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Auch neue Vorwürfe bleiben nicht an Rammstein kleben, sondern belasten Backstage-Crew

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Der NDR und die Süddeutsche Zeitung (SZ) suchten nach Frauen, die bei Konzerten von Rammstein oder Till Lindemanns Soloprojekt im Backstage-Bereich landeten. Es bleibt aber immer noch nichts hängen bei den Bandmitgliedern, sondern wirft höchstens noch den Verdacht auf die Backstage-Crew.

Rammstein haben traditionell sehr aufwändige Bühnen-Shows, was eine entsprechend große Crew notwendig macht. Ein einziges faules Ei darunter kann bereits ein Dauerproblem werden.

Rammstein sind Rockstars und es sollte junge Damen nicht überraschen, dass Rockstars Sex mit Groupies wollen. Der Backstage-Bereich wird primär verwaltet von der Crew, das heißt zig fremde Männer. Es ist bizarr, dass die Presse nicht angemessenen Abstand wahrt, sondern immer nur den Fokus auf Lindemann richtet. Falls es theoretisch in der Crew einen Serientäter gab, der Frauen semi-betäubte, sich bediente und sie dann vereinzelt im sedierten Zustand an einen angetrunkenen Lindemann übergab, wäre das eine Story, aber eben keine ideologisierbare Sensation.

Die damals 22-jährige Cynthia A. hatte angeblich verkrampften, freiwilligen Sex mit Lindemann. Sie ging nicht zur Polizei, sondern erzählte Bekannten davon.

Die damals 21-jährige Frau Kaya R. behauptet, nach einer Aftershowparty Lindemanns besinnungslos auf einem Hotelbett gelegen zu haben.

Laut ihren Erinnerungen habe Lindemann auf ihr gelegen, als sie wieder zu sich gekommen sei und habe sie gefragt, ob er aufhören solle. „Und ich wusste nicht einmal, womit er aufhören will.“

Mehr als ein Dutzend Frauen berichtet, wie sie von Menschen aus dem Umfeld von Lindemann gezielt angesprochen worden seien, häufig über Instagram oder auf den Konzerten selbst. So etwas ist seit gefühlt 100 Jahren im Musik-Business normal. Selbst wenn jemand gerne ein Künstler-Idol treffen will, kann derjenige von vorneherein klarstellen, nicht an Sex interessiert zu sein. Wenn man dann von der Crew abgelehnt wird, ist das halt einfach so. Der Künstler hat vielleicht weder Zeit noch Lust auf normale Meet and Greets.

Till Lindemann soll eine russische Assistentin auf Tour haben namens Alena M. Gerüchten zufolge scoutet sie die jungen Damen für Backstage.

Rammstein gab sich in der Vergangenheit eher pro-russisch und anti-amerikanisch. Moskau bekam eine Liebeshymne. Amerika hingegen bekam ein Sündenregister vorgehalten. Die russischen Fans liebten Rammstein und umgekehrt hatte die Band einen gewissen Propaganda-Wert für das Putin-Regime.

Im April 2021 veröffentlichte der 59-jährige Musiker sogar einen Song auf Russisch, der dem Zweiter-Weltkriegs-Film „Devyatayev“ (Originaltitel: Девятаев) als Soundtrack diente. Das von Mark Bernes gesungene Lied Ljubimy Gorod aus der Sowjetunion wurde von Till Lindemann für den Film neu intoniert. Lindemann hörte das Lied oft als Kind in der DDR. Das Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges eröffnete anlässlich des Films und des Tages des Sieges eine Ausstellung zu Michail Dewjatajew.

Lindemann feierte Anfang des Jahres 2021 seinen 58. Geburtstag in Sankt Petersburg und er ließ sich auch in der Eremitage für einen seiner Videoclips zu seinem neuen Song »Lieblingsstadt« filmen für den bereits genannten Kinofilm.

2016 zirkulierte in Russland ein manipuliertes Foto von Till mit einem Putin-Shirt, das keines war, und einem Fake-Zitat.

„Ich mag ihn, er ist ein harter Leader und keine Marionette – im Gegenteil zu den anderen“,

zitierte ihn etwa die Webseite „Sputnik“.

„Ich halte all diese politischen Anfälle auf euer Land für ungerecht. Russland schützt seine Interessen. Sanktionen müssen gegen diejenigen verhängt werden, die unfaire Spiele spielen und internationale Konflikte provozieren.“

2022, anlässlich des Ukraine-Kriegs, sagte die Band Rammstein ihre geplanten Konzerte in Russland ab; behielt aber den Termin in Kiew. Auf Instagram gab Till Lindemann bekannt, seine Russland-Konzerte ersatzlos zu streichen. Dazu postete er ein Bild, auf welchem er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew posierte. Er empfing ukrainische Geflüchtete am Berliner Hauptbahnhof mit offenen Armen.

Bereits im Mai 2022 wurde Rammstein Ziel von Attacken aus russischen „Troll-Fabriken“ für Desinformation. Besonders Lindemann ist die Zielscheibe. Es wäre nicht überraschend, wenn der russische Geheimdienst auch Operationen mit Agenten gegen ihn durchführt. Wegen seinen alten Sympathien für Russland ist Till wohl umgeben von Personen, die suspekt sind, wie eben die angebliche Assistentin Alena M. Der KGB war berüchtigt dafür, Zielpersonen in kompromittierende Situationen zu bringen und Fake-Beweismaterial zu bunkern.

Rammstein veröffentlichte folgendes Statement:

Die Band Rammstein möchte ihre Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck bringen, das sich gegen den schockierenden Angriff der russischen Regierung wehrt. Vor allem in diesem Moment empfinden wir besondere Trauer über das Leid des ukrainischen Volkes. Jedes Mitglied der Band hat unterschiedliche Erfahrungen mit den beiden Ländern; alle Mitglieder der Band haben Freunde, Kollegen, Partner und Fans in beiden Ländern. Wir erkennen die Verzweiflung an, die viele russische Fans angesichts der Handlungen ihrer Regierung empfinden, und wir wollen an die Menschlichkeit erinnern, die sowohl die russischen als auch die ukrainischen Bürger teilen.

AlexBenesch
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