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Mit Tech zum Welt-Politiker: Die technokratische Bewegung hinter Elon Musk

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Elon Musk ist eine Art Welt-Politiker geworden. Er kann mit seinem Tesla-Konzern sogar die Sichtweise des IPCC zum Klimawandel an Konservative und Marktliberale vermitteln.

Damit verhält er sich im Prinzip genauso wie der alte Platzhirsch Ford, der eine CO2-neutrale Zukunft des Verkehrswesens anstrebt.

Mit SpaceX ist er einer der wichtigsten Akteure geworden für das US-Militär und die Geheimdienste. Das Pentagon kaufte im Sommer Starlink-Internet-Terminals für den Krieg in der Ukraine. Musks Plattform X (Twitter) ist Linken ein Dorn im Auge und prinzipiell können alle möglichen Industriebosse mit Sympathien für die Republicans neues Geld hineininvestieren, um die Plattform auszudehnen, selbst wenn Apple oder Disney dort nicht mehr Werbeanzeigen schalten.

Vor einer Woche beklagte Musk auf X, dass die jüdische Organisation ADL in ihrem Kampf „gegen Rechts“ sogar Stimmung macht gegen westliche Bürger, die muslimische Migration beklagen. Linke agitieren generell mit einer Technik namens „kritische Theorie“, die nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde von Sozialforschern mit Finanzierung der US-Regierung. Manche dieser Forscher waren jüdisch, was die Rechtsextremen bestärkt in ihrer Illusion von einer jüdischen Weltverschwörung, obwohl der linke Agitprop nichts anderes ist als Standard-Subversion, die alle möglichen Gruppen weltweit verwenden.

Die Rechtsextremen würden Musk gerne für ihren Kreuzzug rekrutieren und ihn schrittweise auf ihre Seite locken und drängen. Statements von Musk, die noch im Rahmen sind, werden von Linken zu einem Mega-Skandal aufgeblasen, woraufhin die Rechtsextremen dann hoffen, Musk weiter bearbeiten zu können.

Am Montag war Musk jedoch in Israel und wurde von der politischen Elite des Landes, darunter Premierminister Benjamin Netanjahu, begrüßt, um die Region zu besuchen, in der die militante Islamistengruppe Hamas am 7. Oktober 1.200 Menschen ermordete.

Israels Kommunikationsminister Shlomo Karhi twitterte über einen Deal, den das Ministerium mit Starlink bespricht. Ein Vertreter von SpaceX antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Musk hatte letzten Monat vorgeschlagen, Internetdienste für Gaza bereitzustellen, und sagte, Starlink könne dabei helfen, die Konnektivität mit „international anerkannten Hilfsorganisationen“ zu unterstützen. Doch Karhi lehnte das Angebot damals mit der Begründung ab: „Die Hamas wird es für terroristische Aktivitäten nutzen.“

Starlink zählt mittlerweile mehr als 4.500 Satelliten im Weltraum, mehr als die Hälfte aller aktiven Satelliten, die mit Terminals auf der Erde kommunizieren, um Hochgeschwindigkeitsinternet bereitzustellen. Das im kalifornischen Hawthorne ansässige Unternehmen wurde letztes Jahr mit etwa 140 Milliarden US-Dollar bewertet und könnte eine Börsennotierung anstreben.

Musk bewarb den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Ron DeSantis, dessen Aktivitäten während Bushs „Krieg gegen den islamischen Terror“ in Verhörzentren noch geheim sind.

In China wird Musk bei seinen Besuchen von den Kommunisten behandelt wie ein König.

Mit Gehirn-Implantaten möchte er das Gesundheitswesen revolutionieren und womöglich auch die Spezialeinheiten des Militärs und Geheimdienste.

Ach ja, und eine Basis auf dem Mars will er auch noch bauen und im Anschluss am liebsten noch andere Planeten besiedeln.

Die Technokratiebewegung hinter Musk

Geboren wurde er im südafrikanischen Pretoria, weshalb er nie US-Präsident werden kann. Seine Vorfahren sind britisch und niederländisch. Seine Großeltern mütterlicherseits waren bereits Abenteurer, die um die ganze Welt reisten. Der Großvater war Direktor der Aktivistengruppe Technocracy Incorporated, die auf die Inspiration zurückgeht von Howard Scott, der aus linken und anarchistischen Strömungen stammt. Scott tat sich zusammen mit Wissenschaftlern der elitären Columbia-University wie Marion King Hubbert für eine Technokratie-Bewegung. Hubbert diente der Regierung in dem Boad of Economic Warfare, das die heiklen Exporte überwachen sollte, und lange Jahre auch der Shell Oil Company.

Wie der Name bereits andeutet, befürwortete die Gruppe Technocracy Incorporated ein Staatsmodell, dass von Wissenschaftlern, bevorzugt Ingenieuren geleitet wird. Dies böte weniger Verschwendung als gewöhnliche Regierungen und weniger Umweltbelastung. Scott wollte, dass Preise für Güter danach gerichtet sind, wieviel Energie zur Produktion benötigt wird. Die Parallelen zu der modernen Klima-Agenda sind offensichtlich. Zu ihrer Hochzeit in den 1930er und 1940er Jahren hatte Technocracy über eine halbe Million Mitglieder. Zu den Vordenkern gehörte Thorstein Veblen.

Thorstein Veblen

Veblen hat norwegische Wurzeln und studierte an Johns Hopkins University und Yale. Er tat sich zusammen mit gefährlichen Forschern wie John Dewey, die mit ihrer „New School for Social Research“ das Schulsystem ruinierten für die breite Bevölkerung.

In dem Text „The Engineers and the Price System“ forderte Veblen einen „Sowjet“, also Rat an technischen Wissenschaftlern. Im Prinzip haben wir heute so etwas mit dem Klima-Rat IPCC, dessen Berichte sogar, wie in Deutschland, die Urteile des Verfassungsgerichts und damit die Politik und die Wirtschaft beeinflussen können. Deutsche Lobbygruppen wollen einen Klimarat, der direkt in alles Mögliche hineinregieren kann. Klaus Schwab vom WEF will einer „vierte industrielle Revolution“ mit einem Öko-Rahmen und Greta Thunbergs Klima-Buch besteht aus den Aufsätzen von Leuten, die ähnliche Konzepte vertreten.

Der existierende Industriekapitalismus, so Veblen, könne nicht gestürzt werden durch eine linke Revolution. Es bräuchte stattdessen eine Bewegung der Wissenschaftler. Veblen ist heute fast gar nicht mehr bekannt. Als US-Präsident Clinton den norwegischen König Harald V. besuchte, lobte er Veblen.

1940 verhaftete die kanadische Royal Mounted Police mehrere Mitglieder der inzwischen als „illegal“ betrachteten Organisation Technocracy Incorporated, darunter auch den Ex-Direktor Joshua Norman Haldeman, der Großvater von Elon Musk.

Haldeman glaubte, dass die Apartheid in Südafrika dazu bestimmt sei, die „weiße christliche Zivilisation“ in ihrem Kampf gegen die „internationale Verschwörung“ jüdischer Bankiers und die von ihnen kontrollierten „Horden farbiger Menschen“ anzuführen.

1950, zwei Jahre nach der Einführung der Apartheid in Südafrika, zog er mit seiner Familie nach Pretoria, wo er ein leidenschaftlicher Verteidiger des Regimes wurde. Eines der Traktate von Haldeman, „Die internationale Verschwörung zur Errichtung einer Weltdiktatur und die Bedrohung Südafrikas“, ist vom Mai 1960 datiert. In „Die internationale Verschwörung im Gesundheitswesen“ schimpft er: „Die Befürworter der Weltregierung waren es schon immer hinter Massenimpfprogrammen.“

Haleman war Vorsitzender der kanadischen Social Credit Party. Die Partei nutzte ihre Plattform auch, um „Die Protokolle der Weisen von Zion“ zu veröffentliche. Haldeman verteidigte die Veröffentlichung in einem Brief, weil er das Gefühl hatte, Zeuge zu werden, wie sich die Protokolle „schnell entfalteten“, berichtete der Atlantic.

Die Technokratie-Gruppe forderte einen radikalen Wandel:

Technokratie ist die Wissenschaft des Social Engineering, die wissenschaftliche Funktionsweise des gesamten sozialen Mechanismus zur Produktion und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen an die gesamte Bevölkerung dieses Kontinents. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wird es als wissenschaftliches, technisches und technisches Problem gelöst. Es wird keinen Platz für Politik oder Politiker, Finanzen oder Finanziers, Schläger oder Gauner geben. Die Technokratie wird mittels einer Verteilungsbescheinigung verteilen, die jedem Bürger von der Geburt bis zum Tod zur Verfügung steht.

Die Menschen bräuchten nur noch vier Tage pro Woche arbeiten, jeweils viert Stunden am Tag. In Russland gab es eine ähnliche technokratische Bewegung von Alexander Bogdanov.

Maye, die Tochter von Joshua Haldeman, heiratete Errol Musk. Einer der Söhne ist Elon.

Errol und Elon

Erroll Musk war Berater für Ingenieurs-Angelegenheiten und hatte diverse Business-Aktivitäten. Er war Mitglied der linken Progressive Federal Party in Südafrika und anscheinend wohlhabend.

Elon Musk sagte dem Rolling Stone im Jahr 2017, dass sein Vater „ein schrecklicher Mensch“ sei. Maye hatte über ihre Ehre mit Erroll auch Negatives zu berichten. Elon habe aus seiner Kindheit eine posttraumatische Belastungsstörung davongetragen, schrieb Biograf Walter Isaacson in dem Buch „Elon Musk. Die Biografie“. Isaacson stand dafür monatelang in engem Kontakt mit Musk.

Elon besuchte die Queen’s University in Kanada und die elitäre Uni Pennsylvania.

Im Jahr 2019 konfrontierte Elon Musk die Twitter-Diskussion über die angebliche Smaragdmine seines Vaters direkt und schrieb:

„Er besaß keine Smaragdmine und ich arbeitete mich durch das College, was am Ende zu etwa 100.000 US-Dollar an Studentenschulden führte.“ Ich konnte mir bei Zip2 nicht einmal einen zweiten PC leisten, also wurde nachts programmiert und die Website funktionierte nur tagsüber.

Nach Angaben des älteren Musk erschoss er drei Menschen, die in sein Haus in Johannesburg einbrachen, ein Verbrechen, für das er Berichten zufolge wegen Totschlags angeklagt, aber schließlich aufgrund von Notwehr freigesprochen wurde.

Elon hatte immer mehr Erfolg mit unterschiedlichen Firmen und heuerte dafür die passenden Experten an.

Elons Kind bekam den Namen X Æ A und fügte die Zahl 12 hinzu in Anlehnung an Archangel 12, dem Geheimprogramm der CIA zur Entwicklung eines neuen Spionageflugzeugs.

„Der Vorläufer der SR71. Das coolste Flugzeug aller Zeiten.“

Elon Musks Raketenfirma SpaceX schießt heute Spionagesatelliten der US-Regierung in die Erdumlaufbahn. Elon Musk beschäftigt Ingenieure aus alteingesessenen Elite-Universitäten und kooperiert mit alteingesessenen Militärs. In diesen Kreisen gibt es auch Institutionen wie die National Science Foundation, die den Kalten Krieg bestimmte. Neben den Geheimprogrammen für Spionageflugzeuge, Atomwaffen und Biowaffen wurden auch scheinbar zivile Programme verfolgt wie die Klimaforschung, allerdings hatte dabei fast alles primär einen militärischen Zweck.

Musks befreundeter Podcaster Joe Rogan kommt aus sehr einfachen Verhältnissen und war dementsprechend eher eliten-kritisch und hat auch heute noch leider viele linke Überzeugungen. In einer gemeinsamen Sendung fragte er nach dem Missbrauchspotenzial der Neuralink-Technologie und erwähnte in dem Zusammenhang alte Forschungen wie MKULTRA.

Joe Rogan: Wie stellen wir sicher, dass es funktioniert? Wir testen das an Gefangenen? Wie geht das? Vergewaltiger nehmen? Löcher in ihren Kopf bohren?

Für MKULTRA wurde tatsächlich an den Gehirnen von Häftlingen experimentiert, Implantate benutzt um aggressive Leute ruhigzustellen und sogar Drähte in Gehirne eingefügt. Rogan kennt die Enthüllungen zu MKULTRA.

Musk verneint kategorisch die Vorstellung, der militärisch-industrielle Komplex könnte Menschenexperimente durchführen aus niederen Beweggründen. Stattdessen nennt er Beispiele, wie Menschen mit Hirntrauma geholfen werden könne.

Rogan fragt allgemein, ob Musk kritisch reflektiert, „wo das alles hinführen könnte“. Musk meint, die Technik wäre irgendwann ausgereift und geprüft von der Gesundheitsbehörde FDA.

Starlink

Elon Musks Firma SpaceX, Betreiber des satellitenbasierten Internet-Systems „Starlink“, hält inzwischen die Ukraine online und dient selbst militärischen Zwecken. Das wichtige Personal hatte Musk rekrutiert von alteingesessenen Firmen wie Boeing (die auch eine Rüstungsgüter-Sparte hat) und TRW, die an den ersten Interkontinentalraketen gearbeitet hatte.

Die ersten beiden Falcon 1-Starts von SpaceX wurden vom US-Verteidigungsministerium im Rahmen eines Programms gekauft, das neue US-Trägerraketen evaluiert, die für die Verwendung durch DARPA geeignet sind. Die ersten drei Starts der Rakete zwischen 2006 und 2008 führten alle zu Ausfällen, die das Unternehmen fast vernichtet hätten. Auch die Finanzierung von Tesla Motors war gescheitert, und infolgedessen waren Tesla, SolarCity und Musk persönlich alle gleichzeitig fast bankrott. Berichten zufolge erwachte Musk wegen des Stresses „aus Albträumen, schrie und hatte körperliche Schmerzen“.

Musk lieferte kürzlich auch Container voller Basisstationen und Satellitenmodems für das Starlink-Internet an die Ukraine. Ohne diese Hilfe könnte Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Video-Auftritte vor Parlamenten auf aller Welt nicht zuverlässig abhalten.

Sogenannte Powerwall-Akkus stellen auch dann den Betrieb sicher, wenn der Strom ausfällt. Die „Times of London“ berichtete unter Berufung auf Luftwaffenoffiziere, dass die Piloten der gefürchteten Bayraktar-Drohnen der Ukraine die mobilen Starlink-Terminals brauchen, um Zieldaten mit Online-Karten abzugleichen und Live-Videodaten der Drohnen an andere Einheiten zu übermitteln. Auch reguläre Artillerie-Schläge würden damit koordiniert. Die Russen versuchen inzwischen, die Starlink-Sender zu stören, während Starlink-Techniker Ausweichmöglichkeiten suchen.

AlexBenesch
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