Geheimdienste

Blackwater-Gründer stand britischem Spion nahe, der Democrats und moderate Republicans systematisch infiltrieren ließ

Kommentar

Ein ehemaliger britischer Spion namens Richard Seddon, der mit dem Sicherheitsunternehmer Erik Prince (Blackwater) verbunden ist, eine reiche Erbin des Gore-Tex-Vermögens und diverse Undercover-Agenten infiltrierten 2020 die Democrats und sogar gemäßigte Republicans, enthüllt die NY Times. Ziel sei gewesen, Schmutz zu sammeln und dadurch Donald Trump zu helfen.

Die Linken wittern hierbei das Werk der rechten Weltverschwörung, während die Rechten diese Spionagekampagne als Kampf gegen die linke Weltverschwörung interpretieren.

Erik Prince, der Seddon angeworben hatte, ist der Bruder von Betsy DeVos, der Bildungsministerin von Herrn Trump. Die Organisation „Council for National Policy“ (CNP), der Prince angehört, verwaltet weite Teile der rechten Sphäre, darunter auch extremere Kreise und auch Verschwörungsmedien-Influencer. Nach dem Skandal um die Datenbeschaffung von Cambridge Analytica für die Trump-Wahl 2016 machten wichtige Beteiligte weiter mit der Firma Emerdata Limited. An Bord ist Rebekah Mercer, Alexander Nix und  Johnson Chun Shun Ko von der Frontier Services Group, die auf den Blackwater-Gründer Erik Prince zurückgeht, der die Trump-Administration berät zu Afghanistan. Der DeVos-Clan sammelt seit Jahrzehnten Geld für Republicans und unterstützte auch George W. Bush.

Seddon war MI6:

Wie zu seiner Zeit bei MI-6 bestand das Ziel darin, potenzielle Gegner oder Ziele auszuspionieren, ohne erwischt zu werden, und dann die Informationen leise zu nutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Bei richtiger Durchführung können solche Operationen über Jahre dauern.

Geld kam von der Erbin des Goretex-Konzers, dessen Gründer 16 Jahre lang bei DuPont verbracht hatte, der Megakonzern der sich sowohl in die Democrats, als auch in die Republicans eingekauft hatte. Die DuPonts gehen zurück bis in die Tage von Thomas Jefferson und steuerten Joe Bidens Karriere.

Ms. Gore ist seit langem eine mysteriöse, aber einflussreiche Figur – sie nutzt ihr großes Vermögen im Stillen, um die Vorherrschaft konservativer Anliegen zu sichern. 2008 gründete sie die Wyoming Liberty Group, eine gemeinnützige Organisation in Cheyenne, die libertäre und konservative Anliegen vorantreibt.

Das Gleichgewicht

Es gibt nicht wirklich diese scharfe Trennung in der amerikanischen Oberschicht, wie Linke und Rechte glauben. Die Oberschicht konnte spielend leicht mit ihrem Geld das gesamte politische Spektrum kaufen, von links über die Mitte nach rechts, inklusive Libertäre und die gewöhnliche Verschwörungsideologie. Damit sich nichts am Status Quo für die Oberschicht ändert, muss man den gesellschaftlich-politischen Kampf am Laufen halten und jener darf nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Dass beispielsweise jede Legislaturperiode ältere, christliche-konservative Stammwähler der Republicans aussterben und junge Leute (zeitweise) eher nach links tendieren, wurde dadurch ausgeglichen, dass Milliardäre wie die Kochs und Mercers die neurechte Trendwelle bezahlten und die Marketing-Kampagne, mit der man aus dem New Yorker Immobilienhai Trump innerhalb weniger Monate den konservativen Messias Amerikas machte. Dann musste man noch haufenweise Wähler unrechtmäßig von den Wählerlisten tilgen (wie schon zur Bush-Ära) und schon hatte man wieder eine ausgeglichene Situation. Fast wäre das Gleichgewicht gekippt, denn mit etwas Bürokratie könnte man Millionen Menschen in den USA mit permanentem Aufenthaltsstatus das Wahlrecht verschaffen. Die Democrats nutzten bisher dieses Potenzial nicht, was Bände darüber spricht, wie fake das amerikanische politische System ist. Eigentlich hätten die Republicans seit George Bush Sr. oder Ronald Reagan keine Präsidentschaft mehr gewonnen. Dann wären konservative Bürger gezwungen gewesen, sich nicht mehr einfach auf die Parteistrukturen der Republicans zu verlassen und hätten selber Politik machen müssen. Das wäre aber schlecht für die Oberschicht, die es viel lieber sieht, wenn das weiße Haus alle vier bis acht Jahre zwischen den Parteien hin- und herwechselt. Niemand von den alt- oder neurechten Figuren, niemand aus der „Patrioten“-Szene, kein Incel, und kein White Power-Aktivist kann überzeugend darlegen, wie und wann denn der Split passiert sein soll in der US-Oberschicht in einen verfeindeten linken und einen rechten Block. Traditionell wird das Märchen geglaubt, die Weisen von Zion (Rothschilds etc.) hätten einfach mal so die Kontrolle über die USA übernommen, ohne aufgehalten zu werden.

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