon bringt es auf den Punkt:

“Bitte ersparen sie mir diese naiven Seelen, die die KGB-Desinformation glauben (jetzt FSB), dass Putin ein weißer christlicher Ritter sei, der den dekadenten Westen vor dem Islam und der Schwulenbewegung retten wird. Putin ist ein vom KGB ausgebildeter Tyrann, der den Westen hasst.”

Für die Konservativen im Westen hat Russlands Führung genau das, was sie auch haben wollen:

  • Eine alles dominierende Einheitspartei mitsamt einem dekorativen Theater-Parlamentarismus
  • Einen offen praktizierten und universell akzeptierten Nationalismus samt verlogenem Geschichtsrevisionismus
  • Riesige Staatskonzerne und rigorose Kontrolle über den Markt
  • Eine Verfolgung radikaler Moslems
  • Die Möglichkeit, offen auf einer Minderheit (z.B. Homosexuelle) herumzuhacken und sich als moralische Instanz darzustellen
  • Eine starke christliche Kirche
  • Ein gewaltiges Militär

Nur knapp ein Vierteljahrhundert nach dem angeblichen Fall der Sowjetunion sei Russland konservativ geworden. Und so hält die russische Propaganda den europäischen Konservativen die Karotte vor die Nase.

Für jeden etwas dabei

Russland will seit 1917 nichts anderes als Europa besetzen. Bis 1989 unterstützte man zur Aufweichung der europäischen Staaten fleißig linke Parteien und Gruppierungen, die den Sozialismus bewarben, einseitig auf der NATO herumhackten, die muslimische Einwanderung begünstigten.

Nach dem inszenierten Fall der Sowjetunion machten die alten Parteikader einen auf moderne konservative christliche Businessmänner; dadurch fiel es den russischen Geheimdiensten leichter, konservative Gruppen in Europa für sich zu gewinnen, die wiederum die Nase voll haben von den links-grünen Gesellschaftszersetzern und der Islamisierung.

Die Lösung die angeboten wird, ist zunächst eine Freihandelszone zwischen der EU und Russland und ein Wegfall der Visumspflicht. Später soll eine gemeinsame Politik folgen. Dadurch wird den europäischen Konservativen versprochen, endlich die Abhängigkeiten von islamisch-kontrollierten Öl-Nationen oder von amerikanisch-jüdischen Großbanken zu beenden und in dem neuen Großreich von Lissabon bis Wladiwostok zu einer konservativen Mehrheit zu gehören. Interessanterweise fordern Rothschild-Manager wie Dr. Klaus Mangold genau eine solche Vereinigung. Auch der scheidende Bilderberg-Agent und erste Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, forderte im Dezember 2012 eine Anbindung von EU an Russland für “Global Governance”:

“Russland und die EU haben viel zu gewinnen durch eine Kooperation. Beider Wirtschaft sind eng miteinander verbunden. Wir müssen weitere Fortschritte machen für ein neues Abkommen, um unsere zukünftige Zusammenarbeit auf eine solide rechtliche Basis zu stellen. Die EU und Russland können gemeinsam einen entschiedenen Beitrag leisten für Global Governance.”

Russland verfolgt die Strategie, alle Gruppen zu unterstützen, allen alles zu versprechen und alle zu hintergehen. Zu diesem Zweck bauten die russischen Geheimdienste Putins Ruf unter den Konservativen in Europa kontinuierlich auf. Auch liberale und rechte Gruppen bekommen Schützenhilfe aus dem Osten. Alle möglichen Unzufriedenen träumen nachts im Bett davon, wie sie durch die Hilfe des starken Mackers Putin ihre Interessen verwirklichen können.

Der erfolgreichste islam-kritische Blog in Deutschland namens PI-News freut sich darüber, wie Putin sich einsetzt für Christen, die von radikalen Moslems verfolgt werden:

Putin aber scheint sich nicht wie Merkel korrumpieren zu lassen, die sich wohl über intensive Rüstungsgeschäfte mit der arabischen Welt, vor allen Dingen Katar, freut. Da sieht man doch gerne bei der Christenverfolgung weg, auch wenn dieses Land einer der schlimmsten Terrorunterstützer der Erde ist und unsere Todfeinde Al-Qaida, Taliban sowie Hamas mit Milliarden Dollar füttert, damit die ihr mörderisches Handwerk gegen “Ungläubige” verrichten können. Putin hingegen hat ein milliardenschweres Waffenkauf-Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt, das ihn wohl von der Unterstützung für Assad abbringen lassen sollte. Der Mann zeigt in dieser Hinsicht Standfestigkeit, Moral, Anstand und Charakter.

Wie das Putin-Regime genau wie in alten Sowjetzeiten den radikalen Islam fördert und das für PI-News so wichtige Israel attackiert, erfahren sie weiter unten in diesem Artikel.

Auch die Liberalen verbreiten große Hoffnungen: In der August/September-Ausgabe des Magazins eigentümlich frei ist der Kommentar des Geschäftsmannes Thomas Fasbender zu lesen, der auch aus der Feder des FSB hätte stammen können:

“kaum irgendwo fühlt man sich als Deutscher derart willkommen wie in Russland. Und die Russen machen keinen Hehl daraus, dass ihnen unter allen Europäern die Deutschen am l.iebsten sind.”

“Objektive Interessenkonflikte gibt es im deutsch-russsichen Verhältnis so gut wie keine.”

“Der russische Präsident Wladimir Putin hat selber fünf Jahre in Deutschland gelebt, spricht fließend Deutsch und hat seine Töchter auf die Moskauer Deutsche Schule geschickt.”

“In der Tat, die deutsch-russischen Beziehungen sind wie eine leuchtende Sonne auf wolkenlosem Azur.”

“Wer sagt, dass autoritäre Demokratie unter allen Umständen die schlechtere Alternative ist?”

Die Interessen des heruntergewirtschafteten russischen Regimes sind, sich alles deutsche Know How und das deutsche Territorium so günstig wie möglich unter den Nagel zu reißen. Können Russlands Agenten erst einmal frei in Deutschland herumwandeln, werden deutsche Unternehmen so einige Überraschungen erleben. Ganz zu schweigen von der völligen Aufgabe deutscher Souveränität. Putin spricht deshalb so gut deutsch, weil er lange Jahre in Dresden als KGB-Offizier stationiert war und den Auftrag hatte, auch noch Westdeutschland unter das Joch Moskaus zu bringen.

2008 flohen 130 Milliarden Dollar an Kapital aus Russland, der Zustrom ist mit 3,4 Milliarden Dollar der geringste in den sogenannten Wachstumsmärkten. Weitere Alarmzeichen sind:

  • Über 50% der russischen Unternehmer sagen sie wollen das Land verlassen.
  • Die Weltbank warnte dass Russlands Wirtschaft auf Gedeih und Verderben vom Weltpreis von Rohöl abhängt.
  • Russlands Schulden könnten sich in relativ kurzer Zeit verfünffachen.
  • Die massiven Ausgaben für Rüstung und zivile Programme riskieren den Bankrott.
  • Die Steuerlast für Bürger steigt, der Einzelhandel vermeldet schlechte Zahlen.
  • Die schlechte Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft lässt die Nahrungsmittelpreise in die Höhe schnellen.
  • Zwei Drittel aller Russen haben überhaupt keine Ersparnisse.
  • Die Korruption und das organisierte Verbrechen befinden sich auf Rekordniveau; eine denkbar schlechte Basis für Innovationen und Effizienz.
  • Putin wird wie immer den schwarzen Peter auf jemand anderen schieben, beispielsweise auf den WTO-Beitritt den er selbst haben wollte.
  • In der teuren Stadt Moskau gilt man für die Statistiken mit umgerechnet 250$ monatlichem Einkommen nicht als arm. Die vielbeschworene “Halbierung” der Menschen unter der Armutsgrenze ist nichts als Zahlentricks

Von den sieben Oligarchen, die in den 1990er Jahren 50% der russischen Wirtschaft kontrollierten, waren sechs jüdisch. Nach Putins Machtübernahme flohen die meisten dieser ursprünglichen Oligarchen aus dem Land. Wie schon zu Zarenzeiten und unter den Sowjetherrschern nutzte man diese Vorgehensweise propagandistisch aus. “Den Juden” und den amerikanisch-zionistischen Kreisen sei ein schwerer Schlag zugefügt worden. Dabei war der jüdische Oligarch Roman Abramowitsch die ganze Zeit Putins wichtigster Mann und Wegbereiter. Die britischen Autoren Dominic Midgley und Chris Hutchins behaupten in ihrer Biographie „Der Milliardär aus dem Nichts“, Abramowitsch habe sämtliche Mitglieder der ersten Regierung unter Putin einer persönlichen Prüfung unterzogen, bevor diese für ein Amt in Frage kamen. Abramowitsch feiert gerne mit seinem besten Freund, dem Bankenerbe Nat Rothschild, der schon mit dem Russenoligarchen Oleg Deripaska gute Geschäfte machte.

Im Oktober 1998 forderte General Makaschow mal eben die “Auslöschung aller Juden in Russland”. So einige einfacher gestrickten unzufriedenen Seelen in Europa glauben inzwischen, Putin hätte heldenhaft einen Kampf geführt mit der angloamerikanisch-jüdischen Neuen Weltordnung und den einflussreichen Großbanken wie N.M Rothschild und Söhne. Interessanterweise waren es jedoch amerikanische und europäische WallStreet-Banker, die die bolschewistische Revolution in Russland finanziert hatten und es waren amerikanische Firmen gewesen, die der rückständigen Sowjetunion kontinuierlich aushalfen mit Technologie.

Um Europa von Russland zu begeistern, reicht es aber nicht, die Linken und die antisemitischen Kreise propagandistisch zu bedienen. Als Reaktion auf die bedrohliche Islamisierung in Europa bildete sich eine neue ultrarechte Richtung, die sich als christlich-jüdische Allianz versteht und sich unter anderem als Wiederauferstehen der Tempelritter versteht. Diese Kreise lassen den Antisemitismus traditioneller rechter Gruppen fallen sondern paktieren mit radikalen jüdischen Zirkeln, um gemeinsam Europa vor dem Islam zu retten. Auch hier mischt Russland mit, auch hier erwarten die einschlägigen Gruppen viel von Putin.

Freund und Feind

Die Putin-hörigen alternativen Medien bedienten nach dem Massaker von Anders Behring Breivik in Norwegen an marxistischen Jugendlichen hauptsächlich die möglichen Szenarien einer verdeckten westlichen Terror-Operation im Stile des Gladio-Programms der NATO aus dem kalten Krieg. Ein weißrussischer Politiker erklärte allerdings unter Verweis auf Geheimdienstkreise, dass Breivik mehrfach das Land besucht hätte, unter anderem für paramilitärisches Training in einem Lager, das vom russischen FSB geleitet wird. Offiziell wollte der spätere Killer alte Grabstätten von Wikingern besuchen.

Der ehemalige Colonel Valerij Lunew hätte Ausbildung für subversives Verhalten und Terrorismus geliefert. Ein weiterer Kontaktmann Breiviks, der russische Neonazi Wiatscheslaw Datsik, soll den Auftrag gehabt haben, in Norwegen tschetschenische Funktionäre zu ermorden. In seinem Manifest erwähnte der Breivik solche Besuche, auch von den Grenzbeamten der ehemaligen Sowjetrepublik kam eine Bestätigung. Der Norweger war sich nicht sicher, ob Putin der beste Freund oder der größte Feind der Neuen Tempelritter sei. Weder die Teilnehmer des marxistischen Jugendlagers auf der norwegischen Insel Utöya noch Breivik und dessen Fans realisieren das doppelte Spiel der Russen.

Russland unterstützt alle und hintergeht alle, sowohl die Marxisten, als auch die europäischen Moslems als auch die Hardcore-Rechten.

Doppelstandard Putin-Style

Die von Putin und Moskau gesteuerten oder zumindest stark beeinflussten linken Gruppen im Westen regten sich endlos auf über Präsident Bushs “Krieg gegen den Terror”. So manche konservative und rechte Gruppe fügte dem noch ihre antizionistische Perspektive hinzu, wiesen immer wieder darauf hin, dass von den bekannten kriegsbegeisterten neokonservativen Gesichtern sehr viele jüdisch waren.

Putin benutzte währenddessen praktisch die gleiche Masche wie sein amerikanischer Gegenspieler George W. Bush: Die heimliche Förderung islamischer Radikaler, um den Sicherheitsapparat auszubreiten und als starker Führer zu wirken, der die Gotteskrieger im Zaum hält. Genau wie die Antikriegs-Bewegung zur Vietnam-Zeit verschwieg, wieviele Millionen Menschen die Sowjets in Asien auf dem Gewissen hatten, unterstellte die moderne Anti-Bush-Bewegung, dass Russland im Vergleich das Gegenbeispiel einer moralischen und friedlichen Großmacht sei. Wenn Russland auf der Freiheit herumtrampelt, heißt es dies sei halt nötig um die Feinde Russlands in Schach zu halten.

Während Russland im Westen, insbesondere Europa, die feministischen und homosexuellen Gruppen förderte, sind in Russland Homo-Demonstrationen unter Strafe verboten. Russische Neonazis dürfen Homosexuellen relativ ungestört auflauern. Die gesamte hohe Führung in Russland besteht wie früher aus alten Männern.

Die große Hoffnung für Europas Konservative entpuppt sich als der größte Betrug: Russland fördert seit Jahrzehnten den radikalen Islam und dessen Vorstoß im Westen. Der tschechoslovakische Präsident Vaclav Havel gestand 1990 ein, dass der Auslandsgeheimdienst unter den Kommunisten 1000 Tonnen des Sprengstoffs Semtex-H an palästinensische und libysche Terroristen geliefert hatte. Die Stasi lieferte alleine 1983 Munition im Wert von heutzutage 1,5 Millionen € für die Kalaschnikow-Gewehre von Arafats PLO. Arafat, der ägyptische Marxist, bekam vom rumänischen und russischen Dienst eine neue Identität als Palästinenser verpasst und jede Menge Ausbildung für schwarze Operationen in der Nähe von Moskau. Rumänische Dienste produzierten allerhand falsche Pässe für Terroristen.

Die Pro-Moskau-Propagandisten verbreiteten bis heute immerzu Schriften, die über die schmutzigen westlichen Gegenmaßnahmen aufklären, ohne jedoch die russische Rolle im Terrorismus zu beleuchten. Fast alle aufklärerischen Publikationen über das geheime NATO-Projekt namens Gladio stammen von Linken und Putin-Fans.

Der russische Obrigkeit gelingt es tatsächlich, den Menschen grassierende Widersprüche zu verkaufen. So soll eine Allianz geschmiedet werden zwischen den BRICS-Staaten, dem radikalen Islam sowie allen möglichen unzufriedenen Konservativen und Traditionalisten im Westen. Russland buhlt um die Gunst des Irans und jedes anderen radikalislamischen Staates der sich etwas von der Kooperation verspricht. Wegen der russischen Propaganda glauben viele inzwischen, dass die einzigen gefährlichen Moslems von den USA unterstützt werden. Auch die fanatischen Gotteskrieger in Tschetschenien werden seit langem heimlich von Russlands Militär und Geheimdiensten unterstützt, öffentlich bekämpft.

Der Geschäftsmann Patrik Brinkmann gilt als eine der wichtigsten Führungsfiguren der europäischen Rechten. Im Jahre 2007 zog es ihn nach Berlin. Der Verfassungsschutz befürchtete, dass Brinkmann in Berlin ein europäisches Neonazi-Netzwerk etablieren wolle. Er pflege intensive Kontakte zur NPD sowie zu russischen Neonazis. Im September 2011 wurden durch geleakte E-Mails enge Kontakte Brinkmanns zum Gründer des antiislamischen Projektes Politically Incorrect, Stefan Herre, in der Öffentlichkeit bekannt. Die Berliner Morgenpost berichtete:

Das Auftreten von Brinkmanns russischer Frau Swetlana hat nun die Behörden alarmiert. Sie registrieren seit längerem eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen deutschen und russischen Rechten. Laut redok.de gehört auch der ehemalige Berater von Michail Gorbatschow, Wjatscheslaw Daschitschew, zum Umkreis Brinkmanns. Er ist unter anderem auch als Autor für die “National-Zeitung” des DVU-Chefs Gerhard Frey tätig. Auch die Brinkmann-Freunde Rieger und Heise stehen im engen Kontakt zu einer obskuren Vereinigung namens „Deutsch-Russische Friedensbewegung Europäischen Geistes“ mit Sitz in Arnstadt (Thüringen). Brinkmanns “Kontinent Europa Stiftung” strebt nach eigenen Aussagen den Aufbau einer “großeuropäischen Zivilisation” unter dem Einbezug Russlands an.

Im Vorstand der neuen Partei “Alternative für Deutschland”, die die Islamisierung in Deutschland bremsen möchte, sitzt eine mysteriöse Russin namens Irina Smirnova. Die BILD-Zeitung hakte nach, was es mit ihrem undurchsichtigen Professoren-Titel aus St. Petersburg und ihren Tätigkeiten in der Partei auf sich hat. Ihr Fachgebiet bei der AfD ist “Integration”. Chef Bernd Lucke erklärte: „Wir überprüfen grundsätzlich die Vita unserer Vorstände und Mitglieder nicht, es sei denn, es liegen Verdachtsmomente vor.“

Smirnova forderte in ihrer Bewerbung für den Vorstand der AfD einen Zwangsunterricht für in Deutschland lebende Ausländer in einem „Lektorium“. Nach der Meinung Smirnovas würden der Anteil der Ausländer in Deutschland „und damit auch die Probleme“ immer größer werden.

Die junge deutsche Partei “Die NEUE MITTE” des Journalisten und Sachbuchautors Christoph Hörstel gibt sich vehement pro-BRICS, verklausuliert sozialistisch und pro-Islam, wenngleich auch dem bürgerlichen Lager versprochen wird, hart gegen Integrationsverweigerer vorzugehen.

Foto: Hörstel

Das größere Spiel

Ein Gastartikel in der Ausgabe vom 25. November 2012 der Gulf News mit der Überschrift “Need for Europe-Russia institutional integration” (Notwendigkeit einer Integration russischer und europäischer Einrichtungen) vom ehemaligen russischen Außenminister und überzeugten Globalisten Igor S. Ivanov enthält die vehemente Forderung nach einer Ost-West-“Konvergenz”.

“Ohne einen fundamentalen Neustart werden sich die Beziehungen zwischen Russland und Europa weiterhin verschlechtern, bis hin zu einer Art passiven Vernachlässigung.”

Um diese Situation zu ändern, müssten “Russland und Europa identifizieren wo die eigenen Interessen zusammentreffen”, eine “politische Kooperation” anstreben sowie “politische Integration.”

“Konvergenz” ist ein Schlüsselbegriff für politische Eliten weltweit, besonders jene die verbunden sind mit dem Royal Institute for International Affairs (RIIA), dem Council on Foreign Relations (CFR), World Policy Conference (WPC), Trilateral Commission (TC), Carnegie Endowment for International Peace (CEIP) und Bilderberg (BC).

Mr. Iwanow hat Vebindungen zu all den genannten Organisationen und ist einer von immer mehr “ehemaligen” Kommunisten, die ohne mit der Wimper zu zucken als Globalisten unterwegs sind und sich sowohl mit milliardenschweren russischen Oligarchen, als auch westlichen Konzernchefs, Wall Street-Bankern, Vorsitzenden von einflussreichen Stiftungen und Lichtgestalten der elitären Think Tanks abgeben.

Die Konvergenz-Strategie wurde in deutlichen Worten vom ehemaligen Präsidenten der Ford-Stiftung und Mitglied des Council on Foreign Relations, H. Rowan Gaither, ausgesprochen. Er gestand dem Ermittler des US-Kongresses Norman Dodd im Jahr 1953, dass er und weitere Personen innerhalb und außerhalb der Regierung zusammenarbeiten “um das Leben derart in den Vereinigten Staaten zu verändern, dass wir bequem mit der Sowjetunion verschmolzen werden können.”  (William H. McIlhany’s The Tax-Exempt Foundations, Arlington House, 1980).

Neben Ford wurden auch die Rockefeller- und Carnegie-Stiftungen untersucht, weil es offensichtlich geworden war dass zahlreiche subversive Gruppierungen, Individuen und Bewegungen finanziert wurden.

Vor seinem Tod im Jahr 1987 wurde Dodd interviewt vom Autor und Filmemacher G. Edward Griffin für einen Dokumentarfilm mit dem Kongressabgeordneten Lawrence P. McDonald (R-Georgia) als Produzenten.

Genosse Iwanows Gastartikel in der Gulf News erschien ursprünglich bei Project Syndicate, ein Projekt des Globalisten George Soros und dessen Open Society Foundation. Der Milliardär verfügt über beinahe 500 Zeitungen in über 150 Ländern und ist Mitglied bei TC, WPC, CEIP und Bilderberg.

Iwanow nahm jahrzehntelang an Treffen des CFRs teil, schrieb für das CFR-Journal Foreign Affairs, war im Vorstand der Euro-Atlantic Security Initiative (EASI) des Carnegie Endowment, saß im Vorstand von Ted Turners United Nations Foundation, sprach zum World Economic Forum und verkehrte mit vielen Weltregierungsbefürwortern des Royal Institute for International Affairs (RIIA). Inzwischen wurde er Präsident des Russian International Affairs Council (RIAC), der russischen Roundtable-Gruppe.

Einer seiner alten Kumpane im britischen diplomatischen Corps ist Sir Roderic Lyne, ehemaliger britischer Botschafter für Russland und großer Befürworter der Ost-West-Konvergenz, insbesondere einer Integration von Russland und der EU. Lyne ist inzwischen Vizepräsident des RIIA, Vorstandsmitglied der russisch-britischen Handelskammer und Berater für JP Morgan Chase. Sein Artikel in der Publikation Europe’s World von 2006 hatte den Titel “Russland in der EU? Wir sollten niemals nie sagen.

Lyne war zusammen mit Strobe Talbott (CFR) und Koji Watanabe Autor des bedeutenden Berichts der Trilateral Commission “Engaging with Russia: The Next Phase”, in dem mehr Konvergenz und Integration gefordert wird.

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