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Oppenheimer war ein Irrer, umringt von Kommunisten

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Kommentar

Christopher Nolans Film „Oppenheimer“ bietet drei Stunden Geschwafel und zwischendrin sieht man den ersten Atombombentest, bei dem die Spezial-Effekte-Crew anscheinend ein paar Plastikfässer Benzin gezündet hatte.

Ohne die erstklassigen Schauspieler würde rein gar nichts funktionieren und darüber hinaus soll es sich ja um historische, akkurate Vorgänge handeln. Der betont linke Aktivismus, der eine Art roter Faden darstellt, ist für viele im Publikum enorm wichtig.

Der Film-Oppenheimer, gespielt von Cilian Murphy, ist elegant und moralisch, ein Top-Wissenschaftler der gleich noch besser begreift als alle anderen, wie die ganze Welt zu funktionieren hat. Natürlich macht ihm das böse, konservative Establishment einen Strich durch die Rechnung und bootet ihn aus wegen flüchtigen linken Kontakten.

Der echte Oppenheimer war ein labiler Irrer, der von Hardcore-Kommunisten umgeben war. Die Sowjets waren wütend, dass sie in ihrem eigenen Atomprogramm hinterherhinkten und dann auch noch ihre Spione im Westen aufflogen. Sogleich startete eine Propagandakampagne, um „Oppie“ in Schutz zu nehmen, Antikommunismus mit Faschismus gleichzusetzen und zu maulen, die USA sollen gefälligst ihr Atomwaffenprogramm einschränken und unter „internationale Aufsicht“ stellen.

Der Film erfüllt alle Kriterien dieses linken Aktivismus‘. Eigentlich wuchs Oppie auf wie ein kleiner Prinz; er war in jeder Hinsicht privilegiert und wechselte von einer Elite-Uni an die nächste. Sein Versuch, einen Professor mit einem vergiftete Apfel zu ermorden ist im Film eine schräge Randnotiz, während in der Realität einige Überzeugungsarbeit des reichen Vaters notwendig war, um die Wogen zu glätten. Oppie litt noch an schweren Depressionen, wahrscheinlich Schizophrenie und er versuchte zudem noch, einen Freund zu erdrosseln mit einem Riemen. Nur wegen seiner Familie und der Bereitschaft, sich von den besten Psychiatern behandeln zu lassen, konnte er seine Karriere fortsetzen. Von vorneherein war er beeinflusst durch linke Seilschaften und im Laufe der Zeit umgab er sich mit standfesten Kommunisten. Dass er eine Sicherheitsfreigabe erhielt, grenzt an ein Wunder. Dass er sie später, nach dem Auffliegen mehrerer Spione verlor, war eine Selbstverständlichkeit. Im Film ist er das ehrbare Bauernopfer, der sich am Ende erneut mit Albert Einstein unterhält. Er echte Oppie fand Einstein übrigens grässlich.

Der Sicherheitschef von Los Alamos wurde gecastet mit einem blauäugigen Schauspieler, der sich Mühe gibt, nazi-haft rüberzukommen und es wird erklärt, er habe in Russland Kommunisten mit seinen eigenen Händen umgebracht. Was im Zuge der Revolution und des Bürgerkriegs überhaupt nichts Ungewöhnliches ist. Im Film jedoch repräsentiert er den Faschismus und Imperialismus, nach feinster Art leninistischem Idioten-Framings.

Man ist sich nicht zu schade, einzuwerfen dass ein junger John F. Kennedy sich eingesetzt habe, um die Karriere eines Funktionärs zu sabotieren, der Oppie absägen wollte. Es handelt sich um den Mythos des guten linken JFK, der dann später von der faschistischen Verschwörung ermordet wurde. In Wirklichkeit war JFK strikt gegen den Sowjetkommunismus und er hatte viele gewöhnliche Feinde. Nach dem Attentat wollten die Linken das Narrativ dominieren.

Liest man das zugrundeliegende Buch „American Prometheus“ erhärtet sich der Verdacht, dass Oppie selbst spioniert haben könnte. Seine abgelegene Ranch und seine vielen Kontakte hätten ihm alle Möglichkeiten geboten.

Man sieht im Film nichts von den grauenhaften Realitäten des Sowjet-Regimes und es ist fast so, als hätte ein Kommunist das Drehbuch geschrieben. Spionageabwehr gegen Kommunisten wird prinzipiell immer als Hexenjagd dargestellt, um dem US-Imperialismus Steine aus dem Weg zu räumen. Kurz erfährt man von dem Spion Klaus Fuchs, so als wäre sein Verrat entschuldbar bzw. würde das Gleichgewicht der Mächte wiederherstellen.

Auch Einstein war Kommunist und durfte deshalb nicht in die Nähe des Manhatten-Projekts. Im Film fehlt dieser Kontext und man dichtet sogar noch eine Art Vertrauensbeziehung dazu zu Oppie.

Das Woke-Hollywood hat auch hier wieder zugeschlagen. Implizit ist alles durchsetzt von „toxischer Maskulinität“, so als wäre der real existierende Kommunismus nicht von Männern dominiert gewesen, oder als seien die USA geleitet von simplen Emotionen und Ambitionen.

Die pro-russischen Rechten könnten den Film genauso abfeiern wie die Linken.

Visuell bleibt der Film unter seinen Möglichkeiten. Einige Szenen sehen völlig unnatürlich und hässlich aus. Es wäre besser gewesen, für die Atomexplosion Computereffekte zu benutzen, damit man ein besseres Verständnis erhält. Es sieht stattdessen so aus wie ein paar gezündete Plastikfässer Benzin. Musikalisch ist nichts los. Es ist ein drei Stunden langer Kostümfilm voller Gelaber. Hollywood kann einpacken.

Bereits Nolans „Interstellar“ war bereits ein antikapitalistischer Global-Warming-Film: Die Konservativen haben den Planeten ruiniert und man braucht einen neuen.

AlexBenesch
AlexBenesch
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