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UdSSR 2.0: Nordkorea könnte 100.000 Soldaten und Arbeiter in die Ukraine entsenden

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Es scheint sich nichts wirklich geändert zu haben: Russland wird kontrolliert von alteingesessenen KGB-Agenten, überfällt einen Nachbarstaat und ist bereit, aus dem gesamten ehemaligen kommunistischen Territorium Truppen und Arbeiter hin und herzubewegen.

Nordkorea hat „angeboten“, 100.000 Soldaten zu entsenden, um Russlands Invasionsversuch in der Ukraine zu unterstützen, wurde nun im russischen Staatsfernsehen behauptet vom russischen Verteidigungsexperten Igor Korotchenko.

„Es gibt Berichte, dass 100.000 nordkoreanische Freiwillige bereit sind, zu kommen und sich an dem Konflikt zu beteiligen“,

sagte Korotchenko auf dem russischen Channel One. Der Großvater des derzeitigen Diktators war noch persönlich vom sowjetischen Geheimdienstchef Beria direkt an Stalin als Marionette empfohlen worden und benötigte Sprachkurse in koreanisch, weil er die meiste Zeit als Kämpfer von chinesischen Guerillas ausgebildet worden war, die ihrerseits russisches Training erhalten hatten. Viele Staaten wurden ganz offen sowjetisiert, wie etwa in Osteuropa. In Asien allerdings wurde der Eindruck erweckt, Nordkorea und China seien irgendwie eigenständig. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Moskau nach wie vor die Fäden zieht.


Korotchenko interessierte sich besonders für die Erfahrung der Nordkoreaner mit Artillerie, die sich nutzen ließe in der Ukraine. Er benutzte sogar explizit ein kommunistisches Framing:

„Wenn Nordkorea den Wunsch äußert, seiner internationalen Pflicht zum Kampf gegen den ukrainischen Faschismus nachzukommen, sollten wir es zulassen.“

Praktisch nicht zu unterscheiden von den alten Tagen der Sowjetunion. Laut dem in New York ansässigen Council for Foreign Relations ist Nordkoreas Militär mit fast 1,3 Millionen aktiven Soldaten das viertgrößte der Welt. Weitere 600.000 dienen als Reservesoldaten. Verteidigungsexperten sagen, dass Nordkorea mit alternder Ausrüstung und Technologie arbeitet, aber man kann sich vorstellen, dass 100.000 frische Soldaten eine Wende bringen könnten für Russlands Invasion der Ukraine. Gegebenenfalls schiebt Nordkorea weitere 150.000 Soldaten nach. Wir hätten also nach vielen Jahrzehnten nicht mehr nur einen neuen Krieg in Europa, sondern einen richtiggehenden Überfall durch eindeutig kommunistische Truppen. Je mehr Soldaten Nordkorea liefert (auf Russlands Befehl hin) umso mehr könnte dies eine Bedrohung aufbauen für Polen, das Baltikum und die neuen NATO-Mitglieder Finnland und Schweden.

Wladimir Putin hat bisher vermieden, eine Massenmobilisierung in Russland anzuordnen, um viele neue Soldaten ins Feld schicken zu können. Jahrelang wurde die Schwäche des russischen Militärs als Basis für die Annahme verwendet, dass von Russland keine größeren Eroberungen zu erwarten sind. Aber hatte man die ganze Zeit knapp 2 Millionen nordkoreanische Truppen in der Hinterhand, bereit auf Abruf? War von Anfang an einkalkuliert, dass die russischen Truppen für sich genommen stecken bleiben werden?

Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die Russen ein Bündnis mit China offen zugeben. Momentan wäre dies strategisch unklug und stattdessen kann man Nordkorea benutzen.

Letzten Monat sagte der britische Spionage-Chef Richard Moore, er glaube, dass Russlands Kriegsanstrengungen „im Begriff seien, an Kraft zu verlieren“.

„Unserer Einschätzung nach wird es für die Russen in den nächsten Wochen zunehmend schwieriger, Arbeitskräfte [und] Material bereitzustellen“,

sagte der MI6-Chef während einer Q-and-A-Runde im Aspen Security Forum in Colorado. Was genau hatten er und seine Kollegen von anderen NATO-Geheimdiensten vorab geschätzt über Russlands Koordination mit Nordkorea? Was wusste der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und was wurde der hohen deutschen Politik erzählt? Aus durchgesickerten Geheimberichten ist ersichtlich, dass man Gazprom und ähnlichen russischen Firmen nicht wirklich trauen konnte. Man erwartet jetzt nicht, dass ausgerechnet der BND über Top-Quellen in Nordkorea verfügt, eines der schwierigsten Orte der Welt für Spione. Aber es war den Analysten in Pullach durchaus zuzutrauen, im klimatisierten Büro logisch zu erschließen, dass Russland womöglich Nordkorea steuert und mit den 2 Millionen Soldaten dort kalkuliert.

Die Bereitschaft Russlands, bei den Beziehungen zwischen Nordkorea und den „abtrünnigen Teilrepubliken“ der Ukraine (gemeint sind eroberte Gebiete) zu helfen, wurde vom russischen Botschafter in Nordkorea, Alexander Matsegora, zum Ausdruck gebracht, der gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS erklärte:

„Soweit ich weiß, haben die in Russland akkreditierten Kollegen der Botschaften der DVR und der LPR ausgezeichnete Geschäftsbeziehungen miteinander aufgebaut und arbeiten aktiv an der bilateralen und trilateralen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen in Kontakten miteinander“.

Der Botschafter erklärte auch, dass „die Frage der Organisation der Ströme koreanischer Arbeitsmigration in den Donbass zur Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur in der alleinigen Verantwortung von Donezk, Luhansk und Pjöngjang liegt. Man leugnet also die wahrscheinliche Koordination durch Russland.

„Arbeitskräfte für den Wiederaufbau der Donbass-Region und Bauarbeiter. Nordkorea hat diese Dinge“,

zitiert NewDailyKR. Demnächst stehen koreanische Kommunisten vielleicht an der Grenze zu Polen. Ist das der Grund, warum diverse linke Influencer im Westen starrsinnig zum Putin-Regime hielten, obwohl Russland sich durch Marketing ein christlich-konservatives Re-Branding verpasst hat? Einige konservative Influencer aus dem Dunstkreis der US Republicans beteuern, man solle die Ukraine aufgeben und den Russen überlassen, damit die Ukraine dann konservativ wird. Was werden diese Vögel erzählen, wenn Russland 100.000 oder 250.000 oder 1 Million nordkoreanische Kommunisten in die Ukraine entsendet und den Rest Europas damit bedroht? Werden die dann stammeln, sie hätten das nicht geahnt? Oder wird es heißen, dass das nur ein temporäres Zweckbündnis sei, das letztendlich einem konservativen Endziel dienen würde?

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