Ein Kommentar von Alexander Benesch

Die japanischen Behörden ließen einst TEPCO das Zurechtpfuschen eines Atomreaktors und die Nicht-Erfüllung von Sicherheitsbestimmungen für Erdbeben und Tsunamis durchgehen mit der Folge, dass Explosionen und Kernschmelzen exorbitante Mengen an gefährlichen radioaktiven Partikeln in die Luft und das Meer brachten. Greg Palast, Investigativreporter und ehemaliger Regierungsermittler für Kernkraftwerke, schrieb:

Als ich am 12. März 2011 zusah wie Fukushima schmolz, wusste ich: Die “SQ” war fake gewesen. Ich war kurz davor mich zu übergeben, denn ich wusste wer die Anlage entworfen hatte, wer sie genaut hatte und wer sie für Tokyo Electric Power erneuern sollte: Shaw Construction. Die jüngste Inkarnation von Stone & Webster, der designierte Erbeuer für alle vier neuen Atomkraftwerke, für die die Obama-Administration Milliarden genehmigt hat. Aber ich hatte das Notizbuch, das Tagebuch des Erdbebeninspekteurs für die Firma. Ich hatte es eine Weile vor dem Kollaps des Trade Centers rausgeschmuggelt.  SQ bedeutet in dem Jargon der Atomindustrie “seismische Qualifikation”. Ein seismisch qualifiziertes Atomkraftwerk hat keine Kernschmelze wenn es durchgeschüttelt wird. Man darf ohne SQ keinen Nuklearreaktor in den USA, Europa oder Japan betreiben.

Aus den handschriftlichen Aufzeichnungen:

“Wiesel war sehr aufgeregt. Er schien sehr nervös. Sehr aufgebracht. Die Anlage hatte dermaßen viele Probleme dass sie niemals einem Erdbeben standhalten könnte. Das Team an Ingenieuren die man reingeschickt hatte zur Inspektion fanden heraus dass die meisten der Komponenten ‘komplett kaputgehen’ könnten bei einem Erdbeben.”

Gordon Dick’s Unterling bei dem Kraftwerk, Robert Wiesel, führte die standardmäßige seismische prüfung durch. Wiesel lies seine Firma durchfallen. Dick befahl dann Wiesel, den Bericht an die Nuclear Regulatory Commission von durchgefallen auf bestanden zu ändern.

Niemand hat gerne Angst, jeder will Beschwichtigungen hören und in dieses Horn wurde dementsprechend kräftig geblasen in der Medienberichterstattung weltweit. Das unterwürfige japanische Völkchen lässt sowieso alles mit sich machen. Das Sperrgebiet ist unter fester Kontrolle, die Messgeräte auch, das Gesundheitssystem erst recht und die Presse sowieso. Wer etwas berichtet dass die “nationale Sicherheit” gefährdet, macht sich strafbar. Ausländische Medien, die ihrerseits zum Beispiel das Thema Munition mit abgereichertem Uran nicht anfassen dürfen, beteiligten sich von Anfang an an der Beschwichtigungsorgie.

Völlig aus dem Hintern gezogen hat man sich jetzt Angaben, laut denen nur Bruchteile der Strahlung im Vergleich zu Tschernobyl freigesetzt worden wären. Auf wikipedia, der Online-Enzyklopädie bei der laut Untersuchungen jeder seine eigenen Seiten manipuliert, heißt es:

»Durch das Erdbeben wurden laut [der japanischen Atomaufsichtsbehörde] NISA fünf Mitarbeiter leicht verletzt. Ein weiterer brach sich beide Beine und einer erlitt einen Herzinfarkt. Zwei Personen wurden danach vermisst und drei Wochen später im Keller eines Turbinenhauses tot aufgefunden.«

Strahlenopfer angeblich keine. Zu erwarten seien auch keine. Die gleichen Medien und Organisationen, die die Harmlosigkeit des Ganzen für Menschen außerhalb Japans betonen, versicherten einst dass das das Tschernobyl-Desaster nur zu 9000 Todesopfern führte. In Wirklichkeit wurden fast 550 Millionen Europäer und zwischen 150 und 230 Millionen anderer Menschen in der nördlichen Hemisphäre ernster Strahlung ausgesetzt und der Unfall bedingte innerhalb von 25 Jahren beinahe eine Million Tote.

Angesichts der Tatsache, dass die japanische Obrigkeit eine klare Vertuschung des Ausmaßes der aus dem Fukushima-Kraftwerk entweichenden Strahlung betrieben hat und dass das Weiße Haus und die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA eine ähnliche Informationspolitik in der Vergangenheit bewiesen haben, sind die Beteuerungen der Vereinten Nationen äußerst suspekt. Zahlreiche Menschen an der US-Westküste streamten Live-Video von ihren Geigerzählern.

Die Beteuerungen, dass der Großteil der Strahlenwolke sich über dem pazifischen Ozean auflösen werde, sind ebenfalls fragwürdig. Die Tschernobyl-Wolke hatte sich innerhalb einer Woche über die gesamte nördliche Hemisphäre ausgebreitet. Experten nannten den schlimmstmöglichen Fall in Japan “Tschernobyl hoch drei”.

Die Geschichte von 3 Mile Island und Tschernobyl sind warnende Beispiele dafür, dass Regierungen und Behörden gewohnheitsmäßig lügen über die Bedrohung durch radioaktive Strahlung um “Paniken zu vermeiden”. Die falsche Behauptung, dass es “keine Todesfälle oder langfristige gesundheitliche Auswirkungen in Verbindung zu dem Unfall” an der Atomanlage an 3 Mile Island gegeben hätte, wird nun erneut von den Massenmedien aufgewärmt und basiert auf den irreführenden Aussagen der Behörden seinerzeit.

Die Krebsraten bei Kindern in Dauphin County ist hingegen bedeutend höher als der landesweite Durchschnitt. Auf ähnliche Weise wurden die Auswirkungen des Tschernobyl-Desasters heruntergespielt. Ein 2010 von der New York Academy of Sciences veröffentlichtes Buch dokumentiert:

“Fast eine Million Menschen auf der Welt starben durch die Auswirkungen der Strahlung des Atomdesasters 1986 am Tschernobyl-Reaktor.”

Das Buch von Alexey Yablokov vom Center for Russian Environmental Policy in Moskau sowie von Vassily Nesterenko und Alexey Nesterenko vom Institute of Radiation Safety widerspricht deutlich den Behauptungen der WHO und der Internationalen Atomernergiebehörde, dass nur 9000 Todesopfer zu beklagen waren.

“Basierend auf weitreichendem Datenmaterial schätzen die Autoren die Anzahl der Toten weltweit auf Grund des Tschernobyl-Fallouts von 1986 bis 2004 auf 985.000, eine Zahl die seitdem gestiegen ist.”

Dr. Janette Sherman, die Ärztin und Toxikologin die das Buch editiert hat, betont dass die Konsequenzen von Tschernobyl “viel schlimmer waren als einige Forscher glaubten”. Zahlreiche Regierungen, darunter die französische, “hielten bewusst Informationen zurück über die Verbreitung des radioaktiven Fallouts”. In manchen Teilen Frankreichs vervielfachten sich die Fälle von Schilddrüsenkrebs, da die Bürger wegen all den Entwarnungen keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. In dem Buch heißt es:

“Amerikaner konsumierten belastete Nahrung, die aus Nationen importiert wurde die von dem Desaster betroffen waren. Vier Jahre später waren 25 Prozent der importierten Nahrung immer noch kontaminiert.”