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Die Konditionierung der Influencer

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Kommentar

Als Influencer braucht man etwas zu erzählen (Content) und die Infrastruktur, um den Content an das Publikum heranzutragen. Wirklich originellen, professionellen eigenen Content zu produzieren, ist den Influencern zu schwierig, denn dafür bräuchte man Jahre an Bildung und man müsste sich in jeden neuen Fall reinarbeiten, über den man berichtet. Auch die Bereitstellung und Wartung von Technik ist aufwändig und muss gelernt werden.

Im Internetzeitalter wurde den Influencern beide Aufgaben abgenommen: (Grob fehlerhaften) Content kann man kostenlos im Netz finden und kopieren. Und Social Media-Firmen übernehmen die Technik. Man braucht absolut null Bildung, null Fähigkeiten und null echte Mühe, um ein Influencer zu sein.

Internet-Influencer wurden durch Belohnungen (Geld, Aufmerksamkeit, Status) darauf konditioniert, immer krasseren Unsinn zu posten. So konnte man sie dann hinterher leicht auf Social Media abstrafen wegen Verletzung der Nutzungsbedingungen. Größere Influencer in den USA sind deshalb noch stärker abhängig geworden von einflussreichen Gönnern wie den Kochs und Mercers, die natürlich null Interesse daran haben, wirklich etwas zu verändern. Es geht nur um das Gleichgewicht der Republicans und Democrats.

Andere Influencer suchen noch stärker die Hilfe der Russen und müssen sich bald registrieren als Vertreter ausländischer Interessen. Verschärft sich der Ost-West-Konflikt, sind sie Freiwild. Wieder andere Influencer gehen pleite, oder müssen das radikale Segment ihres Publikums bedienen, verlieren aber an Status und sind völlig austauschbar. Ihr Ruf ist ruiniert und die Echokammer ist eine Sackgasse.

Influencer halten sich für beliebt, aber sie sind dem Publikum eigentlich völlig egal. Es geht nur darum, dass sie die gewünschten Talking Points abliefern. Liefern sie nicht mehr wie gewünscht, werden sie fallengelassen wie eine heiße Kartoffel.

Sicherlich besitzen Social Media-Giganten eine markbeherrschende Dominanz, aber viele Influencer, die nun gelöscht wurden, haben dieses Monster tatkräftig mitaufgebaut und sich jahrelang keine Mühe gegeben, richtige Webseiten und eigene Videoplattformen aufzubauen.

Das Geschäftsmodell vieler Influencer basierte im Wesentlichen auf Social Media, denn nur dort wurden sie kostenlos gehostet, nur dort brauchten sie keinen Aufwand betreiben mit Software und Server-Wartung, nur dort wurde man kostenlos an neue Nutzer beworben und dort konnte man auch durch gekaufte Klicks und Fake-Abonnenten seinen Status aus Sicht des Publikums erhöhen.

Nach über einem Jahr Pandemie erreichten Querdenker-Parteien 1% bei Wahlen und haben nur rund 15.000 Mitglieder. Dabei wurden doch Querdenker-Videos hunderttausende Male geklickt und es wurde die absurde Behauptung aufgestellt, es seien 1,3 Millionen Menschen zu einer Demo gekommen. Erstens verfängt sich der Corona-Aktivismus nicht und zweitens ist der Versuch ohnehin sinnlos, die Pandemie wegzureden.

Egal wie viele Fehler Influencer machen, egal wie gering ihre Bildung ist, egal wie sie sich in Trends verrannt haben, sie sind nie Schuld an der Misere. Sondern die Zweifler, die Kritiker und die Desinteressierten. Wenn ich kein Bhakdi nachplappernder Keller-Nazi bin, der glaubt, man könne sich den roten Teppich und die Rundumversorgung durch Social Media-Giganten wieder herbeimaulen und alles erreichen durch das Aufhetzen eines Tasten-Mobs im Netz, gelte ich als systemtreuer Mitläufer.

Der grundlegende Irrtum vieler Aktivisten ist, dass sie denken, der Standard-Aktivismus sei in irgendeiner Weise eine Gefahr für die Oberschicht. Das ist er aber nicht. Die wollen ja ein Sammelbecken für Unzufriedene. Man hat alles getan, um das Sammelbecken anwachsen zu lassen und nun wird es wieder begrenzt. Die werden auch nicht das Sammelbecken komplett wegzensieren. Im Gegenteil. Das soll weiterlaufen. Die Influencer erklären umgekehrt, dass sie gefühlt 85% der Bevölkerung nicht mögen und die Menschen im Publikum fangen an, sich selber zu zensieren bei ihren Informationsquellen. Dann sieht man, wie Agitprop-Hobby-Ché-Guevara-Aktivisten herumgehen wie die Taliban, und mir befehlen wollen, was ich zu tun hätte. Wenn sie könnten, würden sie mich wegzensieren.

Das Establishment hat sich die letzten 20 Jahre alle Mühe gegeben, um es so einfach und billig wie möglich zu machen, Aktivismus zu betreiben oder sich sogar hauptberuflich als Influencer zu betätigen: Die Internet-Infastruktur, Social Media, billige Kamera- und Audiotechnik usw. 
Den Standard-Content kann man sich kostenlos im Netz zusammenklauben und kopieren; eine richtige Webseite oder eigene Videoplattform brauchte man auch nicht. Einfach irgendwo Nutzerkonten kostenlos anlegen und los geht’s. Und genau das war die Falle. Anstatt Aktivismus und wertvolle Informationen zu verbieten, hat man dafür gesorgt, dass ein Ozean aus vereinheitlichtem ideologischem Müll im Netz 24 Stunden am Tag in die Köpfe der Leute gedröhnt wird. Das Publikum braucht nicht mehr selber denken, keine Bücher lesen und nicht mal Artikel lesen. Zuhören und zuschauen reichte den Leuten aus. Es überrascht nicht, dass Zivilschutz in „alternativen“ Medien praktisch keine Rolle spielt, denn durch Zivilschutz bekämen die Menschen sofort und direkt mehr Kontrolle. Stattdessen wird den Leuten versprochen, wenn sie sich an Klick-Aktivismus beteiligen und den Influencern Geld spenden, spränge mehr Kontrolle für die Leute heraus. Aber dies ist eine Illusion. Macht Youtube jemandes Kanal dicht, kann derjenige einpacken. All das Geschrei nützt nichts. Es kommen keine Millionen Deutsche auf die Straßen wegen „alternativen“ Influencern und ihrer Standard-Message. Und erst recht nicht bekommen wir mehr Kontrolle durch Fox News oder deutsche Atlantiker-Zirkel, die zum Teil um dasselbe Publikum buhlen.
Meinungen sind wertlos. Es braucht echte Bildung, Skills und physische Güter. 

AlexBenesch
AlexBenesch
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