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November, 27

CORRECTIV feiert sich für flaue Ermittlungen zur Gazprom-Lobby in Deutschlands Politik

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Jürgen Roth veröffentlichte vor über 10 Jahren sein Buch „Gazprom – Das unheimliche Imperium“ ohne dass es groß zur Kenntnis genommen wurde, abgesehen von den üblichen Beschwerden per Anwalt von pro-russischen Figuren, die in der Recherche genannt wurden.

Da war die Krim noch nicht erobert worden. Es gab immer noch von den großen Parteien und Medien Gerede, man könne doch zwischen der EU und Russland eine Wirtschaftsunion bilden und auch den Bereich Sicherheit gemeinsam angehen. Jetzt, wo das Kind längst in den Brunnen gefallen ist, kommen die Schlaumeier aus den Löchern gekrochen. Genauer gesagt durften jetzt die Herren und Damen von Correctiv, die sich normalerweise damit begnügen, offensichtlichen Schwurbel-Quatsch aus dem Netz zu widerlegen, der hohen Politik nachstellen. Mit Samthandschuhen versteht sich. Man zählt auf, welche CDU- und SPD-Mitglieder auf welchen Veranstaltungen die Hände geschüttelt hatten, die mit den Pipelines und Gasverkäufen zu tun hatten.

Gegründet wurde Correctiv mit Geld von der Brost-Stiftung, die aus dem Vermögen der Milliardärin Anneliese Brost entsprungen war. Weitere Finanzierung kam durch Omidyar, Google, Open Society Foundations, Deutsche Telekom, Bundeszentrale für politische Bildung, Facebook usw.

Dementsprechend lässt man in der Reportage die alles entscheidenden geheimdienstliche Ebene einfach komplett weg und vermeidet insbesondere das Thema der Geheimverhandlungen zwischen Washington und Moskau aus den 1980er Jahren. Deutschland setzte in den 1970er Jahren noch nicht so viele auf Gas und bezog gerade einmal 14% des Gasbedarfs aus der Sowjetunion. Eine neue Pipeline sollte diese Quote auf 29% hochschrauben bei gleichzeitig steigender Nutzung durch die deutsche Industrie. Die Reagan-Regierung war erbost, da die Geheimdienste einen steigenden politischen Einfluss Moskaus aufkommen sah und immer die Drohung existieren würde, die Gaslieferungen einzustellen. Das entsprechende Geheimdienst-Memo von 1981 kann man heute lesen. Magischerweise gab Washington in genau jenem Zeitraum seine Opposition zur neuen Pipeline auf, als die Geheimverhandlungen liefen über die Zukunft der UdSSR.

Schaffte es die großzügig finanzierten Leute bei CORRECTIV nicht, das Memo zu lesen und entsprechend zu interpretieren? All die genannten Politiker aus der Russengaslobby könnten im Ernstfall immer darauf verweisen, dass sie für ihr Verhalten von Washington grünes Licht bekommen hatten.

An einem bestimmten Punkt im NY-Times-Interview vor wenigen Monaten schien Ex-Kanzler Schröder nach großzügigem Konsum von Weißwein, etwas durchscheinen zu lassen, dass die internationale Geheimdiplomatie berührt:

„Unter anderem diese Geschichte – das frühe Gasleitungsgeschäft mit der Sowjetunion, der Versuch, einen Kompromiss mit der Sowjetunion zu finden – war die Grundlage dafür, dass die Russen sagen konnten: ‚Okay, mit diesem Deutschland können wir die Wiedervereinigung wagen ,’“, sagte Herr Schröder.

Der Staatsminister Philipp Jenninger, der im Bonner Bundeskanzleramt in den frühen 80er Jahren diente, erklärte:

„Ich gehe fest davon aus, daß die DDR ihre Schritte in Richtung Westen, in Richtung Bundesrepublik, mit der sowjetischen Regierung abgestimmt hat. Im Warschauer Pakt macht die Sowjetunion jetzt offensichtlich Politik nach dem Motto: Seid alle ruhig! Jetzt reden wir mit den Vereinigten Staaten, stört diese Gespräche nicht, die auf der Ebene der Großmächte stattfinden.“

CORRECTIV deutet mit dem Finger also konsequent nicht auf Washington. Stattdessen meckert man über das Geflecht aus immer gleich klingenden Organisationen wie die „Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz“ oder das „Deutsch-Russische Rohstoff-Forum“ mit illustren Figuren wie dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), oder die Gesprächsrunde der „deutsch-russischen Zukunftsforen.“

Die Vereine und Foren täuschen eine Fülle an engagierten Personen vor. In Wahrheit treffen sich immer wieder dieselben Interessenvertreter und Politiker.

In einer separaten VNG-Stiftung wirkte auch der frühere SPD-Politiker Matthias Platzeck mit. Im VNG-Aufsichtsrat saß über fünf Jahre Matthias Warnig, der ehemalige Stasi-Funktionär über den Jürgen Roth schon vor über 10 Jahren ausführlich berichtet hatte. Im Ostinstitut e.V. war Ex-SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement unterwegs. Schwesig bekam auf einer Veranstaltung im Auswärtigen Amt in Berlin, zu der das Deutsch-Russische Forum eingeladen hatte, von dem russische Außenminister Sergej Lawrow vor 900 Gästen eine Auszeichnung.

Jeder Amateur hätte wissen müssen, dass Glasnost und Perestroika nur Mittel zum Zweck waren für eine Transformation des russischen Imperiums.

Die von CORRECTIV genannte Adenauer-Stiftung, die laut Satzung „unmittelbar gemeinnützige Zwecke“ auf christlich-demokratischer Grundlage verfolgt, zeigte schon früher Nähe zu Putin-Vertretern.

Bei Armin Laschet, dem CDU-Kanzlerkandidaten war aufgefallen, dass er ungewöhnlich schlaff reagierte auf russische Provokationen. Kurz nach der Krimkrise warnte er vor einem „marktgängigen Anti-Putin-Populismus“. „Die Dämonisierung Putins“, sei „keine Politik, sondern ein Alibi für ihre Abwesenheit“. Beim Fall Nawalny blieb Laschet kurz angebunden. Er ist für die Nord Stream 2 Pipeline. Erst spät forderte er ein Ende der Krim-Besetzung. Es überrascht nicht, dass die neurechten Pro-Russland-Medien auffällig zurückhaltend blieben nach seiner Ernennung zum Kanzlerkandidaten durch den CDU-Vorstand. Laschet nahm auch weiterhin Teil an Jahresversammlungen des Deutsch-Russischen Forums.

Das Deutsch-Russische Forum ist ein „gemeinnütziger Verein“, gegründet von Alexandra Gräfin Lambsdorff, geboren Alexandra von Quistorp. Die älteste Schwester Maria war mit dem Raktenforscher Wernher von Braun verheiratet. 1975 heiratete sie den Politiker Otto Graf Lambsdorff aus dem Uradel. Mehrere direkte Vorfahren dienten in hohen Posten unter den russischen Zaren aus dem Welfen-Adel, die praktisch dieselbe Familie waren wie der britische Thron

Eine russische Zeitung schreibt über Laschet:

Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Europaparlaments vor zwanzig Jahren, empfand er viel Sympathie für das Konzept eines gemeinsamen Raumes von Lissabon bis Wladiwostok. Schon damals nahm er aktiv an Konferenzen mit Russen teil.

Laschets Karriere kam zustande durch elitäre und oftmals auch katholische Seilschaften. Anscheinend wird der Plan eines Eurasien weitergetrieben. Adenauer und Strauß von der CDU/CSU waren einst in dem Geheimclub „Le Cercle“ der sich dem Antikommunismus verpflichtet hatte. Heute könnten solche Clubs predigen, eine Annäherung an Russland sei Antikommunismus.

Das Internetportal der katholischen Kirche berichtete 2016 über das historische Treffen zwischen dem katholischen Papst und dem russisch-orthodoxen Patriarch:

Nach seiner historischen ersten Begegnung mit dem Papst hält der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. eine Vereinigung seiner Kirche mit der katholischen Kirche erst in ferner Zukunft für möglich. „Wenn es zu einer Wiedervereinigung (der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche) kommen würde, wäre das ein Wunder Gottes, falls wir es einmal erleben“, sagte Kyrill I. nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti am Wochenende im brasilianischen Sao Paulo. „Ich habe keine Zuversicht, dass ich sie erleben werde. Aber vielleicht wird sie irgendjemand einmal erleben.“

Es war die erste Begegnung der Kirchenoberhäupter aus Moskau und Rom seit der Entstehung des Moskauer Patriarchates im 15./16. Jahrhundert.

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