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Die AfD hat nur Interesse an gewöhnlichem Rechtsrevisionismus, nicht an den Spionage-Netzwerken gegen Deutschland?

Kommentar

Das extrem russlandfreundliche COMPACT-Magazin vom ehemaligen antideutschen Kommunisten Jürgen Elsässer will Doris von Sayn-Wittgenstein von der AfD zu einer „Geschichtskonferenz“ einladen.

Soll heißen: Die COMPACT will sich das rechte Klientel warmhalten, weil das generell am meisten Hoffnungen hegt, Hilfe zu erhalten vom postkommunistischen Russland, das sich ein konservatives Image zugelegt hat. Um sich das rechte Klientel warmzuhalten, will die COMPACT mitmischen in der wohl größten Kontroverse der AfD und prinzipiell der rechten Szene, nämlich die Betrachtung der deutschen Geschichte. Dabei gibt es meistens nur zwei Kategorien, einerseits die Mainstream-Haltung die die ganze signifikante Spionage ausspart und selbst gewöhnlichen Nationalismus als Einstiegsdroge in den psychopathisch-narzisstischen Faschistenkult betrachtet, und andererseits die typische rechtsrevisionistische Haltung, die die signifikante Spionage damals nicht anspricht sondern sich in unterschiedlichen Abstufungen des Schönredens und der gruppennarzisstischen Realitätsverweigerung übt.

Sayn-Wittgenstein von der AfD, das COMPACT-Magazin und andere Redner bei der Geschichtskonferenz werden wohl eine Mischung präsentieren aus leichtem Rechtsrevisionismus und der Betonung, dass deutsche Geschichte eben nicht nur das Dritte Reich umfasst.

Sayn-Wittgenstein gilt als Rechts-Skandalnudel. Studiert hatte sie Jura an der Welfen-Universität Heidelberg, also dort wo auch wichtige Figuren von der CDU waren. Das Thema Welfen, CDU und (Spionage-) Netzwerke behandeln wir gerade ausführlich auf Recentr. Denn das britische Königshaus bestand aus Welfen und kontrollierte die Politik in Großbritannien, dem Kriegsgegner Deutschlands. Viele Mitglieder des Welfen-Adels wurden bedeutend in der NSDAP und hatten Verwandte im deutschen Militär und in der Rüstung. Die Frage, wie stark und in welch hohe Ebenen Nazi-Deutschland von amerikanischen, britischen und russischen Geheimdiensten unterwandert war, ist von äußerster Wichtigkeit, aber fast nicht erforscht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die amerikanischen Besatzer mit Personen aus der Skull&Bones-Gruppe die Bundesrepublik und die deutsche Politik auf. Skull&Bones geht zurück auf das britische Empire der Welfen-Ära bzw. Hannoveraner-Ära und schuf u.a. die CIA.

Auch AfD-Chef Gauland und sein damaliger CDU-Mentor Wallmann besuchten dieselbe Welfen-Universität. Sayn-Wittgenstein betont, ihre Geburtsurkunde laufe auf den adeligen Namen. Manche vermuten, sie sei nur adoptiert worden. Die Adelsfamilie Sayn-Wittgenstein arbeitete stets eng mit Welfen zusammen und war auch an der CDU, dem eigenen CDU-Geheimdienst im Kalten Krieg und dem Spendenskandal der hessischen CDU beteiligt. Der damalige CDU-Mentor von Alexander Gauland war erschreckend nahe an dem Skandal und dem Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein. Hessen ist eine wichtige Heimat der Welfen. Gauland gilt als Fan der britischen Kultur und bewegte sich im Umfeld von Rotariern und Freimaurern.

Dann war da noch die Spenden-Angelegenheit mit Finck:

Der Welfen-Adel und dessen unmittelbares Umfeld war öfters direkt assoziiert mit Rechtsrevisionismus (Sir Oswald Mosley, Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe und viele andere) und einige weitere ursprüngliche Autoren des Rechtsrevisionismus stammten aus hohen Militärkreisen der Nachkriegszeit oder aus der notorisch von Agenten und Informanten durchsetzten Neonazi-Szene.

Deshalb ist es so heikel, wenn Rechtskonservative heute meist nur nachplappern, was sie in einschlägigen Büchern gelesen haben. Die Spionage gegen Deutschland (vor allem durch Welfen-Netzwerke) vor, während und nach dem Dritten Reich kommt praktisch nie zur Sprache. Die COMPACT tönt:

„Wir sind unabhängige Journalisten. Wir haben uns den Mut zur Wahrheit aufs Panier geschrieben. Unsere Aufgabe ist jetzt die Lücke, die die AfD da leider im Augenblick gelassen hat, etwas auszufüllen. Vielleicht wird es aber auch wieder anders. Früher war es auch anders. Deshalb haben wir COMPACT Geschichte auf den Markt gebracht, und deswegen machen wir jetzt unsere erste COMPACT-Geschichtskonferenz. Wir freuen uns, dass Frau Sayn-Wittgenstein als eine der Hauptrednerinnen zugesagt hat!“ 

Bereits auf einer älteren Konferenz der COMPACT sprach der Rechtsrevisionist Gerd Schultze-Rhonhof, ehemaliger NATO-Generalstabsoffizier. Der hatte studiert an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, die auf den Hamburger Bürgermeister Sieveking (Studium an den Welfen-Unis Heidelberg und Marburg, arbeitete im Bankhaus Warburg) zurückgeht sowie auf Adolf Heusinger (britische Kriegsgefangenschaft, dann Studium an der Welfen-Uni Göttingen, stark vorbelastet durch seine Zeit in der Wehrmacht, dann Zusammenarbeit mit Gehlen/BND unter Aufsicht der CIA, Blitzkarriere in der Bundeswehr).

Die AfD-Dame Beatrix von Storch ist eine geborene Herzogin von Oldenburg, soll heißen Schleswig-Holstein-Gottorf und Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, also das Welfen-Umfeld das in das russische Zarenhaus hineinreichte, welches oft auch hessische Welfen-Prinzessinen heiratete. Natürlich studierte Beatrix standesgemäß an der Welfen-Uni Heidelberg.

Wie weit den relevanten Personen der AfD diese Zusammenhänge, vor allem im Bezug auf die Vergangenheit, bewusst sind, ist fraglich.

Verfolgt man die Spur der Welfen und ihrer privaten, familiären Geheimdienste, dröselt man nicht nur die Strukturen der Bundesrepublik auf, sondern auch der Vergangenheit. Diese Neubetrachtung der Geschichte böte die Möglichkeit, die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Deutschland zu vereinen.

Der gewöhnliche Rechtsrevisionismus und die klassische Verschwörungsliteratur sind hingegen Irrwege und Irrgärten, in denen sich die Bürger verlaufen und mit denen sie sich isolieren und einen Großteil der Bevölkerung gegen sich aufbringen. Je mehr jemand blind dem Rechtsrevisionismus und den gewöhnlichen Verschwörungsmedien glaubt, umso mehr ist derjenige per definitionem rechtsextrem, bis hin zu Hitler-Glorifizierung und Kampfparolen gegen eine vermeintliche jüdische Weltverschwörung, die aber nicht existiert, weil jüdische Hoffaktoren des Welfenadels wie die Rothschilds eben nicht ungehindert die Macht des Adels an sich gerissen hatten.

Ganz krasser Rechtsextremismus hat in Deutschland ein Potenzial von höchstens 5%. Stramm rechte Positionen haben etwa 15% Potenzial. Je mehr aber Rechtsextremismus zelebriert wird, umso mehr werden die Rechten bekämpft von dem Rest der Bevölkerung und dem Ausland und umso leichter lassen sich Rechte vom Geheimdienst wegen Straftatbeständen unter Druck setzen und als Informanten gewinnen.

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