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Die hundsmiserabel geführte Mobbing-Debatte an den Schulen

Kommentar

Wegen einem Suizid einer Schülerin wird gerade verstärkt über Mobbing gesprochen. Was aber praktisch nicht angeschnitten wird, ist das dazugehörige Thema Narzissmus. Manche Teens haben eine deutliche narzisstische Phase, aus der sie herauswachsen, andere entwickeln eine volle Persönlichkeitsstörung und das Krankheitsbild passt viel zu gut auf Mobbing als dass man es ignorieren könnte. Es ist eine schwere psychische Krankheit. Mit Psychoterror, physischer Gewalt und beispielsweise Leaks von Nacht-Selfies sind längst die Grenzen des Normalen überschritten. Da hilft auch kein gewöhnliches Gerede mehr oder pädagogisches Gestümper.

In den Schulen geht es anscheinend weniger um Erdkunde und Algebra, sondern eher um die Konditionierung der Kinder. Narzissten wird hinterhergelaufen, Nicht-Narzissten wirken langweilig. Wer sich gegen Narzissten stellt, lebt gefährlich. Das prägt sich für den Rest des Lebens ein.

Steinzeit

In Deutschland leben wir aber noch in der Steinzeit und so haben weder Bürger irgendeine Ahnung von dem Thema, noch sind die Ärzte ausgebildet, um wichtige Störungen zu diagnostizieren. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wagte es inmitten der Terrorserie in Deutschland fast als einziges Massenmedium, die narzisstische Störung ins Gespräch zu bringen. Das Problem:

“Doch eine narzisstische Störung ist in Deutschland, anders als in den Vereinigten Staaten, kein anerkannter Diagnoseschlüssel nach dem Diagnosekatalog ICD10.”

Schwere Fälle von Narzissten regulieren sich konstant mit einer Art Eigen-Gehirnwäsche (“ich bin perfekt, allmächtig” etc.) und dem Abgreifen von “narzisstischer Nahrung” in Form von Bewunderung, Aufmerksamkeit, Machtdemonstrationen, physischer und psychischer Gewalt gegen andere. Wenn aber hin und wieder der Graben zu groß wird zwischen der harschen Realität und ihrem erfundenen, idealisierten Selbstbild, beispielsweise beim Scheitern an Aufgaben oder wenn der Narzisst verlassen wird oder einfach nicht mehr genügend narzisstische Nahrung heranschaffen kann, dann stürzt der Narzisst in ein tiefes Loch, wird starr, suizidal, furchtsam vor dem Zerfall der eigenen Persönlichkeit und unglaublich wütend. Es ist längst überfällig, dass auch Hirnforscher verstärkt herausfinden, was genau im Kopf des Narzissten vor sich geht, wenn er sich selbst reguliert. Kommen dann noch Tabletten gegen Depressionen hinzu, die in den Botenstoff-Haushalt des Gehirns eingreifen, kann sich der Narzisst womöglich nicht mehr mit seinen bisherigen Methoden regulieren.

Amokläufer an Schulen zeigen oftmals einen Mix aus Einflüssen und Faktoren, die man in der Gesamtheit und im Zusammenhang betrachten muss. Mobbing kann ein wichtiger Faktor sein, aber auch die Genetik, das Aufwachsen der Person usw. Großkonzerne und Supermächte leben ohnehin den Narzissmus vor und auch die Geschichte ist voll davon. Der geistig kranke Narzisst fühlt sich dadurch in seinem Weltbild bestätigt.

Bereits die frühesten Forscher über die Abgründe des menschlichen Geistes fanden erstaunliche Erkenntnisse. Allerdings wurde das Thema lange Zeit weitläufig an den Rand gedrängt. Stattdessen konzentrierte sich die Industrie auf Depressionen, emotionale Instabilität und Angststörungen, entwickelte nutzlose und gefährliche Pillen. Fast jeder Bürger versteht zumindest oberflächlich, was es bedeutet wenn jemand an einer Depression leidet. Durch die Popkultur ist selbst vielen geläufig, was eine bipolare Störung ist.

Bei Narzissmus und Psychopathie jedoch verstehen die Leute meistens nur Bahnhof. Sie denken ein Narzisst ist einfach zu stark in sich selbst verliebt und ein Psychopath ist automatisch ein Serienkiller. Der  18-jährige Halb-Iraner und Amokläufer aus München sei Mobbing-Opfer gewesen, hatte aber keine ausgeprägte Ideologie sondern nur Versatzstücke. Er hätte auch glauben können, für Aldebaraner-Aliens oder Mickey Maus zu kämpfen.

Laut den Ermittlern war Sonboly in psychiatrischer Behandlung gewesen. Er soll eine Erkrankung „aus dem depressiven Formenkreis“ gehabt haben. Wurde hier eine mögliche Psychopathie oder Narzissmus übersehen? Hatte er Tabletten bekommen? Vom Typ SSRI, die heftige Nebenwirkungen haben können und immer wieder mit Aggressionen und Gewalttaten in Verbindung gebracht werden?

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