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Geheimdienste

NY Times: Kreml unterstützt sowohl AfD als auch Antifa

Kommentar

Nach der ersten sogenannten „Konferenz der Freien Medien im Bundestag“, wo sich neurechte Medien und AfD-Politiker trafen, ohne dabei natürlich die zentralen Themenkomplexe wie Spionage und Radikalismus angemessen zu behandeln und Lösungen dafür zu entwickeln, attackierten rund 10 maskierte Personen den Konferenzteilnehmer Oliver Flesch mit Stöcken. Dieser vermutet die linke Antifa-Bewegung hinter der Attacke und verweigerte nach eigenen Angaben die Behandlung, weil die Angreifer zu jung und unfähig gewesen seien, ihn deutlich zu verletzen. Möglicherweise wollten die Täter eine Situation vermeiden wie sie sich nach dem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz ergeben hatte. Jener Angriff schien lebensgefährlich, auch wenn sich keine Erkenntnisse ergaben zum Einsatz einer Waffe.

Die Antifa versucht es seit Jahren mit einer Taktik der tausend Nadelstiche gegen die AfD und ihre Sympathisanten, während das rechte Lager solche Aktionen als Belege dafür wertet, dass der linke Geist die gesamte Republik verseucht hat und das linke Armageddon bevorstünde. Provozieren die Rechten zurück mit rechtsextremen Andeutungen und dem Versuch, extreme Positionen zu normalisieren, fühlen sich die Linken wiederum in ihrer Hysterie bestätigt und drehen weiter auf. Daraufhin verstärkt sich wieder die Agitation der Rechten.

Diese Provokations-Spirale ist so alt wie der Sozialismus selbst und war in der Zeit der Weimarer Republik zu einem erheblichen Teil fremdgesteuert durch Moskau. Die NSDAP brauchte Elend, Aufstände und Chaos, um ihren rechten revolutionären Sozialismus bewerben zu können und um zu verhindern, dass zufriedene Konservative gemäßigte Parteien wählen. Stalin hätte den Befehl an die Linken in Deutschland geben können, die NSDAP im Keim zu ersticken. Stattdessen lautete der Befehl, die Nazis nicht grundlegend zu behindern, worauf einflussreiche deutsche Linke persönlich in Moskau vorstellig wurden und nachhakten, was dieser Unsinn soll. Stalins Antwort: Die Nationalsozialisten würden sich nur ein paar Jahre halten und währenddessen dabei mithelfen, das Bürgertum und die bürgerlichen Strukturen zu zerschlagen. Dann käme die große Stunde der Kommunisten. Ein paar wenige Beobachter vermuteten, Stalin wolle einfach ganz Westeuropa ins Chaos stürzen, um es später leichter erobern zu können.

Nun berichtet die NY Times, dass zwei Antifa-Gruppen in Deutschland denselben Server nutzen würden wie Hacker der russischen Regierung. Genau diese Antifa-Gruppen riefen erst kürzlich wieder zu Demonstrationen gegen die AfD auf. Unabhängig davon, wie sehr sich diese einzelne Spur erhärtet, existieren massive Geheimdienst-Netzwerke in Deutschland, die auf die Stasi zurückgehen und nach der Wende unentdeckt blieben. Diese Netzwerke wurden von Moskau reaktiviert und weitergeführt. Gerade in Ostdeutschland, wo die AfD deutlich stärker ist als im Westen, wäre es naheliegend gewesen, die AfD zu infiltrieren.

Kreml-freundliche, scheinbar konservative „freie“ Medien, setzen häufig auf den rechten Flügel der AfD obwohl die Meinungsforschung eindeutig zeigt, dass die Partei damit nicht wesentlich über 15% Wählerpotenzial bundesweit hinauskommt. Das Argument lautet, dass man verhindern müsse, dass die Partei durch den Parlamentarismus gezähmt und vom System vereinnahmt wird, so wie es früher mit linken Politikern in der Bundesrepublik geschah. Aus Moskaus Perspektive ließen sich Extremisten aus unterschiedlichen Richtungen benutzen für Umwälzungen, um dann nach vollendeter Revolution eine diktatorische Ordnung zu etablieren, die weder klassisch links noch rechts ist.

Die Altparteien wie CDU oder SPD versuchen natürlich gerne, harte Kritik abzuschmettern und standardmäßig als russische Propaganda und Verschwörung zu titulieren, aber die Rechtskonservativen müssen tatsächlich aufpassen, um nicht als Spielball benutzt zu werden.

Im Kalten Krieg pflegten die sowjetischen Geheimdienste die westeuropäischen antifaschistischen Kreise. Unter Anleitung der KGB-Abteilung D (für Desinformation) führten Linke auf Geheiß der Ost-Agenten eine Kampagne in der Bundesrepublik durch, bei der u.a. jüdische Friedhöfe und Synagogen mit Hakenkreuzen beschmiert wurden. Dadurch sollten die Linken in Westdeutschland die Illusion kultivieren können, dass der Faschismus immer noch eine große Gefahr sei, die westdeutschen Bürgerlichen immer noch heimlich Nazis wären und deshalb die Linken die Kontrolle gewinnen müssten. Von der Stasi wurde allerhand Datenmaterial bereitgestellt für die westdeutschen Linken, um die BRD als Staat voller Nazis zu porträtieren.

Moskau hatte einen erheblichen Einfluss darauf, eine linke Gegenkultur in Deutschland zu etablieren und die linken Strukturen aufzubauen, die nach dem Marsch durch die Institutionen die Republik grundlegend veränderten.

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