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Zivilschutz

Lebensmittelreserven des Bundes für den Krisenfall: 20 Cent pro Bürger pro Jahr

Die Aufrechterhaltung der “Zivilen Notfallreserve der Bundesrepublik Deutschland” und der “Bundesreserve Getreide” kostet pro Jahr und Bürger etwa 20 Cent. Versteckt sind die Vorräte an Orten die geheim sein sollen; außer den Mitarbeitern der Bundesanstalt für Ernährung und des Bundesministeriums weiß angeblich niemand, wo diese Lager sind. Die Bundesrepublik scheint jedoch größte Probleme damit zu haben, Geheimnisse zu wahren. In den falschen Händen können die Informationen dazu führen, dass Saboteure die Vorräte unbrauchbar machen oder stehlen, um sie der Bevölkerung vorzuenthalten oder auf dem Schwarzmarkt zu hohen Preisen zu verkaufen.

Insgesamt rund 800.000 Tonnen Lebensmittel lagern so in ganz Deutschland, also rein rechnerisch rund zehn Kilo pro Bürger, hauptsächlich in Form von Getreide und Linsen. Bei einem Kaloriengehalt von durchschnittlich 380 Kalorien pro 100 Gramm ergeben sich insgesamt 38.000 Kalorien, die ein Erwachsener in 19 Tagen verbraucht. Die losen Getreidekörner können aber nicht einfach so gegessen werden, sondern müssen mehrere Stationen einer Verarbeitungskette durchlaufen. Um allein den eingelagerten Hafer weiterzuverarbeiten, würde es rund ein halbes Jahr dauern, kalkulierte der Bundesrechnungshof.

Die Bürokraten haben sich für loses Getreide entschieden, weil es rund 10 Jahre haltbar und somit relativ billig ist. Aber sogar noch billigere Alternativen werden geprüft, wie etwa Verträge mit dem Ausland für die Lieferung von Notvorräten, falls jene gebraucht werden. Die USA sind da schon viel weiter und lagern gefriergetrocknete Lebensmittel, die 25 Jahre und länger halten können.

Ein Großteil der Deutschen bezieht Lebensmittel ausschließlich oder fast ausschließlich über Supermärkte, die sogenannten „Discounter“. Dadurch liegt die deutsche Lebensmittelversorgung in den Händen weniger verschlossener Milliardärs-Familien und Stiftungen. Die Katastrophenforschung bezweifelt stark, dass die Discounter und deren Zentrallager bei etwas größeren Krisen in der Lage sind, eine Notversorgung aufrechtzuerhalten. Im Ernstfall entscheiden diese Multimilliarden-Konzerne über Leben und Tod der Bevölkerung. In der Zivilschutz-Forschung, bezahlt von dem zuständigen Ministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, wird eindringlich geschildert, wie das Netz aus Zentrallagern und Filialen der Discount-Supermärkte in der Lage sei, in kleineren, lokal begrenzten Krisen die Versorgung mit Lebensmittel aufrechtzuerhalten, bei größeren Krisen allerdings schnell in ernste Nöte geraten würde. Gibt es zudem Probleme mit der Stromversorgung und der Daten-verarbeitung, käme die Versorgung u.U. zum Erliegen.

„Um die Größe des Sicherheitspuffers zu erfassen, wurde der durchschnittliche Lagerbestand in Tagen voller Lieferfähigkeit unter der Annahme eines normalen Warenabflusses erfragt. Bei Lebensmitteln ohne besondere Klimatisierungsansprüche wie z.B. Süßwaren, Konserven, Nährmittel und Babynahrung reichten die Angaben von gut 7 Tagen bis zu 30 Tagen (Durchschnitt 18 Tage).“

Wenn die Datenverarbeitung und der Strom funktionieren, wenn also günstige Umstände vorherrschen, reichen die Bestände in den Zentrallagern rund zwei bis drei Wochen. Ohne Strom und EDV reden wir von nur wenigen Stunden bis zu einer Woche. Die Lager und die zu beliefernden Discounter-Märkte sind mit Stift und Papier kaum einsatzfähig. Wenn die ausländischen Lieferungen für Düngemittel und Tierfuttermittel ausfallen oder stark reduziert werden, wenn sich neue Resistenzen bilden in den Pflanzen gegen Schutzmittel, wenn Seuchen über Lebensmittel oder Futtermittel aus dem Ausland eingeschleppt werden, dann kann es gehörige Engpässe geben.

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1 comment

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Leif 15. August 2019 at 14:34

hey anderes thema, zudem ich einen link setze, stichwort lyme b.:
erich traub, hatte alex glaub ich garnicht in der sendung bezüglich der militarisierten lyme borreliose!
Die Karde ist da ein effektives pflanziliches mittel, keine globuli, sondern hochdosierte alkoholische Tinkturen
plus saunagänge!
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Traub
Diese in die freie wildbahn entlassenen, modifizierten Erreger, machen es zukünftigen Generationen schwer
außerhalb der Megastädte und kollektivierter infrastruktur, autakr leben zu können!
VG

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