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Der Vergleich zwischen der Hoax-Verschwörungstheorie zu COVID und dem Klimawandel-Wahn hinkt gewaltig

PolitikDer Vergleich zwischen der Hoax-Verschwörungstheorie zu COVID und dem Klimawandel-Wahn hinkt gewaltig

Der Vergleich zwischen der Hoax-(Schwindel-)Verschwörungstheorie im Bezug auf COVID und dem Klimawandel-Wahn mag auf den ersten Blick verlockend und plausibel erscheinen, hinkt aber gewaltig.

Das Argument, das von teilweise extremen COVID-Verharmlosern verwendet wird, lautet im Prinzip, dass ja beim Thema Klimawandel dem Establishment ein weltweites Täuschungsmanöver gelungen sei mit zahllosen Wissenschaftlern als Komplizen. Genauso würde es nun gelingen, bei der COVID-Pandemie ein weltweites Täuschungsmanöver durchzuziehen mit zahllosen Wissenschaftler als Komplizen. Weil die Erderwärmung eine Fake-Bedrohung sei, müsse auch das Virus SARS-Cov-2 eine Fake-Bedrohung sein.

Denkt man auch nur eine Minute über diesen Vergleich nach, fällt er in sich zusammen:

Beim Klimawandel-Wahn haben Russland, Indien und China bislang nicht wirklich mitgemacht, sondern nur pseudo-mäßig. Bei COVID hingegen zogen Russland, Indien und China richtiggehend in den Krieg gegen das Virus mit harten und sogar härtesten Maßnahmen.

Der Klimawandel-Wahn wurde über Jahrzehnte hinweg behutsam aufgebaut, um überzeugend zu wirken und um bad science besser verstecken zu können mit Hilfe von zahlreichen schlechten Studien. COVID traf hingegen die Welt innerhalb von Wochen wie eine kalte Dusche. Selbst mit entsprechender Vorbereitung könnten die Verschwörer nicht der Welt innerhalb weniger Wochen einen solchen ober-krassen Virus-Schwindel aufzwingen, bei dem zehntausende Ärzte und Schwestern und Experten in zig verschiedenen Ländern (auch in Russland, Indien, oder China) direkt oder indirekt eingeweiht wären.

Bei dem Klimawandel-Unfug beteiligte sich insbesondere Russland bisher nur pseudo-mäßig, aber bei COVID ergriff das Putin-Regime harte Lockdown-Maßnahmen, man kündigt Zwangsimpfungen an, man kooperiert mit westlichen Impfstoffherstellen wie GSK und man will im VEKTOR-Institut möglichst schnell einen COVID-Impfstoff zusammenpfuschen.

Vergleich mit der Schweinegrippe funktioniert auch nicht

Als letzten Strohhalm könnte man versuchen, zu argumentieren, dass es ja vor Jahren gelungen sei, in überschaubarer Zeit einen großen Schwindel zu veranstalten mit der Schweinegrippe. Eine arte-Doku zur Schweinegrippe H1N1 von 2009 macht derzeit die Runde im Internet. Die Doku zeigt zwar Korruption in der Pharmabranche, Politik und in globalen Organisationen. Aber es gelang niemandem, einen weltweiten Schwindel zu betreiben, so wie es nun bei SARS-Cov-2 unterstellt wird. Die WHO löste zunächst großen Alarm aus, trat dann aber auf die Bremse. Es bestand das Risiko, dass H1N1 ähnlich gefährlich sein könnte wie die verwandte “Spanischen Grippe” von 1918, ein ungewöhnlich virulenter Stamm. Um auf Nummer sicher zu gehen, grätschte die Staatengemeinschaft vehement bei dem Ausbruch dazwischen.

Man nutzte damals simple Quarantänemaßnahmen bei Verdachtsfällen und Infizierten; später auch diverse Vorbeugemaßnahmen. Das Interesse an dem Impfstoff war besonders in Deutschland sehr gering. In den USA oder Mexiko gab es ein paar überschaubare Shutdown-Maßnahmen.

Der arte-Beitrag hat insofern Recht, wenn er die undurchsichtigen Netzwerke der Korruption anprangert, aber er sagt uns nichts über die Gefährlichkeit von SARS-Cov-2 über ein Jahrzehnt später.

Viren können trotz gewisser Ähnlichkeiten eine drastisch unterschiedliche Gefährlichkeit aufweisen. Man muss bei jeder neuen Pandemie aufs Neue genau hinsehen und kann sich nicht irgendein Beispiel aus der Vergangenheit selektiv herauspicken, wo das große Armegeddon ausblieb.

Die ganz vehementen Verharmloser von COVID 19 können nicht erklären, weshalb westliche Eliten das Risiko eingehen sollen, eine Fake-Pandemie zu veranstalten (sogar zweimal hintereinander, wenn man die Schweinegrippe als Fake tituliert), anstatt einfach einen tatsächlich gefährlichen Virus absichtlich in Umlauf zu bringen. Da bei der Schweinegrippe keine riesige Katastrophe aufgetreten war, wäre es die dümmstmögliche Vorgehensweise von Verschwörern gewesen, es 2020 mit einer Fake-Pandemie zu versuchen, die zwangsläufig relativ bald zu einem Rohrkrepierer werden würde. Das Establishment würde sich damit nahezu mit 100%iger Sicherheit selbst diskreditieren. Ließe man stattdessen einen wirklich gefährlichen Virus los, klappt das wie am Schnürchen mit der Pandemie und der Umsetzung freiheitsberaubender Maßnahmen.

Selbsternannte Detektive und Experten mit Abschlüssen von der Youtube-Universität

Wir von Recentr haben von Anfang an kommuniziert, dass es sich bei einem Virus bereits um eine komplizierte Angelegenheit handelt, dass eine Pandemie kompliziert ist, dass die Auswirkungen auf die Supermächte komplex sind und die Suche nach einem möglichen Urheber der Pandemie in verschiedene Richtungen gehen und auf nachrichtendienstlichem Niveau stattfinden muss. Es gibt (vereinfacht dargestellt) 10 verschiedene Szenarien.

Die gängigen „alternativen Medien“ hatten völlig verfrüht, gefühlt nach 5 Minuten erklärt, den Fall bereits gelöst zu haben: Der Virus sei harmlos; Bill Gates und diverse westliche Politiker reden eine Pandemie herbei. Das Putin-Regime sei nach wie vor die gute Supermacht. Amen. Man begnügte sich damit, im Wesentlichen nur eines von 10 Szenarien näher zu betrachten, sich verbissen darauf festzulegen und eine Hexenjagd bzw. Hasskampagne in Gang zu setzen gegen Zweifler und Kritiker dieser Sichtweise. Die Copy&Paste-Krieger entschieden sich ausgerechnet für eine sehr schwache Verschwörungshypothese und zeigten wenig Interesse an deutlich plausibleren Verschwörungshypothesen.

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