Amoklauf an Hamburger Kirche mit mehreren Toten – UPDATES

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Eine Person erschießt am Donnerstagabend in einer Hamburger Kirche der Zeugen Jehovas mehrere Menschen, verletzt weitere und richtet sich danach anscheinend in dem Gebäude selbst.

  • Es gibt ein anonymes Schreiben, das anlässlich der Waffentauglichkeitsprüfung von Philipp S. bei der Polizei eingegangen sei. Er sei psychisch krank, wolle sich aber nicht in Behandlung begeben. Er habe einen Hass auf religiöse Gruppen. Das müsste vor wenigen Monaten erst passiert sein. Vielleicht tauchen nun weitere solche Hinweise auf; entweder durch Personen, die mit ihm Umgang hatten, oder durch die Inhalte auf seinem Computer/Handy.
  • Erst seit Dezember 2022 habe Philipp F. über eine Waffenbesitzkarte verfügt und sei im Besitz einer halbautomatischen Pistole gewesen als Sportschütze. Ob er bei einer psychologischen Vorabprüfung durchgefallen wäre, ist unklar. Dass er so kurz vor der Tat die Erlaubnis bekam, wirft die Frage auf, ob er wegen einer geplanten Tat überhaupt erst Sportschütze wurde.
  • Pressekonferenz: Die Spezialeinheit der Polizei habe den Täter ausgebremst und weitere Opfer verhindert. Der Mann, der mit einer Pistole bewaffnet war, hätte sich in einem Raum im ersten Stock verschanzt und sich selbst getötet. Er hätte in der Vergangenheit mehrfach Anzeige erstattet gegen nicht näher genannte Personen wegen des Vorwurfs des „Betrugs“. Es wurden keine weiteren Einzelheiten genannt. Möglicherweise ergibt sich im Verlauf der Ermittlungen ein Rachemotiv oder er war vielleicht signifikant verschuldet. Seine Handys, Laptops etc. werden ausgewertet.
  • Der Täter von Hamburg hatte eine waffenrechtliche Erlaubnis. Er bot seine wirtschaftlichen Beraterdienste an für mindestens „250.000 Euro plus 19 Prozent Mehrwehrsteuer“ pro Tag. Größenwahn? Narzisstisch?
  • Der Verdächtige heißt Philipp F. und ist 35 Jahre alt. BWL-Studium und Job.
  • Um 12 Uhr soll es eine Pressekonferenz geben. Vielleicht gab es vorab Hinweise auf Gewaltbereitschaft, Drohungen, gewisse Auseinandersetzungen. Falls die Behörden involviert waren, könnte sich ergeben, dass kaum Kapazitäten vorhanden waren, um den Fall zu bearbeiten.
  • Der SPIEGEL berichtet, dass der Täter ein ehemaliges Mitglied der Gemeinde der Zeugen Jehovas gewesen sein soll. Er wäre zwischen 30 und 40 Jahren alt gewesen. Seine Waffe war eine Pistole. Der Focus und das Hamburger Abendblatt melden, dass er vor anderthalb Jahren aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Normalerweise bedeutet dies, dass die Gemeinde folglich generell den Kontakt mit ihm abbrechen sollte. Den Behörden sei er nicht bekannt gewesen als Extremist. Allerdings könnte seine Internet-Historie ergeben, dass er sich irgendwie radikalisiert hat. Dann wäre es doch ein politisierter Fall. Ansonsten verschwindet die Sache sehr schnell aus den Schlagzeilen.
  • Bisher ist unbekannt, ob der Täter in psychiatrischer Behandlung war, Tabletten einnahm und mit schweren Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert worden ist.
  • Ein Augenzeugen-Video zeigt den Täter, wie er zunächst durch ein Fenster feuert und dann durch das Fenster eindringt. Es gab unzählige Ziele in Hamburg, die unbewacht oder schlecht bewacht waren. Dass er ausgerechnet hier zuschlug, deutet auf ein persönliches Motiv hin.
  • Bisher keine Bekennerschreiben oder Videos von terroristischen Gruppen.
  • Die Zeugen Jehovas sind in Deutschland eine eher kleine Gemeinde und schottet ihre Mitglieder von der Außenwelt eher ab. Möglicherweise hängt dies mit dem Motiv des Täters zusammen.
  • Unklar ist bislang, ob der Täter legal eine Schusswaffe besessen hat, oder diese auf dem Schwarzmarkt gekauft hatte. In Hamburg gibt es genügend Möglichkeiten, illegale Waffen zu kaufen. Innenministerin Faeser (SPD) möchte unbedingt das Waffenrecht verschärfen.
  • Zunächst wurden keine Informationen zu dem Täter veröffentlicht oder einem möglichen Motiv. Zunächst war befürchtet worden, der Täter könnte flüchtig sein. Wahrscheinlich hatte der Täter psychische Störungen; in diesem Fall wenden sich Medien meist von der Story ab, weil sie sich nicht einfach ohne Weiteres politisieren lässt. Ein Migrationshintergrund ist auch denkbar. Genauso wie die Möglichkeit, dass der Täter sich im Internet radikalisiert hatte mit Verschwörungsmedien.
AlexBenesch
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