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Bis 1992 hatten die USA fast die niedrigsten Strompreise der Welt und das zuverlässigste System

Bis 1992 hatten die USA fast die niedrigsten Strompreise der Welt und das zuverlässigste System.

Seit einem Jahrhundert waren Energieversorger gesetzlich darauf beschränkt, ihre nachweisbaren Kosten wieder reinzuholen und einen „angemessenen“ Gewinn einzustreichen. Doch 1992 begann George H. W. Bush in den letzten Atemzügen seiner gescheiterten Präsidentschaft, die Branche zu „deregulieren“, was soviel bedeutete, die Branche neu regulieren zu lassen von einer Gang an Piraten mit politischer Deckung.

Die in Texas ansässige Firma Enron konnte Tricks verwenden wie „Ricochet“, „Get Shorty“ und „Death Star“, um die Preise explodieren zu lassen sprengen, wenn durch das Wetter Kraftwerke abgeschaltet werden mussten. Enron war nicht der einzige Lone Star-Power-Pirat. Houston Power & Light fuhr Kraftwerke zu irrsinnigen Zeiten rauf und runter.

Bushs Sohn George W. Bush, damals Gouverneur von Texas, unterzeichnete 1999 ein Gesetz, das die unglücklichen Kunden des Staates zwang, jeden Preis zu akzeptieren, den der „freie“ Markt diktierte. Ken Lay, CEO von Enron, zeigte seine Wertschätzung, als er Baby Bushs Spender Nummer eins für dessen Ambitionen aufs Präsidentenamt wurde.

Die Großhandelspreise für Strom in Texas liegen normalerweise bei rund 50$ pro Megawattstunde, aber diese Woche waren es über 9.000 $. So etwas passiert bei jedem Kälteeinbruch und jeder Hitzewelle. Eine Ladenbesitzerin, Akilah Scott-Amos, zeigte The Daily Beast ihre Stromrechnungen, die von 34 USD pro Monat auf 450 USD für einen einzelnen Tag explodierten.

Am Samstag, dem 13. Februar 2021, wurden dem Griddy-Kunden Akilah Scott-Amos 456,78 USD für einen einzigen Tag Strom berechnet. Bis Montag hatte sich ihre Rechnung um weitere 2.500 Dollar erhöht. Letztes Jahr zahlte sie 33,93 US-Dollar für den gesamten Monat Februar.

Jeder Bundesstaat in Amerika verbindet seine Stromleitungen, um im Notfall Unterstützung zu bieten. Außer Texas. Um eine Bundesregulierung zu verhindern, hat sich Texas absichtlich geweigert, seine Leitungen mit anderen Staaten zu verbinden.

Die Bundesregierung, die ein Mindestmaß an Schutz wiederhergestellt hat, kann nur Versorgungsunternehmen überwachen, die an das nationale Netz angeschlossen sind. Texas hat sich also buchstäblich vom Rest des elektrischen Systems der USA abgeschnitten.

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7 comments

SVEN GLAUBE 22. Februar 2021 at 13:21

Bei der „EXELON CORPORATION“ ist der Elektrische-Strom-Preis aber VIEL BILLIGER als bei EON und EDF !!!!!!

EXELON CORPORATION

http://www.EXELONCORP.CoM

Reply
WELTÜBERGANG 22. Februar 2021 at 9:54

Nun, Ökonomie ist die Wissenschaft des „Ungesehenen“. Wahrscheinlich macht es keinen Sinn, auf Deregulierung in einer einzelnen Branche zu schimpfen, ohne das gesamte Chaos der amerikanischen Wirtschaft zu bemerken. Würden die Amerikaner keine krasse Inflation seit Jahrhunderten haben, nicht an Korruption leiden, nicht über 50% ihres staatlichen Budgets für Militär aufwenden und viele sozialistische Projekte finanzieren müssen (Schule, sogenannter sozialer Wohnungsbau, NASA), dann hätten wären sei reich genug, um Preisschwankungen in einer einzelnen Branche abfedern zu können.

Auf dem freien Markt sind Preiserhöhungen ein Zeichen, wo die Ressourcen am dringendsten benötigt werden. Wenn Stromkosten steigen, dann werden sie alle, die gerade nicht in einer Not sind, weniger davon verbrauchen. Damit bleibt mehr (bzw. dasselbe für einen günstigeren Preis) für die Notleidenden in Texas übrig. Der steigende Strompreis ist zweitens ein Signal an alle anderen Unternehmer, zusätzlichen Strom dorthin zu bringen. Damit würde zusätzliches Angebot für die steigende Nachfrage geschaffen.

Ich wette, es gibt heutige Regulierungen, die schnelle Hilfe verhindern. Vielleicht darf nicht jeder aus einem benachtbarten Bundesland einfach Strom nach Texas exportieren. Vielleicht muss man eine „Lizenz“ haben, um mit einem Dieselgenerator nach Texas zu fahren und dort für Geld Strom zu verkaufen. Vielleicht muss man nachweisen, dass 1% des Stromes „grün“ ist. Vielleicht ist der Strompreis „festgelegt“, sodass jede andere Firma und Institution in Texas nicht sparen muss, sondern weiterkonsumieren kann, was die Strompreise für notleiden Privathaushalte erhöht. Oder was auch immer.

Ich denke mal, das amerikanische, libertäre Mises-Insitut wird uns in Artikeln bald erklären, warum Deregulierung in der Energiebranche nicht schuld gewesen sein soll. Für gewöhnlich wissen die, wovon sie schreiben. Allerdings kennen die nicht den geheimdienstlichen Aspekt, nachdem Kapitalisten nicht automatisch gut sind.

Wahrscheinlich wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.

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AlexBenesch 22. Februar 2021 at 10:30

„Deregulierung“ ist eigentlich das falsche Wort. Es handelte sich um eine Neuregulierung, die von befreundeten Politikern und Großunternehmern und deren Anwälten durchgeführt worden war. Es gibt praktisch nichts Unreguliertes von Bedeutung. Wenn man sein Stromnetz in die Hände von depperten Sozialisten legt, wird es teuer und ineffizient. Wenn man es in die Hände legt von der Republican Mafia, kriegst du Enron-Skandale, Abzocke und Sicherheitsrisiken. Das lässt sich nicht mit den üblichen ideologischen Standard-Kategorien einordnen und lösen.

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SVEN GLAUBE 22. Februar 2021 at 13:29

@WELTÜBERGANG

NEIN DIE MILITÄR-AUSGABEN SIND NICHT SCHULD DARAN !!!!!

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WELTÜBERGANG 22. Februar 2021 at 14:25

Die Amerikaner zahlen 50% Steuern und über 50% des Bugdets geht ans Militär.
Das Militär ist schuld an so ziemlich allem.

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SVEN GLAUBE 22. Februar 2021 at 17:36

NEIN DASS MILITÄR IST NICHT SCHULD AN GAR NICHT’S !!!!!!

UND SELBST WENN 99% ALLER STEUERN AN DASS MILITÄR GEZAHLT WERDEN IST DASS NICHT KEIN PROBLEM, DANN WIRD HALT NOCH SEHR VIEL MEHR GELD GEDRUCKT BASTER !!!!!!!

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SVEN GLAUBE 25. Februar 2021 at 20:14

ICH WÜNSCHE MIR DASS DEUTSCHLAND 50% SEINER STEUERGELDER FÜR MILITÄRISCHE AUFRÜSTUNG GEGEN RUSSLAND’S REGIME AUSGEBEN WÜRDE !!!!!!

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