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Selbstverständlich waren Kapitols-Aktivisten von den Behörden unterwandert

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Tucker Carlson wirbt um Sympathien des Publikums im Hinblick auf die Erstürmung des Kapitols vom 6. Januar 2001. FBI-Direktor Christopher Wray schloss bei einer Anhörung kategorisch aus, dass verdeckte Ermittler oder Informanten die Ausschreitungen angeleitet hätten. Die direkte Frage, ob an dem Tag Informanten im Kapitol waren, blockte er ab.

Gruppen wie die Proud Boys oder die Oath Keepers, deren Mitglieder inzwischen zu langen Haftstrafen verurteilt worden sind, waren höchstwahrscheinlich vorab Ziele für das FBI und andere Behörden. Die Bundespolizei darf zusammen mit der NSA ohne richterliche Durchsuchungsbefehle Zielprofile erstellen, was bereits Hinweise auf kriminelle Aktivitäten liefern kann. Der Einsatz von Provokateuren und Spitzeln wurde nach 9/11 ausgeweitet und man schreckte nicht davor zurück, geistig minderbemittelten Menschen in finanziellen Schwierigkeiten zehntausende Dollars anzubieten.

In der Vergangenheit sorgte das Programm COINTELPRO für Skandale. Diese Umstände hätten den Aktivisten, die die Wahlen 2020 für „gestohlen“ hielten, bekannt sein müssen. Dementsprechend war es die Verantwortung der Aktivisten, selbst Spionageabwehr zu betreiben, wenn sie nicht in eine Falle gelockt werden wollen. Leider beteiligten sich FOX News an leerem Hype, INFOWARS, die Q-Sekte und viele weitere. Diese Medien und Organisationen täuschten vor, über eindeutige Belege für Wahlmanipulationen zu verfügen und boten darüber hinaus unrealistische Fantasien über eine baldige Verhaftung der führenden Democrats.

Es funktioniert nicht, nun die Schuld für den Hype auf das FBI abzuschieben. Viele Personen ließen sich am Kapitol spielend leicht von der Stimmung einfangen und beteiligten sich an Gewalt und drangen widerrechtlich in das Gebäude ein.

Untersuchungen müssen zeigen, wie stark die Regierung vom FBI oder Homeland Security informiert war und ob es angemessen gewesen wäre, vorab Verhaftungen durchzuführen. Die Polizei an dem Tag war zu dünn aufgestellt und es gibt deutliche Verdachtsmomente, dass Funktionäre in den Behörden es darauf ankommen ließen.

Tucker Carlson glaubte gar nicht an die vielen Behauptungen über Wahlmanipulationen bei seiner Zeit bei FOX News, aber er erweckte den gegenteiligen Eindruck. Wie ehrlich er aktuell ist, ist deshalb fraglich. Auch bei linken Ausschreitungen gibt es regelmäßig Spitzel und Provokateure, genau wie gegen radikale Muslime und andere Gruppen.

In der rechten Szene aus MAGAs, Verschwörungsaktivisten und Q-Sektierern haben wir es meist mit instabilen Influencern zu tun, die leichtfertig Straftaten begehen und vom FBI als Informant rekrutiert werden können. In der Szene gibt es keinen Sinn für echte Spionageabwehr; was zählt sind Popularität und Stimmungen.

AlexBenesch
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