spot_img

Wallstreet will Nikki Haley statt Trump

Datum:

Consolidated News Photos/shutterstock.com

Kommentar

Etwa zwei Drittel der Trump-Anhänger stehen einem anderen Kandidaten aufgeschlossen gegenüber.

Ron DeSantis war leicht zu vermarkten. Abgesehen von seinen geheimen Aktivitäten in Verhörzentren im Zuge des „Kriegs gegen den Terror“ scheint er nicht belastet zu sein. Als weitere Option spielt aktuell Nikki Haley ganz vorne mit, eine Frau ohne Skandale die die Großspender der Wallstreet auf ihre Seite ziehen kann.

Wie im Wall Street Journal berichtet, war Haley Ehrengast einer Spendenaktion des ehemaligen Trump-Beraters Gary Cohn und wird Anfang Dezember an zwei weiteren Wall Street-Spendenaktionen teilnehmen.

Haley erhielt Lob von James Gorman, CEO von Morgan Stanley, sowie von Jamie Dimon, CEO von JP Morgan Chase, der als „Elder Statesman der Wall Street“ gilt. Auch republikanische Großspender haben es zur Kenntnis genommen: Ken Griffin, ein ehemaliger DeSantis-Anhänger, sagte, er erwäge „aktiv, Haley zu unterstützen“.

Trump bedeutet für die Republicans einen Haufen Ärger, selbst wenn er die Wahl gewinnt.

Wenn sich Haleys Zahlen weiter verbessern, könnte sie DeSantis als feste Nummer zwei überholen. Trump wird wohl die Vorwahlen in Iowa gewinnen, während Haley und DeSantis jeweils etwa 20% der Stimmen erhalten. Nur eine Woche nach Iowa bietet sich Haley in New Hampshire die beste Gelegenheit, DeSantis zu überholen.

Sie wurde geboren als Tochter eingewanderter Sikh-Eltern aus Amritsar, Punjab, Indien. Haley konvertierte 1997 zum Christentum. Sie wurde am 2. November 2010 zum Gouverneur gewählt. Trump entschied sich schließlich, Haley als Botschafterin bei den Vereinten Nationen zu ernennen.

Berichten zufolge hatte Trump Haley für den Posten der Außenministerin in Betracht gezogen, was sie jedoch ablehnte. Haley sagte, die USA würden aufgrund ihres Vorgehens in der Ukraine „starke und harte“ Sanktionen gegen Russland beibehalten. Das US-Militär könne als Reaktion auf weitere nordkoreanische Raketentests oder den Einsatz von Atomraketen eingesetzt werden. Sie sagte, dass „mindestens eine Million Uiguren und andere muslimische Minderheiten in sogenannten ‚Umerziehungslagern‘ im Westen Chinas inhaftiert sind“, und die Häftlinge „gefoltert … gezwungen werden, ihre Religion aufzugeben.

Im Jahr 2019 gründete Haley eine neue Interessenvertretung „Stand for America“. Aus einem später von der Presse erhaltenen Dokument ging hervor, dass das Unternehmen im Jahr 2019 71 Millionen US-Dollar von mehreren Milliardären und bekannten Megaspendern der Republikanischen Partei gesammelt hatte, darunter Paul Singer, Stanley Druckenmiller sowie Sheldon und Miriam Adelson und Scott Bessent.

Adelson ist ein amerikanischer Geschäftsmann, der das meiste von seinem Geld im Casino-Geschäft verdiente und zuletzt auf einen Wert von rund 34 Milliarden Dollar geschätzt wurde. Er ist ein Mitglied der Republikanischen Partei und der größte Einflussnehmer auf die Trump-Kampagne im Jahr 2016.

Als es um Trumps Kampagne ging, waren die Adelsons der zweitgrößte Geber nach Robert Mercer und laut der New York Times machten Adelson und seine Frau die „größten Ausgaben für Bundestagswahlen in der gesamten amerikanischen Politik“.

Adelson ist auch beschuldigt worden, dass er die CIA seine Kasinos für das Spionieren benutzen lässt.

AlexBenesch
AlexBenesch
Senden Sie uns finanzielle Unterstützung an: IBAN: DE47 7605 0101 0011 7082 52 SWIFT-BIC: SSKNDE77 Spenden mit Paypal an folgende Email-Adresse: [email protected]
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img

Related articles

Konservativer Bestseller-Autor schreibt über adlige britische Geheimdienste hinter dem Kommunismus

Kommentar Zufällig sah ich auf X ein Video zu dem neuen Buch von Richard Poe, konservativer Bestseller-Autor: "How the British...

René Aust gegen Krah, Basis gegen Vorstand: AfD kämpft mit sich selbst

Kommentar Einige Führungsleute der AfD ziehen die Reißleine und setzen nun auf René Aust statt Skandalnudel Maximilian Krah im...

Die neue „Wehrpflicht“

Kommentar Die Bundeswehr hat eine "Personallücke" von derzeit rund 20.000 Soldaten. Soll heißen, fast niemand will freiwillig Soldat sein....

Die russische Strategie hinter Europas Flüchtlingskrise

Von J.R. Nyquist und Dr. Anca-Maria Cernea Vor vierzig Jahren war die schnell wachsende muslimische Bevölkerung der UdSSR ein...