Politik

WHO-Ermittler dürfen nicht das Wuhan-Labor untersuchen

Ein Team von WHO-Experten traf heute in Wuhan ein und wurde sogleich von den Kommunisten an eine kurze Leine gesetzt. Peking hat sich lange dem Druck für eine umfassende Untersuchung widersetzt und Theorien angepriesen, dass das Virus möglicherweise nicht aus Wuhan stammt, aber das WHO-Team wurde nach monatelangen Verhandlungen mit den chinesischen Behörden doch noch zugelassen.

Die zehn Wissenschaftler dürfen auf dem Marktplatz herumlaufen, den man als Epizentrum des Ausbruchs vermutet hat, aber das nahegelegene Wuhan-Labor, wo an Fledermaus-Coronaviren herumexperimentiert wurde, ist tabu. Es ist unwahrscheinlich, dass man auch die wichtigen Minenschächte betreten darf, wo Fledermäuse eventuell Vorläufer des Virus SARS-Cov-2 in sich tragen. China hatte rund ein Jahr Zeit, theoretisch Spuren zu beseitigen.

Ein chinesischer Regierungssprecher sagte diese Woche, dass die WHO-Besucher sich mit chinesischen Wissenschaftlern austauschen würden, gab jedoch keinen Hinweis darauf, ob sie Beweise sammeln dürften.

Chinas COVID-Fallzahlen sind auf dem höchsten Stand seit dem Ende des ersten Ausbruchs.

Es wird allgemein angenommen, dass das Virus ursprünglich von Fledermäusen stammte, aber ein vermutetes drittes Tier, das es zwischen Fledermäusen und Menschen übertragen hat, ist unbekannt.

Einige Mitglieder des WHO-Teams waren vor einer Woche auf dem Weg nach China, mussten jedoch umkehren, nachdem Peking bekannt gegeben hatte, dass sie keine gültigen Visa erhalten hatten.

Peter Ben Embarek, der Leiter der WHO-Mission, sagte, die Gruppe könne „sich bewegen und unsere chinesischen Kollegen persönlich treffen und zu den verschiedenen Orten gehen, die wir besuchen möchten“.

‚Was wir mit dem internationalen Team und seinen Kollegen in China tun möchten, ist, in die Wuhan-Umgebung zurückzukehren, die ersten Fälle erneut zu befragen, andere Fälle zu finden, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht entdeckt wurden,“ sagte Ben Embarek im November.

Laut der veröffentlichten Agenda der WHO gibt es jedoch nicht einmal Pläne, um zu beurteilen, ob es möglicherweise zu einer versehentlichen Freilassung am Wuhan Institute of Virology gekommen war.

Ein „wissenschaftliches Audit“ der Aufzeichnungen und Sicherheitsmaßnahmen des Instituts wäre eine „Routinetätigkeit“, sagte Mark Woolhouse, Epidemiologe an der Universität von Edinburgh.

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