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Russland förderte Propaganda gegen deutsches Fracking und für unsinnige Pipeline

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Kommentar

Russland wollte unbedingt Pipelines auf dem Meeresgrund, scheiterte dann während einem Krieg gegen die Ukraine dabei, selbige Pipelines zu beschützen und dann konnten die russischen Geheimdienste obendrein nichts Belastbares präsentieren über die Urheber des Anschlags. Während Russland die Energie-Infrastruktur der Ukraine bombardiert, wird herumgejammert, dass die eigenen Pipelines gesprengt wurden. Die NATO hätte, laut einem Bericht von Seymour Hersh, einen hyperkomplizierten Plan durchgeführt. Inzwischen wird gekontert, es habe sich nur um ein Sechs-Mann-Team mit einer Jacht gehandelt.

Diverse (Online-)Aktivisten tippen sich die Finger Wund, um Russland irgendwie verbal zu stützen, weil sie sich etwas für sich selbst durch Russland erhoffen, ohne jemals wirklich etwas unterm Strich zu bekommen.

Sowohl die USA als auch Russland versuchten, die Förderung deutschen Gases durch Fracking zu verhindern. Wenn Aktivisten nun so tun, als würden sie deutsche Interessen vertreten, warum pushten sie dann nicht seit Jahren deutsches Fracking? Warum soll ich auch nur eine lausige Träne vergießen für Russlands Pipelines? Wir brauchen keine russisches Gas, sondern heimisches.

Der damalige Nato-Generalsekretär Aders Fogh Rasmussen beschuldigte vor wenigen Jahren offen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, grüne Organisationen im Westen zu benutzen um Stimmung gegen die Erdgas-Fördermethode Fracking zu machen. Ähnliche Desinformationskampagnen gab es bereits zu Sowjetzeiten. Wo es früher noch bei den Sozialisten „Mein Freund das Atom“ hieß, machten die Ost-Geheimdienste später über verschiedene Frontorganisationen Druck auf die westliche Atomindustrie. Das was Rasmussen bei dem Chatham House Foreign Affairs Think Tank erzählte, war sicherlich auch bei der Bilderberg-Konferenz in Kopenhagen ein wichtiges Thema gewesen. Das Frappierende: Die Desinformationskampagne Moskaus ist eigentlich seit Jahren kein Geheimnis. Der Kreml fürchtet die neue Förderungsmethode, weil mit ihr viele Länder unabhängig von Moskaus Staatskonzernen Gazprom oder Rosneft werden können. Rasmussen ging nicht näher ins Detail, dabei ist die russische Kampagne wahrlich nicht gut getarnt und bekam sogar Hilfe von angeheuerten amerikanischen PR-Firmen.

Gazprom bezahlte zum Beispiel Umweltorgnisationen, die versuchen, das Projekt Southern Gas Corridor auszubremsen. Andere Umweltgruppen in Bulgarien und der Ukraine bekamen Gazprom-Geld, um hysterische Kampagnen gegen Fracking zu starten.

Gazprom nutzte sogar die Dienste der alteingesessenen PR-Firma Ketchum, die zur Omnicom Group gehört. Unter anderem „korrespondierte“ Ketchum mit dem berühmten Tribeca Film Festival und eruierte dort Sponsoring-Optionen. Was für ein Film lief bei dem Festival? Der Anti-Fracking-Dokumentarfilm „Gasland Teil 2“.

Der Absolvent der teuren Elite-Uni Columbia Josh Fox bekam für den ersten Teil des Dokufilms beim Sundance Film Festival 2010 gleich den Special Jury Prize for Documentary, wurde für vier Emmys nominiert, bekam einen Emmy für beste Regie und viele weitere Preise. Die Öl- und Gasindustrie konterte mit dem Film „Truthland“. Auch viele andere fanden heraus, dass Josh Fox so manches in seinem Film einfach unterschlagen hat, beispielsweise die Ursache des berüchtigten brennenden Wassers aus dem Wasserhahn: Bereits in den 70er Jahren, also lange vor irgendwelchen Fracking-Aktivitäten, gab es Verunreinigungen von Trinkwasser durch Methangas.

Das Colorado Department of Natural Resources sah sich gezwungen, wegen all der Falschdarstellungen in der Doku ein ein Dokument mit Richtigstellungen zu veröffentlichen. Auch Fox‘ Behauptung, dass laut Ingenieuren der “Society of Petroleum Engineers“ 35% aller Quellen weltweit lecken, ist praktisch frei erfunden. Ein weiterer Kernpunkt ist die falsche Behauptung, dass das Energie-Gesetz von 2005 die Öl- und Erdgasindustrie vom Gesetz für sicheres Trinkwasser und ähnliche Regeln ausnehmen würde. Was will Fox statt Fracking? Den Plan von Mark Jacobson für erneuerbare Energien: Weltweit 3.8 Millionen große Windräder, 90.000 Solaranlagen und unzählige weitere Anlagen.

Die Publikation Voice of Russia macht auch mächtig Stimmung gegen Fracking, ähnlich wie das TV-Netzwerk Russia Today.

Wie sieht es mit der Umweltbilanz aus von Gazprom und anderen russischen Unternehmen? Pipelines brechen an rund 25.000 verschiedenen Stellen pro Jahr. Greenpeace schätzt dass 5 Millionen Tonnen Öl auslaufen, das Siebenfache der Katastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Firmen wie Lukoil, mit Umsätzen von rund 80 Milliarden $, bekommen Geldtrafen von gerade einmal 28.000$ für 14 Öllecks.

AlexBenesch
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