Putins Nazi-Trauma: Wegen der Belagerung Leningrads ist er ein Antideutscher

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In dem Moment, in dem Russlands Präsident Putin angesichts der Invasion der Ukraine von einer angestrebten „Entnazifizierung“ sprach, hätten bei dem rechtem Spektrum in Deutschland die Alarmglocken schrillen müssen. Es war immer klar, dass Russlands KGB-Regime den deutschen Rechten genau das erzählt, was das Klientel hören will: Deutsche Souveränität, Partnerschaft mit Russland, Eurasien, Weltherrschaft. Wie stark das Zielpublikum den Stuss geglaubt hat, ist fragwürdig. Ein Teil dachte sich, Russlands Hilfe anzunehmen, solange wie es opportun erscheint. Für westliche Regierungen und Geheimdienste ist es vorteilhaft, wenn die Unzufriedensten sich auf die Russen einlassen und sich damit angreifbar machen.

Die fast 900 Tage dauernde Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht war eine der verlustreichsten und brutalsten Belagerungen die es jemals in der Geschichte gegeben hat. Es wird geschätzt, dass über eine Million Zivilisten in der Stadt verhungerten oder an anderen Folgen verstarben. Die deutsche Luftwaffe beschoss gezielt die Badajew-Lagerhäuser, wo ein Großteil der Lebensmittelvorräte Leningrads aufbewahrt wurde. Reinhard Heydrich beschwerte sich 1941 bei Heinrich Himmler:

„Meines Erachtens muß in solchen Fällen massenhaft mit Brand- und Sprengbomben gearbeitet werden. Ich bitte daher gehorsamst, anregen zu dürfen, den Führer nochmals darauf hinzuweisen, daß, wenn nicht absolut eindeutige und strikte Befehle an die Wehrmacht gegeben werden, die beiden Städte kaum ausgelöscht werden können.“

Wo waren seinerzeit Wladimir Putins Eltern, Maria und Wladimir Senior? Wladimir Senior hatte als Soldat nur knapp den Kampf gegen die Deutschen mit zwei verkrüppeltem Beinen und chronischen Schmerzen überlebt. Maria hatte am Ende der Belagerung Leningrads kaum noch die Kraft, um zu laufen; der gemeinsame Sohn war in einem Kinderheim verhungert. Wie muss es wohl gewesen sein, in dieser Familie und dem zerstörten, traumatisierten Leningrad aufzuwachsen? Welche Gefühle gab es wohl in dem Putin-Haushalt gegenüber den Deutschen?

In einem Artikel für die Publikation Russky Pioner erzählt Putin, dass sein Vater Mitglied der kommunistischen Partei geworden war und einer Sabotageeinheit der Geheimpolizei NKWD zugeteilt wurde. Angeblich harrte er stundenlang unter Wasser aus und atmete durch einen Strohhalm, weil die Deutschen seine Einheit fast komplett ausgelöscht hatten. Der erste Sohn starb an Unterernährung und Diphterie, wobei erst Jahre später überhaupt in Erfahrung gebracht werden konnte, wo er begraben lag. Die Mutter soll schon zusammen mit Toten abtransportiert und im letzten Moment vom Vater entdeckt und in die Wohnung zurückgebracht worden sein. Fast alle Brüder von Wladimir Sr. seien im Krieg gestorben. Anstatt auf die offensichtlichen Traumatisierungen und die immensen psychischen Verwundungen einzugehen, schreibt der russische Präsident, dass man keinen besonderen Hass gegenüber den Deutschen verspürt hätte. Mit diesem offensichtlichen Unsinn will er als Staatschef vermeiden, deutsche Sympathien zu verspielen, außerdem ist es typisch-narzisstische Großspurigkeit. Er steht mal wieder über den Dingen, wie ein Superman, nichts bringt ihn aus der Bahn. Auch wenn er selbst nicht den Krieg erlebt hat, so muss der Horror deutliche Folgen für seine Eltern gehabt haben. Unter solchen Bedingungen stirbt Emotionalität ab und es wird praktisch unmöglich, mit dem Kind eine normale emotionale Bindung zu haben. Der junge Wladimir zeigte von Anfang an problematische Persönlichkeitszüge wie extreme Reizbarkeit und Gewaltausbrüche.

Putin genoss nach dem zweiten Weltkrieg bestimmte Privilegien, wie etwa eine Armbanduhr und später ein Auto. Nichtsdestotrotz war die Wohnsituation armselig und überall blieben die Folgen der deutschen Belagerung sichtbar. Inmitten der alkoholisierten Schläger in der Nachbarschaft eignete sich der junge Wladimir Putin seine Friss-oder-Stirb-Mentalität an, die sein ganzes restliches Leben kennzeichnete. Welche Rachegelüste gab es im Putin-Haushalt? Wie stand man zu den Deutschen? Man kann es sich vorstellen. Die rote Armee walzte gegen Ende des Krieges über ein Land nach dem anderen hinweg und besetzte große Teile Deutschlands, vertrieb Millionen Menschen, übte Rache und besetzte Grund und Boden für die nächsten Jahrzehnte. Glauben Sie, der Putin-Haushalt hat den Deutschen Tränen nachgeweint, oder glauben Sie, man hat die Triumphmeldungen gefeiert? Der Geschichtsunterricht des jungen Wladimir war streng antideutsch, das kulturelle Gedenken war antideutsch und sogar die Kindersendungen im Fernsehen und die Unterhaltungsromane waren antideutsch. „Schild und Schwert“ wurde zum Bestseller-Buch und zeigte als Helden einen sowjetischen Superagenten, der auf Mission in Deutschland war. Später wurde das Ganze auch noch verfilmt zu einem Klassiker des antideutschen Kinos und ein zusätzlicher Einfluss auf die Karrierevorstellungen des jungen Wladimir Putin. Man findet das Werk auf Youtube in russischer Originalversion und man erkennt eine sehr aufwändige, dramatische Produktion mit allen klassischen Merkmalen der staatlich verordneten Stilrichtung „sozialistischer Realismus“. Restlos alle Kunst musste Propaganda für das Regime sein und sich zu diesem Zweck natürlich so weit wie notwendig von der Realität entfernen. Der sowjetische Aufklärer Alexander Below reist in „Schild und Schwert“ 1940 mit der Tarnidentität Johann Weiss in das Deutsche Reich ein. Mit seinem deutschen Freund Heinrich Schwarzkopf steigt er in der Wehrmacht auf und dringt als Meisterspion bis 1944 in die Führungszirkel der Abwehr ein. Die Deutschen im Film sind Schweine und Irre, der Held eine Lichtgestalt. In der vierten Klasse entschied sich Wladimir Putin für das Wahlfach Deutsch. Zu diesem Zeitpunkt war der kalte Krieg im vollen Gange und die Bundesrepublik war zwar ein wichtiges Ziel, aber längst nicht oberste Priorität. Putin hätte Englisch lernen können, um später als KGB-Agent auf Mission nach Großbritannien oder gar Amerika geschickt zu werden, aber er entschied sich bewusst für Deutsch. Wohl kaum aus Sympathien für Deutschland.

AlexBenesch
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7 Kommentare

  1. Es ist doch erstaunlich wie eindimensional immer wieder (absichtlich?) geschrieben wird.

    Sicherlich: Hinter Putin stehen noch mächtigere Leute als er selbst. Aber trotzdem werden Spitzenpositionen immer durch Leute besetzt, die ein gewisses Maß an Impulssteuerung haben. Oder anders gesagt: Der Vorgesetzte ist immer etwas besonnener als sein Untergebener.

    Deswegen fängt diese autobiographische Interpretation von Putibs Charakter kaum. Einer mit so viel Hass und Wut könnte kaum auch nur stellvertretender Vorsitzender in einem Kaninchenzüchterverein sein.

    Aber das ist wohl auch zu weit gedacht für hier…

  2. Naja, dieser Blog wird getragen von Antideutschen und Antieuropäern — lässt man mal GB, Polen und Balten weg. Oder neuerdings die unbekannte Ukraine

  3. Die Situation von Putins Familie ist recht deutlich, genauso wie Putins früher Karrierewunsch, als Agent die Deutschen fertig machen zu wollen. „Konstruiert“ ist hingegen das spätere Image Putins als Deutschenfreund.

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