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5 gewöhnliche Dinge die mühelos unsere Zivilisation lahmlegen können

kurzschluss-640

Foto: Robert Lawton/CC 2.5 Share alike

Alexander Benesch

Bei Bedrohungen für unsere Zivilisation denken Menschen zuerst an Roland Emmerich-Filme oder bärtige Dschihadis mit altem sowjetischem Gerät in den Händen. Dabei braucht es nicht mal spektakuläre Ursachen für spektakuläre Desaster:

1. Sommerhitze

1996 waren mehrere komplette Bundesstaaten im Westen der US einen ganzen Tag lang ohne Strom. Die Hitze war lebensgefährlich. Krankenhäuser, Atomkraftwerke und andere Einrichtungen mussten hoffen, dass ihre Notstromgeneratoren hielten und nicht einmal die Pumpen an den Tankstellen funktionierten. Der Grund für das Desaster? Etwa King Kong vs. Godzilla die bei ihrem Kampf alles mögliche zertrampelten? Feindselige Aliens wie im Film Independence Day? Kosmische Meteoriten die auf unsere Erde einschlugen? Oder die New Age-Apocalypse wie im Film 2012?

Die Erklärung war viel, viel simpler: Wegen den extremen Temperaturen dehnten sich Stromleitungen aus und berührten Bäume, was zu dem Ausfall führte. Das ist alles. Leitungen die die Sommerhitze nicht vertragen und einfach aufgeben.

Die Stromkonzerne versuchten immer wieder, das System wieder anzuschalten, aber jedesmal gab es an einer anderen Stelle Überlastungen und alles schaltete von selbst wieder ab. Stellen sie sich vor, was ein paar Saboteure anrichten könnten!

2. Regen

2006 regnete es in New York die Gullis voll und es erwischte die unterirdischen Stromleitungen. 400.000 Menschen in Queens waren ohne Strom und fließendes Wasser. Schon mal versucht, ältere Menschen in einem hohen Wohngebäude die Treppen herunterzutragen weil die Aufzüge nicht funktionieren? Üben sie am besten jetzt schon für den Ernstfall! Verrenken sie sich aber dabei bitte nicht den Rücken.

Als man versuchte, den Strom über Umwege über kleinere Leitungen zu transportieren, fackelten hunderte unterirdische Kabel ab, sodass 100.000 Menschen zwei weitere Wochen lang keinen Strom hatten.

3. Bäume

September 2003: Ein einziger Baum fällt wegen einem Sturm um und trifft eine wichtige Stromleitung die von der Schweiz nach Italien führt. Die Leitung war außer Gefecht. Panisch wollte man die hohe Nachfrage der Italiener bedienen mit Hilfe anderer Leitungen aus Frankreich und der Schweiz, mit dem Ergebnis eines kaskadierenden Stromausfalls, der ganz Italien, abgesehen von der Insel Sardinien betraf. Es dauerte neun Stunden bis die Italiener wieder Strom hatten.

Im August 2003 führten ein paar Bäume zu einem Mega-Ausfall von 256 Kraftwerken, der ein Drittel der kanadischen Bevölkerung und 40 Millionen Amerikaner betraf.

4. Windräder

Diese harmlos wirkenden Bastarde können gezielten Leistungsanpassungen nicht in nutzbarem Umfang erbringen und sind daher außerstande, das Netz zu stabilisieren. Im Gegenteil, ihre nur von den Zufällen von Wind und Wetter abhängige Einspeisung, die von den Netzbetreibern aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwangsläufig abgenommen werden muss, erschwert den restlichen Kraftwerken die sowieso schon anspruchsvolle Aufgabe, das Netz auch im Falle unvorhersehbarer Störungen ständig im Gleichgewicht zu halten. Schon eine einzige Stunde Blackout in Deutschland kann Schäden von bis zu 600 Mio. € verursachen!

5. Die Sonne

Bei einer sogenannten Sonneneruption kann, wenn wir Pech haben, eine Strahlenwelle auf uns treffen, besonders unsere Stromleitungen. Dies kann auch leicht die Trafostationen zum Explodieren bringen und auf Jahre unser Stromnetz ruinieren. Auch Satelliten wären dadurch fällig, Atomkraftwerke gefährdet. Am Ende ruiniert uns vielleicht also noch der flammende Gasball der unser Leben eigentlich möglich macht.

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17 comments

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EuroTanic 3. März 2014 at 17:38

6. Die Dummheit der Menschen. Auf der Strasse, aber auch und gerade derer, die am roten Knopf sitzen- Eine nach wie vor unterschätzte Grösse.

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required 18. Februar 2014 at 8:59

Pubkt 5… (fünf)

Hat da einer zu viel die wertvolle Wissenssendung Galileo oder WDWSDS geschaut?

Irgendwie kann ich so etwas einfach nicht glauben. Ich würde mal den „Postulator“ dazu auffordern mir dafür eine angemessene Erklärung zu geben, gerne auch die Mitleser.

Wo kommt die Energie her? (wie koppelt die sich ein)
Was ist das für eine Energie? (Elektrisch, Chemisch, freie?)

Was bewirkt diese im Trafo.

Mal ein Gedanke von mir. Wenn es magnetische Einkopplungen sind und sozusagen „Strom“ entsteht. Wie viel Strom ist für welche Zeit nötig um einen Trafo zur Explosion zu bringen? So nebenbei angemerkt, die Kurzschlussleistung eines Trafos ist ein bisschen höher als seine Nennleistung. Da es von Trafos so viele unterschiedliche Typen gibt, möchte ich einfach mal ein Zahlenbeispiel bringen. Der Trafo hält für kurze Zeit (2s) locker den 10fachen Strom seines Nennstromes aus. Vor Zerstörung lösen mechanische (Bspw. Bimetall) Schutzeinrichtungen aus.

Das war mal mein Gedankengang, wie ich mir so etwas vorstelle und dabei komme ich zu dem Schluss -> unmöglich. Liege ich mit dem Gedanken falsch? Gibt es andere Effekte die ich nicht berücksichtigt habe, an die ich gar nicht dachte? Würde mich echt mal interessieren wie das funktionieren soll. Bei Galileo bekommt man ja nur eine schöne Erklärung durch eine Sequenz, wie „Blitze“ auf den Leitungen in den Trafo wandern.

Auf das Stückchen Draht ala Stromleitung gehe ich mal nicht weiter ein. Wie eine Schmelzsicherung funktioniert weiß ja sicherlich jeder. Bei der Leitung braucht es eben ein bis zwei (1-2) Amps mehr.

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required 18. Februar 2014 at 16:34

Danke Stefan, der Link ist schon sehr informativ. Mir ist auch klar, dass ein Stromnetz nicht ohne Daten und Elektronik funktioniert. Von dem Aspekt her ist das vollkommen in Ordnung. EMP = Stromnetz außer Betrieb.

Aber die eigentliche Frage warum ein Trafo dadurch explodieren soll wurde durch den Link nicht beantwortet.

Ein Trafo hat keine Daten und keine elektronischen Schaltkreise. Ungefähr gleichzusetzen mit den 15 Notstromaggregaten an den Tankstellen, die ja scheinbar nach dem EMP auch noch funktionieren.

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Porno Pommes 19. Februar 2014 at 11:06

„Magnetische Einkopplungen“… naja Induktion heißt das. Die Theorie ist hier eine starke Änderung des elektromagnetischen Feldes in einer sehr kurzen Zeitspanne. Eine zeitliche Änderung des EM-Feldes oder eine Änderung der „durchströmten“ Fläche induziert Strom in einen Leiter.
Ein Trafo ändert die Spannung. Für den Transport über lange Distanzen benötigt man eine hohe Spannung, allerdings kann man mit dieser keine Geräte betreiben, weshalb für Haushalte etc. die Spannung wieder gesenkt wird.
Das Problem dabei ist die entstehende Wärme: Bei einer zu großen Spannung kann es zu direkten Ausgleich zwischen den Trägern kommen (Lichtbögen undso).
Die zerstören die Bauteile, dafür braucht man auch dann keine Schaltkreis. Ungefähr so wie ein Glühdraht einer Glühbirne, der bei Bruch des Glases durchbrennt.

Aber wie realistisch dieses Szenario ist kann ich nicht sagen, da ich mich mit Elektrotechnik im Prinzip Null auskenne

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bernd schneider 18. Februar 2014 at 2:20

Ich sehe gerade vor meinem geistigen Auge Herrn Benesch mit seinem Pickup durch die Straßen fahren und legazypremiumfood an die darbende Bevölkerung verteilen.
Und Kleingeist sitzt hinten auf der Ladefläche und paßt mit seinem G3 auf das alles gesittet abläuft.

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antifa ist profa 18. Februar 2014 at 12:35

hey, das ist mal ne gute Filmidee!

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Orendel 17. Februar 2014 at 23:58

Entspannt bleiben. Europa ist da so fit, das steckt einiges weg. Wenn es dann aber rundgeht, dann helfen nur noch Waffen und 2 Wochen Freßpacket.

Möchte dann nicht unter den Gutmenschenzombies rumrennen, wenn denen das Biomüslie ausgeht und Ali Druck auf die Straße bringt. 😀

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SpiritOfLiberty 17. Februar 2014 at 20:53

Könnte für den Einen oder Anderen von Interesse sein.
http://www.youtube.com/user/ITStactical/videos
MfG

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canon 17. Februar 2014 at 20:05

Das ist ja klar dass der Freie Geist wieder was sucht wo er sich drann aufgeilen kann :). Hast du auch das hinter den bösen Zahlen gelesen?! Was spielt das für eine Rolle wie man das schreibt Junge? Frei von Geist und Hirn, egal worum es geht, erst mal dagegen und er selber hat immer recht.

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name 17. Februar 2014 at 19:38

„Seit wann schreiben wir Zahlen unter 12 eigentlich nichtmehr als Wörter?“
Seit wir wieder ein bisschen mehr die Sprache verlernt haben?

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Freigeist 17. Februar 2014 at 17:09

Seit wann schreiben wir Zahlen unter 12 eigentlich nichtmehr als Wörter? Diese Crackedisierung geht halt echt nochmal bis es auf der Seite aussieht wie bei denen und alles anfängt mit „Die 10 xy“ oder „Warum x, y und z machen.“ Was für ein Publikum spricht das an.

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Stefan 17. Februar 2014 at 18:39

Auf der int. Seite fangen 5 von 6 Artikeln mit Zahlen an.
Ich meine natürlich fünf von sechs, sorry…

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antifa ist profa 18. Februar 2014 at 11:58

dazz inderesriit mish ouch eine scheizzz! 🙂

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Jefferson 18. Februar 2014 at 12:03

Das sind Click-Thru Headlines, die mehr Leute dazu bringen, den Artikel überhaupt zu lesen.

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Jim 18. Februar 2014 at 17:13

Freigeist, da hast du vollkommen recht.

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dietermeiner 19. Februar 2014 at 21:14

Das schreiben wir seit genau dem Tag so, seit „nicht mehr“ ein Wort ist……..

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