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Compact-Chefredakteur scherzt über neue DDR samt Mauer, und demonstriert seine Denkfehler

Kommentar

Der COMPACT-Chefredakteur Elsässer scherzte aktuell über eine neue DDR samt Mauer und demonstrierte eine Reihe von ideologischen Denkfehlern und Doppelstandards.

“Mittleres Szenario: Der Westen [Deutschlands] ist verloren; der Osten baut ne Mauer. Im Westen entsteht das Kalifat Alemanistan. Im Osten entsteht die – wie hab ichs genannt? – deutsche demokratische Reich, DDR. Für das mittlere Szenario spricht relativ viel, vor allem die Entwicklung der Geburtenraten.”

Dass in Elsässers geliebtem Russland, das ja in seinen Wunschvorstellungen eine enge Beziehung haben soll zu der neuen DDR, inzwischen sehr viele Muslime leben, prozentual deutlich mehr als in der EU, dass die einheimischen Geburtenraten der Russen katastrophal niedrig sind und dass im Westen auch die Geburtenraten der Muslime sehr stark sinken werden, erfährt der COMPACT-Zuschauer nicht.

Weiß er das alles überhaupt? Die ostdeutschen Bundesländer können sich ohnehin nicht legal abspalten ohne die Zustimmung der gesamten Bundesrepublik. Also wie soll die Abspaltung praktisch überhaupt durchführbar sein ohne massive Hilfe von Russland, was die Ostdeutschen in ein fast komplettes Abhängigkeitsverhältnis bringen würde?

Elsässer macht Versprechungen und Werbung für schwammige Ideen, ohne dem Publikum reinen Wein einzuschenken. In seinen Ausführungen geht es viel um ideologische Fragen, aber nicht um geheimdienstliche. Wenn russische Dienste und reaktivierte Stasi-Netzwerke in Ostdeutschland viel stärker sind als die geheimdienstlichen Amateure der normalen Bevölkerung und der AfD, was würde das dann bedeuten für die Ostdeutschen?

Elsässer meint, der Geldadel hätte den klassischen Adel des Mittelalters ersetzt und mit einer Links-Rechts-Querfront müsste man sich heute widersetzen; genauso wie es im Mittelalter noch kein links und kein rechts gab. Tatsächlich aber schuf und kontrollierte der klassische Adel die Großkapitalisten und zusätzlich schuf und kontrollierte der Adel noch die verschiedenen Ideologien wie links und rechts. Elsässer schimpft gegen WallStreet und die City of London, aber er vermeidet es, die ausbeuterischen russischen und chinesischen Eliten anzuprangern. Die russischen Zaren, die dieselbe Familie waren wie das britische Königshaus, kontrollierten die kommunistischen Revolutionäre im Inland über den Geheimdienst. Die Romanows verließen offiziell Russland, vier Großfürsten wurden angeblich ermordet, ohne dass es glaubhafte Leichen gab. Der letzte Zar samt Familie wurde auch angeblich ermordet, aber der DNA-Beweis taugt nichts. Es sieht vielmehr so aus, als sei die kommunistische Revolution vom Adel inszeniert worden, um Russland umzubauen und um den gewöhnlichen russischen Adel zu vertreiben. Die Sowjetunion war vom ersten Moment an abhängig von westlichen Technologietransfers. Wie man es dreht und wendet, sind Russland und China heute keine akzeptablen Supermächte, die uns vor der NATO bzw. dem Geldadel retten werden.

Zum Schluss lobt Elsässer noch die wirtschaftlichen Beobachtungen von Karl Marx. Der war aber leider anscheinend ein Agent.

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2 comments

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hansmuc 18. September 2019 at 17:49

Nach höchst unangenehmen Erfahrungen, die ich persönlich-politisch mit diesem Jemand machen musste, halte ich ihn für nichts anderes, als eine linke S.., die Kreide versucht zu fressen. Diese Art von altlinken Karrieristen versuchts immer wieder.

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Suchti 12. September 2019 at 17:29

Das sind Milchmädchenrechnungen, Herr Elsässer!

Ob die Kippen und der Rotwein in der Zone2.0 immer noch so gut schmecken?
Für Funktionäre und Salon-National-Bolschewisten – vielleicht! 😉

Prost wählen.

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