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Neues Buch über COVID-Ursprung „What really happened in Wuhan“ berührt nur das Ultra-Paradoxon

PolitikNeues Buch über COVID-Ursprung "What really happened in Wuhan" berührt nur das Ultra-Paradoxon

Rezension

Das neue Buch „What Really Happened In Wuhan: A Virus Like No Other, Countless Infections, Millions of Deaths“ von Sharri Markson von Sky News ist am 29. September erschienen und kann nur gewöhnliche Erwartungen erfüllen. Das Ultra-Paradoxon liegt der Autorin vor den Füßen und ihr Verständnis reicht nicht aus, die nächsten Schritte zu gehen.

Die USA, Frankreich, England, Australien, Kanada und China arbeiteten separat und gemeinsam an Bio Defense, also dem Schutz vor Pandemien, und erhöhten damit die Eintrittswahrscheinlichkeit für eine gefährliche Pandemie. Trotz der vielen Aktivitäten wurden wertvolle Wochen vergeudet, bis koordinierte Maßnahmen begannen, um SARS-2 einzudämmen. Das ist ungefähr so, als würde ein Geheimdienst Rechtsextremismus bekämpfen und als Resultat wird das Problem mit Rechtsextremismus immer größer. Oder man führt einen Krieg gegen den islamischen Terror und das Resultat ist mehr Extremismus und eine immer größere Gefahrenlage.

Die Franzosen halfen den Chinesen beim Bau des Level-4-Labors und der Ausbildung des Personals. Sogar die amerikanischen Biowaffen-Spezialisten von Fort Detrick/USAMRIID, NIAD und die Experten von UT/Galveston halfen mit. Obendrauf gab es noch Cash. Alles auf dem Silbertablett, damit in Wuhan herumgebastelt werden konnte an Fledermaus-Coronaviren und manipulierten Mäusen mit menschen-ähnlichen Zell-Rezeptoren. China prollt ja mächtig, wie hoch das eigene Bruttoinlandsprodukt ist und wie man die USA wirtschaftlich überholen möchte. Man schwimmt regelrecht im Geld und baut mehrere neue Flugzeugträger um Militärmacht endlich auch außerhalb des unmittelbaren Territoriums ausüben zu können. Und trotzdem fehlen dann plötzlich verhältnismäßig kleine Summen für die Laborsicherheit. Wissenschaftler in Fledermaushöhlen ohne ausreichende Schutzkleidung werden (vor laufender Kamera) vollgepisst und man verlor einfach den Überblick, wer jetzt alles in Quarantäne muss. Die Amerikaner, die Franzosen und die britischen Geheimdienste waren über die erheblichen Mängel im Bilde. Und dann passiert eine heftige Pandemie. Natürlich besteht eine Rest-Wahrscheinlichkeit, dass ein unbekannter böswilliger Akteur den Virus verbreitet hat, um China zu schaden und in Streit zu verwickeln mit den USA. Aber hierfür gibt es bisher absolut null Geheimdienst-Erkenntnisse. Und außerdem hätte man solchen Akteuren ja ein operatives und propagandistisches Sprungbrett geliefert, wenn man bei der Sicherheit schlampt.

Es besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Pandemie auf einer Pelzfarm oder einem dicht gedrängten Fleischmarkt ihren Ursprung nahm. Auch hier ist klar, dass man mit überschaubaren Summen an Geld das Risiko erheblich hätte minimieren können. Selbst der übervorsichtig formulierende Virologe Christian Drosten kann nur raten, ob nach (!) dem Beginn der Pandemie in China überhaupt flächendeckend Proben bei den Pelzfarmen entnommen wurden, um zu klären, was passiert ist.

Und jetzt kann ich Ihnen sagen, dass es keinerlei Studien gibt in der wissenschaftlichen Literatur – keinerlei –, welche die Frage beleuchten, ob Marderhund-Zucht­bestände oder auch andere Karnivoren-Zucht­bestände, Nerze zum Beispiel, in China dieses Virus, Sars-2, tragen.

Der Interviewer konnte es nicht fassen und hakt mehrfach bei Drosten nach. Selbst wenn das Problem in einer Pelzfarm entstanden war, hätte China beim ersten Auftreten der neuen Krankheit weltweit Alarm schlagen können und hätte internationale Hilfe erhalten. Den ganz genauen Ursprung hätte man trotzdem vertuschen können. Aber nein, China unterdrückte und verschleppte Informationen haufenweise.

Der Schreibstil von Sharri Marksons Buch ist nicht mein Fall. Die Kapitel beginnen häufig mit Roman-ähnlichen Beschreibungen über das Wetter und zahlreiche nutzlose Details, die das menschliche Element der Geschichte und der geheimdienstlichen Seilschaften hervorkehren sollen. Gerade dieses menschliche Element ist aber ein riesiges Problem. Bekanntermaßen pflegen angloamerikanische Geheimdienste einen bewusst familiären Stil, um das Vertrauen ihrer eigenen Agenten und ihrer Quellen aus aller Welt zu kultivieren. Das ändert aber rein gar nichts an der Realität des Spionagewesens, wo überall Verrat und Hintergedanken lauern. Die CIA basiert auf dem Skull&Bones-Netzwerk und die Angloamerikaner ließen im chinesischen Bürgerkrieg bewusst die Nationalisten im Stich, um den Kommunisten zum Sieg zu verhelfen. Firmen wie Bechtel mit Ex-CIA-Personal verhalfen China zum Weltmachtstatus. Gleichzeitig hegt und pflegt die CIA chinesische Überläufer und politische Flüchtlinge an der US-Ostküste. Man wickelt sie ein mit familiären Methoden. Aus diesen Seilschaften erhielt man interessante Informationen aus China im Hinblick auf die SARS-2-Pandemie. Aber man kann sich denken, dass die richtig bedeutenden Informationen auf die allerhöchsten Ebenen der beiden Supermächte beschränkt bleiben.

Wer sich in die COVID-Pandemie eingearbeitet hat, langweilt sich in vielen Kapiteln des Buchs. In Kapitel 11 geht es um den März 2018, als der Diplomat Rick Switzer und ein US-Generalkonsul berichteten, was ihre Delegation zum Wuhan-Institut beobachten konnte. Es gab eine deutliche Warnung in diplomatischen Mitteilungen vor der Level-4-Einrichtung in Wuhan. Solche Anlagen kosten verhältnismäßig viel, aber wir reden vom finanzstarken China, nicht von irgendeinem unbedeutenden asiatischen Hinterland, das sein Geld mit Reisanbau verdient.

Sir Richard Dearlove, ex-MI6-Direktor, hat gute Kontakte zu den Franzosen, die das Labor in China mitgebaut und Training geliefert hatten, heißt es. Die Franzosen waren höchst unerfreut, so schnell von den Chinesen ausgeschlossen zu werden. Francois Heisbourg von der Kommission des französischen Präsidenten für Sicherheit, warnte ebenfalls. Die Chinesen sollten eigentlich an einer internationalen Datenbank von gefährlichen Erregern mitwirken, machten aber ihre eigene Datenbank auf und bekamen Hilfe von der „Eco Health Alliance“, dem amerikanischen NIH, Galveston UT, und USAMRIID. Wichtige Sätze in Regierungs-Akten sind geschwärzt. Nun könnte man denken, die Chinesen brauchten einfach ein paar Millionen Dollars extra und die Amerikaner brauchten ein Fenster hinein in die chinesischen Aktivitäten. Warum brauchten die Chinesen aber die Extra-Almosen? Sogar der höchste Direktor des Wuhan-Instituts hatte schwere Bedenken über die Forschung. Dr. Yuan Zhiming warnte im Journal of Biosafety and Security. Der Wissenschaftler Tian Junhua (Wuhan Centre for Disease Control) meinte, es sei erschreckend einfach, sich zu kontaminieren mit Feldermäusen, bzw. dem Urin, Kot und Blut. Es gibt ein Video wo ein Forscher Blut und Urin abbekommt ohne angemessene Schutzkleidung zu tragen. Man verlor einfach den Überblick, wer sich alles kontaminiert hatte und in Quarantäne sollte.

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