Kultur

Star-Regisseur von „X-Men“ soll an Pädo-Parties der Filmindustrie teilgenommen haben

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Einen Monat vor der Veröffentlichung des neuen Superhelden-Films „X-Men: Days of Future Past“ wurde Regisseur Bryan Singer wegen Missbrauchs eines Minderjährigen angeklagt. Weitere Anklagen gegen andere einflussreiche Hollywood-Größen sollen folgen, so der Anwalt Jeff Herman.

Michael Egan zog im Alter von 14 mit seiner Familie nach Los Angeles und strebte eine Karriere in der Filmindustrie an. Dort traf er nach eigenen Angaben auf Marc Collins-Rector, wurde zu den Parties in einem Anwesen in Encino, Kalifornien eingeladen.

Collins-Rector gestand 2004 vor Gericht, dass er für sexuelle Zwecke fünf Minderjährige über Bundesstaatsgrenzen gelockt haben soll. Zunächst war Rector nach Spanien geflohen und kämpfte eine Zeit lang gegen die Auslieferungsforderungen der US-Behörden. Er ist nun ein registrierter Sexualstraftäter und musste 4,5 Millionen $ an seine Opfer bezahlen.

Auf den Hollywood-Parties in Encino, so die Klageschrift, sei dem Minderjährigen Michael Egan von dem Regissuer Bryan Singer Alkohol angeboten und eine Rolle in einem großen Film in Aussicht gestellt worden. Darauf hätten die sexuellen Übergriffe begonnen. Singer soll Oralsex an Egan vorgenommen und ihn vergewaltigt haben.

Anwalt Jeff Herman vertrat bereits Mandanten in der Missbrauchsklage gegen dem ehemaligen Sesamstraßen-Puppenspieler der populären Elmo-Figur Kevin Clash. Bryan Singers Anwalt verlautbarte, dass die Vorwürfe komplett haltlos seien.

Einer der berühmtesten Kinderschauspieler der 1980er Jahre, Corey Feldman, erzählte in seiner Autobiographie von dem Ausmaß des Kindesmissbrauchs in der Unterhaltungsindustrie. Seine Eltern verdienten prächtig an den Rollen in Hit-Filmen wie “Stand By Me,” “The Lost Boys,” “Gremlins” und “The Goonies”. Nach dem Tod seines Schauspielerfreundes Corey Haim bestätigte Feldman in einem Interview der ABC-Show Nightline im August 2011 Aussagen aus ihrer Reality-Show „The Coreys“ zum Kindesmissbrauch in der Unterhaltungsindustrie der 1980er Jahre. Er selbst und Haim seien sexuellem Missbrauch zum Opfer gefallen.

Drei Jahrzehnte später hat sich die Situation laut Experten noch verschlimmert.

„Die suchen nach Kindern deren Eltern zum Beispiel eine Scheidung durchmachen, die naiv sind, Suchtprobleme haben oder einfach nur Karriereverrückte sind die wegschauen.“

Recentr – Alexander Benesch

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2 comments

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Duderich 18. April 2014 at 11:59

Da fällt mir ein dass „Buffy“, also Sarah Michelle Gellar, mit Burger King Werbespots als Kind bekannt wurde. Genau genommen heißt es auf Wiki: „Im Alter von vier Jahren wurde Gellar von einem Agenten in einem Restaurant entdeckt. Sie drehte daraufhin mehr als 30 Werbespots für die Fastfood-Kette Burger King, in denen sie mit kindlicher Stimme versicherte, dass ihr McDonald’s-Burger nicht schmecken. Daraufhin wurde sie von McDonald’s wegen vergleichender Werbung verklagt und erhielt in der Folge zwei Jahre Hausverbot in allen McDonald’s-Restaurants.“

Und fällt mir ebenso Rochelle Davis ein. Rochelle hat nur in dem Film „The Crow“ mitgespielt. Entstanden ist die Story von James O’Barr einem ehemaligen Heim- und Pflegefamiliekind, nachdem seine Frau überfahren wurde und er weiter in die narzisstische Falle trat. Denn bauten sich durch das Malen der Comics seine Wut nicht wie gedacht ab. Jedenfalls spielte Rochelle Davis die Rolle von Sarah. Hab den Film nun nach einer erlebten Nacht von häuslicher Gewalt in ihrem Alter von zwölf Jahren vor der Jahrtausendwende gesehen und auf anhieb u.a. wegen den Dialogen gut gefunden.

Was ich allerdings nun durchs Schreiben und Recherchieren über das was man alles für Medien konsumierte herausfand, ist, dass sie im gegesatz zu den anderen Kindern, die keine Chance haben, frei entscheiden zu können ob sie das machen wollen was von ihnen erwartet wird, ihre Chance nutzen konnte. Auf ihrer Webseite heisst es nun unter bio u.a.: „Sadly after befriending Brandon Lee he was tragically killed in a gun accident on set. She spent over 12 hours in the hospital waiting for him to come out of surgery. She went home for a mourning period and came back to finish the movie about a month or two later. After she went home to just be a kid and found that people were cruel. Realizing the harness of people to Actors was terrible. Once you were considered a celebrity they stopped seeing you as a real person instead they saw you as a character on a screen. The death and cruelty she faced was heartbreaking and put her into a deep depression for many years. She quit acting and tried to go back to living a normal life.“
http://www.therochelledavis.com/bio-2/

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Orendel 18. April 2014 at 8:55

So schaut der aus, ein verklemmter Brilli, körperlich und geistig schwach, der in seiner okkulten Gruppe, unter Drogeneinfluß, mal ordentlich „Gas“ gibt. Beim Sektenerlebnis göttlich wird. Ekelhaft.

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