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Pharmaindustrie will mit neuen Studien Todesstoß für Vitaminpräparate

Datum:

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Alexander Benesch

„Der Fall ist abgeschlossen“ heißt es. „Genug ist genug“. Der SPIEGEL tönt: „Das Ende der Vitaminpille.“ Neue Studien mit riesigem Umfang und miderabler Qualität in den „Annals of Internal Medicine“ sollen wie üblich zugunsten der Pharmaindustrie und der Ärzteschaft ein Verbot hochdosierter Präparate und ein Verbot von Werbebotschaften begründen. Der Knackpunkt hinter den Auswertungen von hunderttausenden Krankenakten:

„Die in den Studien verwendeten Supplementkonzentrationen durften die vom U.S. Food and Nutrition Board vorgegebenen Grenzwerte nicht überschreiten.“

Billige synthetische Präparate aus dem Supermakt, die unterhalb der staatlichen „Empfehlungen“ dosiert sind, bringen natürlich nicht viel. Rund die Hälfte der handelsüblichen Medikamente sind praktisch ohne Nutzen, alle haben sie Nebenwirkungen. Pharma-Firmen wie GlaxoSmithKline (GSK) wurden bereits wegen mehrfachen Verbrechen vom US-Justizministerium verurteilt. In China wurde der Konzern soeben erst wieder erwischt. Wie können Pharmafirmen Vitaminstudien fälschen um die Profite ihrer Medikamente zu vergrößern?

1) Sterbenskranke Versuchspersonen

Man macht im Ernst Vitaminstudien an Leuten, die fast schon tot sind. Kurz vor dem Ende gibt man ihnen beispielsweise Vitamin E. Wenn die Leute sterben, schiebt man es auf die Vitamine, weil eine Vergleichsgruppe aus Zufall ein wenig länger lebte. Viele Studien funktionieren fast ausschließlich mit Fragebögen, die per Post verschickt werden. Alle Versuchsteilnehmer von Anfang an physisch zu untersuchen wäre meist zu teuer. Leute kreuzen dann einfach auf dem Papier an, dass sie vier bis sieben mal die Woche irgendwelche Vitaminpillen aus dem Supermarkt mit Kaffee runterspülen…

2) Künstliche Vitamine schlechter Qualität von Pharmafirmen

Statt qualitativem Fishöl oder Vitamin E holen sich Forscher den schlechtesten synthetischen Müll den sie finden können und nennen es einfach „Vitamin E“. Von einem einzigen Vitamin gibt es viele unterschiedliche natürliche und künstliche Varianten, darüberhinaus noch mehrere Verabreichungsmethoden. Ironischerweise in den Vitamin- und Mineralstoffpräparaten von Pharmafirmen finden sich Schwermetalle wie Arsen, Blei und Cadmium. Das Ursprungsland der Substanzen wird praktisch nie offiziell angegeben, weil es sich um China handelt. Der Klassiker schlechthin ist es, auch noch viel zu niedrige Dosen zu verwenden die keine Wirkung haben können. Werden die Versuchskandidaten krank vom Rauchen und Trinken, schlussfolgert man dass die Vitamine die Gesundheit nicht verbessern.

3) Leute deren Gesundheit sich verbessert, fliegen aus der Studie

Falls echte Vitamine für diese Studien verwendet werden (was eine Seltenheit ist), treten oft gesundheitliche Verbesserungen auf. Folglich entfernt man diese Versuchspersonen aus der Studie und „formt die Daten“ zu dem gewünschten Resultat. Es ist wirklich kinderleicht: Man löscht den Eintrag der Person aus der Datenbank oder der Excel-Datei. Blip, weg.

4) Alle Daten komplett erfinden

Warum sich die Mühe machen, überhaupt Leute für eine Studie zu beobachten? Pharmafirmen wurden oft dabei erwischt, einfach alles zu erfinden. Dr. Scott Reuben war ein Superstar in der Pharmawelt, nahm Geld von Pfizer und anderen Firmen, und fabrizierte dann dutzende Studien die in „geprüften“ Medizinpublikationen veröffentlicht wurden. Die Zeitschriften bekommen natürlich Geld für Werbeanzeigen der Pharmafirmen.

5) Vitamine gleichzeitig mit Pharmazeutika geben

Neben Vitaminen nehmen Studienteilnehmer auch riskante Medikamente. Gibt es Probleme, erklärt man die Vitamine für schuld.

6) Psychospielchen

Viele sogenannte Doppel-Blind-Studien sind in Wirklichkeit keine. Die Forscher wissen, wer was bekommt und manchmal sagen sie es auch den Versuchspersonen die dann den Placeboeffekt oder den Nocebo-Effekt erleben. Außerdem: Wer eiß dass er Vitamine nimmt, lebt ansonsten vielleicht riskanter im Glauben, geschützt zu sein.

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