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Sind überzüchtete Sorten und Milliardenkonzerne die Zukunft des Cannabis?

Kaum gibt es eine Liberalisierung von Cannabis, kommen die Großkonzerne und teilen sich den Markt auf: Der Marlboro-Hersteller Altria kauft nun für 1,6 Milliarden Euro Anteile der kanadischen Firma Cronos. Andere Großkonzerne im Weed-Business sind auch Milliardenfirmen.

Die Zigarettenfirma Philip Morris, die die Marlboro-Marke herstellt, soll schon früh sogenanntes „Freebasing“ mit Ammoniak benutzt haben, um einen stärkeren Nikotin-Kick zu erreichen. Für US-Zigaretten sind 599 Zusatzstoffe erlaubt, obwohl diese eigentlich nur für Nahrungsmittel getestet wurden, nicht bei Verbrennungen. Beim Verbrennungsprozess entsteht schnell das zehnfache an Chemikalien.

Viele Leute mischen Cannabis mit Zigarettentabak und manche Studien legen nahe, dass damit die Wirkung von Cannabis beschleunigt und verstärkt wird, man sich aber hohen Bludruck damit einhandelt. Am gesündesten ist das Essen von Cannabis-Produkten oder die Vaporisierung des reinen Produktes ohne Tabak. Am schlechtesten schnitten die Wasserpfeifen ab, da auf jedes begehrte THC-Molekül die meisten Moleküle Dreck kamen.

Wired Magazine berichtet aktuell über die Cannabis-Forschung: Züchter haben nicht nur bekanntlich die THC-Werte hochgefahren, sondern auch CBD und andere Inhaltsstoffe weggezüchtet. Wenn die Legalisierung stattfindet, dann sind die Preise sowieso niedrig, also warum sollte jemand eine überzüchtete Turbo-Sorte konsumieren ohne die Folgen abschätzen zu können? Es gibt sehr viele verschiedene Inhaltsstoffe in der Cannbis-Pflanze. Wenn die Kunden also nur THC-breit sein wollen und die Züchter und inzwischen auch Milliardenkonzerne die ursprüngliche Pflanze zu etwas anderem machen, mit was haben wir es dann zu tun?

Cannabis endlich legal aber Cannabis ist nicht mehr Cannbis?

Aktuelle Studien zeigen, dass die überzüchteten Sorten bei rund 9% der Konsumenten eine Abhängigkeit bzw. Entzugserscheinungen auslösen, die Konsumenten die Kontrolle verlieren und diverse psychische Probleme entwickeln.

Eine neue Studie in der Fachpublikation Drug and Alcohol Dependence zeigte dass Erstkonsumenten von Cannbis mit 12% THC das vierfache Risiko hatten, Probleme zu entwickeln.

Das vernünftige Einstiegsalter wäre zudem 25 bis 30 Jahre, wenn das Gehirn voll entwickelt ist. Zwischen Schizophrenie und Cannabis besteht ein gewisser Zusammenhang, allerdings weigert sich die Forschung gleichzeitig, den Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Nährstoffmangel genau zu untersuchen.

Weed-Raucher experimentieren gerne und möchten auch andere Weed-Raucher beeindrucken mit neuen, obskuren, angesagten Sorten. Aber sind uralte Sorten nicht vielleicht viel besser? Wissen die Groß-Konzerne mit ihren überzüchteten Sorten mehr als die Konsumenten? So wie einst Philip Morris mit den Marlboro-Zigaretten?

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