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Eindeutiges Framing bei Maischberger zum Thema Impfen und Medizin

Kommentar

Wie durch ein kürzlich geleaktes internes Handbuch bekannt wurde, wollen die öffentlich-rechtlichen Medien immerzu bei jedem Thema von vorneherein den Rahmen bestimmen, in dem das jeweilige Thema abgehandelt wird. Wer den Rahmen kontrolliert, der kann den Ausgang der Debatte steuern.

Bei der aktuellen Maischberger-Sendung zum Thema Impfen gab die Auswahl der Gäste den Rahmen vor: Auf der einen Seite Politiker und Ärzte und auf der anderen Seite Vertreter der Esoteriker und Homöopathen. Und dann war da noch die Mutter eines Kindes, das an einer extrem seltenen und schweren Spätfolge einer Masernerkrankung verstorben war.

Es wurden keine wissenschaftlichen Impfkritiker und Impfskeptiker eingeladen, genausowenig wie Eltern von Kindern, die nach Impfungen Entwicklungsverzögerungen und Störungen entwickelten.

Die Leidensgeschichte der Mutter zu präsentieren und darauf zu verweisen, dass ungeimpfte andere Kinder und deren Eltern schuld gewesen seien, ist in etwa so, wie die Mutter eines Verkehrsopfers zu präsentieren mit der Schlussfolgerung, dass der Autoverkehr prinzipiell schuld sei und verboten gehöre. Übrigens sterben und erkranken in entwickelten Ländern jedes Jahr massenhaft Menschen an gefährlichen Keimen in Krankenhäusern, an Behandlungsfehlern und bösen Reaktionen auf zugelassene Medikamente.

Der eingeladene SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der anscheinend ein Vermögen verdient jedes Jahr, muss keine echte Verantwortung übernehmen für die noch ungenügend erforschten Risiken des Impfens, denn er kann die Verantwortung auf die Ärzte abschieben, die die Verantwortung dann weiterreichen an die Pharmaindustrie, die die Verantwortung dann sogleich an den Staat durchreicht, der die Verantwortung dann schließlich auf den Steuerzahler und Wähler abwälzt.

Gast Ursula Hilpert-Mühlig ist Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker und die ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert hat in der Sendung eigentlich gar nichts verloren, schwört aber auf nutzlose Homöopathie-Kügelchen. Dann war noch jemand zu Gast, der einen Angehörigen verlor wegen der hochstaplerischen „Germanischen Neuen Medizin“ die auf einen schwer narzisstischen Guru zurückgeht.

Der Zuschauer scheint vor die Wahl gestellt: Entweder die Phalanx aus Big Pharma, Ärztekartell und der hohen Politik oder die Esoteriker-Fraktion. Andere Optionen bekommt der Zuschauer nicht.

Mit sechs Monaten hatte sich Micha im Wartezimmer seines Kinderarztes angesteckt, weil ein anderes Kind nicht geimpft war. Später bekam er die Komplikation SSPE. Von sechs Kindern starben zwei. Diese Geschichte nützt uns ohne detaillierte Dokumentation so gut wie nichts. Die gefühlte Sterberate erinnert an Ebola. In Wirklichkeit tritt eine SSPE nur in geschätzten vier bis elf Fällen von 100.000 Masernkranken auf. Im Vergleich dazu landen jedes Jahr rund 200.000 Kinder in deutschen Krankenhäusern wegen Unfällen und es gibt rund 200 Todesfälle wegen Unfällen. Ein paar Hundert Jugendliche sterbe pro Jahr durch Suizid. Und dann gibt es eben massenhaft Opfer von Krankenhauskeimen, Behandlungsfehlern und schlimmen Reaktionen auf zugelassene Medikamente.

Zusätzlich besteht inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 1:100, dass bei einem Kind Entwicklungsstörungen bzw. Hirnstörungen auftreten. Zwar hatte ein gewisser Andrew Wakefield übelst versagt bei dem Versuch, eine Verbindung zwischen Impfung und Autismus nachzuweisen, aber die Pharmabranche stellt sich immer noch ziemlich dumm, woher die Autismus-Epidemie herrührt. Warum lud man nicht die Mutter eines Autisten-Kindes ein, das die ersten 12 Monate noch völlig normal gewesen war? Die Industrie murmelt in ihren Bart, dass man die Ursachen von Autismus nicht genug erforscht hätte und irgendwelche Umweltgifte (sprich: Chemikalien aus der Industrie) verantwortlich sein könnten.

Die eingeladene Ärztin Natalie Grams verteilte früher begeistert wirkungslose Globuli, dann fiel sie vom Glauben ab und wird nun von der Szene als Verräter angefeindet. In den USA gibt es hingegen eine lebendige Szene von Ärzten, die sich mit Nährstoffmedizin und Prävention und anderen fortschrittlichen Konzepten befassen. Aber solche Figuren dürfen im deutschen Fernsehen nicht gezeigt werden. Man macht ja schließlich billiges Framing.

Oxana Giesbrecht, die ihren Sohn verlor, will dass wir künftig unter Zwang stehen sollen wie in ihrer geliebten Sowjetunion, in der sie aufwuchs:

„Wir haben es alle überlebt, sind kerngesund und waren gut in der Schule.“

Na dann viel Spaß im glorreichen Sozialismus. Impfgegner stecken wir dann einfach in die Gulags. In Wirklichkeit leben heute noch 11 Millionen Kinder in Russland in Armut und der ehemalige Ostblock fälscht seine Statistiken zur Kindersterblichkeitsrate.

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