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Wirtschaft

Marxismus pur: EZB bläst sich weiter auf zum alles beherrschenden Monstrum

Foto: Von e2dan / Shutterstock.com

Die EZB hat in ihrer Ratssitzung nicht nur eine weitere Senkung des Einlagezinssatzes auf minus 0,5 Prozent beschlossen, sondern zudem die Aufnahme eines neuen Anleihekaufprogramms mit einem Volumen von 240 Milliarden Euro pro Jahr. Inzwischen hat sich die Bilanz der EZB auf mehrere Billionen Euro aufgeblasen.

Roland Baader warnte in seinem Werk “Kreide für den Wolf“:

Der „neue” Sozialismus zeichnet sich durch drei grundlegende
Überzeugungen aus:
1. durch den Glauben der Politiker und Parteien, man könne und müsse – vor allem aus Gründen der „sozialen Gerechtigkeit” – „lenkend” und umverteilend in die Volkswirtschaft eingreifen;
2. durch die Behauptung der Gewerkschaften, man könne und müsse (aus den gleichen Gründen) ein immer höheres Lohnniveau und rapide wachsende Sozialleistungen mit Mitteln der organisierten Macht erpressen, und 
3. durch den Glauben der Bürger, ein bestimmter nationaler Reichtum erlaube und ermögliche es, für sie selbst und für bestimmte Gruppierungen einen jeweils größeren Anteil am Gesamtkuchen
zu fordern und politisch durchzusetzen. Alle drei Merkmale wirken in Richtung auf ein und dasselbe
Resultat: Minderung des Leistungswillens, Senkung der Investitionsneigung, Verzerrung der Signalwirkung der Preise, Schmälerung der Gewinnchancen – und damit auch der Risikobereitschaft,
kurz: Lähmung aller produktiven Kräfte

Nun argumentieren die Neumarxisten: Eine reiche Nation kann sich das – im Interesse einer „Humanisierung” der Lebensverhältnisse – eben leisten. Das ist aber ein Irrtum, weil mangelnde Produktivität den Reichtum zunehmend wertlos macht:

Überlegen wir doch: Alle unsere „Reichtümer” und Vermögen sind allesamt „eingefrorene” Ansprüche
an das zukünftige Sozialprodukt. Wenn wir sie „auftauen”, um etwas dafür zu kaufen, dann gelingt dieses Kaufen nur dann, wenn zum betreffenden Zeitpunkt alle die Waren und Dienstleistungen auf dem Markt vorhanden sind, die wir benötigen oder haben wollen, d. h. wenn andere Menschen bereit sind, diese Dienste zu leisten bzw. diese Waren zu produzieren. Alle anderen Mitmenschen um uns herum, im eigenen Land und in fremden Ländern, müssen also bereit und in der Lage sein, zu arbeiten, zu produzieren und zu investieren, und zwar nicht nur heute und morgen, sondern immer und ewig. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, so ist all unser Vermögen (einzeln und/oder gesamtwirtschaftlich gesehen) völlig wertlos. (Natürlich gibt es für diese Wertlosigkeit oder Werthaltigkeit auch eine Vielzahl von Zwischenabstufungen.)

Das gleiche und noch schlimmeres gilt für das sogenannte Produktivvermögen, also für Fabriken und Maschinen, für Werkstätten und Werkzeuge: sie werden jeweils viel früher und viel schneller ganz
oder teilweise wertlos; und zwar nicht erst, wenn für sie kein Gegenwert mehr zu haben ist, sondern bereits dann, wenn ihre Nutzung keinen nachhaltigen Gewinn mehr abwirft. Wenn ein noch so großer und schöner Betrieb nur noch Verluste statt Gewinne „erwirtschaftet”, dann ist es billiger, ja unumgänglich, ihn stillzulegen. Andernfalls führt die unausbleibliche Überschuldung zum Konkurs. Dann aber haben all die schönen Maschinen und Anlagen, die Gebäude und Infrastruktureinrichtungen nur noch Schleuder-, Schrott- oder Versteigerungswert, ganz gleich, wie viele Millionen Mark sie einmal gekostet haben oder „wert” gewesen sein mögen.

Freilich: Da der neue Sozialismus ein schleichender Prozeß ist, kann sich die relative oder absolute Verarmung einer von ihm befallenen Nation lange hinziehen. Das „Schwedische Modell”, auf
das sich neuerdings die „demokratischen” Sozialisten so gerne argumentativ zurückziehen – seit ihr heißgeliebtes (wenn auch „etwas mißratenes”) DDR-Experiment sich so schmählich blamiert
hat –, dieses schwedische „Volksheim” also hat zwei Generationen verbraucht, bis es seinen herannahenden Bankrott eingestehen mußte. Jetzt aber ist auch der vielgepriesene Vorführstaat des
„neuen Sozialismus” am Ende. 

Das Gesellschaftsgebäude des neuen Sozialismus, der Wohlfahrtsstaat, ist nicht nur auf Sand gebaut, es ist auch bis unter die Hohlziegel mit Hypotheken belastet. Es ist, da mit reellen Mitteln nicht finanzierbar, ein „Paradies auf Pump” (Topitsch). 

Seltsamerweise wollen die meisten Menschen nicht begreifen, daß Staatsschulden nichts anderes sind als ihre eigenen Schulden, und daß Staatsbankrott identisch ist mit ihrem eigenen
Bankrott, dem Bankrott der Bürger. 

Peter Boehringer, Haushaltspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kommentiert die aktuellen EZB-Pläne  wie folgt:

„Die EZB setzt nicht nur den Krieg gegen deutsche Sparer fort, sondern legt nur zehn Monate nach Ende des hoch umstrittenen Vorgänger-Programms ‚PSPP‘ direkt ein weiteres auf. Damit geht die EZB auf direkten Konfrontationskurs gegen das Bundesverfassungsgericht, das erst vor sechs Wochen in einer mündlichen Verhandlung zu ‚PSPP‘ eine durchgängig kritische Haltung zu weiteren Anleihekaufprogrammen eingenommen hatte. Es ist ein ungeheuerlicher Affront der EZB, dass sie das Urteil des nationalen Verfassungsgerichts des größten EU-Zahler- und Haftungsstaats Deutschland gar nicht erst abwartet, sondern mit der heutigen Entscheidung milliardenschwere Fakten schafft”.

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4 comments

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Tom 14. September 2019 at 0:02

Hier habt Ihr die Antwort auf all Eure Fragen, denn hier ist die absolute Wahrheit und wer das nicht begreift dem ist eh nicht mehr zu helfen !!!!!!!!!

https://www.youtube.com/watch?v=B9Rjn0VBm60

https://www.youtube.com/watch?v=rtOKtOi4JZ4

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Suchti 14. September 2019 at 11:33

Ist das sarkastisch gemeint? Ich frage wg. der vielen Ausrufezeichen.
Grells Video ist seit zwei Wochen online, das andere über ein Jahr – mir dagegen hat man den Kanal gelöscht (hieß: Wahrheit versus Realität) und das obwohl ich stets liberal argumentiert und auch eine gescheite Mitte propagiert habe. Von twitter hat man mich auch gekickt, bevor ich groß Wind machen konnte, dafür können dort jetzt die “ich find’s witzig wie die AfD Nazis alle Ausländer abschieben wollen aber dann doch Hamburger und Pizza essen gehen”-Kiddies schön weiter Öl ins Feuer gießen, zusammen mit ihren Kollegen aus der Trollfabrik – Abteilung /pol (“neue Rechte”) etc.
Nicht zu vergessen den ganzen Psychoterror, der bis weit ins Private reinging, aber das würde zu weit führen…
Das System ist gerissen und kennt seine Pappenheimer, die wissen wo wann etwas online steht und wer sich das gönnt.
Man sollte generell vorsichtig mit dem Begriff Wahrheit sein 😉 Manchmal genügt auch ein “Realität” oder auch “Information” i.S.v. Puzzlestück – oder Desinfo :/

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Suchti 14. September 2019 at 11:59

P.S.:
Ist doch schon seltsam, wenn jmd. wie ich den Liberalismus von seinen tönernen Füßen den er in seiner jetzigen Gestalt des oberflächlichen – von o b e n (dem System! der alten Elite!) befohlenen Fußgängerzonen-“Liberalismus” hat heben will und das ganze fundieren möchte, natürlich alles mit besten Absichten – und dafür dann vom angeblich “liberalen” Mainstream bekämpft werde (!) – obwohl die sog. “neue Rechte” doch behauptet, der Westen würde gerade am zuviel an Liberalismus ersticken, oder?
Ist der sog. “Westen” zu dumm, um seine “Freunde” zu erkennen? Nein!
Den Westen gibt es wohl so nicht, wie ihn sich die Anti-Liberalisten vorstellen. Genau so ein hohler Begriff wie “Adel” oder “konservativ” oder “patriotisch”…
Ja, wirklich!
Natürlich kann man viel dumm daherschwafeln mit irgendwelchen Popanzen wie etwa gehässigen (narzisstischen) Feminazis, der “bürgerlichen” Asifa oder irgendwelchen schrillen Frühsexualisierungs-Politikern (was die angebliche Folge von “zuviel Freiheit” sein soll), aber ich sehe in diesem Kollektiv da draußen nichts freiheitliches mehr: stattdessen Planwirtschaft, Zensur, Waffenverbotszonen!
Und natürlich die Religion des Friedens – seit einiger Zeit auch von den Nazis abgefeiert, stichwort: “weiße Scharia”.
Das ist mir übrigens auch aufgefallen, wie all die freiheitsfeindlichen Spinner-Sekten zusammenhalten gegen den pöhsen “Liberalismus”, weil der sog. Westen die Instrumente ad absurdum und pervertiert hat, welche gegen alle Tyrannen helfen würden – wir sehen ja auch überall, wo die Dinge gut stehen die Prinzipien des Gegen und Nehmen auf Augenhöhe am werkel, sei es im Generationenvertrag (den echten!) oder den Innovationen einer freien Wirtschaft oder auch einer offenen Streitkultur – im Gegensatz zu den Evolutionsbremsen der “das Leben ist ein Kampf” – Ar___lö___. Die Dugins dieser Welt freut’s, aus gewissen Gründen!
Wieder einmal wurde die Menschheit auf null gesetzt und die Pathokratie lernt dazu und immer weiter und besser.
All das natürlich auch total liberal, gell? Soweit die – traurige – Realität des Shitholes namens Welt.
Was die Wahrheit angeht… pieep

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Suchti 13. September 2019 at 14:42

Ja, aberaber in den Nachrichten heißt es, dass es uns so gut geht wie noch niemals in der ganzenganzen Gechichte der Menschheit. Lügen die etwa? 😉 Nicht dooch!

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