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Systematische Erpressung in der Musik-Industrie mit Sex-Eskapaden

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Kommentar

In der Musikindustrie gibt es jede Kategorie von Opfern und Tätern. Und auch systematische Erpressung durch Sex-Eskapaden ist häufig, um Künstler dazu zu zwingen, schlechte Verträge mit Plattenfirmen anzunehmen oder bestimmte (politische) Äußerungen in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Als im Zuge der Saga um Jeffrey Epstein ein breiteres Netzwerk aus Mafia und Geheimdiensten bekannt wurde durch die Bücher von Whitney Webb, konnte man zurückverfolgen, dass dieses System, das mit Sex-Erpressung arbeitete, sich auch auf die Musik-Industrie erstreckte.

Fans

Seit Generationen werden Fans backstage zum Opfer von Vergewaltigungen mit und ohne Betäubung durch Alkohol und Drogen. Unzählige Fälle im Zusammenhang mit den größten Bands und einzelnen Künstlern wurde bekannt. Aber Fans können auch Täter sein; etwa ein typischer psychotischer Stalker, der Künstler mit Psychoterror überzieht und sogar bei jenen zuhause einbricht, falsche Anschuldigungen erhebt usw. Der Sänger Ville Valo von H.I.M. befürchtet, in einer Bar unter Drogen gesetzt und später vergewaltigt worden zu sein. Manche weiblichen Fans seien so aggressiv, dass er sich Sorgen mache um seine Sicherheit. Die erfolgreiche britische Musikerin Duffy wurde an ihrem Geburtstag unter Drogen gesetzt, in einem Hotelzimmer vergewaltigt und vier Wochen lang gefangen gehalten.

Künstler

Viele Künstler wurden ertappt mit Sex-Verbrechen und viele wurden anscheinend nie gefasst. Immer wieder zeigten Behörden auffällig wenig Interesse daran, Ermittlungen einzuleiten oder gründlich zu führen. Bei dem britischen Moderator Jimmy Savile, der zu einem Großteil Musiksendungen machte und die Stars kannte, waren die Opfer jahrzehntelang chancenlos bei dem Versuch, die Polizei einzuschalten. Savile kannte das Königshaus.

Mehrere Bandmitglieder der „Lostprophets“ und Backstage-Mitarbeiter erinnerten sich daran, Watkins hinter der Bühne mit mehreren minderjährigen Fans gesehen zu haben. Die ehemaligen Bandkollegen von Watkins behaupteten, sie wüssten nichts von seinem Verhalten, da sein Drogenkonsum begonnen habe, seine Beziehung zu ihnen stark zu belasten. Berichten zufolge hatte Watkins um eine eigene Umkleidekabine außerhalb der anderen fünf Bandmitglieder gebeten, in der angeblich ein Großteil seiner Kindesmisshandlungen stattfand. Während der Aufnahmen zum vierten Album der Band, The Betrayed, im Jahr 2009 wurde Mjadzelics von Watkins darauf aufmerksam gemacht, dass er in Kalifornien ein zweijähriges Kind missbrauchte, während die Band in Los Angeles Aufnahmen machte. Mjadzelics kontaktierte erneut die Eltern des Kindes, die ebenfalls Anzeige bei den walisischen Behörden erstattet hatten; Es wurden keine weiteren Maßnahmen zur Untersuchung der Angelegenheit ergriffen. Watkins wurde vor dem Amtsgericht von Cardiff u.a. wegen Verschwörung zu sexuellen Aktivitäten mit einem einjährigen Mädchen sowie des Besitzes und/oder der Verbreitung anstößiger Bilder von Kindern und „extremer Tierpornografie“ angeklagt.

In einem im Sommer 2016 veröffentlichten Untersuchungsbericht der Independent Police Complaints Commission (IPCC) heißt es, dass drei Detektive der Polizei von Südwales mit Disziplinarmaßnahmen rechnen müssten, nachdem sie ab 2008 nicht auf frühere Missbrauchsvorwürfe von Watkins reagiert hätten Ein weiterer IPCC-Bericht, der im August 2017 veröffentlicht wurde, stellte fest, dass die Polizei zwischen 2008 und 2012 mehrmals versäumt hatte, auf Berichte über Watkins‘ Verhalten zu reagieren.

Künstler werden aber auch zu Opfern von verrückten Fans (siehe oben) sowie von systematischen Erpressungs-Operationen. Der Rapper „Samrt Guy“ erzählte in der Sendung „My Expert Opinion“, dass einem naiven Rapper eine KO-Droge in einem Getränk untergejubelt worden war. Drei Männer vergewaltigten ihn und filmten die Aktion auf Video. Bei den späteren Verhandlungen über einen Plattenvertrag konfrontierte man ihn angeblich mit den Aufnahmen, um ihn dazu zu drängen, einen schlechten Plattenvertrag zu unterzeichnen.

Industrie-Funktionäre

Mit ihrer Machtposition waren Industrie-Funktionäre in der Lage, weibliche und männliche Künstler zu vergewaltigen und zu nötigen. Viele Musiker kommen aus einfachsten und sogar chaotischen Verhältnissen und können aus eigener Kraft heraus keine Karriere schaffen wegen der Übermacht der Plattenfirmen und Distributoren. Aber auch hier können Industrie-Funktionäre ihrerseits zur Zielscheibe werden von Sex-Erpressungs-Operationen.

Bisher haben mehr als 15 Frauen dem Hip-Hop-Mogul sexuelles Fehlverhalten, Vergewaltigung und sexuelle Drohungen vorgeworfen. Russell Simmons hat sich gegen die Ansprüche gewehrt. Charlie Walk wurde mit einer Reihe von Vorwürfen konfrontiert, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckten. Die betroffenen weiblichen Mitarbeiter waren in den Zwanzigern.

Nach einer internen Untersuchung entließ das Universal Music Group-Label Republic Records Charlie Walk. Antonio „L.A.“ Reid verließ Epic Records, eine Abteilung von Sony Music, abrupt. Laut Variety hat Sony ihn nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung gegen den ehemaligen Top-Manager rausgeworfen. Die Polizei von Los Angeles verhaftete Jeremy Geffen, weil er zwei minderjährige Mädchen angegriffen hatte. Gegen ihn wurden 15 schwere Anklagen erhoben, darunter drei Fälle von Vergewaltigung, ein Fall von versuchter Sodomie an einer Minderjährigen und ein Fall von erzwungener sexueller Penetration mit einem Fremdkörper.

Geffen schloss mit den Ermittlern einen Deal ab und verbüßte schließlich eine fünfjährige Bewährungszeit. Die Polizei reduzierte die Anklage später auf Ordnungswidrigkeiten.

Die Rolle der Mafia und Geheimdienstnetzwerke

Der jüdische Gangster Meyer Lansky ist einer der erfolgreichsten organisierten Kriminellen der Geschichte. Lansky besaß ein großes internationales Glücksspielimperium, investierte aber auch erheblich in Musik-Jukeboxen. Jules Stein und sein Unternehmen, die Music Corporation of America (MCA). Unter Steins Schützling Lew Wasserman entwickelte sich MCA zu einem Hollywood-Giganten und spaltete sich schließlich auf, fusionierte und entwickelte sich zu Nachfolgekonzernen wie NBCUniversal und Universal Music Group. Das Buch „The Last Mogul: Lew Wasserman, MCA, and the Hidden History of Hollywood“ beschreibt MCA als von Stein gegründet und von Wasserman skaliert. Es stellt eine lose Verbindung zwischen Stein, MCA und Meyer Lansky über den Anwalt und Mafia-Fixierer Sidney Korshak her, der eine der Top-Mafia-Figuren in Los Angeles war. In dem Buch „Dark Victory: Ronald Reagan, MCA, and the Mob“ wird behauptet, Wasserman sei das Bindeglied zwischen dem Schauspieler Ronald Reagan und der Mafia gewesen. Das Buch „Godfather of the Music Business: Morris Levy“ erzählt die Geschichte von Levys Aufstieg zur Macht als Chef in der Welt der Nachtclubs, Plattenfirmen, Plattenläden und anderer Unterhaltungsunternehmen.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein Prozess und eine Kultur für das Pitchen von Radiosendern – einschließlich bezahlter Bestechung und Payola –, die es Labels ermöglichte, Geld zu zahlen, um neue Songs und Künstler bekannt zu machen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts unternahm die US-Regierung verschiedene schwache oder erfolglose Versuche, hart gegen Payola in der Musikindustrie vorzugehen, aber letztendlich trugen die harten Maßnahmen nur dazu bei, eine Schicht von Mittelsmännern – bekannt als The Network – zwischen den Plattenfirmen und den Radiosendern zu stärken . Diese Männer und die Plattenfirmen und Radiosender, mit denen sie zusammengearbeitet haben, werden in Fredric Dannens bahnbrechendem Buch „Hit Men: Power Brokers and Fast Money Inside the Music Business“ behandelt.

Die gängigen Verschwörungsmedien porträtierten jüdisch-amerikanische Mafia-Figuren prinzipiell als Handlanger einer vermeintlichen jüdischen Weltverschwörung. In Wirklichkeit lag die Kontrolle bei alteingesessenen britisch-amerikanischen Kreisen, die auf das britische Kolonialreich und uralte Geheimdienstnetzwerke zurückgehen.

Der US-Geheimdienst schuf in den 1960er Jahren die neue Musikszene der „Counterculture“. Gleichzeitig leitete man, auch mit Hilfe des Mafia-Netzwerks, eine groß angelegte Operation der Sex-Erpressungen gegen Politiker, Künstler und andere Figuren.

Jeffrey Epstein war berüchtigt dafür, Partys zu organisieren an seinen Standorten auf der ganzen Welt, wo alles mit versteckten Kameras festgehalten wurde. Donald Trumps Mentor Roy Cohn spielte hierbei eine Schlüsselrolle.

Romeo-Spione der Stasi

Die Stasi-Romeo-Abteilung war ein Lieblingsprojekt von Markus Wolf, der von seinen Gegnern auch als „Mann ohne Gesicht“ bezeichnet wurde, da sein Aussehen im Westen lange Zeit ein Rätsel war. Marianne Quoirin, eine Autorin, die in ihrem Buch „Agentinnen aus Liebe: Warum Frauen für den Osten spionierten“ über die Stasi-Romeos schrieb, beschreibt, wie sie ihre Ziele auswählten (Pressly 2004):

Vielleicht wurde sie von ihrem Freund verlassen, ihre Mutter war kürzlich gestorben oder sie hatte nicht viele Freunde. Als der Romeo auf sie zukam, wusste er bereits alles über sie – ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Geschichte.

Durch ihre umfangreiche Vorbereitung konnte die Stasi die Zielperson zunächst auskundschaften. Diese Maulwürfe infiltrierten typischerweise in das Freundschaftsnetzwerk eines potenziellen Ziels. Psychologen der Stasi analysierten konstant das Verhalten der Zielperson und gaben Empfehlungen für das weitere operative Vorgehen. Zu Beginn des Kalten Krieges hatte der russische KGB die Kunst der sexuellen Erpressung perfektioniert. Doch der Stasi-Einsatz war umfangreicher und die Agenten wurden damit beauftragt, langfristige Beziehungen zu ihren Informanten aufzubauen.

So versuchten Spione der USA und UdSSR, Sukarnos berüchtigte sexuellen Aktivitäten gegen ihn einzusetzen, um an Kontrolle zu gewinnen über Indonesien. Zu diesen Bemühungen gehörten ein von der CIA produzierter Pornofilm und ein „Honey Pot“-Programm mit als Flugbegleiterinnen verkleideten KGB-Agenten. Sukarno war während eines Besuchs in der Sowjetunion in Begleitung einer blonden Flugbegleiterin gereist, und dieselbe Flugbegleiterin reiste später mit dem sowjetischen Beamten Kliment Woroschilow nach Indonesien und wurde laut Blum mehrmals in Sukarnos Begleitung gesehen. Und die Sowjets versuchten einmal, Sukarno zu erpressen, indem sie ihn beim Sex mit einer Gruppe Flugbegleiterinnen filmten.

Künstler haben im Gegensatz zu Politikern, anderen Beamten usw. in aller Regel keinen Zugriff auf geheime Dokumente, aber dafür kulturellen Einfluss, der für die Geheimdienste bedeutend ist. Russland gab pro Jahr hunderte Millionen aus für ein einziges Netz aus Nachrichten-TV-Sendern und Webseiten. Oligarchen bewegen Milliarden an Öl- und Gas-Geld. Dagegen kann für Kleingeld das Umfeld eines berühmten Künstlers infiltriert werden.

Ein aktuelles Buch ist „Agents Of Influence“ von Mark Hollingsworth.

Rum Runners

Whitney Webb beginnt die Geschichte des Netzwerks mit Samuel Bronfman, eine jüdische Familie die vor den Pogromen im zaristischen russischen Reich flüchtete. Samuel Bronfman machte Geld mit Schnaps-Schmuggel, vorbei an der Prohibition, und mit Hotels, deren Gäste Unterhaltung suchten; inklusive Alkohol und Sex. Kanada ist Territorium der britischen Krone und demnach wäre es nageliegend gewesen, Kontrolle auszuüben über bedeutendere Hotels, in denen Personen verkehrten, die für Kanada von Bedeutung waren. Der Alkoholschmuggel, das sogenannte „Rum Running“, machte immer mehr lokale Bamte und Polizisten zu Kriminellen, weil sie sich bestechen ließen, um Transporte zu sichern und bestimmte Bars und Hotels in Ruhe ließen. Die meisten von Samuel Bronfmans Mafia-Mitarbeitern während der Prohibition waren Mitglieder des sogenannten National Crime Syndicate, das ein Ermittlungsgremium des Senats der 1950er Jahre als eine Konföderation beschrieb, die von italienisch-amerikanischen und jüdisch-amerikanischen Mafiagruppen dominiert wurde. Bronfman-Schnaps wurde in großen Mengen von vielen Gangsterbosse gekauft, darunter Charles „Lucky“ Luciano, Moe Dalitz, Abner „Longy“ Zwillman und Meyer Lansky.

Jahre später würden die Kinder und Enkel von Samuel Bronfman eng mit Leslie Wexner, angeblich die Quelle eines Großteils von Epsteins mysteriösem Reichtum verkehren.

Entscheidend für Bronfmans Karriere war der Mittelsmann Lewis „Lew“ Rosenstiel. Jener hatte 1922 während eines Urlaubs an der Côte d’Azur ein „zufälliges“ Treffen mit Winston Churchill. Laut der New York Times „riet Churchill ihm, sich auf die Rückkehr des Spirituosenverkaufs in den Vereinigten Staaten vorzubereiten“. Rosenstiel schaffte es irgendwie, die Finanzierung der elitären und angesehenen Wall-Street-Firma Lehman Brothers zu sichern, um seinen Kauf von stillgelegten Brennereien zu finanzieren. Rosenstiel war mit dem Anwalt Roy Cohn befreundet und zusammen gründeten sie die Organisation American Jewish League Against Communism. Rosenstiel war auch mit dem Direktor des Federal Bureau of Investigation, J. Edgar Hoover, befreundet und leistete den Hauptbeitrag zur J. Edgar Hoover Foundation. Das FBI war beauftragt mit Spionageabwehr gegen Kommunisten. Für einen Geheimdienst bzw. das FBI wäre es zu teuer und umständlich, selbst viele Hotels und Bars zu leiten, um Leute in die Falle zu locken. Einfacher ist es da, Mafia-Leute anzuheuern, die sich selbst finanzieren.

Rosenstiel machte 1957 Louis Nichols, die rechte Hand vom FBI-Chef Hoover, zum Vizepräsidenten seines Schenley-Imperiums. 1908 gründete die US-Regierung das Bureau of Investigation (ab 1935 hieß es FBI), um die sogenannte „weiße Sklaverei“ zu untersuchen, indem sie Bordellangestellte befragte, um herauszufinden, ob sie entführt worden waren. Der White-Slave Traffic Act von 1910 verbot die organisierte Prostitution und insbesondere den Transport von Frauen zu „unmoralischen Zwecken“ von einem US-Bundesstaat in den anderen. Der Oberste Gerichtshof schloss später einvernehmliche Ausschweifungen, Ehebruch und Polygamie unter „unmoralische Zwecke“ ein. Man konnte also davon ausgehen, die Loyalität von ausgewählten organsierten Kriminellen zu sichern mit Hilfe der Androhung langjähriger Haftstrafen. Da zu der Zeit die Gesellschaft noch sehr christlich war, bedeutete es für einen erwischten Kunden von Prostituierten, seinen Ruf zu verlieren.

Jahre später während eines Scheidungsverfahrens von Rosenstiels vierter Frau, Susan Kaufman, behauptete sie, Rosenstiel habe extravagante Partys veranstaltet, zu denen „Jungenprostituierte“ gehörten, die ihr Mann „zum Vergnügen“ bestimmter Gäste besorgt hatte, darunter wichtige Regierungsbeamte und prominente Persönlichkeiten der kriminellen Unterwelt Amerikas. Später machte Kaufman die gleichen Behauptungen unter Eid während der Anhörung des New Yorker Joint Legislative Committee on Crime in den frühen 1970er Jahren.

Rosenstiel organisierte nicht nur diese Partys, sondern sorgte auch dafür, dass ihre Veranstaltungsorte mit Mikrofonen verwanzt waren, die die Eskapaden seiner hochkarätigen Gäste aufzeichneten. Diese Audioaufnahmen, so Kaufman, seien dann zum Zwecke der Erpressung aufbewahrt worden. Obwohl Kaufmans Behauptungen schockierend sind, wurde ihre Aussage vom ehemaligen Chefanwalt des Kriminalausschusses, dem New Yorker Richter Edward McLaughlin, und dem Ermittler des Ausschusses, William Gallinaro, als glaubwürdig erachtet und hoch geschätzt.

Bronfman und Rosenstiel verbündeten sich mit Gangsterboss Meyer Lansky, der auch enge Verbindungen zur CIA und zum US-Militärgeheimdienst hatte. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Lansky – zusammen mit seinem Mitarbeiter Benjamin „Bugsy“ Siegel – mit dem Geheimdienst der Marine zusammen, was den Codenamen „Operation Underworld“ trug, eine Operation, deren Existenz die Regierung über 40 Jahre lang geleugnet hatte.

Der Journalist und bekannte Chronist der verdeckten Aktivitäten der CIA, Douglas Valentine, stellte in seinem Buch „The CIA as Organized Crime: How Illegal Operations Corrupt America and the World“ fest, dass die Zusammenarbeit der Regierung mit der Mafia während des Zweiten Weltkriegs zu ihrer Expansion nach dem Krieg führte. Die CIA knüpfte auf Geheiß des CIA-Spionageabwehrchefs James J. Angleton Verbindungen zu Lansky.

Neben der CIA war Lansky auch mit einem ausländischen Geheimdienst durch Tibor Rosenbaum verbunden, einem Waffenbeschaffer und hochrangigen Beamten im israelischen Mossad, dessen Bank – die International Credit Bank of Geneva – einen Großteil von Lanskys unrechtmäßig erlangten Gewinnen wusch und recycelte in legitime amerikanische Geschäfte. Der Journalist Ed Reid behauptet, Lansky habe mit seinen Verbindungen zur Westküste einen Drogenring aufgebaut, an dem später der OSS, der Vorläufer der CIA, beteiligt war, um zahlreiche „Spitzenpolitiker, Armeeoffiziere, Diplomaten und Polizeibeamte“ zu verführen.”

Hoover vom FBI hatte jahrzehntelange die Existenz der Mafia geleugnet, weil diese anscheinend wichtige Dienste leistete im geheimdienstlichen Bereich.

Roy Cohns Zusammentreffen mit Rosenstiel kam vielleicht durch Cohns Vater, Albert Cohn, zustande, einem prominenten Richter im Apparat der New Yorker Demokratischen Partei. Roy Cohn war sehr nahe an Donad Trump, der Geld machte mit Casinos und Hotels. Trump war bekann für seine Sex-Partys, auch mit Epstein, wobei es keinen Beleg dafür gibt, dass Trump sich selbst mit Minderjährigen vergnügt hätte.  Cohn jagte Kommunisten mit Sex-Fallen und äußerte sich gegenüber dem ehemaligen NYPD-Detektiv und Ex-Leiter der Abteilung für Menschenhandel James Rothstein. Rothstein erzählte später John DeCamp – einem ehemaligen Senator des Bundesstaates Nebraska, der einen mit der Regierung verbundenen Kindersexring mit Sitz in Omaha untersuchte – dass Cohn zugegeben habe, Teil einer Erpressungsoperation zu sein, die sich gegen Politiker richtete und Kinderprostituierte benutzte.  Rothstein sagte DeCamp Folgendes über Cohn:

Cohns Job war es, die kleinen Jungs zu benutzen. Angenommen, Sie hatten einen Admiral, einen General, einen Kongressabgeordneten, der sich der Agenda nicht anschließen wollte. Cohns Aufgabe war es, sie einzufangen, dann würden sie mitmachen. Cohn hat mir das selbst gesagt.

Wen „beschützte“ Cohn noch und wen bediente er mit minderjährigen Prostituierten? Einer von ihnen hätte sehr gut einer von Cohns engen Freunden und Kunden sein können: Kardinal Francis Spellman von der Erzdiözese New York, der bei einigen dieser Partys, die Cohn im Plaza Hotel veranstaltete, anwesend gewesen sein soll.

Spellman – eine der mächtigsten Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Nordamerika, die manchmal als „Amerikas Papst“ bezeichnet wurde – wurde beschuldigt, Pädophilie in der katholischen Kirche geduldet und bekannte Pädophile, darunter Kardinal Theodore „Onkel Teddy“ McCarrick, ordiniert zu haben.

Mehrere dieser Ringe machten im Laufe der Jahre irgendwann Schlagzeilen – vom „Callboy-Ring“ des Washingtoner Lobbyisten Craig Spence über den Franklin-Kindersex- und Mordring des republikanischen Agenten Larry King bis hin zum Skandal um die katholische Wohltätigkeitsorganisation Covenant House in den späten 1980er Jahren.

Die Enthüllung von Craig Spences „Callboy-Ring“ führte bald zur Entdeckung des berüchtigten Franklin-Skandals. Diese schmutzige Operation wurde in Omaha, Nebraska, von Larry King durchgeführt, einem prominenten lokalen republikanischen Aktivisten und Lobbyisten, der die Franklin Community Federal Credit Union leitete, bis sie von den Bundesbehörden geschlossen wurde.

Jahre später deuteten vom FBI veröffentlichte Dokumente stark an, dass Epstein 2008 ein FBI-Informant wurde, im Austausch für Immunität bei damals anhängigen Anklagen auf Bundesebene. Es ist möglich, dass er schon viel länger als Informant arbeitete, aber es brauchte eine irgendwie geartete offizielle Rekrutierung, um ihn und heikle Operationen zu schützen. Sobald das FBI oder gar die CIA auf den höchsten Ebenen der Justiz und Strafverfolgungsbehörden argumentieren können, dass Epstein eine unverzichtbare Quelle sei, dann gibt es kein Gegenargunment mehr gegen die „Nationale Sicherheit“. Würde gegen Epstein normal ermittelt, könnten die Geheimdienste den Zugang verlieren zu wichtigen Personen und Kreisen, die vielleicht gefährliche Waffen schmuggeln für einen „Schurkenstaat“. Wichtige Geheimoperationen haben dann Vorrang vor dem Schicksal eines Haufens von Teenager-Mädchen.

Im Mai 1997 brachte die Washington Post eine explosive Geschichte, basierend auf einem abgefangenen Telefongespräch zwischen einem Mossad-Agenten in den USA und seinem Vorgesetzten in Tel Aviv, in dem es um die Bemühungen des Mossad ging, an ein geheimes Dokument der US-Regierung zu gelangen.

Laut einer Quelle, die eine Kopie des NSA-Protokolls des Gesprächs eingesehen hat, sagte der Geheimdienstoffizier auf Hebräisch: „Der Botschafter möchte, dass ich zu Mega gehe, um eine Kopie dieses Briefes zu bekommen.“ Die Quelle sagte dem Vorgesetzten Tel Aviv lehnte die Anfrage ab und sagte: ‚Dafür verwenden wir Mega nicht.’“

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Bekanntwerden des „Mega“-Spionageskandals berichtete das Wall Street Journal als erstes Medium über die Existenz einer wenig bekannten Milliardärsorganisation, die „informell“ Mega Group hieß und vor Jahren gegründet worden war.

Ungefähr zu dieser Zeit wurde Robert Maxwell vom britischen Geheimdienst MI6 angesprochen und bot ihm eine Stelle an, die Maxwell angeblich ablehnte. Der MI6 stufte ihn dann als „Zionist – loyal nur gegenüber Israel“ ein und machte ihn zu einer Person von Interesse. Später wurde er Agent des Mossad, wie aus mehreren Büchern hervorgeht, darunter „Robert Maxwell: Israel’s Superspy“ von Gordon Thomas und Martin Dillon. Darüber hinaus behauptet Seymour Hershs „The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy“ Verbindungen zwischen Maxwell und dem israelischen Geheimdienst.

Die amerikansiche Barr-Familie rekrutierte den jungen Epstein für dessen Karriere. Barr wurde später Justizminister unter Trump. Laut Victor Ostrovsky, einem ehemaligen Mossad-Agenten, finanzierte der Mossad viele seiner Operationen in Europa aus Geldern, die aus Maxwells Zeitungspensionsfonds gestohlen wurden.

„Sie bekamen die Gelder fast unmittelbar nach dem Kauf der Mirror Newspaper Group durch Maxwell mit Geld, das ihm der Mossad geliehen hatte.“

Die Beteiligung der Clintons an dem Iran-Contra-Skandal drehte sich um die verdeckten Aktivitäten am Flughafen Mena in Arkansas, an denen die CIA-Scheinfirma Southern Air Transport beteiligt war. Nur ein paar Jahre nach der Clinton-Präsidentschaft spielten Leslie Wexner und Jeffrey Epstein eine wichtige Rolle beim Umzug von Southern Air Transport nach Columbus, Ohio. Unter der strengen Beobachtung der CIA, die damals von William Casey geleitet wurde, wurde der Mena Intermountain Regional Airport genutzt, um Waffen und Munition zu lagern und an die nicaraguanischen Contras zu liefern. Die Waffen wurden manchmal gegen Kokain von südamerikanischen Kartellen eingetauscht, das dann nach Mena zurückgeschickt und zur Finanzierung der verdeckten CIA-Operation verwendet.

Eine weitere Clinton-Verbindung zur CIA und der Iran-Contra-Affäre verläuft über die Verbindung der Familie zum Finanzier Jackson Stephens aus Arkansas und der mit der CIA verbundenen Bank of Credit and Commerce International (BCCI), die von Kritikern den Spitznamen „Bank of Crooks and Criminals International“ erhielt. Stephens gehörte zu den reichsten Menschen in Arkansas und war ein wichtiger Spender und Unterstützer von Ronald Reagan, George H.W. Bush und Bill Clinton.

AlexBenesch
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