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ZDF-Film „Die Hamburger Krankheit“ von 1979 zeigt Pandemie als Verschwörung von Wissenschaftlern, inspiriert vom Club of Rome

Der Film „Die Hamburger Krankheit“ von 1979, mitfinanziert vom ZDF, zeigte eine verheerende Virus-Pandemie als Verschwörung von Wissenschaftlern, inspiriert vom Club of Rome.

Der Trailer erinnert etwas an den Zombie-Klassiker “Dawn of the Dead” aus demselben Jahr:

Die WELT interviewte kürzlich den Regisseur Peter Fleischmann, der seine Inspiration für die Geschichte schildert:

Der Club of Rome hatte gerade die „Grenzen des Wachstums“ herausgebracht. Das hat mich sehr beschäftigt. […] So nebenbei kamen wir auf die Idee, dass sich Wissenschaftler aus vielen Ländern heimlich zu einem Kongress treffen würden, weil sie alle die gleiche Frage antreibt: Man muss etwas tun, um die Menschheit zu retten. Zu diesem Zweck beschließen sie, eine künstliche Epidemie hervorzurufen.

Sein Pandemie-Wissen bekam Fleischmann von Epidemiologen und Experten vom Hamburger Tropenkrankenhaus. Würde er heute eine Fortsetzung seines Films drehen, wären die Verschwörer hinter der Pandemie eine Gruppe von Superreichen, die der Auffassung sind, dass die Hälfte der Menschheit sowieso unnütz sei. Fleischmann betrachtet die Verschwörung also durch eine links-sozialistische Brille. Abgesehen davon, dass insbesondere linke Regime wie China oder die Sowjetunion gezielt Millionen Menschen umbrachten, die als unnütz oder als zu aufmüpfig galten, waren es ausgerechnet die Superreichen, die die sozialistische Bewegung ursprünglich geschaffen hatten als kontrollierte Opposition zum Fake-Kapitalismus.

Fridays for Future hat sich die Großeltern-Generation als Feindbild einreden lassen, Greta Thunbergs Wutrede bei den Vereinten Nationen haute in dieselbe Kerbe und nun sang der Dortmunder Kinderchor im WDR „Meine Oma ist ne alte Umweltsau!“. Dass es sich nur um Satire handeltem glaubt keiner ernsthaft. Nach dem Gesang meint eines der Kinder:

„We will not let you get away with this!“

Es reicht nicht, darauf hinzuweisen, dass die verwöhnten Gören von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und zuhause eine funktionierende Heizung, Kühlschrank und WLAN wie selbstverständlich erwarten.

Als Greta Thunberg 2019 auf einem Boot den Atlantik überquerte, hatte sie ein Mitglied der Casiraghi-Familie aus der Linie der Grimaldis vom Fürstentum Monaco dabei. Monacos Adel förderte einst Jacques Cousteau, der auch eine rege Vergangenheit hatte beim französischen Marinegeheimdienst, als Wegbereiter der modernen Kampfschwimmer-Elitetruppen und als Entdecker des Öls für Abu Dhabi. Cousteau ist Träger des „Order of Australia“ von Königin Elisabeth II.

In einem Interview von 1991 im UNESCO Courier klagte er schon über CO2 und Treibhauseffekt und wollte die Weltbevölkerung reduzieren durch mehr Bildung für Frauen und die “Eliminierung von 350.000 Menschen pro Tag”9:

“Was sollten wir tun, um Leiden und Krankheiten zu beseitigen? Es ist eine wunderbare Idee, aber vielleicht nicht ganz so vorteilhaft auf lange Sicht. Wenn wir versuchen, es umzusetzen, können wir die Zukunft unserer Spezies gefährden…. Es ist schrecklich, das sagen zu müssen. Die Weltbevölkerung muss stabilisiert werden, und dazu müssen wir 350.000 Menschen pro Tag beseitigen. Das ist so schrecklich sich auszumalen, dass wir es nicht einmal sagen sollten. Aber die allgemeine Situation, in der wir uns befinden, ist bedauerlich”.

In dem Interview macht er zusätzlich noch deutlich, dass Seuchen in den ersten 1400 Jahren nach Christus dabei halfen, den Überschuss an Menschen auszugleichen durch haufenweise Tote. Deshalb dürfe man Viren heute nicht eliminieren. Ob ihm bewusst war, dass die Grimaldis, die ihn sponserten, zum Teil diejenigen Boote besaßen im 14. Jahrhundert, mit denen sich der „Schwarze Tod“ in Europa verbreitete?

Cousteau beklagte in dem Interview, dass ein Amerikaner aus der Mittelschicht den Planeten stärker ausbeuten würde als 20 arme Menschen aus Bangladesch. Der zunehmend sinnlose Konsum der Gesellschaft sei ein Teufelskreis und vergleichbar mit einer Krebserkrankung. Dass seine adeligen Gönner extrem viel Luxus konsumierten und über Konzerne Ressourcen ausbeuteten, erwähnte er natürlich nicht. Verarmte Untertanen wie in Bangladesch seien viel akzeptabler als Mittelschicht-Amerikaner, die vielleicht ein Haus und zwei Autos besitzen. Noch deutlicher kann man seine arrogante, elitäre Haltung in einem UNESCO-Magazin kaum ausdrücken.

Im einem aktuellen Interview mit der Times lobte Casiraghi seine eigene Familie und Cousteau:

Sein Ururgroßvater Prinz Albert I. gründete 1906 das Oceanographic Museum of Monaco. “Albert I. war der erste, der ein funktionierendes Labor auf ein Boot gestellt hat. Er war ein Visionär, der Probleme voraussah, die wir jetzt in den 1920er Jahren auf den Meeren haben.”

Dann kam der Tiefseeschützer mit dem roten Wollhut. “Jacques Cousteau war von 1957 bis 1988 der Direktor”, sagt Casiraghi. “Alle seine Missionen wurden von Monaco aus gestartet, teilweise von Monaco finanziert. Nur wenige Leute wissen das. Er stand Prinz Rainier, meinem Großvater, sehr nahe. Sie gingen Ende der fünfziger Jahre zusammen tauchen – das war wirklich der Anfang des Tauchens.”

Bei einem Meeting der Royal Society of Arts im Jahr 2011 schaute der Brite Prinz Philip, Duke of Edinburgh aus dem Haus Mountbatten (eigentlich Hessen-Darmstadt) begeistert zu, wie der geadelte Sir David Attenborough eine Rede hielt über das Problem der Überbevölkerung und das Aussterben von Tieren und Pflanzen. Attenborough trägt manche der höchsten Auszeichnung des britischen Imperiums, wie den Order of Merit, den Royal Victorian Order und den Most Excellent Order of the British Empire. Darüber hinaus hat er eine Fellowship der königlich-britischen Wissenschaftsvereinigung Royal Society.

Seine Karriere bei der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC beinhaltete viele gefeierte Tier-Dokumentarfilme und er brachte es bis zu einer Führungsposition bei der BBC, die heute ein Sprachrohr ist für die ökosozialistische Agenda. Bei der vom Adel gegründeten Universität „London School of Economics“, die einige der wichtigsten Vertreter der grünen Agenda hervorgebracht hat, studierte er Sozialanthropologie. Seine Doku-Reihe „Life on Earth“ ab 1979 gilt als Meilenstein des Genres und als Inspiration für eine neue Generation an grün gesinnten Bürgern. Es folgten „The Living Planet“, „Trials of Life“ und viele ähnliche Reihen. 2019 war er der Sprecher von „Our Planet“ auf Netflix.

Bei seiner Rede vor der Royal Society of Arts beklagte er, wie der Überschuss an Menschen zu viele Ressourcen, Straßen und andere Infrastruktur benötigt und dadurch zu viel CO2 in die Luft geblasen wird. Dann rückte er mit dem Kern seines Anliegens heraus:

“Es bleibt eine offensichtliche und brutale Tatsache, dass die menschliche Bevölkerung auf einem endlichen Planeten irgendwann ganz sicher aufhören wird zu wachsen. Und das kann nur auf eine von zwei Arten geschehen. Es kann früher passieren, durch weniger menschliche Geburten – kurz gesagt durch Verhütung. Das ist der humane Weg, die starke Option, die es uns allen ermöglicht, das Problem zu lösen, wenn wir uns kollektiv dafür entscheiden. Die Alternative ist eine erhöhte Sterblichkeitsrate – die Art und Weise, wie alle anderen Kreaturen leiden müssen, durch Hungersnot oder Krankheit oder Raub. Das bedeutet Hunger oder Krankheit oder Krieg – über Öl oder Wasser oder Nahrung oder Mineralien oder Weiderechte oder einfach nur Lebensraum. Es gibt leider keine dritte Alternative, kein unbegrenztes Wachstum.”

Dies entspricht exakt den grundsätzlichen Lehren von Thomas Malthus (1766-1834) aus dessen Buch „An Essay on the Principle of Population“. Malthus war natürlich ein Fellow der Royal Society.

Attenborough beteuert, dass er den Menschen nicht das Recht nehmen möchte, so viele Kinder in die Welt zu setzen wie sie wollen, und fährt dann schwammig fort, dass sie allerdings umdenken und ein neues Bewusstsein entwickeln müssten. Denn wenn die „positiven“ Kontrollen wie Verhütung nicht den gewünschten Effekt zeigen, dann kämen unweigerlich die „negativen“ Kontrollmechanismen wie Hunger und Krieg. Wie weit sind er, der Adel und andere mächtige Kreise bereit, zu gehen? Mit welchen Mitteln sollen Leute zu den positiven Kontrollmethoden gedrängt werden? Abgesehen davon vermehrt sich der Adel munter weiter, wie bereits seit vielen Generationen, sowohl mit regulären Nachkommen als auch mit haufenweise unehelichen Kindern, die zwar nicht unbedingt den adeligen Namen und Titel erben, aber trotzdem zur Familie gehören und wichtige Posten in der Welt bekleiden können. Der in den Medien sichtbare Teil der britischen Windsor-Familie ist nur ein winziger Ausschnitt eines riesigen, über die Jahrhunderte gewachsenen Komplexes der Welfen. Ein Fürst oder Landgraf der Welfen konnte 10 reguläre und 50 bis 100 uneheliche Kinder zeugen, was einerseits bedeutet, dass sich die Welfen ausreichend vermehrten, um ein weltumspannendes Imperium verwalten zu können, und andererseits, dass die Beschränkungen der Fortpflanzung eben nur für das gewöhnliche Volk gelten sollen.

Attenboroughs Warnungen vor einer anhaltenden Bevölkerungsexplosion klingen wie das Buch „The Population Bomb“ vom Stanford-Professor Paul R. Ehrlich aus dem Jahr 1968, in dem viele apokalyptische Prophezeiungen enthalten waren, die nicht eintrafen. Ehrlich ist natürlich Fellow der Royal Society und war überzeugt davon, dass man nicht lange genug warten dürfe, bis genügend Beweismaterial zusammenkäme, um die Menschen zu überzeugen, weil es dann zu spät sei und die Leute bereits tot oder dem Untergang geweiht wären.

Wenn wir jetzt die Bevölkerungszahlen drastisch reduzieren, so der Gedanke, dann würden den verbleibenden Menschen künftig mehr Platz und mehr Wohlstand bleiben. Dies ist das Zuckerbrot, das neben der Peitsche genannt wird.

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