Die Nachbetrachtung zur Impf-Pflicht in Deutschland

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Kommentar

Von Anfang an war klar in der Pandemie, dass viele Dinge gar nicht eindeutig juristisch geklärt sind und dass der Virus SARS-2 sich verändert und dass der einzelne Mensch unterschiedlich starken Schutz bekommt durch eine Impfung. Wäre es eine Seuche gewesen wie in Hollywood-Filmen, hätten alle möglichen Notstandsgesetze gegriffen in verschiedenen Ländern. SARS-2 war jedoch im Graubereich: Ohne Maßnahmen ging es nicht, aber das Recht stößt überall an seine Grenzen. Und der Durchschnittsbürger hatte vom Recht genauso wenig Ahnung wie von Virologie und Epidemiologie.

Stellen wir uns Max Mustermann vor: Übergewicht, über 50 Jahre alt, regelmäßiger Alkoholkonsum, keine sportliche Betätigung. Er infizierte sich unbemerkt oder ohne große Symptome dreimal mit COVID und erhielt dadurch Gefäß- und Organschäden. Irgendwann entschied er sich für die Impfung, aber die Schäden waren bereits da. Die Impfung löste in seinem ohnehin schwachen Immunsystem nicht viel Schutzwirkung aus. Er trug zu wenig Maske und hielt zu wenig Abstand. Trotz Warnhinweise, man solle vor, während und nach der Impfung auf Alkohol verzichten, trank er. Bekommt er nun einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, kann er dann die Pharmaindustrie verantwortlich machen? Nein. Ist er ein Impfschaden? Nein. Wäre er ohne Impfung besser gefahren? Nein.

In den USA starben bislang über 1 Million Menschen. Einige davon waren eben nicht 90-jährige, oder 80-jährige mit krassen Vorerkrankungen. Hätte ein Terroranschlag an einem Tag 10.000 Amerikaner getötet, wäre politisch die Hölle los gewesen. Aber bei einer Million Menschen wird von verschiedenen Seiten, vor allem Republicans, versucht, die Sache zu ignorieren. Auch das Interventionsparadox wird ignoriert: Während Masken und Abstand die Anzahl der Infektionen und wegen geringerer Viruslast die Schwere von Erkrankungen reduzierte, wurde Stimmung gemacht gegen Maßnahmen, weil nicht genügend Schaden in der Bevölkerung vorhanden sei.

In den USA und Deutschland sah man die gleiche Voll-Verweigerung von Aktivisten: Der Virus sei belanglos, aber Masken und Impfungen total schädlich. Im Nachhinein will man alles hernehmen, um diese Sicht zu bestätigen und alles ignorieren, was nicht gefällt.

Der MDR in Deutschland jammert aktuell über die begrenzte Impfpflicht in Deutschland in den Pflegeberufen, weil die Impfungen eben keinen perfekten Schutz bieten vor Ansteckung und Weiterverbreitung. Immerhin verhindert die Impfung aber sehr schwere Krankheitsverläufe und darüber hinaus musste Pflegepersonal ja auch andere Maßnahmen anwenden wie etwa Masken und andere Schutzkleidung. Bei Krankenpflegern und Ärzten, vor allem in den Notaufnahmen, ist es verheerend, wenn Leute genau dann krankheitsbedingt ausfallen, wenn sie am meisten gebraucht werden. Wenn in der Masse der Bevölkerung generell zu viele Menschen teure Covid-Behandlungen brauchen oder Dauerschäden davontragen und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist, ist das auch ein massiver Gesamtschaden. Je mehr Probleme mit Covid ein Land hat, umso stärker ist das Land in Gefahr, sobald ein weiteres Problem auftritt in Form eines weiteren Virus (Bioangriff?) oder eines Cyberangriffs.

Das begrenzte medizinische Personal in Deutschland gelangte schnell an seine Grenzen. Trotzdem meinte ein Teil der Bevölkerung, sich lieber dem Virus aussetzen zu wollen, als der Impfung. Gleichzeitig schimpften die Impf-Verweigerer, wenn sie selbst wegen anderer medizinischer Probleme lange warten mussten auf eine Behandlung. Wäre eine Cyber-Attacke auf dem Höhepunkt der Pandemie dazugekommen, wäre Deutschland ziemlich im Eimer gewesen. Im Nachhinein zu jammern wie der MDR über die Ungeimpften als „Sündenböcke der Pandemie“ bedeutet, dass die Journalisten die Gesamtsituation nicht verstehen, oder einfach die Impfverweigerer umgarnen möchten.

Mehrere Länder in Europa kamen mit den vielen Schwerkranken nicht mehr zurecht. In Russland ließ man viele einfach sterben und leugnete den Zusammenhang mit Covid. Hätte sich die Lage zugespitzt, wäre eine Triage unabwendbar gewesen. Wenn zwei oder fünf oder zehn Patienten dasselbe Bett, dieselben Ärzte und dasselbe Beatmungsgerät oder ECMO beanspruchen, kann nur einer den Zuschlag bekommen.

Die Trump-Regierung agitierte gegen Masken- und Abstandsregeln, weil man das im Wahlkampfjahr brauchte. Die Hoffnung war, dass schon nicht genügend Leute (vor allem die eigenen Republican-Wähler) wegsterben, bevor die Impfungen im großen Umfang verfügbar sind. Trump empfahl wiederholt die Impfung, aber seine eigene Fan-Klientel war da schon viel zu radikalisiert.

Der MDR bejammert nun also, dass die Covid-Impfungen nicht magisch jeden unverwundbar gemacht hätten gegenüber Covid und nicht-ansteckend gegenüber der Umgebung. Was ist aber mit den Immunsystemen der einzelnen Bürger, für die die Bürger weitestgehend selbst verantwortlich sind? Man kann nicht die Eigenverantwortung auf die Pharmaindustrie schieben, oder in Komplettverweigerung gehen, was Maßnahmen anbetrifft, weil die Impfung keine magische Wunderwaffe ist bei jeder einzelnen Person.

Übergewichtige Frauen haben laut einer neuen Studie mit größerer Wahrscheinlichkeit Symptome von Long Covid. Die Studie der University of East Anglia (UEA) zeigt, dass ein höherer Body-Mass-Index (BMI) mit der Erkrankung zusammenhängt.

„Es wird angenommen, dass etwas mehr als zwei Millionen Menschen in Großbritannien an Long Covid leiden, und es betrifft Menschen auf unterschiedliche Weise. Atemnot, Husten, Herzklopfen, Kopfschmerzen und starke Müdigkeit gehören zu den am weitesten verbreiteten Symptomen.“.

„Andere Symptome können Brustschmerzen oder Engegefühl, Gehirnnebel, Schlaflosigkeit, Schwindel, Gelenkschmerzen, Depressionen und Angstzustände, Tinnitus, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns sein.“

AlexBenesch
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