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Warum bisher jedes Gesellschaftssystem versagt hat – Teil 2

Datum:

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Alexander Benesch

Kommentierte Auszüge aus Politische Ponerologie – die Wissenschaft über das Böse, eines der bedeutendsten Bücher die je geschrieben wurden, heimlich und unter Lebensgefahr im sowjetisch kontrollierten Polen

In den allermeisten Fällen sind nur wenige Prozent einer Bevölkerung pathologisch. Diese Leute dürfen auf keinen Fall Richterämter, Polizeiämter oder politische Ämter übernehmen. Aber dies reicht auch in den wirtschaftlichen und erst recht in den privaten, zwischenmenschlichen Bereich hinein: Frauen lesen inzwischen zum Glück Checklisten, mit denen sie beim ersten Date die Warnzeichen erkennen, dass sich hinter dem charismatischen Gegenüber totaler manipulativer Abschaum verbirgt. Diesen Frauen kann man keine Herrenmenschen-Mentalität vorwerfen nur weil sie verhindern wollen, in eine gefährliche Beziehung des Missbrauchs hineinzurutschen. Wir brauchen kein Mitleid haben mit kaputten Frauenschlägern.

Laien bekommen oft den falschen Eindruck, dass pathologische Personen außerordentliche Talente und Anziehungskraft hätten. Ein besonders gelungenes aktuelles Video auf Youtube verdeutlicht die Unfähigkeit, bedrohliche Menschen früh zu erkennen: Ein normaler, sympathischer Mann blitzt in einer Bar bei den Frauen ab. Ein teuer gekleideter attraktiver Mann jedoch landet sofort, und das obwohl er intime Details der Frau kennt was klar darauf hindeutet, dass er ein verrückter Stalker ist. Der abgeblitzte Mann versucht noch zu warnen, bekommt aber eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht!

Politische und religiöse Führer haben noch viel mehr Attraktivität. Die Hyperakivität von pathologischen Menschen kommt aus dem Antrieb heraus, das Gefühl eines Mangels zu kompensieren. Redekünstler sind generell Träger von verschiedenen pathologischen Faktoren. Sie beherrschen außerordentlich gut die verschiedenen Formen der Pseudoargumentation und Agitation.

Diese fließen so reichlich aus dem Geist und dem Mund des Redekünstlers, dass sie den Verstand des durchschnittlichen Menschen überfluten. Alles wird der überkompensierenden Überzeugung des Redekünstlers untergeordnet, dass er außergewöhnlich sei, manchmal sogar messianisch. Aus dieser Überzeugung entsteht eine Ideologie, die teilweise richtig ist und deren Werte vorgeblich überlegen sind. Wir erkennen doch, dass es nichts anderes ist, als ein Mittel zur Selbstgefälligkeit, für die Verdrängung quälender selbstkritischer Gedanken.

Redekünstler sind große Optimisten und hegen Visionen zukünftiger Triumphe. Auch Optimismus kann ein pathologisches System sein. Solch ein Individuum fischt sich eine Umgebung oder eine Gesellschaftsschicht heraus, die für ihren Einfluss zugänglich ist und vergrößert deren psychologische Schwächen, bis sie schließlich in eine ponerogene Einheit zusammenwachsen.

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In unserer heutigen Welt sind nicht mehr die flammenden Redekünstler dominant, sondern die Säusler. Angela Merkel, Barack Obama und Vladimir Putin sind weder besonders schnell oder laut oder emotional. Stattdessen sind sie hypnotisch. Sie strahlen die elternhafte stoische Ruhe und Souveränität aus, nach der sich die jeweilige Klientel sehnt. Dabei ist die Masse gar nicht einmal „dumm“ im klasssichen Sinne:

Es ist ein kennzeichnendes Phänomen, dass ein hoher Intelligenzquotient gewöhnlich einem Menschen nur eine mäßg höhere Immunität gegen die Aktivitäten eines Redekünstlers verleiht. Der entscheidende Faktor bei der Bildung einer kritischen Einstellung ist eine gute Grundintelligenz, die unsere Wahrnehmung der psychologischen Realität konditioniert. Ein Phänomen, das allen ponerogenen Gruppen und Verenigungen gemein ist, ist der Verlust der Fähigkeit ihrer Mitglieder, pathologische Individuen als solche wahrzunehmen.

Die Anhänger von völlig offensichtlich bösartigen bzw. irreführenden und verlogenen Individuen können es schlicht nicht fassen, dass jemand es wagt, ihre geliebte Lichtgestalt zu kritisieren und reagieren ihrerseits mit Unverständnis und Aggression. Es ist, als fehlten ihnen Sinnesorgane.

Khomeini versprach den Menschen einen gemäßigten, modernen Islam und weitestgehende Freiheit. Bekommen haben die Menschen hingegen eine Terrorherrschaft. Praktisch niemand hielt es für nötig, vor der Revolution genau hinzusehen, was für ein Mensch er eigentlich war und welche Schriften er NICHT einer breiteren Öffentlichkeit offenbarte. Heute erwarten die Unzufriedenen und Getretenen in den westlichen Nationen ihr Heil ausgerechnet von tyrannischen Supermächten wie China und Russland, deren Geschichte und Kultur sie gar nicht kennen und verstehen. Felix Dserschinski, der Gründer der Geheimpolizei Tscheka in Russland, schrieb 1913:

„Ich habe einen unerschütterlichen Glauben an die Menschen. Die Umstände werden sich verändern, die Vorherrschaft des Bösen wird vergehen und die Menschen werden zueinander wie Brüder sein, nicht wie Wölfe, wie es heute der Fall ist. Meine Geduld stammt nicht aus meiner Einbildung, sie kommt aus einer klaren Vision über die Ursache allen Bösens.“

Eine ganz typisch dekadente Entwicklung ist die Verbreitung von realitätsfremder Esoterik: Wenn Menschen anfangen zu glauben, dass natürliche und wichtige menschliche Emotionen und Gedanken aus den Kategorien Sorgen, Furcht und kämpferische Wut direkt dazu führen, dass das Böse auf der Welt durch magische Gesetze genährt wird, bereitet man den Boden für den Niedergang. Paradoxerweise führt dann die Ideologie von „universeller Liebe“ zu mehr Terror. Für gewöhnlich weisen die Gurus diverse Pathologien auf.

Wie konnte es geschehen, dass die deutsche Nation einen clown-haften Psychopathen als Anführer wählte, der aus seinen pathologischen Visionen einer Herrschaft der Herrenrasse keinen Hehl machte? Einen Mann, dessen psychologischer Zustand den allgemeinen Kriterien entsprach, die bei einem Durchschnittsbürger für eine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt gereichen? Auch den Russen passierte dies:

Stalins Pathologie entwickelte sich vor dem Hintergrund einer perinatalen Verletzung seiner präfrontalen Hirnrinde. Literatur und Nachrichten über ihn strotzen nur so vor Anzeichen: Brutal, charismatisch, betörend, treffen von unabänderlichen Entscheidungen, unmenschlich rücksichtslos, pathologische Rachsucht, die auf jeden gerichtet war der sich ihm in den Weg stellte, ein egoistischer Glaube an sein eigenes Genie, obwohl sein Geist tatsächlich nur durchschnittlich ausgeprägt war. Dieser Zustand erklärt sehr gut seine psychologische Abhängigkeit von einem Psychopathen wie Beria.

Menschen die mit gefährlichen Medikamenten behandelt wurden, neigen fortschreitend zu einem Verlust ihrer emotionalen Färbung und ihrer Fähigkeit, eine psychologische Situation intuitiv einschätzen zu können. Sie werden gegenüber den Gefühlen anderer Menschen und dem Leid, das sie ihnen antun, gleichgültig. Jede Kritik an ihrer Person oder ihrem Verhalten wird mit Rache vergolten. Könnte dies im Fall des Schahs von Persien ein Faktor gewesen sein? Resultate, die diesem psychologischen Bild ähneln, können durch endogene Toxine oder Viren hervorgerufen werden.

Ein verbessertes soziales System der Zukunft sollte deshalb Menschen und Gesellschaften schützen, indem es Personen, die Symptome wie die angesprochenen Abweichungen aufweisen, daran hindert, an irgendwelchen gesellschaftlichen Funktionen teilzunehmen, bei denen das Schicksal anderer Menschen vom Verhalten der Ausübenden abhängt. Dies betrifft natürlich in erster Linie wichtige Regierungspositionen.

Psychiater der alten Schule bezeichneten solche Menschen gewöhnlich als Leute, die menschlichen Gefühlen und sozio-moralischen Werten gegenüber „farbenblind“ sind. Der Psychopath denkt, dass Gewohnheiten und Prinzipien des Anstands eine fremde Übereinkunft sind, die dumm, lästig und manchmal auch lächerlich ist, und von irgendwem („wahrscheinlich Priestern“) erfunden und aufgenötigt wird.

Sie lernen bereits in der frühen Kindheit, sich gegenseitig in einer Menschenmenge zu erkennen und sie entwickeln ein Bewusstsein von der Existenz ähnlich gelagerter Menschen. Sie sind sich auch darüber im Klaren, dass sie anders als die Menschen um sie herum simd. Sie werden zu Experten unserer Schwächen.

Eine detaillierte Analyse der Persönlichkeit eines durchschnittlichen normalen Menschen zeigt fast bei nahezu jeder Persönlichkeit Umstände und Schwierigkeiten, die durch die Wirkung der einen oder anderen Art von pathologischen Faktoren verursacht wurden. Oft ist der gesunde Menschenverstand im Allgemeinen ausreichend, die Auswirkungen zu korrigieren. Wenn der pathologische Faktor jedoch unergründlich bleibt, scheint dieser Mensch dann manchmal ein lebenslanger Sklave der Vorstellungen und Verhaltensmuster, die unter dem Einfluss pathologischer Individuen entstanden. Solche Dinge sollten allen Menschen gelehrt werden, um eine autopädagogische Selbstüberwachung zu erleichtern.

AlexBenesch
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