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arte zeigt Beitrag: Schweden preppt und trainiert für Ernstfall

Zivilschutzarte zeigt Beitrag: Schweden preppt und trainiert für Ernstfall

Kommentar

Die schwedische Regierung bereitet die Bevölkerung auf ein Worst-Case-Szenario vor und will die Bürger „zu Preppern erziehen“, heißt es in der aktuellen arte-Doku. Die Initiative kommt also vom Staat und ohne staatliche Pädagogik würden die Schweden wohl mit heruntergelassenen Hosen dastehen, wenn die Russen einen Krieg beginnen.

Bereits 2017 hat das Land die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt, die Armee wird personell aufgestockt und besser ausgerüstet, und der Verteidigungshaushalt soll erhöht werden. Und nun soll sich auch Schwedens Zivilbevölkerung für den Ernstfall rüsten und aktiv Krisenvorsorge betreiben.

Natürlich will/kann der Staat nicht das ganze nötige Geld ausgeben und die Arbeit leisten und so müssen dann die Steuerzahler in die eigene Tasche greifen nach dem bereits versteuerten Einkommen, um in der knappen Freizeit die eigene Sicherheit zu erhöhen. War nicht die Bereitstellung von Sicherheit das schlagende Argument schlechthin für den ausufernden Staat? Wird man nicht in Schweden von der Kinderkrippe bis zur Totenbahre bürokratisch verwaltet.

Das Interesse am Preppen ist in Schweden so groß wie nie. Quer durch alle Bevölkerungsschichten legen die Menschen Lebensmittelvorräte an, trainieren Überlebenstechniken oder lassen sich sogar an der Waffe ausbilden. Und die Prepper vernetzen sich.

Schießtraining? Man sollte auf arte und bei der schwedischen Regierung ehrlich sein mit den Bürgern: Sobald China offen Russland unterstützt, können Gerät und Soldaten über die Belt Road bis nach Europa gebracht werden. Es bräuchte nun weit mehr als nur Standard-Prepping und einen Pseudo-NATO-Beitritt.

Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine stehen auch bei der Hotline der schwedischen Zivilschutzbehörde MSB die Telefone nicht mehr still.

Schweden verteilte vor der Ukraine-Invasion die 20-seitige Broschüre „Falls eine Krise oder ein Krieg kommt“ an alle Haushalte. Wichtiger als das was darin steht, ist was man der Bevölkerung vorenthält:

  • Es wird der Ausfall von Kommunikation, Gasheizung, Lebensmittelversorgung, Benzin usw besprochen ohne konkret zu erklären, wie lange solche Zustände andauern können und für wie lange man Vorräte anlegen sollte. Frühere Warnungen vor Jahren hätten tiefgreifendere Vorbereitungen der Bürger gefördert.
  • Die Broschüre warnt vor (russischer) Desinformation. Warum hat aber die Regierung u.a. durch das Migrationschaos die Glaubwürdigkeit verspielt? Kein Wunder, dass Leute sich von den üblichen Informationsquellen abwandten und mangels Erfahrung und Bildung hereinfallen auf Desinformation.
  • Schweden ist aller Wahrscheinlichkeit von russischen Spionen unterwandert. Warum wird in Schweden nicht seit 25 Jahren effektive Spionageabwehr betrieben?
  • Wehrpflicht: Jeder zwischen 16 (!) und 70 Jahren kann eingezogen werden. Die Streitkräfte Schwedens sind winzig und schwach, die Bevölkerung untrainiert. Selbst eine Mobilisierung wäre nicht genug. Die unmittelbare Reaktion der NATO bei einem Angriff Russlands auf Schweden ist völlig unklar. Wahrscheinlich würde Schweden sofort kapitulieren und die Bürger nicht mobilisieren.
  • Bürger sollten bei einer drohenden Besatzung durch Russland flüchten und Schweden verlassen. Die Broschüre klärt nicht auf über diese Realität.
  • Schweden wurde zum Musterland gemacht für linkssozialistischen Verwaltungs-Murks. Jetzt sollen die Leute von jetzt auf gleich bereit sein, alles Mögliche selbst zu managen.
  • Es heißt ominös: „Falls Schweden von einem anderen Land angegriffen wird, werden wir niemals aufgeben. Alle Informationen, laut denen Widerstand aufhören wird, sind falsch.“ Die schwedische Regierung würde sofort kapitulieren. Die Bevölkerung erfährt in der Broschüre nicht, welches Verhalten im Falle einer Besatzung angebracht ist.  Ein „Widerstand“ würde ablaufen wie im Kalten Krieg oder im Zweiten Weltkrieg. Widerständler werden zerrieben und erhalten Fake-Hilfe durch die Briten bzw. Brüssel. Eine Besatzung durch Russland kann mehrere Jahrzehnte andauern.
  • Die Broschüre macht eine Ankündigung von Enteignungen und Kriegsrecht im Notfall. Was das konkret alles bedeuten kann und wie harsch die Regierung dann für Disziplin sorgen wird, erfährt man in der Broschüre nicht.
  • Es gibt Warnungen über „giftige Stoffe“, also u.a. chemische Kampfstoffe. Schwedens Kernkraftwerke sind auch in fragwürdigem Zustand. Ein GAU könnte Russlands Plan sein, wie von Experten anderswo vermutet wurde. Evakuierungen wären dann auch im restlichen Europa möglich.

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