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Pfusch, Spionage und Schweigegelübde: Die Realität in den Biolabors und in internationalen Kooperationen

SicherheitPfusch, Spionage und Schweigegelübde: Die Realität in den Biolabors und in internationalen Kooperationen

Das Wuhan Institut für Virologie (WIV) verfügt erst seit 2018 über ein aktives Labor der Sicherheitsstufe 4. Es handelt sich um das erste seiner Art in China überhaupt. Das Projekt kam nur zustande durch ausländische Hilfe und ausländisches Training. Die anderen Labors erfüllen nur die Standards der Sicherheitsstufen 2 und 3 und dort wurde in der Vergangenheit an Coronaviren geforscht.

Das WIV hat enge Verbindungen zum Galveston National Laboratory in den USA, gegen das nun ermittelt wird wegen möglichen chinesischen Zahlungen, die nicht ordnungsgemäß angegeben worden sein könnten. Der Bau des WIV wurde in Zusammenarbeit mit dem CIRI-Labor der französischen Regierung fertiggestellt. Innerhalb weniger Jahre sollten also chinesische Forscher in einer Stufe-4-Einrichtung zurechtkommen, obwohl andere Länder mit deutlich mehr Erfahrung immer wieder Schwierigkeiten hatten mit der Sicherheit.

Das WIV war auch eng mit dem kanadischen National Microbiology Laboratory (ebenfalls Stufe 4) verbunden, bis die WIV-Mitarbeiter Xiangguo Qiu und ihr Ehemann Keding Cheng im Juli 2019 aus geheimen Gründen aus dem kanadischen Labor entfernt wurden.

Die kanadische Presse betonte, dass es keinen Zusammenhang gäbe mit SARS-Cov-2 und COVID. Die chinesischen Forscher hatten eine Reihe an gefährlichen Erregern von Kanada ans WIV in China transportieren lassen. Auch dies soll nicht im Zusammenhang stehen mit dem Rauswurf von Dr. Xiangguo Qiu, ihrem Ehemann Keding Cheng und ihren Schülern aus China. Die knappe Erklärung lautete „Regelverstoß“ und die Details bleiben geheim. Was ist also gemeint? Verschafften sich die Chinesen Zugang zu Informationen, für die sie keine Berechtigung hatten oder versuchten sie, einen solchen Zugang zu erreichen? Oder schafften es die Chinesen wiederholt nicht, die Sicherheitsregeln einzuhalten? Letzteres wäre besonders fatal, weil Xiangguo Qiu immer wieder nach Wuhan reiste um dort im neuen Level-4-Labor Personal weiterzubilden.

https://nationalpost.com/news/covid-19-pandemic-wuhan-institute-of-virology-ebola-national-microbiology-laboratory

„Es ist verdächtig. Es ist alarmierend. Es ist möglicherweise lebensbedrohlich“, sagte Amir Attaran, ein Rechtsprofessor und Epidemiologe an der Universität von Ottawa.

„Wir haben eine Forscherin, die vom RCMP aus dem höchsten Sicherheitslabor Kanadas aus Gründen entfernt wurde, die die Regierung nicht offenlegen will. Die Geheiminformationen bleiben geheim. Aber wir wissen, dass sie vor ihrer Entfernung einen der tödlichsten Viren auf der Erde und mehrere Varianten davon verschickt hatte zu einem Labor in China, das gefährliche Funktionsgewinn-Experimente durchführt. Und das Labor hat Verbindungen zum chinesischen Militär.“

Die ATIP-Dokumente identifizieren erstmals genau, was nach China verschifft wurde. Die Liste enthält zwei Fläschchen mit jeweils 15 Virusstämmen:

  • Ebola Makona (drei verschiedene Sorten)
  • Mayinga.
  • Kikwit.
  • Elfenbeinküste.
  • Bundibugyo.
  • Sudan Bonifatius.
  • Sudan Gulu.
  • MA-Ebov.
  • GP-Ebov.
  • GP-Sudan.
  • Hendra.
  • Nipa Malaysia.
  • Nipah Bangladesch.

https://www.cbc.ca/news/canada/manitoba/canadian-scientist-sent-deadly-viruses-to-wuhan-lab-months-before-rcmp-asked-to-investigate-1.5609582

Verblüffenderweise gab es Unklarheit über die Verpackung der tödlichen Viren und der fehlenden Dekontamination des Pakets vor dem Versand. Der Fehler soll aber bei den Kanadiern passiert sein:

„Der einzige Grund, warum die richtige Verpackung verwendet wurde, ist, dass die Chinesen ihnen schrieben und sagten: ‚Machen Sie hier keinen Fehler?‘ Wenn das nicht passiert wäre, hätten die Wissenschaftler auf einem Air-Canada-Flug ein tödliches Virus falsch verpackt platziert. Das wäre fast passiert“, sagte Attaran.

Das Paket wurde am 31. März 2019 mit einem kommerziellen Air Canada-Flug von Winnipeg nach Toronto und dann nach Peking geroutet.

Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde meinte:

„Viele von uns denken, dass es eine so große Geschichte ist, dass sie aus ziemlich schwerwiegenden Gründen versuchen, die Sache zu begraben. Wir wissen nur nicht, was die Gründe sind.“

Die wissenschaftliche Gemeinschaft war zunächst skeptisch, dass die Chinesen ein Level-4-Labor starten wollten. Viele Wuhan-Laborwissenschaftler wurden extra in einem Level-4-Labor im französischen Lyon in Sicherheitsverfahren geschult. Wenn die Chinesen bei den Lehrgängen einen guten Eindruck machen, heißt dies aber noch nicht, dass dann später Transparenz darüber herrscht, wie gut die Sicherheitsstandards auch im Wuhan-Labor eingehalten werden.


Nature Magazine berichtete 2017:

Doch die Komplexität des Projekts, mangelnde Erfahrung Chinas, Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Finanzierung und lange staatliche Genehmigungsverfahren führten dazu, dass der Bau [des WIV] erst Ende 2014 abgeschlossen wurde.

Es erinnert an das Tschernobyl-Desaster. Zuwenig Geld, zuviel Bürokratie.
Geplant war frühzeitig, an dem SARS-Erreger zu forschen, für den gar kein BSL-4-Labor erforderlich ist, im Gegensatz etwa zu Ebola oder dem westafrikanischen Lassa-Virus. SARS entkam mehrmals aus Labors in Asien.

Das SARS-Virus ist mehrmals aus hochrangigen Sicherheitseinrichtungen in Peking entkommen, bemängelte Richard Ebright, Molekularbiologe an der Rutgers University in Piscataway, New Jersey.
Er fügt hinzu, dass die Regierungen davon ausgehen werden, dass solche Überkapazitäten für die potenzielle Entwicklung von Biowaffen bestimmt sind.

„Diese Einrichtungen sind von Natur aus doppelt verwendbar“, sagt er. Auch die Aussicht auf mehr Möglichkeiten, Affen Krankheitserreger zu injizieren, beunruhigt ihn eher als erregt: „Sie können rennen, sie können kratzen, sie können beißen.“

Das erste BSL-4-Labor in Japan wurde 1981 gebaut, aber bis 2015 nur mit risikoärmeren Krankheitserregern beauftragt, als dann die Sicherheitsbedenken endgültig ausgeräumt wurden.

„BSL-4-Anlagen sind unglaublich teuer in Bau und Betrieb, und das geht zu Lasten anderer Bereiche der biomedizinischen Forschung“, sagt der Molekularbiologe und Biosicherheitsspezialist Richard Ebright. Hat beim chinesischen WIV also das Level-4-Labor soviel Budget und Arbeitsleistung verbraucht, dass bei den Labors mit Level 2 und Level 3 gespart wurde? Bekanntermaßen gibt es in Labors ständig irgendwelche Probleme mit der Technik und die Versuchung ist groß, die Regeln hier und da zu brechen, um Geld und Zeit zu sparen.

https://www.nature.com/news/ebola-spurs-creation-of-japan-s-first-maximum-security-biolab-1.18179https://www.nature.com/news/inside-the-chinese-lab-poised-to-study-world-s-most-dangerous-pathogens-1.21487

Vor der COVID-19-Pandemie wurde die Coronavirus-Forschung am WIV in BSL-2- und BSL-3-Labors durchgeführt.

https://www.sciencemag.org/sites/default/files/Shi%20Zhengli%20Q%26A.pdf

Galveston

Das Galveston National Laboratory (GNL) in Galveston, Texas, USA, ist ein nationales Hochsicherheitslabor für Biocontainment, in dem mehrere Forschungslabore der Biosicherheitsstufe 4 untergebracht sind. Im Jahr 2020 leitete das US-Bildungsministerium eine Untersuchung des Galveston National Laboratory in Bezug auf frühere Interaktionen mit dem Wuhan Institute of Virology ein. https://www.wsj.com/articles/u-s-probes-university-of-texas-links-to-chinese-lab-scrutinized-over-coronavirus-11588325401

Das Bildungsministerium hat das gesamte System der University of Texas aufgefordert, eine Dokumentation seiner Geschäfte mit dem chinesischen Labor vorzulegen, das US-Beamte als potenzielle Quelle der Coronavirus-Pandemie untersuchen. Die Anfrage ist Teil einer umfassenderen Untersuchung amerikanischer Unis. Interessanterweise sieht man momentan in England eine ähnliche breite Untersuchung, ob Universitäten und deren Funktionäre gegen Geld Regeln gebrochen und Chinesen Zugang verschafft haben zu heiklen Technologien.

In den USA geht es um insgesamt 6,5 Milliarden US-Dollar an bisher nicht offengelegten ausländischen Finanzierungen. In ihrem Schreiben vom 24. April forderte die Abteilung den Kanzler des University of Texas-Systems auf, Aufzeichnungen über ihre Geschäfte mit dem Wuhan-Labor vorzulegen.

In einem Brief an die Führung des US-Repräsentantenhauses und des Senats kritisierten Mitglieder des Kongresses unter der Leitung von Senatorin Martha McSally (R., Ariz.) und dem Abgeordneten Matt Gaetz (R., Fla.) einen Zuschuss der National Institutes of Health, der die globale Forschung zu Coronaviren unterstützte, an das Wuhan-Labor.

„Wir sind sicher, dass Sie damit einverstanden sind, dass das Geld der Steuerzahler nicht an ein gefährliches chinesisches staatliches Bioagent-Labor geschickt werden sollte, das keiner bdeutsamen Aufsicht durch die US-Behörden unterliegt“,

schrieben die Mitglieder. Weniger als eine Woche später sagte EcoHealth Alliance Inc., ein in New York ansässiger Stipendiat, der mit dem Wuhan-Labor an dem Projekt arbeitet, das NIH habe die Finanzierung der Coronavirus-Forschung eingestellt.

Das NIH bestätigte in einer Erklärung, dass der sechsjährige Zuschuss in Höhe von 3,4 Millionen US-Dollar beendet wurde. Das Geld wurde sowohl an den Hauptpreisträger, die EcoHealth Alliance, als auch an die Unterpreisträger verteilt, darunter das Wuhan-Institut für Virologie, die East China Normal University in Shanghai, das Institut für Pathogenbiologie in Peking und die Duke-NUS Medical School in Singapur.

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