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High-Tech gegen Masse im Ukraine-Krieg

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Kommentar

Russland soll eine Großoffensive planen aus drei Richtungen und würde damit nicht nur ein militärisches Risiko eingehen, sondern sich abermals in die Rolle des Aggressors begeben. Vorab scheint die NATO nicht gewillt, wertvolle Kampfpanzer in größerer Stückzahl zu liefern; vor allem nicht in einer Phase, in der die Russen sich stark hatten zurückziehen müssen. Erst wenn Moskaus Streitmacht auf imposante Weise wieder rollt, sind mehr Panzer und Flugzeuge für die Ukraine möglich.

Die Ukrainer werden zunehmend mit High-Tech versorgt, während die Russen auf schiere Masse an Ausrüstung setzen. Es wird geschätzt, dass Moskau innerhalb von Monaten rund 4000 Panzer aus der Sowjetära im Einsatz haben kann. Diese sind allerdings angewiesen auf die Versorgungslinien und Depots für Treibstoff und Munition, die verwundbar sind für bestimmte Raketen, die die USA nun liefern wollen. Ohne Versorgung ist ein russischer T72 nur ein 50 Tonnen wiegender Briefbeschwerer.

Auch tragbare Raketensysteme wie Javelins werden weiterhin eine Rolle spielen. Ein Treffer kann einen Panzer völlig zerstören.

Die Axios-Website zitierte eine Kopie des Schreibens vom Dienstag, in dem es heißt, dass die Ukraine „stark daran interessiert ist, von Israel (in kürzestmöglicher Frist) Verteidigungssysteme zu erhalten, insbesondere: Iron Beam, Barak-8, Patriot, Iron Dome, David’s Sling, Arrow Interceptor und israelische Unterstützung bei der Ausbildung ukrainischen Personals.“

Noch nicht einsatzbereit ist der laserbasierte Iron Beam, der gegen Kurzstrecken-Raketen- und Mörserangriffe sowie Drohnen eingesetzt werden soll. Davids Sling und der Arrow Interceptor, Mittel- bzw. Langstrecken-Verteidigungssysteme, sind hochmoderne Abfangsysteme. Israelische Beamte bestätigten Axios, dass der Brief angekommen sei.

Russland benutzte in den vergangen Monaten teure Raketen, die teilweise für mehrere tausende Kilometer Flug gedacht sind. Es ist möglich, dass diese Strategie künftig nicht mehr aufgeht wegen den neuen Abfangsystemen, die als reine Defensivwaffen gelten.

Ein hochrangiger Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sagte am Mittwoch, Gespräche seien im Gange, um Langstreckenraketen und Angriffsflugzeuge ausländischer Partner zu sichern, um die russischen Streitkräfte abzuwehren.

Selenskyj forderte während einer Pressekonferenz am 16. November erneut die Bereitstellung des israelischen Luftverteidigungssystems Iron Dome, wobei Benjamin Netanjahu, der kürzlich gewählte israelische Premierminister, erklärte, er werde den Vorschlag prüfen.

Russland sagte am Mittwoch, dass jede Langstreckenrakete, die Berichten zufolge Teil eines bevorstehenden Militärhilfepakets der USA für die Ukraine sei, den Konflikt „eskalieren“ würde. Weißrussland sagte am Mittwoch, es habe die russischen ballistischen Raketensysteme Iskander in Dienst gestellt, nachdem ihre Bediener in Russland geschult worden waren. Die Raketen können Ziele in einer Reichweite von bis zu 500 km (310 Meilen) treffen, sagte das Verteidigungsministerium von Minsk.

Tatsächlich warnte die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland Anfang März, kurz nach der russischen Invasion, Israel davor, „schmutziges Geld“ von russischen Oligarchen anzunehmen, und ermutigte Israel, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen.

AlexBenesch
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