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Coinbase: Bei Insolvenz der Crypto-Börse ist das Guthaben der User weg

WirtschaftCoinbase: Bei Insolvenz der Crypto-Börse ist das Guthaben der User weg

Der Gewinnbericht von Coinbase für das erste Quartal war eine Enttäuschung. Die größte Kryptowährungsbörse meldete einen vierteljährlichen Verlust von 430 Millionen US-Dollar und einen Rückgang der monatlichen Benutzer um 19%. Die amerikanische Bankenaufsichtsbehörde verpflichtete zusätzlich Coinbase, den Kunden mitzuteilen, dass es keine Einlagensicherung gibt im Falle eines Bankrotts. Wer sein Guthaben bei Coinbase liegen hat, könnte den Zugang dazu verlieren.

Coinbase sagte in seinem Ergebnisbericht vom Dienstag, dass es im Namen seiner Kunden 256 Milliarden Dollar sowohl in Fiat-Währungen als auch in Kryptowährungen hält. Es heißt, dass im Falle einer Insolvenzerklärung „die Krypto-Vermögenswerte, die wir im Auftrag unserer Kunden verwahren, Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sein könnten“. Coinbase-Benutzer würden zu „allgemeinen ungesicherten Gläubigern“, was bedeutet, dass sie kein Recht haben, bestimmtes Eigentum aus dem Austausch in Verfahren zu fordern. Brian Armstrong, CEO und Gründer von Coinbase, sagte, die Börse habe „kein Insolvenzrisiko“. Allerdings sind Kryptowährungen im Prinzip kein stabiles, viel genutztes Zahlungsmittel, sondern ein Spekulationsobjekt, eine Art NFTG (non-fungible token) mit legalem Schneeballsystem drumherum. Nicht nur unerfahrene Investoren könnten abgeschreckt werden, wenn die Kurse weiter fallen und diverse Kursschwankungen nicht mehr nach einem vorhersehbaren Muster verlaufen wie bisher: Neue schwindelerregende Kurshöhen werden erreicht, dann gibt es eine heftige „Kurskorrektur“ nach unten und das Spiel wiederholt sich. Wird das Spiel genau so ein unvorhersehbares und frustrierendes Glücksspiel wie Einzelaktien, rennen die Investoren davon. Frühe Einsteiger in dem System hätten die Motivation, zu verkaufen und ihre Guthaben möglichst schnell in echtes Geld zu konvertieren.

Bankkonten in den USA sind durch die Einlagensicherung der Federal Deposit Insurance Corporation geschützt. Für den Fall, dass eine Bank pleite geht, greift die FDIC ein, um Einlagen bis zu 250.000 $ zu schützen und zu verhindern, dass Einleger zusammen mit der Bank pleite gehen.

Krypto-Guthaben können auch außerhalb einer Börse wie Coinbase gelagert werden. Aber falls die Kurse crashen, kann man nicht unbedingt schnell und rechtzeitig verkaufen.

Mt. Gox

Lange Zeit war die größte Börse Mt. Gox. Laut der japanischen Presse sollen Ermittlungen der Polizei von Tokio ergeben haben, dass der ehemals größte Handelsplatz für die digitale Währung Bitcoin wahrscheinlich von Insidern leergeräumt worden sei, und nicht von Hackern. Mt. Gox vermittelte noch im August 2013 insgesamt 60% des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumens. Anfang 2014 erklärte der Betreiber Mark Karpeles, das Opfer eines Hacks geworden zu sein und dass die Gelder der Kunden von Unbekannt gestohlen worden wären. Am 28. Februar 2014 meldete das Unternehmen bei einem japanischen Bezirksgericht Insolvenz an. Karpeles schüttelte Wochen später noch überraschend 200.000 Bitcoins aus dem Ärmel, die er angeblich in alten Konten gefunden haben will. Das besänftigt aber nicht die Kunden; vor allem da immer noch hunderttausende Bitcoins fehlen und sich in der Vergangenheit bereits mehrere Betreiber von Bitcoin-Börsen als Betrüger herausgestellt hatten.

Der für den Betrieb von Mt. Gox verantwortliche Karpeles ist ausgerechnet ein Gründungsmitglied der Bitcoin-Stiftung.

Die Sichtung der der Geschäftsaktivitäten durch japanische Ermittler hätte ergeben, dass zwei Konten bei Mt. Gox immer höhere Guthaben anhäuften ohne dass reguläre Transaktionen dahintersteckten. Gelder von Kunden seien so abgeschöpft und die Beute gegen Dollars und andere reguläre Währungen verhökert worden.

Die britische Zeitung Guardian berichtete bereits im Mai 2014, dass Ende 2013 bei Mt. Gox zwei sogenannte „Bots“, also Computerprogramme mit Administratorfähigkeiten, die atemberaubende Zahl von 650.000 Bitcoins gekauft haben sollen, ohne wirklich echtes Geld ausgegeben zu haben. Dies entspräche einem Vermögen von mehreren hundert Millionen Dollars. Ein anonymer Bericht erklärte, dass vieles auf eine Urheberschaft von Insidern bei Mt. Gox hinweise. Auf diese Weise hätten die Bots den Bitcoin-Kurs mit Hilfe von manipulativen Luftbuchungen auf über 1000$ getrieben, was einen Run von Investoren auslöste. Die ständige Propaganda tat ihr Übriges und verkündete ständig, dass der Kurs noch in fünfstellige oder sechsstellige Regionen gehen werde.

Der Wissenschaftler Adi Shamir analysierte die Masse an anonymisierten, bisher stattgefundenen Transaktionen und kam zu interessanten Ergebnissen: Alle großen Transaktionen stammen von einer einzigen Mega-Transaktion ab. Durch weitere Zersplitterung und Verschachtelung sollte womöglich verschleiert werden, dass es sich um Fake-Trading einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe handelte. Nach hunderten Zwischenkonten wurden die Geldströme wieder zu dem Ursprungsbetrag zusammengefügt. Es ergab sich folgende Besitzstruktur:

Eine einzige Person besaß im Jahr 2012 zwischen 200.000 und 400.000 Bitcoin, eine weitere Person besaß zwischen 100.000 und 200.000, fünf Personen besaßen zwischen 50.000 und 100.000.

97% aller Bitcoin-Besitzer hatten weniger als 10 Transaktionen, während gerade einmal 75 Besitzer mit 5000 Transaktionen in Verbindung gebracht werden. Man geht von hunderttausenden Pseudo-Konten aus, die eine Kursmanipulation verschleiern können.

Kartell

Eine Studie des National Bureau of Economic Research zeigte, dass die wichtigsten 10.000 Bitcoin-Konten 5 Millionen Bitcoins halten, was etwa 232 Milliarden US-Dollar entspricht. Das bedeutet, dass etwa 0,01% der Bitcoin-Inhaber 27% der 19 Millionen im Umlauf befindlichen Bitcoins kontrollieren. Diese Ungleichheit ist um den Faktor 100 schlimmer als in der realen, traditionellen Wirtschaft: Die obersten 1% der Haushalte besitzen nach Angaben der Federal Reserve etwa ein Drittel des gesamten Vermögens.

Die überwiegende Mehrheit der Bitcoin-Transaktionen, etwa 90%, stammt aus Aktivitäten, die keine tatsächliche wirtschaftliche Funktion haben, sagten die Forscher. Ein richtiges Zahlungsmittel ist Bitcoin also nie geworden, sondern ein legales Schneeballsystem, das in dem Moment beendet wäre, wenn die staatlichen Regulatoren sich dazu entscheiden würden. Kein anderes Investment, hinter denen echte Werte, gesetzliche Zahlungsmittel, Edelmetalle oder Konzerne mit Assets stehen, kann mir Kryptowährungen mithalten. Dadurch würden Kryptos theoretisch den Markt herkömmlicher Investments langfristig zerstören. Kryptos haben keinen intrinsischen Wert, sondern es muss sich immer der nächstbeste Investor finden, der bereit ist, etwas Reales gegen Kryptos zu tauschen.

Der bekannte Forscher Adi Shamir analysierte vor Jahren bereits die Masse an anonymisierten, bisher stattgefundenen Transaktionen und kam zu interessanten Ergebnissen: Alle großen Transaktionen stammen von einer einzigen Mega-Transaktion ab. Durch weitere Zersplitterung und Verschachtelung sollte womöglich verschleiert werden, dass es sich um Fake-Trading einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe handelte, um den Kurs künstlich nach oben zu treiben. Nach hunderten Zwischenkonten wurden die Geldströme wieder zu dem Ursprungsbetrag zusammengefügt. Eine einzige Person besaß im Jahr 2012 zwischen 200.000 und 400.000 Bitcoin, eine weitere Person besaß zwischen 100.000 und 200.000, fünf Personen besaßen zwischen 50.000 und 100.000.

97% aller Bitcoin-Besitzer hatten weniger als 10 Transaktionen, während geradeeinmal 75 Besitzer mit 5000 Transaktionen in Verbindung gebracht werden. Man geht von hunderttausenden Pseudo-Konten die eine Kursmanipulation verschleiern können.

Der Piratenpartei-Gründer Falkvinge analysierte auf seiner Webseite seitsame Transaktionen: In Schritt 1 kauft die „Haifisch-Truppe“ eine Menge Bitcoins, der Kurs schießt um 8% nach oben. Diejenigen Trader, die auf ein Fallen gesetzt haben, ziehen sich zurück. Ein Mitglied der Haifisch-Truppe kauft einfach direkt oder getarnt über Strohmann-Konten von einem anderen Insider.

In Schritt zwei senkt die Haifisch-Truppe den Kurs wieder stetig ab und sorgt für Panikverkäufe von gewöhnlichen Tradern. Automatisiert wurden alle fünf Sekunden exakt ein Bitcoin verkauft. Der Eindruck entsteht, viele Trader würden aus Panik verkaufen. Dabei verkauft nur ein Mitglied der Haifisch-Truppe an ein anderes. Gewöhnliche Trader fürchten höhere Kurseinbrüche und verkaufen ihre Bitcoins – an die Insider. Ein wenig Absprache und schon wissen die 100 Insider theoretisch, wie der Kurs nächste Woche aussehen wird. Die anderen Bitcoin-User müssen raten und werden abgezockt. Das Muster wiederholt sich:

Würden die Insider ihre Millionen Bitcoins zu schnell auf den Markt werfen und gegen Dollars oder Euros tauschen, fiele der Kurs ins Bodenlose und die Party wäre vorbei.

In einer wissenschaftlichen Analyse über die Erzeugung von Einheiten der digitalen Krypto-Währung Bitcoin sprachen Nicolas T. Courtois, Marek Grajek und Rahul Naik auch über das Thema Sicherheit:

OFFIZIELL GILT BITCOIN ALS EXPERIMENTELL, BITCOIN BEHAUPTET NICHT EINMAL, SICHER ZU SEIN. DIE SICHERHEIT DES BITCOIN-PROTOKOLLS UND DER SOFTWARE IST SOGAR SCHON EINMAL GEBROCHEN WORDEN. AM 15. AUGUST 2010 ERZEUGTE JEMAND DIE VERBLÜFFEND HOHE MENGE VON 184 MILLIARDEN BITCOINS IM [THEORETISCHEN] WERT VON BILLIONEN DOLLARS AUS DEM NICHTS UND BRACHTE DAS DEZENTRALISIERTE SYSTEM DAZU, DAS ZU AKZEPTIEREN.

DAS PROTOKOLLSYSTEM UND DIE SOFTWARE WURDEN SOFORT GEPATCHED UND DAS BITCOIN-PROTOKOLL IST NUN IN DER VERSION 2. ALLE BITCOIN-NUTZER WELTWEIT MUSSTEN ZUSTIMMEN, DIESE SELTSAME ZUORDNUNG VON GELD ZU LÖSCHEN. DER EINZIGE WEG, UM SICH VON DIESER ART VON FEHLER ZU ERHOLEN, IST DER KONSENS. ES GAB AUCH GROSSE CYBERATTACKEN MIT ECHTEN EXPLOITS GEGEN BITCOIN-SOFTWARE UND SYSTEME. IN EINEM EINZELNEN DIESER FÄLLE GINGEN 17.000 BTC VERLOREN (ODER WURDEN GESTOHLEN) IM WERT VON MILLIONEN DOLLARS

ES GIBT DARÜBERHINAUS AUCH NICHT-TECHNISCHE GRÜNDE, SEHR ZURÜCKHALTEND ZU SEIN MIT BITCOIN. INTERESSANTERWEISE HANDELT ES SICH BEI DEM ENTWICKLER DES SYSTEMS ANSCHEINEND UM EIN PSEUDONYM UND ER IST VERSCHWUNDEN. SOWEIT WIR SEHEN KÖNNEN, HAT KEIN EINZIGER ERNSTHAFTER AKADEMISCHER KRYPTOLOGE ÖFFENTLICH SEIN VERTRAUEN IN BITCOINS UND DEREN SICHERHEIT GEÄUSSERT. IM GEGENTEIL, DIE COMMUNITY DER KRYPTOGRAPHEN, GENAU WIE DIE COMMUNITY DER SOFTWAREENTWICKLER, SIND VOLLER HOCHFÄHIGER CODEBRECHER, DIE JEDEN TAG IMMER NEUE ATTACKEN UND EXPLOITS FINDEN IM BEZUG AUF GESICHERTE SYSTEME WIE BITCOIN

EINE WICHTIGE QUELLE IN DIESEM BEREICH IST EIN PAPER, DAS BEI FINANCIAL CRYPTOGRAPHY 2012 PUBLIZIERT WURDE. DIESES PAPER ERKLÄRT DEUTLICH, DASS HUNDERTE AKADEMISCHE ANALYSEN VERÖFFENTLICHT SIND, DIE DIE EFFIZIENZ UND SICHERHEIT VON E-GELD-KONSTRUKTIONEN VERBESSERN SOLLEN. GLEICHZEITIG ERKLÄREN DIE AUTOREN, DASS BITCOIN EIN VERGLEICHSWEISE SIMPLES SYSTEM IST, DAS KEINE AUSGEFALLENE VERSCHLÜSSELUNG BENUTZT UND ALLES ANDERE ALS PERFEKT IST. SIE ANALYSIEREN DANN IM FOLGENDEN DIE SICHERHEIT DES BITCOIN-SYSTEMS VON ZAHLREICHEN PERSPEKTIVEN UND ERWÄGEN VIELE INTERESSANTE ANGRIFFE.

Bitcoin ist keine Geldrevolte gegen das Establishment. Bitcoin sind digitale Tulpenzwiebeln, kultiviert von einer zwielichtigen Gruppe an Individuen, die gerne den Nelson Mandela spielen, wenn ihr Handeln die Aufmerksamkeit von Strafverfolgungsbehörden nach sich zieht.

Brock Pierce

Er wurde ein Vorsitzender der Bitcoin-Stiftung. Seine Ernennung führte zu einigem erstaunten Raunen und manchen Rücktritten aus Protest. Vor 15 Jahren war er Mitbegründer einer Internetfirma mit zwei weiteren Unternehmern. Es wurden 60 Millionen Dollar verblasen ohne dass signifikante Einnahmen generiert wurden und man erklärte schließlich Insolvenz. Alle drei wurden in Anklageschriften genannt im Bezug auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen, Vergewaltigung und Morddrohungen. Bei manchen Angestellten der Firma, die so etwas wie Youtube hätte werden können, soll es sich um Minderjährige gehandelt haben. Auch Pierce selbst war erst 17 Jahre alt, als er in das Haus des 23 Jahre älteren Collins-Rector zog und prompt ein Gehalt von 250.000$ kassierte. Zuvor war Pierce als Kinderstar in Disney-Produktionen zu sehen.

Alle drei flüchteten zunächst jedoch nach Spanien, weil weitere Zeugen ihnen Missbrauch vorwarfen. Pierce, Rector und Shackley ignorierten die Anklagen. 2002 folgte die Verhaftung der Männer nach einer Razzia durch Interpol. Bei der Hausdurchsuchung sollen Waffen, Juwelen und Kinderpornografie gefunden worden sein.

Collins-Rector wurde schließlich verurteilt. Es existierten mehrere Verfahren und es kommen sogar heute noch Ankläger dazu, allerdings existieren nach so langer Zeit jedoch oft nur noch Aussagen.

Ein wahrer Pädo-Ring um Collins-Rector soll jahrelang männliche Teeanager missbraucht und mit Karrierechancen gelockt haben. Pierce wohnte sogar in dem Haus des Regisseurs der X-Men-Reihe, der kürzlich wegen angeblicher Pädoparties angeklagt wurde.

Pierce erklärte nach seinem Direktorenposten bei der Bitcoin Foundation, dass ihm Anklageschriften nicht zugestellt wurden und er erst später Wissen von jenen erlangt hatte. Letztendlich sei ihm nichts nachgewiesen worden. Dennoch schadet seine Ernennung laut anderen Mitgliedern der Bitcoin-Stiftung und Beobachtern dem Ruf der digitalen Währung. Außerdem einigte sich Pierce mit dem Mitbegründer eines Internet-Unternehmens auf eine unbekannte Summe nach einer Anklage wegen Betrugs.

Nun will die Firma Sunlot Holdings Limited von Pierce die Reste von Mt. Gox kaufen, der ehemals weltgrößten Bitcoin-Wechselstube die ausgerechnet von einem Bitcoin-Mitbegründer geschaffen und an die Wand gefahren wurde. Mehrere hundert Millionen Dollar an Kundengelder gelten als verloren bzw. gestohlen.

Mark Karpeles

Gründungsmitglied der Bitcoin-Stiftung. Kaufte 88% der Wechselstube Mt. Gox die inzwischen insolvent ist. Wegen einer technischen Schwäche von Bitcoin sollen hunderte Millionen Dollar Kundengelder verschwunden sein. Die US-Behörden verlangten sein Erscheinen vor Gericht, er lehnte dies jedoch zunächst ab. Laut einem Bericht von Autoren der Zeitung Le Monde und der Seite ars technica soll er 2010 wegen Server-Piraterie und Betrug in Frankreich zu einem Jahr Haft verurteilt worden sein. Die Strafe trat er nicht an. Auch die Behörden von Japan, wo Mt. Gox registriert war, ermitteln.

Charlie Shrem

Mitbegründer des Vorstandes der Bitcoin-Stiftung. Leitete die Wechselstube BitInstant. Wurde verhaftet am JFK-Flughafen weil er geholfen haben soll, 1 Million $ an Geld zu waschen für Geschäfte auf der inzwischen geschlossenen Handelswebseite für Drogen namens Silk Road. Er selbst will von keinen illegalen Verwendungen des Geldes gewusst haben und plädiert für den Prozess im September auf unschuldig. Er deutete an, verfolgt zu werden, weil Bitcoin angeblich die etablierten Währungen bedrohe.

Satoshi Nakamoto

Der angebliche Schöpfer von Bitcoin. Existiert er überhaupt? Niemand hat ihn je gesehen, nicht einmal die anderen Leute bei Bitcoin. Nicht sehr vertrauenserweckend. Er soll sein Werk an zwei Hanswurste übergeben haben, die zuvor jahrelang Online-Poker spielten.

Gavin Andresen

Bitcoin-Chefentwickler Gavin Andresen erzählte kürzlich in einem Interview über seinen Vortrag im CIA-Hauptquartier 2011:

„INSGESAMT WAR DIE REAKTION RECHT POSITIV, AUCH WENN DAS KEINE BESONDERS GESPRÄCHIGEN LEUTE SIND. EINER DER TEILNEHMER WAR EIN WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLER VON DER FEDERAL RESERVE, UND ICH WAR ÜBERRASCHT, WIE AUFGESCHLOSSEN ER DER IDEE VON BITCOIN GEGENÜBERSTAND. AUS SEINEM VORTRAG HABE ICH GELERNT, DASS DIE ZENTRALBANKEN ÜBERALL AUF DER WELT AN MACHT ÜBER DAS GELDVOLUMEN VERLIEREN, WEIL EINE REIHE VON GELDERSATZPRODUKTEN – WIE DIE FINANZDERIVATE DES SCHATTENBANKENSYSTEMS – IMMER EINFLUSSREICHER WERDEN.“

Andresen studierte an der elitären Princeton University (1988 Bachelor’s degree in Computer Science).

Die geheimdienstliche Venture Capital Arm In-Q-Tel der CIA sucht nach Start Up-Firmen die im Interesse der nationalen Sicherheit liegen. Außerdem machte er eine deutliche Absage an Spekulanten und ihre Träume von vier- oder fünfstelligen Dollarwechselkursen pro Bitcoin:

„ICH GLAUBE, DIE WICHTIGSTE HERAUSFORDERUNG IN NAHER UND MITTLERER ZUKUNFT IST ES, BITCOIN WIRKLICH STABIL ZU MACHEN. NUR EINE STABILE WÄHRUNG IST EINE GUTE WÄHRUNG. UNSER GELD SOLL LANGWEILIG UND VORHERSEHBAR SEIN.“

Bitcoin-Sicherheitschef geht wegen „völlige Mangel an Transparenz“

Ausgerechnet Andreas Antonopoulos, der leitende Sicherheitschef von Bitcoin, verlässt das Projekt wegen einem „völligen Mangel an Transparenz“. Dabei wird ja gerade geworben damit, dass Bitcoin so offen und transparent sei. Er sagte, er will nicht einmal mehr die „kleinstmögliche Verbindung“ zur Bitcoin-Stiftung haben. Steigt er rechtzeitig aus, bevor die Bankenaufsicht den ganzen Laden verhaftet und anklagt?

„Bitcoin kann gebrochen werden“

Einer der wichtigsten Entwickler von Bitcoin, Jeff Garzik, erklärte zusammenfassend:

„BITCOIN IST NUR EINE MASCHINE. SIE KANN GEKAUFT WERDEN. ODER ANGEGRIFFEN. ODER GEBROCHEN WERDEN.“

Was passiert wenn die SEC den ganzen Laden hochnimmt?

Der Bitcoin-Preis würde ins Bodenlose fallen. Ein realistischer Preis für eine Einheit der digitalen Währung Bitcoin liegt laut Berechnungen bei gerade einmal 4 US-Dollar. 

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