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Jeffrey Epstein erpresste angeblich Bill Gates mit russischer Frau

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Die Jeffrey Epstein-Affäre ist noch lange nicht vorbei: Das WallStreetJournal berichtet unter Verweis auf Quellen, dass er Bill Gates unter Druck gesetzt haben soll wegen einer Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin. Bekanntermaßen umgab sich Epstein mit unzähligen einflussreichen Leuten, hatte zugriff auch auf minderjährige Mädchen, diente mehreren Geheimdiensten und Behörden als Quelle und alle seine Luxus-Häuser waren verwanzt. Allerdings sind Personen wie Gates auch zu intelligent und erfahren, um in eine billige Falle zu tappen.

Der Microsoft-Mitbegründer lernte die Frau etwa 2010 kennen, als sie Mitte 20 war. Epstein lernte sie 2013 kennen und bezahlte ihr später den Besuch einer Software-Programmierschule.

Epstein konnte Gates nicht davon überzeugen, sich an einem milliardenschweren Wohltätigkeitsfonds zu beteiligen, den Epstein zusammen mit JPMorgan Chase einzurichten versuchte.

„Herr. Gates traf sich ausschließlich aus wohltätigen Gründen mit Epstein. Nachdem es Epstein wiederholt nicht gelungen war, Herrn Gates über diese Angelegenheiten hinauszuziehen, versuchte er erfolglos, eine frühere Beziehung auszunutzen, um Herrn Gates zu bedrohen“,

sagte eine Sprecherin von Gates. Epstein wurde 2006 beschuldigt, Mädchen im Alter von 14 Jahren sexuell missbraucht zu haben, und bekannte sich 2008 schuldig, eine Minderjährige für die Prostitution angeworben und vermittelt zu haben. Er verbrachte einige Zeit in einem Gefängnis in Florida und wurde als Sexualstraftäter registriert. Nachdem der Miami Herald über Dutzende weitere Frauen berichtet hatte, die angaben, misshandelt worden zu sein, wurde er 2019 wegen des Vorwurfs des Sexhandels verhaftet. Er starb später in diesem Jahr im Gefängnis, während er auf seinen Prozess wartete, was nach Ansicht des Gerichtsmediziners Selbstmord war.

Gates, 67 Jahre alt, Technologieberater von Microsoft und einer der größten Anteilseigner, sagte, er habe Epstein ein paar Mal getroffen, nur um über Philanthropie zu sprechen, was er bedauert und als Fehler bezeichnet.

Mila Antonova, die russische Bridge-Spielerin, lehnte einen Kommentar ab.

Gates sagte, er habe von seinen Eltern gelernt, Bridge zu spielen, und das Kartenspiel sei zu einem seiner Lieblingshobbys geworden. Gates spielte mit Antonova, einer weiteren Anhängerin des Spiels.

Boris Nikolic, ein Gates-Vertrauter und damals führender wissenschaftlicher Berater, der auch Epstein kannte, stellte Antonova Epstein vor.

Epstein unterzeichnete nur zwei Tage vor seinem Tod in einer Gefängniszelle in Manhattan ein Testament mit einem Vermögen von fast 600 Millionen US-Dollar. Im Testament ernannte er den Biotech-Risikokapitalgeber Boris Nikolic zum „Nachfolge-Testamentsvollstrecker“, also die Person, die die Kontrolle über das Erbe übernehmen würde, wenn die beiden erstgenannten Testamentsvollstrecker dies nicht können oder wollen. Nikolic, 49, sagte in einer Erklärung, dass er „schockiert“ sei, dass er in das Testament aufgenommen wurde. Ein Sprecher von Nikolic bestätigte gegenüber FOX Business, dass er „in diesen Angelegenheiten nie konsultiert wurde und nicht die Absicht hat, diese Pflichten überhaupt zu erfüllen“.

Antonova und Nikolic trafen sich im November 2013 in Epsteins Stadthaus, wo sie Epstein ihren Vorschlag vorstellte. Sie wollte 500.000 US-Dollar für das Unternehmen sammeln, das sie BridgePlanet nannte. Seine Mission bestand darin, „Bridge durch die Erstellung hochwertiger Tutorials für Anfänger und Fortgeschrittene zu fördern“.

Damals versuchte Epstein, mit JPMorgan einen milliardenschweren Wohltätigkeitsfonds einzurichten, der möglicherweise Gelder einiger der reichsten Menschen der Welt bündeln sollte. Aus den Dokumenten geht hervor, dass es darauf ankam, die Unterstützung von Gates zu erhalten.

Mehrere Jahre der Gespräche mit JPMorgan, Gates und anderen führten nicht dazu, dass der Wohltätigkeitsfonds für Epstein oder Gates‘ Engagement dafür zustande kam. Im Jahr 2017 kontaktierte Epstein Gates wegen des russischen Bridge-Spielers, Jahre nach dem Ende der Beziehung, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Er habe eine E-Mail an Gates geschickt und um Erstattung der Kosten für Antonovas Programmierschule gebeten, sagten die Personen.

Die Summe sei für die beiden Männer unerheblich und der Ton der Botschaft sei, dass Epstein von der Affäre wisse und sie aufdecken könne, hieß es aus den Kreisen.

Seit 27 Jahren hat Bill Gates die Verwaltung seines enormen Vermögens einem einzigen Mann anvertraut: Michael Larson. Der 61-jährige Larson war jedoch laut Vorwürfen in der New York Times bei der Geldverwaltungsfirma Cascade Investment in Fehlverhalten am Arbeitsplatz verwickelt, so 10 ehemalige Mitarbeiter sowie andere mit der Firma vertraute Personen.

Er beurteilte weibliche Mitarbeiter offen nach ihrer Attraktivität, zeigte Kollegen Nacktfotos von Frauen im Internet und machte bei mehreren Gelegenheiten sexuell unangemessene Kommentare. Er machte eine rassistische Bemerkung zu einem schwarzen Angestellten. Er hat andere gemobbt. Als eine Mitarbeiterin sagte, sie würde Cascade verlassen, revanchierte sich Herr Larson, indem er versuchte, den Aktienkurs des Unternehmens, dem sie beitreten wollte, zu beeinträchtigen.

Ist das die Spitze eines Eisbergs oder kündigen sich dramatischere Enthüllungen an? Ähnliches gilt für Bill Gates selbst und sein Verhalten bei Microsoft sowie sein Verhältnis zu Jeffrey Epstein.

Cascade zahlte an mindestens sieben Personen Geld, die Zeuge waren oder Kenntnis hatten von Mr. Larsons Verhalten. Im Gegenzug einigten sie sich darauf, niemals über ihre Zeit in der Firma zu sprechen. Wie die New York Times und andere große Zeitungen berichtet hatten, verbrachte Gates jahrelang regelmäßig Zeit mit Jeffrey Epstein, der Vorwürfen des Sexhandels mit Mädchen ausgesetzt war. Und zumindest einige Male verfolgte Gates Frauen, die für ihn bei Microsoft und der Bill and Melinda Gates Foundation arbeiteten. Im Jahr 2019 untersuchte der Vorstand von Microsoft einen dieser Fälle, in denen Gates bestätigte, dass er eine Affäre mit einer Mitarbeiterin hatte. Gates ist letztes Jahr aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Jahr 2018 nahm Larson bezahlten Urlaub, während die Untersuchung stattfand. Larson kehrte 2019 aus dem Urlaub zurück.

Die Scheidung von Bill Gates wirft ein Licht auf die hyperkomplizierten und versteckten Finanzen, Beteiligungen und Besitzverhältnisse.

In der ersten Ära der amerikanischen Raubbarone gab es bereits fragwürdige Besitzverhältnisse, während die jeweiligen Clans das Rampenlicht suchten. Zunehmend sah man eine immer größere Zersplitterung, die wahrscheinlich dazu gedacht war, zu vehindern, dass irgendjemand einen eigenen Kurs fährt und sich dem Kollektiv der Oberschicht widersetzt. Selbst der mächtige DuPont-Clan verkaufte die meisten Anteile am eigenen Familienkonzern und erwarb stattdessen einzelne Prozente von diversen anderen Konzernen.

Bill Gates gehören nur noch 1,3% von Microsoft. Er soll der größte Besitzer von Farmland sein, hat Prozente an dutzenden verschiedenen Konzernen, Hotels, einem grünen Energie-Fons und an einem Nuklear-Startup. Dann gibt es noch die gewaltige Bill & Melinda Gates-Stiftung, deren Geld in einem Trust gebunden ist.

Die Gates-Anwälte einigen sich auf eine Verteilung von Vermögenswerten, aber die Details bleiben geheim. „Scheidungen sind tatsächlich eine der Zeiten, in denen Dinge aufbrechen und das Licht herein scheint“, sagte Chuck Collins, leitender Wissenschaftler am Institut für politische Studien in Washington und Autor von „The Wealth Hoarders: Wie Milliardäre Millionen bezahlen, um Billionen zu verstecken“. Aber er fügte hinzu, dass Eheverträge und Vergleiche auf Privatsphäre ausgelegt seien. „In Teilen eines Prenups geht es um die Geheimhaltung aller familiären Trusts und so weiter“, sagte er. „Sie haben das alles in einer Reihe, bevor du dich verliebst.“

Im Zentrum des Gates-Vermögens und der Gates-Stiftung steht eine wenig bekannte Einrichtung namens Cascade Investment. Der Verantwortliche Michael Larson soll besessen sein von Geheimhaltung.

Die Gates-Stiftung hat bereits fast 55 Milliarden Dollar „gespendet“ an diverse Zwecke. Aus reiner Menschenliebe? Oder gehörte ihm das viele Geld de facto gar nicht, wie Leute sich das vorstellten? Gates hat angekündigt, bis zum Lebensende 95 Prozent seines Vermögens an die Stiftung abgeben zu wollen.

Zusätzliches Geld für die Gates Stiftung kam vom Star-Investor Warren Buffett (Berkshire Hatahway). Gates investierte mit der Stiftung nach Angaben der Buchautorin Kathrin Hartmann aus dem Jahr 2015 „in Konzerne der Öl-, Kohle-, Chemie- und Bergbauindustrie, darunter befinden sich einige der schmutzigsten Konzerne der Welt“ – gemeint sind Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen. Hartmann nannte speziell die Unternehmen BP, ExxonMobil, Eni, Shell, Glencore, Rio Tinto, Dow Chemical, Coca-Cola und Monsanto.

Schwimmen diese Top-Konzerne nicht ohnehin in Geld? Wozu brauchen die noch jemand wie Gates für mehr Geld? Da die amerikanische Oberschicht bereits vor der Amerikanischen Revolution komplett verfilzt und korrupt war und sich dieser Zustand nach der Revolution noch weiter verschlimmerte, muss man sich fragen, ob Gates wirklich all das Geld besaß und besitzt, das ihm immer zugeschrieben wurde. Sein Vater hatte einen gewissen Status erlangt, aber geht man weiter zurück, wirkt der Stammbaum nicht beeindruckend.

AlexBenesch
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