Sicherheit

Mail on Sunday: Britische Sicherheitskreise halten es doch für möglich, dass der Virus aus einem Wuhan-Labor entwich

Britische Minister befürchten, dass die Coronavirus-Pandemie aus Versehen durch ein chinesisches Labor verursacht worden sein könnte, wie The Mail on Sunday verraten kann.

Hochrangige Regierungsquellen sagen, dass ein unbeabsichtigtes Entweichen aus in einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan „nicht mehr ausgeschlossen wird“. Ein Mitglied von Cobra, dem von Boris Johnson geleiteten Notfallausschuss, sagte dies am 3. April. Die Quelle hat Zugang zu geheimen Informationen.

„Es gibt eine glaubwürdige Alternative [zur Zoonose-Theorie]. Vielleicht ist es kein Zufall, dass es dieses Labor in Wuhan gibt.“

In Wuhan befindet sich das Institut für Virologie, das fortschrittlichste Labor seiner Art auf dem chinesischen Festland. Das über 30 Millionen Euro teure Institut, das zehn Meilen vom berüchtigten Wildtiermarkt entfernt liegt, soll eigentlich eine der sichersten virologischen Einrichtungen der Welt sein. Ein zweites Institut in der Stadt, das Wuhan Centre for Disease Control – das kaum drei Meilen vom Markt entfernt ist – soll ebenfalls Tierversuche, etwa an Fledermäusen, durchgeführt haben, um die Übertragung von Coronaviren zu untersuchen.

Der amerikanische Biosicherheitsexperte Professor Richard Ebright vom Waksman Institute of Microbiology der Rutgers University, New Jersey, sagte, er habe Beweise dafür gesehen, dass Wissenschaftler des Centre for Disease Control und des Instituts für Virologie die Viren nur mit der „Sicherheitsstufe 2“ – statt der empfohlenen Stufe 4 – untersucht hätten, die „nur einen minimalen Schutz gegen die Infektion von Laborarbeitern bietet“.

Er fügte hinzu:

„Eine Virensammlung, -kultur, -isolation oder eine Infektion von Tieren würde ein erhebliches Infektionsrisiko für einen Laboranten und dann für die Öffentlichkeit darstellen.“

Eine Studie der South China University of Technology kam zu dem Schluss, dass Covid-19 „wahrscheinlich“ aus dem Zentrum für Krankheitskontrolle stammt – obwohl das Forschungspapier kurz nach seiner Veröffentlichung von einer Social-Networking-Site für Wissenschaftler und Forscher entfernt wurde.

Als der Markt für Wildtiere im Januar geschlossen wurde, erschien in den Beijing News ein Bericht, in dem Huang Yanling, ein Forscher am Institut für Virologie, als „Patient Null“ identifiziert wurde – die erste Person, die infiziert wurde. Die Behauptung wurde vom Institut als „gefälschte Information“ abgetan. Huang sei 2015 gegangen, befände sich in guter Gesundheit und sei nicht mit Covid-19 diagnostiziert worden.

Forscher des Instituts für Virologie in Wuhan arbeiteten an neuen, hochgefährlichen Versionen von Coronaviren und sogar Erregern für hämorrhagisches Fieber. Was sich momentan weltweit verbreitet, ist nur einer von tausenden Viren, die in diversen Labors existieren und auf natürlichem und unnatürlichem Wege zustandekamen.

Noch im November vergangenen Jahres gab es eine Stellenausschreibung beim Wuhan-Institut für ein Projekt, bei dem Fledermäuse verwendet werden, um herauszufinden, warum bestimmte hochgefährliche Viren die Tiere nicht krank machen und lange Zeit abwarten können, bis sie Krankheiten auslösen.

Diese personelle Verstärkung wird gebraucht von Dr. Peng Zhou, dem Leiter der Abteilung für Forschung an Viren und Fledermäusen:

Es ist bekannt, dass Fledermäuse hoch pathogene Viren wie Ebola, Marburg, Hendra, Nipah und SARS-CoV beherbergen, und dennoch zeigen sie keine klinischen Anzeichen von Krankheiten. In einem am 22. Februar in der Zeitschrift Cell Host & Microbe veröffentlichten Artikel stellen Wissenschaftler des Wuhan Institute of Virology in China fest, dass bei Fledermäusen ein antiviraler Immunpfad, der als STING-Interferon-Pfad bezeichnet wird, gedämpft ist und dass Fledermäuse gerade genug Abwehrkräfte gegen Krankheiten aufrechterhalten können, ohne eine erhöhte Immunreaktion auszulösen. “Wir glauben, dass es ein Gleichgewicht zwischen Fledermäusen und den Krankheitserregern, die sie tragen, gibt”, sagt der leitende Autor Peng Zhou. “Diese Arbeit hat gezeigt, dass Fledermäuse, um das Gleichgewicht mit Viren aufrechtzuerhalten, sich so entwickelt haben, dass sie bestimmte Pfade dämpfen können”.

Zhou findet sich auch gelistet bei der Fakultät für Mikrobiologie der Ludwig Maximilian-Universität München, neben Prof. Dr. Thorben Cordes und Dr. Douglas Griffith, die beide eine Verbindung haben mit Oxford.

Solche Kooperationen zwischen westlichen Forschern und Chinesen waren leider üblich, obwohl klar ist, dass China mit Hochdruck an Biowaffen forscht. Selbst die Ausrüstung für die Massen-Analyse von unzähligen DNA-Proben in China kam von der amerikanischen Firma Thermo Fisher.

Schlamperei in Wuhan

In einem Artikel aus dem Jahr 2017 berichtete das Magazin “Nature” über das Medizinische Forschungsinstitut der Universität Wuhan, in dem sich das Labor befindet.

Ein Labor in Wuhan steht kurz davor, für die Arbeit mit den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt freigegeben zu werden. Einige Wissenschaftler außerhalb Chinas befürchten das Entweichen von Krankheitserregern.

Die Sorgen sind begründet, da solche Labors bereits mehrfach heikle Vorfälle zu verzeichnen haben:

Das SARS-Virus ist mehrfach aus hochrangigen Eindämmungseinrichtungen in Peking entwichen, stellt Richard Ebright, ein Molekularbiologe an der Rutgers University in Piscataway, New Jersey, fest.

Die Labors handhaben inzwischen auch noch gefährlichere Erreger wie zum Beispiel hämorrhagisches Fieber.

Kanatjan Alibekow, ehemaliger Direktor eines der sowjetischen Biowaffenprogramme, sagte, China habe Ende der 1980er Jahre einen schweren Unfall in einer seiner Biowaffenanlagen erlitten. Alibekow behauptete, dass sowjetische Aufklärungssatelliten ein Labor und eine Anlage für biologische Waffen in der Nähe eines Teststandorts für Atomsprengköpfe identifiziert hätten. Die Sowjets vermuteten, dass zwei verschiedene Epidemien hämorrhagischen Fiebers, die Ende der 1980er Jahre in der Region wüteten, durch einen Unfall in einem Labor verursacht wurden, in dem chinesische Wissenschaftler Viruskrankheiten zu Waffen umwandelten.

In dem Dokument “Krieg um die biologische Vorherrschaft” von 2010 betont Guo Jiwei (郭继卫), Professor an der Dritten Militärmedizinischen Universität, den Einfluss der Biologie auf die zukünftige Kriegsführung.

Im Jahr 2015 argumentierte der damalige Präsident der Akademie der Militärmedizinischen Wissenschaften He Fuchu, dass die Biotechnologie zu den neuen “strategischen Führungshöhen” der nationalen Verteidigung werden wird, von Biomaterialien bis hin zu Waffen zur “Gehirnkontrolle”. Inzwischen ist er Vizepräsident der Akademie der Militärwissenschaften, die Chinas militärisches Wissenschaftsunternehmen leitet.

Die Biologie gehört zu den sieben “neuen Bereichen der Kriegsführung”, die in einem Buch von Zhang Shibo, einem General im Ruhestand und ehemaligen Präsidenten der Nationalen Verteidigungsuniversität, 2017 diskutiert werden:

“Die Entwicklung der modernen Biotechnologie zeigt allmählich starke Anzeichen, die für eine offensive Fähigkeit charakteristisch sind”,

einschließlich der Möglichkeit, dass “spezifische ethnisch-genetische Angriffe” eingesetzt werden könnten.

Die Ausgabe 2017 von Science of Military Strategy, einem Lehrbuch, das von der National Defense University der PLA veröffentlicht wurde und als relativ maßgebend gilt, enthielt erstmals einen Abschnitt über die Biologie als Bereich des militärischen Kampfes, in dem auch das Potenzial für neue Arten der biologischen Kriegsführung erwähnt wurde, die “spezifische ethnisch-genetische Angriffe” beinhalten könnten.

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