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Der päpstliche Ritterorden, dem Markus Krall angehört, will Eurasien?

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Der Unternehmensberater und Autor Markus Krall will eine neue Partei gründen; anscheinend zusammen mit dem ehemaligen Geheimdienst-Chef Hans-Georg Maaßen.

Maaßen weiß vielleicht noch aus seiner Geheimdienst-Zeit, genauso wie sein britischer Kollege Parker (inzwischen im Kronrat), wo die Leichen der AfD begraben liegen. Will Krall wirklich eine „deutsche“ Partei, oder eine „eurasische“?

Bei Krall gab es im Dezember 2022 eine Hausdurchsuchung, weil er angeblich in Kontakt gestanden haben soll mit der verhafteten Gruppe um Prinz Reuß. Zuvor diente Krall bei dem Goldhandel von Degussa, für den der Baron August von Finck ihn rekrutiert hatte. Es gab Vermutungen, der Baron könnte der AfD Gelder vermittelt haben.

Krall ist Mitglied im päpstlichen „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ und war bis 2012 in der CDU. Als er von einem Gastvortrag wieder ausgeladen wurde und der Kampfbegriff Antisemitismus herumgeworfen wurde, erklärte er der NZZ:

Das ist ein ungeheuerlicher Vorwurf, eine schwere Beleidigung.» Er sei schon Dutzende Male in Israel gewesen und habe sich stets für dessen Existenzrecht eingesetzt, er habe sich immer für das jüdische Leben interessiert und jüdische Institutionen ebenso wie den Verein gegen das Vergessen des Holocaust finanziell unterstützt

Eurasien

Der päpstliche Orden hat ein deutliches Gewicht bei der CDU: Kanzlerkandidat Armin Laschet heiratete die Tochter von Heinz Malangré, ein großer Player aus der Glasindustrie. 1974 wurde Malangré von Kardinal-Großmeister Maximilien Kardinal de Fürstenberg zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 4. Mai 1974 durch Lorenz Kardinal Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, in den Päpstlichen Laienorden investiert; zuletzt hatte er den Rang eines Großkreuzritters inne. Maximilien de Fürstenberg war Belgier und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem Orden Leopolds II. (der Massenmörder von Belgisch-Kongo aus dem Haus der Welfen) ausgezeichnet und zum Kaplan des Obersten Gerichtshofs in Belgien bestellt.

Danach hob seine Karriere noch mehr ab. Belgien wurde später zum Zentrum der EU. Der Verwandte Peter Freiherr von Fürstenberg ist seit 2006 Vizepräsident der deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens, einer von zwei päpstlichen Ritterorden neben dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Das Leitmotiv des Ritterordens vom Heiligen Grab lautet Deus lo vult („Gott will es“), mit dem seinerzeit zum Ersten Kreuzzug aufgerufen wurde.

Bei Armin Laschet, dem CDU-Kanzlerkandidaten war aufgefallen, dass er ungewöhnlich schlaff reagierte auf russische Provokationen. Kurz nach der Krimkrise warnte er vor einem „marktgängigen Anti-Putin-Populismus“. „Die Dämonisierung Putins“, sei „keine Politik, sondern ein Alibi für ihre Abwesenheit“. Beim Fall Nawalny blieb Laschet kurz angebunden. Er ist für die Nord Stream 2 Pipeline. Erst spät forderte er ein Ende der Krim-Besetzung.

Laschet nahm auch weiterhin Teil an Jahresversammlungen des Deutsch-Russischen Forums.

Das Deutsch-Russische Forum ist ein „gemeinnütziger Verein“, gegründet von Alexandra Gräfin Lambsdorff, geboren Alexandra von Quistorp. Die älteste Schwester Maria war mit dem Raktenforscher Wernher von Braun verheiratet. 1975 heiratete sie den Politiker Otto Graf Lambsdorff aus dem Uradel. Mehrere direkte Vorfahren dienten in hohen Posten unter den russischen Zaren aus dem Welfen-Adel, die praktisch dieselbe Familie waren wie der britische Thron

Eine russische Zeitung schreibt über Laschet:

Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Europaparlaments vor zwanzig Jahren, empfand er viel Sympathie für das Konzept eines gemeinsamen Raumes von Lissabon bis Wladiwostok. Schon damals nahm er aktiv an Konferenzen mit Russen teil.

Laschets Karriere kam zustande durch elitäre und oftmals auch katholische Seilschaften. Anscheinend wird der Plan eines Eurasien weitergetrieben. Adenauer und Strauß von der CDU/CSU waren einst in dem Geheimclub „Le Cercle“ der sich dem Antikommunismus verpflichtet hatte. Heute könnten solche Clubs predigen, eine Annäherung an Russland sei Antikommunismus.

Papst lobt Putins Lieblings-Zaren

Papst Franziskus lobte in seiner jüngsten Stellungnahme ausgerechnet die russischen Kaiser des 18. Jahrhunderts, die Präsident Wladimir Putin als Vorbilder für seine territorialen Annexionen in der Ukraine herangezogen hatte.

Am Freitag forderte Papst Franziskus in einer Videoansprache vor einer Versammlung russisch-katholischer Jugendlicher in St. Petersburg diese auf, dem Weg von Peter dem Großen und Katharina der Großen zu folgen, die er als Herrscher eines „großen, aufgeklärten Reiches mit großer Kultur“ bezeichnete und mit großer Menschlichkeit.

Die Kommentare, die am Ende der Rede des Papstes kamen, waren nicht in der offiziellen Abschrift des Vatikans enthalten, sondern wurden von der katholischen Diözese Moskau und später in einem Video des sibirischen katholischen Fernsehens veröffentlicht.

Zur Rechtfertigung der Invasion der Ukraine hatte Putin Zar Peter angeführt, der das russische Territorium erweitert und die ukrainische Autonomie eingeschränkt habe. Putin hat für die von Russland besetzte Südukraine den Begriff Noworossija oder Neues Russland verwendet – ein Begriff, der auf die russische Eroberung der Südukraine unter Katharina im Jahr 1764 zurückgeht.

Während der Unterdrückung der Jesuiten durch Rom im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert beherbergte Katharina auch den Jesuitenorden, dem Papst Franziskus angehörte.

Die ukrainische Regierung lehnte eine Stellungnahme ab, doch die Äußerungen des Papstes lösten in den sozialen Medien wütende Reaktionen aus, insbesondere in Ländern in der Nähe von Russland.

Nexta meinte:

„Übrigens haben die Katholiken Polens, Litauens und Weißrusslands dreimal Aufstände gegen dieses ‚aufgeklärte Reich‘ geführt.“

Papst Franziskus hat das Leid der Ukraine seit der umfassenden Invasion Russlands im Februar 2022 häufig angeprangert, aber er hat darauf verzichtet, Moskau ausdrücklich für den Krieg zu verurteilen, obwohl er andeutete, dass er möglicherweise durch die Erweiterung der Nordatlantikpakt-Organisation im Osten Europas provoziert worden sei.

1997 erklärten die Russen vertraglich, keinem anderen Land verbieten zu können, der NATO beizutreten, unter der Einschränkung, dass es in Osteuropa keine nennenswerten Truppen gibt. Bis zur Invasion war Ukraines Militär winzig klein. Russland war abhängig von der ukrainischen rüstungsrelevanten Industrie und benötigte frische Bürger wegen der schlechten Demografie.

Thurn und Taxis

Wer noch nicht unsere Arbeit kennt zu uralten, hochadeligen Geheimdienst-Netzwerken: Welfen, Wettiner und Reginare bilden einen extrem großen Cluster aus Familien wie Hessen, Mecklenburg, Hannover, Sachsen usw. Nach einer Reihe kleinerer Fürstentümer, Grafschaften und Mini-Königreichen holte man sich den britischen Thron und machte das britische Kolonialreich durch ausladende Geheimdienste und moderne Wissenschaft zur dominierenden Macht der Welt. Selbstverständlich konnte solch ein Empire nicht ein Viertel der Landmasse und Weltbevölkerung beherrschen ohne entsprechend große Geheimdienste. Da uns nicht bequemerweise ein Berg an Akten darüber zur Auswertung zur Verfügung steht, musste ich die Geschichte dahingehend rekonstruieren.

In den 1800er Jahren beeinflusste der Adel die Völkische Szene auf deutschem Boden und verbreitete einen Haufen Desinformation. Später nutzte Britannien das für ein gigantisches Täuschungsmanöver gegen das Dritte Reich (siehe Lou Kilzer und Carroll Quigley). Heute kann der britische Geheimdienst mühelos adlige Netzwerke benutzen, um die Deutschen hereinzulegen. Die russischen Dienste versuchten im Kalten Krieg gegenüber Zielpersonen vorzutäuschen, sie seien die Briten.

Wenn also heute Adlige Einfluss ausüben auf die politisch-ideologische Sphäre, dann bin ich höchst misstrauisch. Der Thurn-und-Taxis-Clan war in Bayern sehr aktiv und nutzte dafür auch Geheimgesellschaften.

Die Gräfin Gloria von Thurn und Taxis wurde nun interviewt von Jasmin Kosubek, die zuvor beim russischen Sender RT Deutsch arbeitete. Im Vorschaubild heißt es schon mal, sie „gehöre nicht zur Elite“. Sie ist zwar nicht gebürtiges Mitglied von Thurn und Taxis, sondern nur eingeheiratet, aber sie verwaltet das Gesamtvermögen der Familie. Es wurde auf über eine Milliarde geschätzt, aber die Tatsachen sind geheim.

Sie stammt aus dem Haus Schönburg aus Sachsen. Sie sagt im Interview:

Der Adel ist doch überhaupt nicht mehr relevant.

Der Durchschnittsbürger ist so ungebildet, dass er gerade einmal das klein wirkende britische Königshaus im Fernsehen sieht. Dass Welfen, Wettiner und Reginare seit rund 1200 Jahren anwachsen und ab König George I. bewusst das Rampenlicht verlassen wollten im Zuge einer Fake-Aufklärung, weiß praktisch niemand. Außer das Recentr-Publikum.

Immerhin verweist Kosubek darauf, dass Gloria erstens sehr vernetzt ist, und kürzlich am 100. Geburtstag von Henry Kissinger in Waddesdon Manor teilgenommen hat. Es mag das gewöhnliche Konsumer-Klientel klassischer Verschwörungsmedien triggern, dass die Rothschild-Familie Waddesdon verwaltet hatte. Aber die Rothschilds waren rekrutiert worden vom Landgraf on Hessen-Kassel und dann durchgereicht als unterwürfige Dienstleister für die britische Krone. Das Märchen, die Hofjuden hätten die Macht übernommen, wurde auffälligerweise sehr stark von adligen Kreisen verbreitet in der völkischen Szene der 1800er Jahre. https://www.youtube.com/embed/U4pjoGQvTNM?feature=oembed

Kosubek spricht über Verschwörungen, die „Illuminati“. Der Clan derer von Thurn und Taxis hatte Verbindungen zum bayerischen Illuminatenorden. Über den Thurn-und-Taxis-Agenten Alexander Horn schuf man zur Ablenkung gleich noch die modernen Verschwörungsmedien wie John Robisons „Proofs of a Conspiracy“.

Karl Alexander von Thurn und Taxis (1770-1827) heiratete die Tochter von Erbprinz Herzog Karls zu Mecklenburg und Friederike von Hessen-Darmstadt. Der Erbprinz hatte niemand anderen als den englischen König George III. zum Schwager. Die wichtigsten Mitglieder der Illuminaten zählten zum Hochadel in Verbindung mit Britannien.

Weiß Gloria das? Sie meint, es gibt heute nichts Wesentliches mehr, was ein Geheimnis sei.

„Heute können Sie alles in der Zeitung lesen.“

Aha. Ist das der Grund weshalb alle Staaten Geheimdienste unterhalten und alles Mögliche unter Geheimhaltung steht? Wenn Trump in Schwierigkeiten gerät, weil seine Klo-Lektüre sich um „Special Access Programs“ dreht?

Laut Gloria, die in ihrem Hogwarts-Wohnzimmer sitzt, sollen wir uns also auf Ideologie konzentrieren, nicht auf Geheimdienste.

Im Juni 2017 wurde Gloria von Thurn und Taxis Mitglied im Aufsichtsrat des Kreml-nahen Thinktanks Dialogue of Civilizations Research Institute. Bei einem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg sagte sie 2019, man müsse „etwas tun, um die Russland-Phobie in Europa zu beenden. Die russische Lebensweise ist die, die wir hier in Europa brauchen“.

Der österreichische Forscher Claus Oberhauser veröffentlichte vor wenigen Jahr eine Studie über den britischen Agenten Alexander Horn, der während und nach der Französischen Revolution diverse Missionen erfüllte und dabei Hilfe erhielt von der Adelsfamilie von Thurn und Taxis. Es ging auch darum, erzkonservative Verschwörungspropaganda zu verbreiten, um in Frankreich möglichst viel Bürgerkrieg auszulösen. Nach verdeckter Hilfe durch britische Geheimdienste für die französischen Revolutionäre verbreitete man nach der Revolution Bestseller-Verschwörungsbücher von Autoren wie Robison, Barruel und Starck, um die Revolution als satanisches Werk von Anarchisten zu brandmarken und eine Rückkehr zur Monarchie zu fordern.

Das TFP-Netzwerk, die „Vereinigungen zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum“, ist international aktiv. Paul Herzog von Oldenburg, der Cousin von Beatrix von Storch (AfD) polterte in dem Zusammenhang:

Die Bauernbefreiung hat also weder mehr Gleichheit noch Freiheit geschaffen, was doch die angebliche Intention war, sondern vor allem die Auflösung des herrschenden sozialen Gefüges und den Beginn der Atomisierung der Gesellschaft.

Es gibt eine Reihe von Organisationen und auch die alte Familienbande der Oldenburger und der russischen Zarenfamilie wird immer wieder betont. Es waren aber adelige Netzwerke, die die Fake-Aufklärung leiteten, um vor allem das britische und das US-amerikanische Empire in die Zukunft zu bringen, mit Wissenschaft und Industrieproduktion und einer breiten (aber kontrollierten) politischen Landschaft.

Diverse erzkonservative Netzwerke erinnern an katholische Ritterorden im Zusammenhang mit der CDU. Diese Spurenführen geradewegs hin zu Eliten aus Belgien/Brüssel bzw. der EU.

Diese Seilschaften bewarben lange Zeit ein Näherrücken der EU an Russland.

Karl Alexander von Thurn und Taxis (1770-1827) heiratete die Tochter von Erbprinz Herzog Karls zu Mecklenburg und Friederike von Hessen-Darmstadt. Der Erbprinz hatte niemand anderen als den englische König George III. (Haus von Hannover) zum Schwager und diente in der hannoverschen Armee. 1776 wurde er sogar Gouverneur von Hannover. Friederike war eine Tochter des Prinzen Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt, dessen Fürstentum mit Hessen-Kassel in adeliger Verbindung stand. Hessen-Kassel wiederum war eng verbunden mit dem Haus von Hannover vom britischen Königshaus und darüber hinaus förderte Hessen-Kassel die Karriere von Baron Knigge aus dem Illuminatenorden. 1771 machte Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel den jungen Knigge zum Hofjunker und Assessor der Kriegs- und Domänenkammer zu Kassel. Die zweite Ehefrau des Landgrafen soll Knigge sogar eine Ehefrau vermittelt haben. Auch nach seiner Illuminatenzeit wurden ihm Jobs zugeschanzt, wie etwa der Posten eines Oberhauptmanns der großbritannisch-hannoverschen Regierung.

Es war für mächtige, angloamerikanische Kreise leicht, bereits den Frühsozialismus zu infiltrieren und die Bewegung zu übernehmen. In der Folgezeit ließen sich mit dem entsprechenden Geld unzählige linke Organisationen starten. Ob Gloria das alles so versteht, wissen wir nicht. Vielleicht macht sie stur ihre Lobbyarbeit und hofft auf ein adelig-kirchlich beherrschtes Europa und Russland.

AlexBenesch
AlexBenesch
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