Wirtschaft

„The Delaware Killer“: Bidens Homebase wurde benutzt für massenweise krumme Insolvenzen von Megakonzernen

Der US-Bundesstaat Delaware, wo Joe Bidens politische Karriere die längste Zeit über beheimatet war, und die seit über 100 Jahren von der mächtigen DuPont-Familie kontrolliert wird, ist nicht nur eine der beliebtesten Anlaufstellen für Top-Konzerne, die Steuern vermeiden wollen, sondern wurde auch zu einem Ort gemacht, wo Insolvenzverfahren beschleunigt und eher zulasten von Kreditgebern ablaufen.

Mehr als 60% der Unternehmen auf der Fortune 500-Liste hatten Ende der 1990er Jahre ihren offiziellen Sitz in Delaware. Zumindest auf dem Papier.

86% der Insolvenzen von US-Firmen, die größer als 200 Millionen $ waren, fanden ebenfalls in Delaware statt. Die Sache war so dreist, dass die „National Bankruptcy Review Commission“ eingriff und Änderungen entwarf, die als „Delaware Killer“ bezeichnet wurden. Firmen, die nicht physisch in Delaware saßen, sollten künftig nicht mehr dort Insolvenz anmelden dürfen.

Joe Biden, der angebliche Linke, war gar nicht erfreut: „Ich verstehe nicht, welcher Nutzen erfüllt sein soll, wenn man Fälle abzieht von einem Gericht mit solch einer verlässlichen Geschichte.“

Die Gerichte in Delaware waren ebenfalls besetzt mit Personen, die den DuPonts genehm waren. Biden torpedierte mit anderen Schwergewichten aus Delaware die Änderungen und die Sache galt bald als abgeblasen. Ende der 90er häuften sich die Privatinsolvenzen von Amerikanern, die insbesondere in die Schuldenfalle durch Kreditkarten geraten waren. Die Banken und Kreditkartenanbieter forderten Gesetzesänderungen, die es dem gewöhnlichen Bürger deutlich schwerer machen würden, Privatinsolvenz anzumelden und seine Schulden loszuwerden. Joe Biden stellte sich deutlich auf die Seite der Banken.

In Delaware hatten zehn Kreditkarten-Anbieter ihren Sitz, darunter die zweitgrößte solcher Firmen in den USA, MBNA. Von MBNA bekam Biden großzügige Spenden und er verkaufte sein Haus zum doppelten Preis an einen Spender von MBNA. Joes Sohn Hunter bekam sofort nach seinem Studium einen Lobbyisten-Posten bei MBNA und schaffte es erstaunlich schnell zum Senior Vice President. Joe stimmte wieder und wieder zugunsten der Gesetzesänderungen ab, sogar in Einklang mit Republicans, bis die Sache endlich durchging. Laut Joe hätten es „viele Leute zu einfach gehabt, ihren Verplfichtungen auszuweichen, indem sie Insolvenz anmelden“.

Der Glass Steagall Act, der zu große Konzentrationen von Finanzmacht verhindern sollte, wurde beendet zugunsten von Citibank durch eine Stimme von Joe Biden.

Zeitweise ließ sich Biden sponsern von dem Banker David L. Paul, der sich bei seiner CenTrust Bank bediente, obwohl er der Pleite entgegenlief. Am 25. November 1993 wurde Paul vor dem Bundesgericht wegen Betrugs verurteilt, weil er die Gelder des CenTrust persönlich genutzt hatte, während das Spar- und Darlehensgeschäft scheiterte. Paul wurde in 68 Punkten verurteilt, davon 47 wegen Bankbetrug, 9 wegen falscher Verwendung von Centrust-Geldern, 5 wegen Einreichung falscher Steuererklärungen, 4 wegen Postbetrug, 2 wegen Behinderung von Aufsichtsbehörden, ein Fall von Verschwörung und ein Fall von falschen Eintragungen in die Bücher des Centrust. Angesichts einer maximalen Gefängnisstrafe von 350 Jahren wurde er nur zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt und zur Zahlung von 65 Millionen Dollar.

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