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Die Welt ist viel, viel komplizierter, als Aktivisten glauben

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Kommentar

Kürzlich meinte jemand in unserer Youtube-Kommentarsektion, bei dem Thema Klima käme es nur auf den Effekt des CO2 an auf unsere Athmosphäre. Alles andere sei nebensächlich und interessiert die Person nicht. In Wirklichkeit ist das Klima himmelschreiend kompliziert und unzählige Faktoren wirken darauf ein. Will man das Klima in einer Computersoftware simulieren, gibt es dabei schier unendlich viele Fehlerquellen. In einer Art dreidimensionalen mathematischen Gleichung können einzelne Ungenauigkeiten das Endergebnis verfälschen. Somit kann man nicht das Klima in 50 oder 100 Jahren vorausberechnen im Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Die kommentierende Person hasste Komplexität. Pure Verachtung.

Als ich mich monatelang schwerpunktmäßig in die Klimaforschung einarbeitete, konnte ich in vielen Studien von aktiven führenden Forschern sehen, was für Probleme und Ungenauigkeiten existierten. Wie die Forscher in ihren Teilgebieten die Datenberge nicht mehr überblicken konnten. Wie Programmierer völlig überfordert sind, Klimaforschung akkurat in Code zu übersetzen. Wie der militärisch-industrielle Komplex der Angloamerikaner die Klimaforschung von Anfang an dominiert hat. Klima-Aktivisten kennen sich gar nicht wirklich mit Klima aus. Die verlassen sich auf einfache Dogmen, wie etwa dass „97%“ aller Forscher sich sowieso einig seien. Die zugrundeliegenden Konsens-Studien haben sie meist überhaupt nicht gelesen und wissen gar nicht, wie schlecht die sind. Denn die Autoren scheiterten völlig an der Komplexität und machten sich mit billigen Tricks die Aufgabe möglichst einfach.

Wenn jemand sich nicht einwickeln lassen will von Klima-Aktivisten mit deren Klima-Koran (IPCC-Report plus Karl Marx) dann schalten die Aktivisten in ein ganz einfaches Feind-Denken um. Der Gegenüber sei bösartig oder dumm oder fahrlässig. In Wirklichkeit ist die politisch-wirtschaftliche Situation hyperkomplex, wenn man versuchen will, überall Emissionen zu reduzieren.

Klimaaktivismus hat längst die Eigenheiten einer Religion angenommen. In einem Aufwasch wollen Aktivisten nicht nur das Klima retten, sondern glich noch das Böse an sich überwinden, die Ausbeutung, die Unterdrückung von Frauen und Minderheiten und 100 weitere Dinge. In der Vergangenheit lag das Öko-Paradies, das man wiederherstellen möchte. Im Weg stehen teuflische Ungläubige.

Corona

Pandemien sind eine hyperkomplizierte Angelegenheit. SARS-2 und die Wirkungen im Körper sind kompliziert, Eindämmungsmaßnahmen sind kompliziert, die rechtliche Situation ist kompliziert. Und die Gesamt-Sicherheitslage ist kompliziert, weil ein Land während der Pandemie besonders verwundbar ist für Angriffe mit weiteren Erregern oder Cyber-Waffen.

Manche Leute sind so obrigkeitshörig, dass sie einfach nur das machen, was ihnen befohlen wird. Andere hören blind auf Influencer im Internet, die erzählen, die Pandemie sei in Wirklichkeit ganz, ganz einfach: Der Virus wäre harmlos und man müssen nun einfach alle Maßnahmen verweigern und herumbrüllen. Die Corona-Aktivisten hassen Komplexität. Pure Verachtung. Sie drohten mit dem Höllenfeuer der totalen „Corona-Diktatur“ und dem apokalyptischen Massensterben in Geimpften in biblischen Ausmaßen. Die Ungläubigen seien des Teufels.

Und wie bei jeder Religion, können immer wieder Kernaspekte von gestern fallengelassen werden. Es gibt keine Corona-Diktatur und kein Massensterben, also zählt man jetzt jeden, der stirbt oder Probleme hat, als Impfopfer. Wenn die Pandemie irgendwann überhaupt nicht interessiert, schwingt man einfach auf die nächste Krise um. Man braucht Corona dann gar nicht mehr.

Erzählt man einem Corona-Aktivisten, dass es viel gute Fachliteratur gibt, bekommt man zu hören, dass es nur praktische Bauernschläue braucht und Bücher nur Theorie wären. Dabei liefern Fachautoren auf ein paar hundert Seiten die wichtigsten Erkenntnisse aus Jahren und Jahrzehnten an praktischen Erfahrungen mit der Materie.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie die Pandemie zustandegekommen war. In alle diese Richtungen musste ermittelt werden. Aber die Aktivisten wollten nur die eine Schiene fahren; die Pandemie sei fake.

Ukraine-Krieg

Influencer erzählten bis zur Ukraine-Invasion felsenfest, dass es keine Invasion geben wird. Dann erzählten sie, dass die Ukraine schuld sei, hinter der die USA stünden, hinter denen wiederum die Windmühlen von Zion stünden. Damit sei alles erklärt. Jeder Gegner der USA (es sei denn ein Republican hockt im Weißen Haus) sei automatisch der Gute, den man unterstützen müsse. Russland sei das Opfer.

In Wirklichkeit sind die Supermächte und ihre Beziehung zueinander hyperkompliziert. Man muss die letzten rund 300 Jahre an Geschichte verstehen, und dann auch noch die geheimdienstliche Ebene aufwändig rekonstruieren. Man muss immer die Möglichkeit im Hinterkopf behalten, dass man es mit einem heimlichen Kartell der Supermächte zu tun hat.

AlexBenesch
AlexBenesch
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