Politik

Ukraine könnte bis zu 7 Millionen Soldaten mobilisieren

Russland hat die Ansammlung von Truppen an der Grenze zur Ukraine auf eine Art und Weise betrieben, die möglichst sichtbar ist für Satelliten und andere Möglichkeiten der Beobachtung. Inzwischen sind genügend Soldaten und Gerätschaften zusammen, um eine Invasion durchzuführen, aber die Beurteilung, ob es sich nur um einen Bluff handelt, gestaltet sich schwierig. Das einzige, was wirklich funktionieren würde, wäre eine überwältigende Blitzkrieg-Kampagne, um die Ukraine in wenigen Tagen zu überrollen. Dann müsste Moskau in einem Aufwasch gleich noch das Baltikum einnehmen und Teile von Polen, weil ansonsten die NATO dort größere Truppenverbände ansammeln würde. Niemand im Kreml hat Lust auf eine Wiederholung des Afghanistan-Desasters, wo die Amerikaner die notwendigen Waffen geliefert hatten, um die teuren sowjetischen Panzerfahrzeuge und Fluggeräte abzuschießen. Eine beabsichtigte Machtdemonstration kann sich schnell zu einer gefährlichen Blamage entwickeln.

Die Ukraine kann bis zu 7 Millionen Soldaten mobilisieren und ausstatten. Die Ukraine und die NATO schätzen, dass 2,5 Millionen Tonnen konventioneller Munition in der Ukraine zurückblieben, als sich das sowjetische Militär zurückzog, sowie mehr als 7 Millionen Gewehre, Pistolen, Mörser und Maschinengewehre. Die überschüssigen Waffen und Munition wurden in über 180 Militärbasen gelagert, darunter in Bunkern, Salzminen und im Freien. Bis 2014 war ein Großteil dieses Überschusses nicht verschrottet worden. 255.000 aktives Militärpersonal ist im Einsatz, während 1 Million Mann als Reserve dienen.

Ein großer Faktor ist Spionage; die Ukraine ist durchsetzt mit Agenten Moskaus. Bis zur Euromaidan-Krise 2014 unterhielt die Ukraine enge militärische Beziehungen zu Russland, die aus ihrer gemeinsamen sowjetischen Geschichte stammen.

Das Rüstungsbudget der Ukraine ist stark begrenzt: Im Jahr 2016 beliefen sich die Verteidigungsausgaben im Jahr 2016 auf 4,4 Mrd. USD oder 5% des BIP. Die in der Ukraine institutionalisierte Korruption in Verbindung mit kleinen Budgets ließ das Militär in einem so erschöpften Zustand zurück, dass ihre Fähigkeit, die Krise auf der Krim und auf dem Donbass zu bewältigen, minimal war.

Strategisch könnten die USA die Ukraine opfern als eine für Russland kostspielige Dauerbelastung. Um einen Krieg zu führen gegen Partisanen ist eine zahlenmäßige Übermacht notwendig und viel Geld, das in Russland fehlt.

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