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Die verschiedenen Levels der Geheimverhandlungen um die Ukraine

SicherheitDie verschiedenen Levels der Geheimverhandlungen um die Ukraine

Kommentar

Seit 2014 wird andauernd verhandelt zwischen der Ukraine und Russland. Dementsprechend lächerlich mutet es an, wenn Russlandversteher betonen, dass man doch nur genügend miteinander reden müsse, um den Krieg zu beenden, statt Waffen zu liefern.

Das Thema Verhandlungen ist aber extrem komplex, da verschiedene Länder miteinander verhandeln, vor allem geheim und auf mehreren Levels. NATO-Staaten haben klargestellt, dass sie sich auf eine Materialschlacht in der Ukraine einlassen und sich dies mehr leisten können als Russland. Die Russen verhandeln mit den Chinesen um Sanktionen abzufedern und um an notwendige Bauteile und frische Munition zu gelangen. Natürlich verhandeln deshalb die Amerikaner mit den Chinesen, die wiederum Ansprüche erheben auf Taiwan. So wird eine Insel wie Taiwan plötzlich Verhandlungsmasse in den Verhandlungen um die Ukraine. Wären die Amerikaner bereit, Taiwan im Stich zu lassen, um damit Chinas Passivität ggü. Russland zu erkaufen?

Russland verhandelt in dem Zusammenhang auch den Einsatz von Atomwaffen. Laut staatlicher Doktrin käme das Arsenal nur bei „existenziellen Bedrohungen“ zum Einsatz, was ein Kriterium ist, das bereits erfüllt ist durch den gewaltigen Unterschied bei den Rüstungsbudgets zwischen NATO und Russland. Kann man sich vorstellen, dass in Geheimverhandlungen die Russen schachern um einen nuklearen Warnschuss gegen die Ukraine? Dass die Russen immer mehr Atomtechnologie an Nordkorea liefern werden, falls bestimmte Bedingungen nicht erfüllt werden? Wären die Amerikaner bereit, die Ukraine aufzugeben im Tausch dafür, dass die Situation um Nordkorea ruhigbleibt und Amerikas Ambitionen in Asien nicht gravierend gefährdet werden?

Wären die Supermächte bereit, einen oder zwei komplette Stellvertreterkrieg zu inszenieren, also von A bis Z nach vereinbartem Drehbuch verlaufen zu lassen, um ihr Gleichgewicht und ihren Status zu sichern? Immerhin wurde die Ukraine schon mehrfach verraten und verkauft.

Der russische Botschafter in den USA hat eine Spaltung der Kreml-Hierarchie wegen Wladimir Putins Invasion in der Ukraine angedeutet. Im russischen Staatsfernsehen sagte der Gesandte Anatoly Antonov, Amerika gebe dem Kreml heimlich die Verhandlungsbedingungen, um die brutalen Kämpfe zu beenden. Antonov, 67, deutete an, dass einige innerhalb der Machtstrukturen des Kremls bereit seien, den Kampf aufzugeben, einfallende Truppen zurückzudrängen und sogar öffentlich „Reue zu zeigen.

Laufen am Kreml vorbei etwa ähnliche Geheimverhandlungen wie damals zwischen Nazi-Generälen und den Briten? Wird angeboten bzw. gefordert, Putin zu beseitigen und öffentlich einen Neustart zu behaupten? Könnten die Russen diese Verhandlungsposition zu einer strategischen Täuschung benutzen? Immerhin geht es mit Putins Gesundheit rapide bergab und man könnte ihn wie einen Pokerchip verheizen, um etwas Wertvolleres zu bekommen.

Der hochrangige Diplomat, der als Hardliner gilt, sagte: „Die Amerikaner drängen uns zu Verhandlungen, aber mit bestimmten Bedingungen. „Ich würde drei nennen“, sagte er. „Erstens, um die Militäraktion als Teil der speziellen Militäroperation zu stoppen. Zweitens, um unsere Truppen dorthin zurückzubringen, wo sie vor dem 24. Februar waren.‘ Die dritte, sagte er, ist „zu bereuen für alles, was wir getan haben“.

Antonow sagte gegenüber Wladimir Solowjow, dem Moderator des russischen Staatsfernsehens: „Natürlich sagen wir entschieden und klar, und wir sind uns dessen unmissverständlich sicher – zumindest die russischen Diplomaten, die hier arbeiten – dass es keine solche Kapitulation geben wird. Niemals!“

Indem er sagte „zumindest die russischen Diplomaten, die hier arbeiten“, schien er anzudeuten, dass andere sich seiner Botschaft weniger sicher waren.

Russland beabsichtigt offenbar, den Krieg fortzusetzen – und an den neu besetzten ukrainischen Gebieten als Trumpfkarten festzuhalten – bis Kiew wirtschaftlich und militärisch erschöpft ist. Bei den derzeitigen Raten wirtschaftlicher Verwerfungen und dem derzeitigen Betriebstempo wird die Ukraine wahrscheinlich früher als Russland den Punkt der Erschöpfung erreichen.

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