INTERPOL bucht Dienste von KGB-Entwickler Kaspersky für Internet-Sicherheit

Posted on Apr 2 2013 - 8:21am by AlexBenesch

The New American

INTERPOL, die internationale Polizeiorganisation mit Sitz im französischen Lyon, will die Dienste von Kaspersky Lab buchen, dem russischen Giganten für Antivirensoftware und Beratung, um Cybercrime und Online-Bedrohungen zu bekämpfen. Dieser Schritt wirkt auf alle die nicht völlig naiv sind, wie der Vampir der auf die Blutbank aufpassen soll.

Kaspersky Lab mit Sitz in Moskau  ist die Schöpfung von Yevgeny “Eugene” Kaspersky, der vom KGB ausgebildete Kryptologe der zu einem von Russlands berühmtesten Business-Oligarchen geworden ist. Antivirensoftware von Kaspersky zählt zu den meistverwendeten Sicherheitsprodukten weltweit.

“Transnationales Verbrechen kann nicht in Isolation bekämpft werden, die Nutzung der Expertise und des Supports aus dem privaten Sektor gegen Cybercrime ist essentiell,”

erklärte Ronald Noble, INTERPOL Secretary General, gegenüber Journalisten. Noble war einst Undersecretary for Enforcement des US-Finanzministeriums unter Präsident Bill Clinton.

Mr. Kaspersky ist offensichtlich erfreut über die neue Partnerschaft, die er seit mehreren Jahren anstrebt:

“Wir übernehmen eine aktive Rolle bei den Ermittlungen gegen internationale Cybercrimes und bieten zu diesem Zweck unsere Expertise, Technologie und Ressourcen für Strafverfolgungsbehörden in verschiedenen Ländern weltweit an.”

Zwischen 2009 und 2010 stiegen laut Forbes die Verkäufe von Kaspersky Antivirensoftware um 177 Prozent auf 4.5 Millionen Einheiten pro Jahr, beinahe so viel wie die beiden Rivalen Symantec und McAfee zusammen. Microsoft, Cisco, and Juniper Networks haben alle Code von Kaspersky in ihre Produkte eingebettet.

Wired.com ist eine der wenigen Medienpublikationen, die Besorgnis ausgedrückt haben über Kasperskys KGB-Hintergrund und seine anhaltende Beziehung zum Nachfolgergeheimdienst FSB. Er ist außerdem ein Freund des Präsidenten und ehemaligen FSB-Chefs Putin, was eine zwingende Vorraussetzung ist, um in Russland Big Business zu machen. Kaspersky machte 1987 seinen Abschluss am Institut für Kryptografie, Telekommunikation und Computerwissenschaft, eine Einrichtung die mitfinanziert wurde vom KGB und dem russischen Verteidigungsministerium.

Die meisten Berichte über Kaspersky drehen sich um seine Fähigkeiten als Programmierer und seinen enormen Reichtum. Der Rennwagen-Fahrer und Sponsor von Ferraris Formel 1-Team prahlt mit seinen Beziehungen zu Henry Kissinger, US-Senator John McCain, Präsidenten und Premierministern, außerdem ist er Dauergast in Davos.

Aber genau wie Mikhail Prokhorov, eventuell Russlands nächster KGB-Präsident, hat Herr Kaspersky eine dunkle Seite, die die amerikanischen Medien nicht untersuchen. Das Internet ist ein gefährlicherer Ort geworden.

About the Author

Der in Bayern geborene und aufgewachsene Alexander Benesch startete nach seinem Abitur im Jahr 2006 die investigative Medienplattform INFOKRIEG.TV. Zwei Jahre später machte er sich zusammen mit seiner Frau selbstständig und erweiterte die Medientätigkeit um ein E-Commerce-Business für Outdoor und Survival.

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