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Der Mythos von MK MONARCH

StudieDer Mythos von MK MONARCH

In den klassischen Verschwörungsmedien ist in diesem Zusammenhang immer wieder die Rede von MK MONARCH, ein angebliches Geheimprojekt der CIA, das bei Kindern durch schweren Missbrauch eine dissoziative Persönlichkeitsstörung hervorrufen soll und diese Kinder dabei nach einem bestimmten, irgendwie satanischen Muster programmiert, um später als Sex-Sklaven oder Attentäter zu arbeiten. MK MONARCH soll ein Teil-Projekt der CIA-Forschung zur Bewusstseinskontrolle sein.

Die Faktenlage zeigt, dass der Geheimdienst über Jahrzehnte hinweg unter verschiedenen Projektnamen wie BLUEBIRD, ARTICHOKE und MKULTRA allerhand schmutzige Tricks erforschte, mit Drogen experimentierte und sogar durch Gehirnwäsche „dressierte Killer“ schuf, aber es finden sich keine gesicherten Erkenntnisse zu einem MK-MONARCH-Programm, bei dem Kinder durch Folter dissoziative Persönlichkeitsstörungen entwickeln und bei dem die verschiedenen gespaltenen Persönlichkeitsfragmente nach einem bestimmten Muster programmiert werden.

Praktisch alle Informationen zu MONARCH stammen von höchst fragwürdigen Autoren der klassischen Verschwörungsliteratur, die sich auf geheime Quellen berufen, auf angebliche Aussteiger der Illuminaten und auf die Aussagen von Personen mit dissoziativer Identitätsstörung.  

Einerseits fehlt es Verschwörungsautoren in aller Regel an den Qualifikationen, um organsiertes Verbrechen zu erforschen, und andererseits versuchen die Verschwörungsautoren krampfhaft, mit scheinbaren Sensationen und exklusivem Wissen hervorzustechen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten und mehr Geld zu verdienen.

Der Autor Fritz Springmeier galt lange Zeit in der Szene als eine Autoritätsfigur und prägte nachhaltig die Vorstellungen des Publikums über satanische Gehirnwäsche. In seinem Buch „Bloodlines of the Illuminati“ schrieb er über 13 Familien, die angeblich die Welt beherrschen und in satanische Aktivitäten verwickelt sind. Belege für den Satanismus lieferte er keine, sondern sprach nur von anonymen Insider-Quellen. Inzwischen gilt Springmeier als diskreditiert und seine Popularität ist auf einem Tiefpunkt angelangt, aber seine Bücher zum Thema MONARCH beeinflussen immer noch indirekt die Szene der Verschwörungstheoretiker. Seine Co-Autorin war Cisco Wheeler, die nach eigenen Angaben sowohl ein Opfer war von Gehirnwäsche als auch selber Gehirnwäscherin der Illuminaten, ohne dafür Belege zu liefern. Die beiden bezogen sich auch auf die Erzählungen von Cathy O’Brien, die für ihre hochtrabenden Geschichten noch nie einen überzeugenden physischen Beweis vorzeigen konnte. Die äußerst einflussreiche TV-Schauspielerin und Moderatorin Roseanne Barr hielt 2009 die Eröffnungsrede bei der Konferenz „Out of the Darkness and into the Light“ in Los Angeles, wo Cathy O’Brien und andere angebliche Opfer von MONARCH und MKULTRA auftraten.

Das Buch “The Illuminati Formula to Create an Undetectable Total Mind Control Slave“ von Springmeier und Wheeler gilt als Standardwerk der Verschwörungsliteratur zu dem Thema und die darin enthaltenen Ideen wurden endlos von anderen Autoren abgekupfert und weitergesponnen. Die Autoren beginnen mit der Warnung, dass das Lesen des Buchs gefährlich sei für Leute, die selbst einmal Opfer von Gehirnwäsche waren. Unzählige Videos zu dem Thema im Internet beginnen mit einer ähnlich dramatisch klingenden Warnung wie „VORSICHT! DIESES VIDEO KANN OPFER VON MIND CONTROL TRIGGERN!“

Josef Mengele, der durchgenknallte Nazi-Wissenschaftler, hätte laut dem SpringmeierBuch angeblich erfolgreich mit Programmierung experimentiert, sei vertieft gewesen in kabbalistische Magie und wäre später in den Rang eines „Großmeisters der Illuminati“ erhoben worden. Beweise? Null. Die amerikanische Militär-Spezialeinheit Delta Force bestünde laut Springmeier praktisch komplett aus „Monarch-Sklaven“, also aus Opfern von Folter-Programmierung. In Wirklichkeit ist das „1st Special Forces Operational Detachment-Delta (Airborne)“ einfach eine Antiterroreinheit, wie es sie weltweit viele gibt. Für solche militärischen Einheiten werden stabile Männer gebraucht und keine dissoziativen Wracks. In der Szene der Verschwörungstheoretiker wurden solche unbewiesenen Märchen fleißig weitergesponnen. So behaupten angebliche Monarch-Opfer, sie seien selbst in irgendwelchen Eliteeinheiten gewesen und an wichtigen Operationen beteiligt gewesen.

Springmeier und Wheeler nennen eine Reihe an kompliziert klingenden Fachbegriffen, um Kompetenz vorzutäuschen, und behaupten dann auch noch, dass die Opfer von Programmierung wiederum ihre Kinder programmieren lassen und diese dann wieder ihre Kinder programmieren lassen usw. Für ihre Berge an konkreten Behauptungen liefern Springmeier und Wheeler keine Beweise. Stattdessen nennen sie zwischendurch immer wieder einzelne, längst öffentlich bekannte Informationen zu MK ULTRA.

Cisco Wheeler, deren echter Name nicht einmal zweifelsfrei geklärt ist, erzählt die hochtrabende Geschichte, dass sie als Sex-Sklave einige der prominentesten Politiker und Adeligen bedient hätte. Es gibt noch eine Reihe ähnlicher Frauen mit fast identischen Behauptungen und typischerweise heißt es, dass sie sich nur durch Hypnose und andere Techniken sowie durch die Hilfe von Therapeuten überhaupt erst wieder an die schreckliche Vergangenheit erinnern konnten. Diese Therapeuten bzw. selbsternannten Experten für „Deprogrammierung von Opfern von Mind Control“ begleiten meistens die vermeintlichen weiblichen Opfer bei öffentlichen Auftritten und Interviews, schreiben an deren Büchern mit und heiraten sie in manchen Fällen sogar. Es besteht die Gefahr, dass fragwürdige Männer labilen Frauen solche Fantasien einreden, um diese Frauen zu kontrollieren und um mit ihnen Geld zu verdienen.

Cisco Wheeler hielt sich selbst weitestgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Der Onkel ihres Vaters soll General Earl Grant Wheeler gewesen sein, ein Nachfahre von Ulysses Grant, dem ehemaligen US-Präsidenten, was aber nicht stimmen kann. Im Alter von 40 Jahren soll sie mit einer dissoziativen Identitätsstörung diagnostiziert worden sein und daraufhin habe sie mit der „Hilfe“ von Springmeier überhaupt erst begonnen, sich an ihre Vergangenheit als Mind Control-Sklave der Illuminaten zu erinnern.

Möglicherweise hatten Typen wie Springmeier unbeabsichtigt Fantasievorstellungen genährt bei labilen Frauen mit dissoziativer Störung. Möglicherweise schielten Typen wie Springmeier auf möglichst hohe Buchverkäufe und Aufmerksamkeit. Im schlimmsten Fall wurden manchen Frauen von skrupellosen Betrügern gezielt Fantasievorstellungen suggeriert. Das wäre dann die größtmögliche Ironie: Angebliche Therapeuten für Opfer von Gehirnwäsche betreiben selbst Gehirnwäsche.

Es wird in der Szene der Verschwörungstheoretiker heute geglaubt, dass Popstars und diverse Politiker gehirngewaschene Sklaven seien, die in ihrer Kindheit von MONARCH bzw. den Illuminaten mit satanischer Folter programmiert wurden. Mit geheimen Code-Phrasen ließen sich diese Personen aktivieren und wie Roboter dirigieren. Als „Beweise“ müssen Videos herhalten, auf denen beispielsweise ein müder, abwesend wirkender Bill Clinton zu sehen ist, oder eine wirre Britney Spears, als sie psychische Probleme hatte und diverse Tabletten nahm.

Berühmte Musiker bekennen sich seit Jahrzehnten zu esoterischen und okkulten Ideen. Die größten Rockbands bekannten sich zu dem Okkultisten Aleister Crowley und dessen Lehre, genauso wie heutige Popstars oder Rapper. Die entsprechenden und teils expliziten Symboliken finden sich auf Albumcovern und in Musikvideos. Auf dem Cover des Albums „Their Satanic Majesties Request“ sieht man die Rolling Stones in lächerlichen, bunten Kostümen. Mick Jagger trägt einen spitzen Hexenhut und sieht aus wie ein Schulkind auf dem Kostümball. Ursprünglich war geplant, Jagger nackt auf einem Kreuz zu zeigen. Hinten ist ein Gemälde mit den vier Elementen (Erde, Wasser, Feuer und Luft), innen ist eine Foto-Collage mit dem Planeten Saturn und einem Irrgarten, bei dem man nie ans Ziel gelangen kann. Das war in der damaligen Zeit bereits kontrovers genug und nährte die Paranoia über satanischen Rock and Roll. Manche Leute spielten Liedstellen rückwärts auf Plattenspielern ab und behaupteten, satanische Botschaften zu hören. Heutzutage geht es nicht mehr so harmlos zu wie auf dem Stones-Cover: In dem wenige Jahre alten Musikvideo „Monster“ beispielsweise sieht man Kanye West, Nicki Minaj, Rick Ross und Jay-Z in einem gruseligen, noblen Anwesen, wie sie verstörende Texte rappen und dabei die Leichen von toten Models auf dem Bett oder dem Sofa drapieren. Vampire und Zombies sind zu sehen, jemand hält den abgeschnittenen Kopf eines Models, wir sehen einen Folterkeller usw. Die Atmosphäre dabei ist nicht harmlos wie im Video von Michael Jacksons „Thriller“, sondern enorm angespannt, ohne Humor und Ironie. So in etwa würde man sich psychopathische, reiche Satanisten vorstellen. Aber ein Musikvideo ist kein verwertbarer Beweis und kein Richter würde auch nur einen einzigen lausigen Durchsuchungsbeschluss deswegen unterschreiben. 

2013 wurde die junge Frau Amanda Bynes nach einer Brandstiftung in die Psychiatrie eingeliefert. Die Ärzte vermuteten Schizophrenie. Solche Fälle gibt es jedem Tag. Die Verschwörungstheoretiker vermuteten aber MONARCH.

Jeder psychische Zusammenbruch eines Popstars wird im Internet als Hinweis oder Beleg gedeutet für satanische Gehirnwäsche; bei jedem Tod eines Promis wird behauptet, er bzw. sie sei von den Satanisten ermordet worden.

MONARCH-Theorien können mit allen anderen Theorien beliebig verwoben werden. So wird heute beispielsweise geglaubt, dass US-Präsident Donald Trump einen Geheimplan hätte, um die Mitglieder der satanischen Illuminati zu verhaften. Trumps Gegner, insbesondere aus dem Lager der Demokratischen Partei, seien satanische Pädophile, die auch das MONARCH-Programm leiten, während Trump der strahlende Held des Guten sei. Dass Trump sich früher auf Sex-Partys mit jungen Models vergnügte und Kontakte hatte zu dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein, interessiert nur einen Bruchteil der Verschwörungstheoretiker. Diverse Skandale in der Unterhaltungsindustrie von Los Angeles zeigten, dass Pädophile gezielt Jagd machen auf Kinderschauspieler. Ein verwertbarer, strafrechtlich nutzbarer Beleg für eine große satanische Verschwörung ist dies aber noch lange nicht.

Weil der bekennende Satanist Michael Aquino (Church of Satan, später Temple of Set) für den US-Militärgeheimdienst im Bereich psychologische Kriegsführung gearbeitet hatte, wurde er im Netz wiederholt als Programmierer des Programms MK MONARCH bezeichnet. Mit was genau er tatsächlich beschäftigt war im Hinblick auf psychologische Kriegsführung, ist fast komplett geheim, und es kann sich dabei auch um eher wenig spannende Aufgaben gehandelt haben. Mit seiner Frau, die szenetypische Klamotten und Makeup trug, trat er in der Öffentlichkeit auf. Er selbst war es gewohnt, seine Augenbrauen im Stil von Teufelshörnern zu drapieren und man sieht dies sogar auf seinen offiziellen Fotos in Uniform vom US-Militär. 

Auch in bekannten TV-Sendungen wie der Oprah Winfrey-Show trat er auf und wirkte dabei etwas schmierig, aber business-like. Ihm konnten nie kriminelle Handlungen nachgewiesen werden. Er soll den Vorwürfen von Kindern zufolge an sexuellem Missbrauch beteiligt gewesen sein an der Kindereinrichtung „Presidio Child Development Center.“ Es gab in den USA und Europa während den 1980er und 1990er Jahren mehrere, unzusammenhängende Skandale um Kindergärten und ähnliche Einrichtungen, bei denen organisierter sexueller Missbrauch durch satanische Gruppen stattgefunden haben soll. Diese Fälle wurden im Nachhinein als „satanic panic“ abgetan, als völlig übertriebene Hysterien und Hexenjagden. Dazu gleich mehr.

Bei diversen bestätigten, schweren Missbrauchsskandalen in Kinderheimen von Großbritannien waren keine okkultistischen Spuren erkennbar. Bei dem Casa Pia-Skandal in Portugal wurden sogar prominente Täter nach Jahren an Gerichtsverhandlungen verurteilt, aber es gab dabei anscheinend keinen Bezug zum Okkultismus. Bei dem Franklin-Skandal in Omaha (Nebraska) wurden einflussreiche Personen beschuldigt, Kinder aus einem Heim missbraucht und zu Sex-Partys im ganzen Land vermittelt zu haben. Es kam nicht zu Verurteilungen wegen Missbrauch, sondern nur wegen finanzieller Verbrechen, aber die Faktenlage ähnelt stark dem Fall Casa Pia und ist recht überzeugend. Kinder beschrieben in ihren Aussagen, zu einer bizarren Veranstaltung in den Wäldern Nordkaliforniens geflogen worden zu sein. Gemeint war der Bohemian Grove Club, dessen einflussreiche Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Militär jeden Sommer u.a. ein kompliziertes Ritual betrachten, bei dem Männer in druidischen Roben vor einem Steingötzen in Form einer Eule eine Puppe auf dem Altar symbolisch durch Verbrennung opfern.

Quellenverzeichnis:

https://swallowingthecamel.me/2012/03/

https://www.vice.com/en_us/article/9bne7e/the-monarch-mind-control-mystique

Die Belgien-Holland-Connection

Bei dem Dutroux-Fall führten die Spuren und insbesondere Zeugenaussagen zu einer Vielzahl an verdächtigen Personen, Orten und Tatbeschreibungen, sodass Marc Dutroux nur noch wie einer von vielen Männern in einem sehr großen Netzwerk schien. Die Behörden waren unter Druck, spalteten Dutroux von den ganzen anderen Teilen der Ermittlungen ab und erklärten ihn zu einem Täter, der auf eigene Rechnung handelte und keinem Netzwerk angehöre. Die vielen Ermittlungsergebnisse und Zeugenaussagen, die über die Person Dutroux hinausgingen, waren nicht ohne Weiteres öffentlich verfügbar. Neben stark zensierten Zusammenfassungen gab es das ausführliche Buch „The X-Dossiers“, das man heute kaum noch irgendwo bekommen kann, und es zirkulierten Leaks von den Dossiers, in denen die einflussreichen Beschuldigten mit Klarnamen genannt werden. Eine zusätzliche Komplikation war, dass vieles von dem Material in französischer und holländischer Sprache vorlag.

Das “Institute for the Study of Globalization and Covert Politics” machte sich die aufwändige Arbeit, die wichtigsten Teile zu übersetzen, zu ordnen und zusammenzufassen in der Studie „Beyond the Dutroux Affair“. Darin findet man auch eine Liste der Beschuldigten. Teile der X-Zeugenaussagen handeln von Satanismus.

Dutroux erzielte früh ein beträchtliches Einkommen mit dem Handel gestohlener Fahrzeuge und mit jungen Prostituierten in Polen und der Slowakei. Er besaß nicht weniger als sieben Häuser in Belgien, die meisten davon leerstehend oder nur für die Logistik junger Mädchen und illegaler Pornovideos benutzt. In einem dermaßen winzigen Land hätte er in den 90er Jahren nach dem Verschwinden von Kindern sofort als einer der Top-Verdächtigen gelten müssen, immerhin war er schon einmal für den Missbrauch von fünf Kindern verurteilt worden. Justizminister Wathelet hatte aber ein Herz für die belgischen Pädos und so kam Dutroux nach nur drei Jahren von einer ursprünglichen 13-jährigen Strafe auf freien Fuß. Ein Informant stieß 1993 auf null Interesse bei der Polizei, obwohl ihm Dutroux umgerechnet bis zu 5000 $ angeboten hatte für das Entführen junger Mädchen. 1995 wandte sich sogar seine eigene Mutter ohne Erfolg an die Behörden. Der Spitzel von 1993 meldete zwei Jahre später, dass Dutroux einen geheimen Kellerraum gebaut hatte. Später bei einer Hausdurchsuchung überhörte der leitende Polizeibeamte die Hilferufe eines Mädchens hinter einer falschen Wand. Dutrouxs zweite Frau Martin und der Geschäftsmann Michel Nihoul sprachen von einer Sex-Party für enorm einflussreiche Figuren.

https://dutroux-x-dossiers.com/belgian-x-dossiers-of-the-dutroux-affair-censored

Nihoul wurde zwar verurteilt, aber die Behörden hatten seltsam wenig Interesse an seinen Kontakten. Eine Reihe an Frauen meldete sich bei den Behörden, um Aussagen zu machen und man vergab für jede Frau einen Codenamen, bestehend aus einem X und einer Nummer. Später ergab sich, dass manche dieser Frauen sich anscheinend von früher kannten.

X1 wurde mit einer dissoziativen Identitätsstörung diagnostiziert und weitere Zeuginnen wie X7 hatten wahrscheinlich ebenfalls eine dissoziative Störung, womit wir wieder bei dem typischen Problem angelangt sind, dass die Personen einerseits in ihrer Kindheit wahrscheinlich schwerem Missbrauch ausgesetzt waren, aber dass andererseits ihre Aussagen nicht unbedingt verlässlich sind. Die Art und Weise, wie bei X1 beispielsweise die Befragung durchgeführt wurde, ist sehr chaotisch. Man unterhielt sich im Prinzip mit einer ihrer vielen fragmentierten Identitäten. Wie wir in anderen Fällen bereits gesehen haben, können Aussagen verfälscht sein durch Fantasie, Suggestionen durch Therapeuten oder durch Dinge, die in Büchern und Filmen aufgeschnappt wurden. X1, X2, X3, X4 und weitere Zeugen sprachen von Satanismus, Morden und Missbrauch, was zum Teil auf Video festgehalten worden sein soll durch die Täter. Eine Sendung der BBC (Belgium’s X-Files – An Olenka Frenkiel Investigation) zeigte, dass die Zeuginnen durchaus glaubwürdig waren und Wissen besaßen über Tatorte, das nie der Öffentlichkeit zugänglich war. Die Behörden blockierten, wo sie nur konnten, ignorierten Beweismittel, versteckten sich hinter Verwirrungstaktiken und stellten sich dumm. Bilder, die im Dossier angehängt sind, zeigen Kinder beim Sex mit Tieren, es gibt Bilder die sich als Standbilder von Horrorfilmen entpuppten und es gibt Verweise auf unechte „Snuff-Filme“ die so aussehen, als würde darin jemand umgebracht werden. Die Frage, ob es tatsächlich gesicherte Erkenntnisse gibt über einen nennenswerten kommerziellen Handel mit echten Snuff-Filmen, wird unterschiedlich beantwortet. Ab und an berichteten Zeugen von echten Snuff-Filmen, konnten aber von diesen keine Kopien beschaffen oder den Beamten soweit helfen, ein Exemplar als Beweismittel zu beschaffen. In manchen Personen kommen natürlich schwere Psychopathie, Sadismus und Pädophilie zusammen und solche Personen hätten Interesse daran, ihre Taten zu filmen. Der mit Preisen ausgezeichnete Journalist Nick Davies ermittelte gegen organisierte Pädophile in England und Holland und stieß dabei auf einen Mann, der angeblich ein echtes Snuff-Video gesehen hätte. Warwick Spinks erzählte einem verdeckten Ermittler, der sich als pädophiler Kunde ausgab, dass er Leute in Amsterdam kannte, die Snuff-Videos produzierten und in streng limitierter Auflage an amerikanische Kunden für 5000$ pro Stück verkaufte. Beschaffen konnte Spinks solche Ware aber nicht. Auch andere Ermittlungen auf der Suche nach Snuff-Videos liefen ins Leere. Im Mai 1995 erklärte der Interpol-Chef Björn Eriksson, dass rund 30.000 organisierte, schwer kriminelle Pädophile in Europa ihr Unwesen treiben würden.

https://www.theguardian.com/world/2000/nov/27/childprotection.uk

Im Jahr 2000 stoppten italienische Polizisten einen Post-Versandhandel mit extremen Pädo-Videos aus Russland. Eine der angebotenen Produktkategorien waren Snuff-Videos, deren Echtheit aber zweifelhaft ist. Kunden beschwerten sich laut einem Zeitungsbericht, dass sie nur Fakes geliefert bekamen.

http://wwwc.aftonbladet.se/nyheter/0009/28/pedo.html

Die Kinderschutzorganisation Werkgroep Morkhoven behauptete, die Kopie eines echten Snuff-Videos beschafft zu haben. Eine der Personen aus der Organisation starb bei einer Kollision ihres Autos mit einem Brückenpfeiler. Ein echtes Snuff-Video ist nicht aufgetaucht.

Über 20 Zeugen starben bei den Ermittlungen gegen Dutroux, was sicherlich kein Zufall mehr sein kann. Es gibt also eine Verschwörung, aber die Aussagen der Frauen aus den X-Dossiers sind schwierig zu beurteilen und müssen von Ermittlern verifiziert oder falsifiziert werden durch greifbare Beweise. Dummerweise müssen die Ermittler sich an die Vorgaben ihrer Vorgesetzten halten, auf die vielleicht von weiter oben Druck ausgeübt wird.

Die Beschreibungen aus den X-Dossiers lesen sich wie die sadistischen Taten eines Serienkillers wie Ed Kemper und es gibt auch Aussagen über Satanismus. 1996 fand eine polizeiliche Durchsuchung statt bei der satanischen Gruppe „Abrasax“ in Forchies La Marche, nahe der belgischen Stadt Charleroi. Der Verdacht war, dass eine Verbindung bestehen könnte zum Dutroux-Fall, denn bei dem Fund der zwei Kinderleichen auf einem Grundstück Dutroux‘ war noch die Leiche eines Mannes gefunden worden, der möglicherweise Kontakt hatte zu Abrasax. Die Behörden hatten hauptsächlich unbedeutendes Material bei Abrasax erbeutet und sich gleichzeitig geweigert, Durchsuchungen durchzuführen bei Personen, die von Zeuginnen der X-Dossiers beschuldigt wurden. Zu den Beschuldigten zählten Mitglieder des europäischen Hochadels, Industriebosse und hohe Beamte.

Beispielsweise sprach Zeugin X4 von satanischen schwarzen Messen, aber diese Schilderungen alleine haben keine Beweiskraft.

 Für einen Täter oder eine Tätergruppe mag sexueller Missbrauch von Kindern als Sexualmagie interpretiert werden. Dann natürlich gibt es organisierten Kindesmissbrauch, der in bekannt gewordenen Kriminalfällen keinen sichtbaren okkulten Hintergrund hatte, sondern nur den Sadismus und den Trieb der Täter befriedigen sollte.

Ted Gunderson

Ted Gunderson war Special Agent der Bundespolizei FBI und leitete zeitweise die FBI-Abteilung in Los Angeles. Er publizierte später viel zu dem Thema Satanismus. Nachdem er das FBI verlassen hatte, arbeitete er als Privatermittler und hatte Kunden wie die Anwälte des Militärarztes Jeffrey R. MacDonald, der wegen dem Mord an seiner schwangeren Frau und seinen beiden Töchtern verurteilt wurde. MacDonald behauptete, von mehreren Personen, die etwas über die Droge LSD gerufen hätten, überwältigt und bewusstlos geschlagen worden zu sein. Seine Angehörigen waren bestialisch ermordet worden, während er selbst nur überschaubare Verletzungen davontrug. Als erfahrener Arzt hätte er natürlich genau gewusst, wie er sich selbst diese Verletzungen gezielt zufügen konnte. Ermittler zweifelten an seiner Darstellung, weil die Spuren am Tatort eher auf ihn deuteten. Es wurde vermutet, dass er im Streit außer Kontrolle geriet und nach der ersten Tötung auch noch die anderen Angehörigen tötete, damit es keine lebenden Zeugen geben würde. Im Wohnzimmer lag eine Ausgabe der Zeitschrift Esquire mit einem Artikel über die Mordserie der Gruppe „Manson Family“. Dies hätte ihn auf die Idee gebracht, eine ähnliche Geschichte zu erfinden. Sein Anwalt bemängelte die Spurensicherung durch die Criminal Investigation Division der Armee und lenkte die Aufmerksamkeit auf Helena Stoeckley, die drogensüchtige Tochter eines Militäroffiziers vom Rang eines Lieutenant Colonel, von der es später hieß, sie hätte in Kreisen von Satanisten verkehrt. Eine Jury erklärte MacDonald am Ende eines Gerichtsprozesses letztendlich für schuldig. Der Autor Joe McGinniss schrieb ein Buch zu dem Fall und bezeichnete ihn als einen narzisstischen Soziopathen.

Ted Gunderson ermittelte für eine Bezahlung von 100$ pro Stunde im Auftrag von MacDonalds Anwälten. Bereits nach einem Tag soll er sich sicher gewesen sein, dass MacDonald unschuldig sei.

Er suchte Helena Stoeckley auf und zeichnete eine Aussage auf, die nicht gerichtlich verwertbar war. Sie sei eine Hexe in einer Sekte gewesen im Umfeld von Militäroffizieren und habe mit ihren Mitstreitern das Haus von MacDonald aufgesucht, um jenen zu konfrontieren, weil jener Programme zur Behandlung von Drogensüchtigen betrieben hätte, die gegenüber Heroinabhängigen diskriminierend wären. Die Situation sei außer Kontrolle geraten und die Sektenmitglieder hätten die Morde begangen. Helena Stoeckley sei nur Zeugin gewesen und bitte im Gegenzug für ihre Aussage um strafrechtliche Immunität. Gunderson hatte ihr einen Platz im Zeugenschutzprogramm versprochen inklusive Haus und Job, lukrative Buchverträge und Deals für die Verfilmung ihrer Geschichte. Die Aussage wurde verworfen. Gunderson beharrte auf ihrer Glaubwürdigkeit. Sie hätte zum Beispiel akkurat Details des Tatorts beschrieben, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich gewesen wären, wie etwa ein Schaukelpferd mit einer kaputten Feder. Tatortfotos zeigten aber, dass keine Feder beschädigt war. Die Männer, die sie als Mörder benannt hatte, waren nicht mit dem Tatort und der Tat in Verbindung zu bringen. Sie starb später an Ursachen, die wahrscheinlich ihrer Drogensucht geschuldet sind, aber theoretisch könnte sie auch gezielt vergiftet worden sein. MacDonald sei verurteilt worden, weil die Armee und die Behörden eine satanische Sekte decken wollten.

Gunderson vertiefte sich in der Folgezeit immer mehr in Verschwörungstheorien und wurde zu einer Szenegröße.

http://www.thejeffreymacdonaldcase.com/html/gunderson-ted-brief-sum.html

Später beteiligte sich Gunderson an den Untersuchungen des Anwalts und ehemaligen State Senators John DeCamp im Fall des Franklin-Skandals in Omaha (Nebraska). Außerdem spielte Gunderson eine Rolle bei dem Fall des McMartin-Kindergartens.

Es gab immer wieder auch harsche Kritik an Gunderson aus der Szene der Verschwörungsmedien und sogar Anschuldigungen, er hätte in all den bekannten Kriminalfällen nicht wirklich im Interesse der Opfer gehandelt, sondern nur die Rolle des hilfreichen Ermittlers gespielt, um die Ermittlungen zu sabotieren.

Als er noch beim FBI war, hatte er nichts am Hut mit Verschwörungstheorien und verteidigte er die krummen FBI-Programme wie COINTELPRO, mit denen Extremistengruppen aber auch legitime Dissidenten bekämpft wurden.

https://greyfaction.org/ted-gunderson/

1977 fühlte er sich persönlich bedroht von den Black Panthers und den Sowjets. Erst nach seinem Ausscheiden vom FBI kam er in Kontakt mit Verschwörungsliteratur und arbeitete als Privatermittler an diversen bekannten Kriminalfällen, wo er satanische Verschwörungen vermutete. Ironischerweise ermittelte das FBI gegen ihn wegen seiner betrügerischen Investmentfirma namens Dekla International Inc., die er zusammen mit zwei vorbestraften Partnern betrieb.

Sein Erweckungserlebnis will er gehabt haben mit dem Buch “Pawns In The Game” von dem ehemaligen britischen Offizier William Guy Carr, der sich großzügig bei alten Mythen und Fake-Dokumenten bedient hatte. Anscheinend fiel Gunderson auch auf die rechtsrevisionistische Literatur herein, denn er besuchte 2006 eine entsprechende Konferenz voller Holocaustleugner und Neonazis.

McMartin-Vorschule

In Kalifornien entstand in den 1980er und 1990er Jahren ein Medienhype um den Gerichtsprozess über angeblichen organsierten Kindesmissbrauch und Satanismus an der McMartin-Vorschule. Am Ende des sechs Jahre dauernden Prozesses, der 15 Millionen Dollar gekostet hatte und bei dem 400 Kinder aussagten, standen Freisprüche für alle Angeklagten. Einige Beobachter und involvierte Personen betrachten die Freigesprochenen bis heute als schuldig, während die Massenmedien, die damals einen riesigen Wind machten um Satanismus, seitdem von einer ungerechtfertigten Hexenjagd, der sogenannten „satanic panic“ sprechen. 

Judy Johnson, die Mutter eines der Vorschulkinder, brachte den Stein ins Rollen mit ihrer Aussage bei der Polizei, dass ihr Sohn missbraucht worden sei von ihrem getrenntlebenden Ehemann und dem McMartin-Lehrer Ray Buckey. Die Polizei schickte Briefe an insgesamt 200 Eltern der Vorschule mit der Bitte um Informationen, ob möglicherweise weitere Hinweise auf Missbrauch existieren.

Judy Johnson schien psychisch immer labiler zu werden und Ärzte diagnostizierten sie mit einer paranoiden Schizophrenie. Theoretisch könnten ihr heimlich Drogen untergejubelt worden sein, um sie zu diskreditieren, aber es kann natürlich auch sein, dass sie einfach nur schwer psychisch krank war. 1986 fand man sie tot in ihrem Zuhause und es heißt, sie sei an den Folgen von chronischem Alkoholismus verstorben. Auch dies könnte theoretisch bedeuten, dass jemand sie heimlich vergiftete. Ein ehemaliger Polizist namens Paul Bynum, der von mehreren Eltern als Privatermittler angeheuert worden war, verstarb kurz vor seiner gerichtlichen Aussage. Er habe sich mit einer Pistole selbst umgebracht.

Charles Buckey, der der Vater eines Angeklagten war und als Zeuge aussagte, arbeitete für Hughes Aircraft, eine Firma, die mit der CIA verbunden sein soll.

Mehrere hundert Kinder wurden befragt in der Klinik „Children’s Institute International” in Los Angeles unter der Leitung von Kee MacFarlane. Sie sagte später vor dem US-Kongress aus, dass es eine landesweite Verschwörung von Pädophilen und Satanisten gäbe, konnte aber keine Beweise liefern. Die Klinik war angewiesen auf Zuschüsse und dadurch ergab sich ein Interessenkonflikt. Sie könnte mehr oder minder bewusst die Angelegenheit aufgeblasen haben, um mehr Zuschüsse zu bekommen. Die Befragungsmethoden, die bei den Kindern angewandt wurden, waren suggestiv und aggressiv. Die Kinder erzählten von sexuellem Missbrauch, Drogen und satanischen Ritualen durch Kindergärtner und andere unbekannte Personen. Die Aussagen waren zu einem signifikanten Teil wirr und unrealistisch, aber insgesamt war die Jury überzeugt davon, dass es sexuellen Missbrauch gab. Die Jury konnte aber keinem speziellen Täter konkrete Missbrauchsfälle eindeutig zuordnen und musste sich deshalb für Freisprüche entscheiden. Die Suche nach vermeintlichen unterirdischen Räumen und Gängen, wo ritueller Missbrauch stattgefunden haben soll, ergab nichts.

Das Ehepaar Paul and Shirley Eberle veröffentlichte das Buch “The Abuse of Innocence: The McMartin Preschool Trial” welches in der Folgezeit von den Massenmedien als Referenz benutzt wurde. 1986 hatten sie bereits „The Politics of Child Abuse“ herausgebracht über Personen, denen zu Unrecht Kindesmissbrauch vorgeworfen wurde. In den 1970er Jahren hatten die beiden noch ein pornografisches Magazin mit dem Titel „Finger“ herausgegeben, in dem diverse, teils extreme Sexpraktiken zu sehen waren oder zumindest besprochen wurden wie SM, Sex mit Tieren, oder „Golden Showers“. Überall in den USA hieß es später von verschiedenen Kinderschutz-Organisationen, dass „Finger“ explizite Kinderpornografie beinhaltet hätte. Die Polizei von von Los Angeles versuchte tatsächlich hartnäckig, die Eberles vor Gericht zu bringen und die Publikation von Finger zu stoppen, aber ohne Erfolg. Es gab zwar Fotos in dem Magazin von Personen, die minderjährig aussahen, aber man konnte den Eberles nichts nachweisen. Abgedruckt wurden Erzählungen oder Fantasiegeschichten von Lesern über Inzest und auch Pädophilie.

Im Endeffekt wurde der juristische Kampf um die Vorgänge in der McMartin-Vorschule überlagert, verzerrt und beeinflusst durch einen klassischen, Ideologisch-politischen Konflikt zwischen Linken und Rechten. Die Linken schreiben sich seit Jahrzehnten sexuelle Befreiung auf die Fahne und kämpfen gegen eine altmodische, restriktive Sexualmoral. Zwar gelangen dadurch tatsächlich gesellschaftliche Fortschritte wie etwa die Abschaffung von Gesetzen gegen Homosexualität, die gesellschaftliche Anerkennung von Transsexuellen und eine generell liberalere, entkrampfte Haltung zur Sexualität. Andererseits gab es dabei leider auch gefährliche pädophile Trittbrettfahrer, die einfach nur ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen wollten. Linke Experimente in Kommunen mit freiem Sex für alle, inklusive Kindern, gelten längst als gescheitert. Kindern unter 14 wird nicht zugestanden, sexuelle Entscheidungen zu treffen, kaum irgendwelche Eltern würden ihren Kindern Sex mit fremden Erwachsenen gestatten und Sex mit Kindern ist nach wie vor illegal. Auch wurden diverse linksideologische pädagogische Broschüren einkassiert, laut denen Kinder extrem früh über das ganze sexuelle Spektrum aufgeklärt werden sollen und sogar regelmäßige sexuelle Handlungen mit anderen Kindern vornehmen sollen. Laut der linken Ideologie soll die kindliche Sexualität quasi verhindern, dass die Kinder in irgendeiner Form zu rechtskonservativen oder gar faschistischen Bürgern heranwachsen. Die Konservativen vertreten die gegenteiligen Positionen zu den Linken und tendieren eher zu einer restriktiven Haltung zur Sexualität. Teils haben die Konservativen damit recht, teils schießen Konservative aber auch weit übers Ziel hinaus und agitieren gegen Homosexuelle und würden gerne die Zeit zurückdrehen und wieder Verbotsgesetze einführen. Eine strikte Haltung zur Sexualität soll laut dem rechtskonservativen Denken verhindern, dass die Kinder später einmal gottlose Kommunisten werden.

Es ist eigentlich nicht sonderlich schwer, anhand von seriöser Wissenschaft und gesundem Menschenverstand das Thema Sexualität zu betrachten, aber die ideologischen Kämpfe sorgen bei diesem Thema ständig für Chaos und Verzerrungen.

Wenn es um Pädophilie geht, haben Studien einerseits gezeigt, dass es einige harmlose Pädophile gibt, die keinen Sex mit Kindern suchen, aber andererseits gibt es tatsächlich ein gewaltiges Problem mit Pädophilen, die Kinder mit Manipulationstechniken, Drohungen und Gewalt zu ihren Sexpartnern machen. 

Bei Fällen wie der McMartin-Vorschule scheint es Missbrauch gegeben zu haben, aber nicht unbedingt in dem Ausmaß, wie es Kee MacFarlane von der Klinik „Children’s Institute International“ behauptete, und nicht mit kinoreifem Satanismus. Die Todesfälle von Judy Johnson und dem Privatermittler Paul Bynum sind durchaus verdächtig und es könnte sich um Morde handeln, mit denen die Ermittlungen manipuliert werden sollten. Aber selbst dann haben wir keinen Beleg für eine großangelegte, landesweite satanische Verschwörung.

Man ist bei einer oberflächlichen Lektüre natürlich versucht, Kee MacFarlane als strahlende Heldin zu betrachten, der es nur um das Wohl der Kinder und die Bekämpfung der Kindesmissbraucher ging. Aber wegen ihren unzulässigen und irreführenden Befragungsmethoden waren die Aussagen der Kinder kaum verwertbar und sie hatte den Interessenkonflikt, Millionen Dollars an Fördergeldern für ihre Klinik abzustauben. Eine scheinbare satanische Verschwörung kann auch in christlichen Zirkeln Amerikas sehr viel Aufmerksamkeit erhalten und zusätzliches Geld einbringen. Erwähnenswert ist noch Kee MacFarlanes Lover, der Reporter Wayne Satz, der als erster den Fall McMartin sensationalistisch aufbereitet ins Fernsehen gebracht hatte. 10 Jahre zuvor war er ein Verdächtiger im Fall der Hillside-Strangler-Morde. Prostituierte sagten aus, dass er sadistische und okkultistische Sexpraktiken bevorzugte und ein ungewöhnliches Interesse zeigte an den Leichen der Mordserie.

Presidio-Fall

Bei dem Satanismus-/Missbrauchsskandal um das Presidio Child Development Center an der US Army Base in San Francisco in den 1980er Jahren wurden unter anderem Lt. Colonel Michael Aquino beschuldigt, ein bekennender Satanist (Church of Satan und Temple of Set), der im Bereich psychologische Kriegsführung gearbeitet hatte. Eine ganze Reihe an Kindern machten Aussagen über sexuellen Missbrauch in der Kindertagesstätte und in verschiedenen anderen Gebäuden, zu denen sie gebracht wurden. Die Aussagen wurden zunehmend bizarrer und beinhalteten auch rituelle Aspekte. In einem Bunker am Presidio, hinter dem Gebäude für militärische Nachrichtendienstler, fanden sich tatsächlich okkulte Symbole und Graffiti an den Wänden.

Ein dreijähriges Mädchen identifizierte Gary Willard Hambright, sowie Lt. Colonel Michael Aquino und dessen Frau als Täter und sie erkannte Aquinos Haus.

http://www.whale.to/b/aq2.html

Aquino erklärte in einem Buch und in dem TV-Programm von „Oprah Winfrey“, dass diese Identifizierung durch das Kind ein Hirngespinst sei, das auf einen Therapeuten und eine nicht verwertbare Aussage zurückgehe. Einem Richter war die Aussage aber Anlass genug, einen Durchsuchungsbeschluss auszustellen und so gab es eine Durchsuchung durch Beamte des FBIs und der Polizei von San Francisco bei dem Haus von Aquino. Es kam nicht zu einer Anklage.

Ein Gebäude neben dem Child Center mit Akten brannte nieder am Tag der „Autumnal equinox“, der für Satanisten als hoher Feiertag gilt. Drei Wochen später gab es ein Feuer an der Kindertagesstätte. Die Behörde BATF, die sich u.a. mit Alkoholschmuggel, Waffen und Sprengstoff beschäftigt, erklärte nach einer Untersuchung, dass es sich in beiden Fällen um Brandstiftung handelte.

Medizinische Untersuchungen ergaben physische Spuren von sexuellem Missbrauch bei mehreren Kindern. Die Army und die zuständigen Behörden bewegten sich sehr langsam. In mehr als 30 von 300 solchen Einrichtungen, die die Army betrieb, gab es seit 1984 Anschuldigungen wegen sexuellem Missbrauch.

Das FBI, die Army und die Staatsanwälte wollten angeblich verhindern, dass zu viele abstruse Aussagen der Kinder verworfen werden und der Prozess dadurch scheitert. Die Eltern, ihre Anwälte und manche Medien unterstellten eine breite Vertuschung. Mehrere beschuldigte Personen wurden nie angeklagt, die Anklage gegen Gary Willard Hambright wurde fallengelassen, dann wurde er erneut angeklagt, allerdings in deutlich geringerem Umfang, An vielen Stellen verliefen die Ermittlungen schleppend oder seltsam inkompetent. Army Criminal Investigative Special Agent Marc Remson machte sich nicht die Mühe, die Aussage des Haupt-Kinderzeugen auf Videoband festzuhalten und er hatte keine vorherige Erfahrung mit Zeugen, die jünger waren als 8 Jahre. Gerade diejenigen Kinder mit den deutlichsten physischen Spuren wurden nicht Teil der Anklage gegen Hambright. Bei manchen der Kinder war die sexuell übertragbare Krankheit Chlamydia nachgewiesen worden, aber bei dem Letterman Army Medical Center wurden die falschen Proben (Kulturen) entnommen und somit galt das Beweismaterial als unzulässig. Neue Proben wurden abgelehnt. Diverse Aussagen der Kinder wurden verworfen und so blieb nichts mehr übrig für die Anklage gegen Hambright. Die Behörden erklärten, dass sie zu wenig Erfahrung hatten mit Kindesmissbrauch und dass zu wenige Standards für Ermittlungen etabliert waren, besonders wenn es Aussagen gibt über rituelle Handlungen. Ganz vom Tisch wischen kann man das nicht, aber der Verlauf des Falls roch für viele nach gezielter Vertuschung. Was besonders deutlich wurde ist, dass Aussagen von jungen Kindern vor Gericht fast nicht zählen und dass fast jede Schilderung von rituellen Aspekten dazu führt, dass Aussagen verworfen werden und Anklagen scheitern. Demzufolge ließe sich schlussfolgern, dass pädophile Satanisten prinzipiell Lücken in dem Behördenapparat ausnutzen können, indem sie junge Opfer auswählen und dem Missbrauch einen rituellen Charakter verleihen. Auch der Einsatz von leichten Dosen an Alkohol, Medikamenten oder Drogen könnte sehr gut funktionieren, um zu verhindern, dass die Opfer gerichtlich verwertbare Aussagen machen.

Dennoch bleibt die Frage, warum organisierte pädophile Satanisten ausgerechnet Kinder in Kindertagesstätten als Opfer auswählen, denn Missbrauch kann nicht ewig unentdeckt bleiben und selbst Vertuschungen im Nachhinein in den Behörden sorgen nicht dafür, dass die Täter unbekannt bleiben. Von einer hochprofessionellen, weitverzweigten und übermächtigen satanischen Verschwörung erwartet man eher, dass sie Kinder entführt oder zumindest Opfer sucht, die Waisenkinder sind oder deren Eltern das Sorgerecht entzogen wurde.

Die Wahrscheinlichkeit ist fast 100%, dass Kinder aus der Presidio-Kita sexuell missbraucht wurden. Die offene Frage ist, ob Satanisten beteiligt waren und ob es sich um ausgereifte Satanisten handelte oder nur um gewöhnliche Verbrecher, die ein paar Pentagramme malten und sich eine Kutte anzogen, weil sie sich damit wichtiger fühlten.

Lt. Colonel Aquino beteuerte immerzu seine Unschuld und dass er das Opfer von fiesen christlichen Fanatikern und Betrügern wurde. Nichtsdestotrotz ist das Internet voll mit Artikeln und Theorien über ihn und die Tage, in denen er völlig unbeschwert im Fernsehen auftreten konnte, sind vorbei. Er erhielt auch bestimmt eine Menge Drohbriefe, Drohanrufe und konnte sich nicht mehr ohne Weiteres in der Öffentlichkeit bewegen wie vorher. Wir finden auch in dem Presidio-Skandal keine Hinweise darauf, dass er beteiligt gewesen wäre an Gehirnwäsche im Zuge eines MONARCH-Programms.

Es gab viele weitere Fälle weltweit, die sich um organsierten Kindesmissbrauch in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen drehten und alle von diesen Fällen waren geplagt von ähnlichen Problemen wie die Fälle McMartin und Presidio. Die Medien, Behörden und viele „Experten“ hakten den ganzen Themenkomplex ab als „satanic panic“.

In den 2010er Jahren gab es eine Explosion von Gerichtsfällen in Großbritannien wegen längst vergangenen, organsierten Missbrauchsfällen. Der krasseste von diesen Fällen betraf den Fernsehstar Jimmy Savile, der mit Prinz Charles befreundet war und Adelstitel erhalten hatte. Andere Fälle drehten sich um Opfer in Schulen und Kinderheimen. Auch der verstorbene, ehemalige Premierminister Edward Heath geriet posthum unter Verdacht und es gab weitreichende Ermittlungen, weil einige Zeugen Aussagen machten. Bei jedem Fall gab es deutliche Hinweise darauf, dass damals bereits wiederholt Ermittlungen gebremst und gestoppt wurden. Bei einem der betroffenen Einrichtungen fand man Berichten zufolge vergrabene Knochen, aber es hieß nach einem Wechsel des leitenden Ermittlers, dass keine bedeutenden Funde gemacht wurden. Es gab vereinzelte Aussagen über rituelle Aktivitäten von Savile, aber nichts, was sich dahingehend weiterverfolgen ließ.

Studien über rituelle Verbrechen

Die Studie „The Forensics of Sacrifice: A Symbolic Analysis of Ritualistic Crime” von Dr. Dawn Perlmutter wurde unter anderem deshalb angefertigt, damit die verschiedenen Strafverfolgungsbehörden nicht erst im Dunkeln tappen müssen, falls beispielsweise rituell getötete Tiere aufgefunden werden oder falls ein Mord passiert, bei dem rituelle Symboliken am Tatort oder der Leiche zu finden sind.

http://anthropoetics.ucla.edu/ap0902/sacrifice-2/

Es gibt eine überraschend große Bandbreite an Glaubensgemeinschaften wie Palo Mayombe oder Santeria, die beispielsweise rituell Tiere opfern und die lokale Polizei soll möglichst schnell abschätzen können, ob es sich nur um solche Praktiken und damit nur um kleine Vergehen handelt, oder ob beispielsweise Satanisten, Wiccas oder Vampirgruppen am Werk sind, die Tiere aufwändig quälen und letztendlich vielleicht auch Menschen ermorden wollen. Schändungen von Gräbern können das Werk von Teenagern sein, die sich wichtigmachen wollen, oder ein Hinweis dafür sein, dass eine gefährliche instabile Person in der Gegend ist, die als nächstes eine Brandstiftung an einer Kirche begehen will. Immer wieder werden auch Gräber geöffnet und Knochen gestohlen.

Satanische rituelle Morde werden in den allermeisten polizeilich bekannten Fällen von Einzeltätern oder Kleinstgruppen begangen. Es handelt sich in aller Regel um psychisch labile, psychopathisch-narzisstische Täter, die sich aus den Versatzstücken von Satanismus und Okkultismus ihr spirituelles Konzept zusammenbasteln und den Mord aus Neugier, Geltungssucht oder wegen Animositäten begehen. Oft sind die Täter verhältnismäßig jung und unfähig, die Leiche und Spuren gründlich zu beseitigen. Mal wurde eine Nonne totgeprügelt, dann mussten Angehörige dran glauben. Es gab Morde von Gruppen des organisierten Verbrechens, die beispielsweise von Voodoo oder einer gängigen Form des Okkultismus beeinflusst waren. Die Kriminologen versuchen dabei zu trennen, ob der rituelle Aspekt nur Beiwerk war, oder ein leitendes Motiv für die Tat. Adolfo de Jesus Costanzo war nicht nur Drogenboss, sondern auch Leiter einer besonders fanatischen Palo Mayombe-Gruppe. Seine Opfer wurden in aufwändigen Zeremonien hingerichtet. Organe wurden bei lebendigem Leibe entnommen und manche Opfer wurden gehäutet. Diverse Serienkiller wie Richard Ramirez oder Ed Kemper kleideten ihre Taten in ein spirituelles, okkultes Konzept.

Täter beabsichtigen einen magischen Transfer von „Energie“, das Erlangen von Rauschzuständen, die Vermehrung der eigenen Kräfte und die Erlangung neuer (magischer) Kräfte bis hin zur Unsterblichkeit. Manche Täter betrachten ihr Verbrechen als Teil eines „großen Werks“ wie die Zerstörung der sichtbaren Welt, um Platz zu machen für eine neue, oder als Anrufung von Dämonen oder als Loyalitätsbeweis gegenüber dem Teufel. In verschiedenen okkulten Systemen werden Definitionen von Gut und Böse verdreht oder komplett abgelehnt.

Okkultismus in Russland

Offiziell präsentiert sich das russische Regime als das “dritte Rom” und das Zentrum christlicher Moral in der Welt. Sieht man genauer nach, gibt es nur einen überschaubaren Prozentsatz an wirklich aktiven Christen dort und es wuchert der Okkultismus überall.

Die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti zitierte Experten des Innenministeriums, laut denen Satanismus eine größere Bedrohung für die nationale Sicherheit geworden sei als islamische Radikalisierung. In einem anderen Report von Ria Novosti erklärte ein führender russischer Psychologe, dass es im Land mehr okkulte Heiler als echte Ärzte gibt. Man schätzt 800.000 „Magier”. In russischen Zeitungen finden sich unzählige Kleinanzeigen, in denen die Mystiker und Okkultisten ihre Dienste anbieten oder neue Leute für ihre Gruppen anlocken wollen. Laut einer Erhebung des Levada-Meinungsforschungsinstituts haben 20% aller Russen bereits auf solche Anzeigen geantwortet.

http://en.ria.ru/russia/20100205/157781799.html

http://en.ria.ru/society/20101101/161163211.html

Okkultismus in Russland ist ein sträflich vernachlässigtes Forschungsgebiet und erfährt inzwischen glücklicherweise vermehrte Aufmerksamkeit. Ein äußerst lesenswerter wissenschaftlicher Artikel ist “The Occult Revival in Russia Today and Its Impact on Literature” von Birgit Menzel. Sie arbeitet an der Johannes Gutenberg Universität Mainz im Fachbereich Translation, Sprache und Kultur. 

“In den 1990ern handelten nicht weniger als 39% aller Sachbücher [in Russland] im Bereich Geisteswissenschaften von okkult-esoterischen Themen.”

Bereits die Zaren und der Adel vertieften sich in die Kaballah und andere mystische Glaubenssysteme. Dem stinkenden, sexbesessenen Guru Rasputin gelang es sogar, das letzte Zaren-Par von sich abhängig zu machen. Ironischerweise war es ein Netzwerk aus esoterischen Logen im ganzen Land, das sich an der Revolution beteiligte. Die sowjetische Akademie der Wissenschaften beschäftigte sich mit okkulten Steckenpferden wie Telepathie, Hypnose, Parapsychologie, intergalaktischen UFOs, Yetis, und dem Tungus-Meteoriten. Die Theosophie hatte einen gewaltigen Einfluss auf die russische Literatur und die Kunst. Stars der marxistischen Kultur wie Anatoly Lunacharsky, Maxim Gorky und Sergei Eisenstein waren begeistert von den Lehren. Dies zeigen Studien wie die von Maria Carlson, Bogomolov, Obatnin und Stahl-Schwaetzer.

Bernice Rosenthals Studie “The Occult in Russian and Soviet Culture” konzentriert sich auf bestimmte Phasen der Sowjet-Zeit. Allerdings muss noch viel Forschung geleistet werden im Hinblick auf den Okkultismus in der poststalinistischen Zeit, der die sowjetische Wissenschaft infiltrierte. Nach dem Verbot in den 1930er Jahren emigrierten viele Theosophen und Anthroposophen ins Ausland, nichtsdestotrotz blieben die Verbindungen aktiv. Der geheime Rosenkreuzer-Templer-Orden in Moskau existierte bis 1937. Der sowjetische Geheimdienst hatte sogar “Spezialagenten für okkulte Angelegenheiten” um Verhöre durchzuführen. Der Maler und mystische Theosoph Nikolai Roerich wurde zu einer international bedeutsamen Figur. Er brachte orientalische Einflüsse in den russischen Okkultismus und übersetzte Helena Blavatskys Werk “The Secret Doctrine” ins Russische. Nach seinem Tod 1947 war er eine offiziell gefeierte Figur in der Sowjetunion und gilt heute als Kultfigur.

Yury Mamleev entdeckte in den 1950er Jahren die westlichen Klassiker okkulter Literatur in der Moskauer Lenin-Bibliothek: Evola, Lévi, Papus, du Prel. In der Untergrundliteratur gab es auch Texte von Blavatsky, Steiner und Uspensky. Nach einem Boom der Parapsychologie, UFOs, Aliens und Yetis in den 60er Jahren wurden diese Themen 1977 wieder höchst offiziell verboten. In den 80er Jahren kam dann die starke Verbreitung des Neuheidentums, in den 1990ern fielen dann alle Begrenzungen weg.

Es gab eine Explosion der Popularität fanatischer Ideologen und Okkultisten, die ein russisch-europäisches Großreich anstreben, wie Gaidar Dzhemal, der durch das Buch von Pauwels und Bergier seine okkulte Karriere startete und ein enger Freund des berüchtigten Alexander Dugin und von Mamleev ist. Dieses Neuheidentum ist eine Renaissance alter slawischer Glauben. Alexander Dugins Überzeugungen basieren auf der Vorstellung einer indo-arischen Rasse und verbreiteten sich wie ein Lauffeuer unter russischen Politikern, Militärs, Intellektuellen und vielen Extremisten. Er steht nun der Administration von Präsident Putin nahe und beeinflusst auch das Denken europäischer politischer Kreise. Er bewundert Hitler und huldigt Nazi-Esoterikern wie Karl Haushofer. 2003 gründete er die Internationale Eurasische Bewegung, inspiriert von esoterischen Faschisten wie Julius Evola und Alain de Benoist. Seine Texte sind schwer beeinflusst von Astrologie, Atlantis-Mythen und Kabballah-Symbolik. Eine auserwählte indo-arische Rasse, geleitet von mystischem Geheimwissen, soll nach Meinung vieler Anhänger des russischen Okkultismus die Welt säubern von wertlosen Menschen. Klassiker-Autoren wie Gurdjieff und Roerich hielten die Mehrheit der Menschen schon für absolut unerleuchtet und praktisch kaum lebendig. Machtambitionen Russlands im Bezug auf Europa sollen nicht nur mit militärischen, politischen und wirtschaftlichen Methoden verfolgt werden, sondern auch mit Hilfe der Verbreitung esoterischer Kreise. Europa ist längst durchsetzt mit New Age und Okkultismus. Die russische orthodoxe Kirche wurde von Überläufern als KGB-Vehikel bezeichnet. Die Geheimdienste werden auch kaum ein Problem damit gehabt haben, Kontrolle über die esoterischen Bewegungen zu erlangen. Nichts in Putins Russland darf ungehindert Verbreitung finden, das nicht den Segen von oben genießt.

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