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Warum ein heimliches Kartell der Supermächte viel wahrscheinlicher ist

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Wären die drei Supermächte tatsächlich voneinander strikt getrennt, und wären sie Konkurrenten, so wie es allgemein geglaubt wird, ergeben sich eigentlich nur Nachteile für sie:

  • Ein Atomkrieg wäre ein irreparables Desaster und böte hinterher die Gelegenheit für gewöhnliche Länder, ihre Macht auszudehnen. Auch chemische und biologische Kriegsführung würde viel zuviel Schaden anrichten.
  • Kriege zu führen mit konventionellen Waffen ist zu teuer und sinnlos. Alleine der Ukraine-Krieg hat die Depots der Russen und der NATO sehr stark geleert.
  • Die Supermächte müssten nicht nur sich gegenseitig im Auge behalten und eindämmen, sondern auch viele gewöhnliche Nationen.

Ein heimliches Kartell hingegen hat alle möglichen Vorteile:

  • Die Supermächte können sich konzentrieren auf das Eindämmen von gewöhnlichen Nationen
  • Das Androhen eines Weltkriegs und Atomkriegs ist um Welten einfacher und billiger, als einen solchen Krieg tatsächlich zu führen. Die großen Streitkräfte und Atomwaffenarsenale, die für das Androhen eines Weltkriegs notwendig sind, dienen in Wirklichkeit zur Abschreckung gegenüber gewöhnlichen Ländern und notfalls zur Bekämpfung gewöhnlicher Länder.
  • Die inszenierten Spannungen können exakt so dosiert werden, dass die vielen Funktionäre, die nur begrenzt Zugang haben zu Geheimmaterial, unter Spannung gehalten werden. 

Die USA hatten zu Beginn des atomaren Zeitalters mehr als genug Zeit, um den Sack zuzumachen, die Sowjetunion mit Atomwaffen entscheidend zu schwächen und fortan die einzige bedeutende Atommacht der Welt zu sein. Es war egal, dass die UdSSR über Spione die Atomgeheimnisse der USA erbeutet hatte. Es fehlte an den Ressourcen und an spezialisierter Industrie, um zeitnah die Produktion hochfahren zu können.

Im Jahr 1960 verfügten die USA über fast 20.000 Sprengköpfe und viel bessere Trägersysteme. die UdSSR hatte gerade einmal 1600 Sprengköpfe. Es war mehr als genug Gelegenheit da. Und keine der Ausreden, warum man die Gelegenheiten hatte verstreichen lassen, überzeugt. Es widerspricht im Kern jeglicher gewöhnlicher imperialer Logik. Zuvor zogen die Amerikaner ihre Unterstützung zurück für die chinesischen Nationalisten und ließen die Kommunisten gewinnen. Die Chinesen erhielten ihre Technologie von den Russen, die sie wiederum von den Amerikanern hatten.

Ab 1970 öffneten die USA ihre Märkte für China und lieferten direkt wertvolle Technik. Wozu würden die Amerikaner gleich zwei Hauptgegner aufbauen?

Die drei Supermächte konnten die künstlichen Spannungen ausnutzen, um innerhalb ihres jeweiligen Bereichs in bestimmten Bahnen eine Art Gleichschaltung zu erzwingen. Ein System braucht einen (scheinbaren) äußeren Feind, um stabil zu bleiben.

Die USA konnten zum schein anbahnen mit den inneren Dissidenten der Russen und jene hinterrücks verraten. Umgekehrt bandelt Russland mit den inneren Dissidenten in den USA an und verrät jene. Ein Full Cross Screw-Over.

Es erinnert an George Orwells „1984“, der Roman in dem drei Supermächte sich gegenseitig in Schach halten und einen gewaltigen Druck aufrechterhalten.

Oceania, Eurasia und Eastasia scheinen miteinander zu konkurrieren. Oceania ist eine sozialistische Diktatur, die auf die USA und Britannien zurückgeht.

Jeder Staat ist selbsttragend, daher führt keiner keinen Krieg um natürliche Ressourcen, noch ist die Zerstörung des Gegners das vorrangige Ziel; denn selbst wenn sich zwei Staaten gegen den dritten verbünden, ist keine Kombination stark genug, dies zu erreichen.

Aus dieser Situation heraus ergibt sich die Politik der permanenten Kriegsführung: Durch die Konzentration der Produktion auf Waffen und Material (statt auf Konsumgüter) kann jeder Staat seine Bevölkerung verarmt halten und zwingen, persönliche Freiheiten für das Wohl der Allgemeinheit zu opfern. Ein Atomkrieg wäre zu verheerend und wird daher gar nicht erst versucht.

Aufgrund der schieren Größe der Protagonisten handele es sich nicht um massive Miliär-Invasionen, die Hunderttausende Menschenleben fordern, sondern um kleinräumige, lokale Begegnungen und Konflikte, die dann für Zwecke der innenpolitischen Propaganda aufgebauscht werden.

Professor Carrol Quigley vermutete ein solches Szenario:

Die Figur Julia im Roman vermutet außerdem, dass der Krieg zum Wohle der Partei existiert, und fragt sich, ob er überhaupt wirklich stattfindet, und dass die Bomben, die täglich auf London fielen, von der Partei selbst abgefeuert worden sein könnten, „nur um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.“

Es gibt eine Fake-Widerstandsbewegung, die höchstwahrscheinlich komplett von der sozialistischen Partei geschaffen wurde. Das im Untergrund zirkulierende Buch „The Theory and Practice of Oligarchical Collectivism“ enthält nichts, was man sich nicht selbst hätte zusammenreimen können.

In der realen Welt der NATO-Sphäre zirkulieren hochgradig manipulierte Verschwörungsmedien, die keine echte Aufklärung bieten. Die Konsumenten werden darin motiviert, auf die Hilfe und Rettung zu hoffen von einer scheinbaren, einflussreichen Widerstandsbewegung. Und immer stärker wird geworben, Hilfe zu suchen von den Russen und den Chinesen.

AlexBenesch
AlexBenesch
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