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Medien

Massenmedien bekommen keine “Hard News” mehr monetarisiert, Youtubes Lösch-Orgie geht weiter

Kommentar

Nicht nur neurechte Youtuber werden vor die Tür gesetzt, auch die Massenmedien bekommen immer häufiger zu hören von ihren Werbepartnern, dass Anzeigen nicht mehr neben sogenannten “harten Nachrichten” plaziert werden dürfen. Jeder Journalist und Chefredakteur kennt den Spruch “If it bleeds, it leads”, was soviel bedeutet, dass schockierende Meldungen eben viel Aufmerksamkeit bekommen. Wenn aber die Werbe-Einnahmen für so etwas versiegen, müssten die Medien den Anteil an dümmlichen Artikeln zu Lifestyle-Themen und neuen iPhones massiv erhöhen, um überhaupt noch “harte” Inhalte querfinanzieren zu können.

Das Zeitungsgeschäft ist ohnehin schon stark zentralisiert und in den Händen von Superreichen und Konzernen, die sich auf Offshore-Steueroasen weltweit verteilen. Medien können so als Verlustgeschäft betrieben werden, während dann (auch mit der gesteuerten Meinung) woanders wieder Gewinne fließen.

Bei den Medien abseits des Mainstreams sieht es noch lausiger aus, denn sie begaben sich fast zu 100% in die Hände von Youtube und kopierten das neurechte Programm, dass von amerikanischen Elite-Clubs wie dem CNP, zionistischen Milliardären und von den Russen vorgegeben worden war und welches eben die Grenzen der Youtube-AGBs und die Richtlinien der werbenden Konzerne auf Youtube triggerte.

Normalerweise muss man sich selbst um eigenen Content kümmern, um Hosting, Distribution, PR und Monetarisierung. Lange Zeit übernahm Youtube alle diese Aufgaben, außer die Herstellung von Content. Leute mussten nur Videos hochladen und sonst eigentlich nichts. Unzählige Leute, auch haufenweise 18jährige, die ihre “Bildung” von Youtube-Kanälen bezogen, träumten von der schnellen Youtuber-Karriere. Dann folgten die neuen Richtlinien, Demonetarisierung und Lösch-Orgien und viele Videomacher waren dann gezwungen, alle fünf Aufgaben irgendwie selber zu stemmen. Auch hier wieder dirigierten Youtubes Werbepartner zu einem erheblichen Teil diese Veränderung.

Youtube löschte nun den Kanal von Martin Sellner (Identitäre Bewegung) und meint es, anders als bei Nuoviso, offenbar ernst. Er versucht, einen Anwalt auf die Sache anzusetzen, aber Youtube kann die eigenen AGBs meistens entsprechend auslegen. Es überrascht nicht allzu sehr, dass Sellner erklärte, wie stark generell neurechte Videoproduzenten abhängig sind bzw. waren von Youtube-Geld. Sellner und die Identitären nahmen über Jahre hinweg hunderttausende Euros an Spenden ein; setzten ihre Hoffnungen aber auf Youtube, Facebook und Instagram. Jetzt will man ausweichen auf die Russen-Social-Media von Telegram, wo die gewöhnlichen Deutschen aber nicht hingehen.

Die Identitären bieten im Prinzip Standard-Islamkritik und Standard-Dogmen aus jahrzehntealter oder 100 Jahre alter konservativer Literatur. Jedes Video ließ sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Das Links-Rechts-System ist praktisch so designed, dass man sich mit den gewöhnlichen Pfaden verheddert und abstrampelt.

Um die linke Agenda wirklich zu bremsen, braucht es viel, viel mehr als nur Standard-Slogans und einen Youtube-Kanal. Das ist natürlich extrem unfair, weil Linke mit Standard-Slogans und Youtube-Kanälen bequem fahren können. Aber so ist die Situation nun einmal. Die westliche Supermacht kontrolliert und benutzt links und rechts auf eine koordinierte Weise und kann genau steuern, wie die Gewichtung zu jedem Zeitpunkt aussieht. Auch die Ideologien selbst, vor allem die Grund-Dogmen und Kernliteratur, waren von Anfang an gesteuert.

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