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Die Strategie der CDU gegen die AfD

Annegret Kramp-Karrenbauer ist weit mehr als nur eine Mini-Merkel und die CDU hat mehr Strategien geplant als nur ein “Weiter so”.

Die CDU verfügt über eine kleine Armada an Forschern und kann möglicherweise auf Psychometriedaten der meisten Deutschen zurückgreifen. Algorithmen kennen den einzelnen Menschen unter Umständen besser als der Mensch sich selbst. Nur mit Hilfe dieser Wissenschaftler wusste die CDU überhaupt, wie man mit soviel schädlicher Politik für das Volk davonkommt, ohne weitreichendes Chaos auszulösen und die Partei zu ruinieren.

Der Gegner AfD scheint sich außerordentlich wenig für die Wissenschaften zu interessieren. Es wäre nicht besonders teuer, genau herauszufinden, worauf es ankommt:

  • Warum ein Wähler bisher nicht für die AfD gestimmt hat
  • Was passieren muss, damit dieser Wähler künftig für die AfD stimmt
  • Was passieren müsste, damit ein AfD-Wähler künftig anders wählt und ggf- zur CSU/CDU zurückkehrt
  • Ob ein gemäßigter Kandidat ohne Skandale genauso gut oder besser abgeschnitten hätte wie Höcke
  • Was die echte Wirkung ist der rechten Skandale und Seilschaften auf den Wähler
  • usw.

Damit hätte man belastbare Fakten, an Stelle von polemischem Gebrüll. Als beispielsweise bei der letzten Bundestagswahl das Ergebnis mit rund 13% deutlich hinter den Erwartungen lag, beschuldigten sich der rechte und der bürgerliche Flügel gegenseitig. Die Bürgerlichen meinten, die Radikalen hätten Wähler vergrault mit NPD-Geruch. Die Radikalen meinten, die Bürgerlichen hätten Wähler vergrault mit Zögern und interner Nestbeschmutzer-Kritik. Wer wie stark recht hat, kann nur die Forschung klären.

Seit zweieinhalb Jahren verharrt die AfD bundesweit bei durchschnittlich 13%. That’s it? Bald kommt noch die Verfassungsschutz-Beobachtung und der rechte Flügel hat die Gemäßigten niedergebrüllt.

Die CDU ist clever: Mit AKK, aber auch mit einem Merz in einem wichtigem Posten wirkt der Übergang von der Merkel-Ära zur nächsten Ära sanfter und nicht so abrupt. Auch können die beiden Personen künftig ein Hin- und Her inszenieren. Dann wird es heißen, dass sich mal der eine, mal der andere durchgesetzt hat mit etwas. Ein bisschen Good Cop – bad Cop mit wechselnden Rollenverteilungen.

Und: Weil AKK Kanzlerin ist und eher mitte-links steht, scheint der Bedarf vorhanden zu sein im Kopf der Wähler für eine wiedererstarkte FDP als Koalitionspartner. Die AfD wiederum verschenkt vielleicht bald den Rest einer wirtschaftsliberalen Agenda, mit der die Partei ursprünglich gestartet war. Die AfD weiß, dass Populismus und Geldgeschenke an die Wähler gut ankommen. Aber anders als Italien oder Spanien kann Deutschland sich nicht auf irgendein anderes Land verlassen als Bailout-Garant.

Auch hier hat die CDU einerseits Vorwissen, was auf uns zukommt und andererseits die Forschung darüber, wie die Menschen reagieren werden. Wenn die AfD dann fragwürdige Experimente vorschlägt, schwächt sie sich und läuft in Konkurrenz zu etablierten linken Parteien.

Auch ein dramatisches Hochkoche des Ost-West-Konflikts kann die AfD schwer treffen, weil sie sich bisher auf Schmusekurs mit dem Putin-Regime positioniert hat. Die CDU hat sicher längst einen Plan dafür bzw. bekam einen Plan von den Amerikanern auferlegt.

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7 comments

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SVEN UNGLAUBE 13. Dezember 2018 at 22:01

Diesmal hat die Jugend das Wort: Mary Khan (24) und Marie-Therese Kaiser (22) sind zum Thema „Generation EU und Du?!“ zu Gast bei Jörg Meuthen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der EFDD-Fraktion im Europaparlament. Unter der Moderation von Hans-Hermann Gockel äußern die beiden politisch aktiven jungen Damen ihre ganz persönlichen Vorstellungen von einer zukunftsfähigen EU und sprechen über Hoffnungen und Sorgen Europa betreffend !

https://www.youtube.com/watch?v=FJGca0I8tc0

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Nefastus 13. Dezember 2018 at 13:08

ich finde es erschreckend, daß sich die Leute immer noch auf das Politgeplänkel samt den manipulierten Wahlergebnissen verlassen; wenn es schon so sein soll, dann solln sie mal die Strategien der österreichischen-ungarischen-polnischen-italenischen-techischen-slovakischen- usw.- nationalen Regierungsparteien studieren, die machen dem BRDling vor wie man es besser macht. Aber die Leute wollen halt lieber gemütlich politisieren, statt zu handeln.
Übrigens zeigen die Gelbwesten, wie man mit globalistischen Marionetten verhandelt. Mit einer gelben Weste wäre man hierzulande gleich wieder ein fremdgesteuerter “Nazi”.
Man bekommt immer die Regierung die man verdient.

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abgelehnt83 13. Dezember 2018 at 13:23

“Man bekommt immer die Regierung die man verdient.”

Gott wie ich diesen saublöden Spruch hasse -,-

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Nefastus 13. Dezember 2018 at 15:30

eigentlich “hasst” du den Spruch : “jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient” ….
so wie sich viele europäische Völker von ihrer nationalen, und der internationalen Regierung vera.schen lassen, so weit ist der Spruch zutreffend; er bringt es trotzdem pauschal auf den Punkt. es gibt natürlich besser Floskeln;)

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JOHN PETER SCHAUB 12. Dezember 2018 at 19:16

Björn Höcke ist oder war Mitglied bei der “Fabian-Society” und den “Freimaurern” !!!!

Björn Höcke ist Fabianischer-Sozialist !!!!

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bjoern-Hoecke-droht-mit-Dunkeldeutschland/Hoecke-ist-Fabianischer-Sozialist/posting-33250428/show/

Björn Höcke ist Fabianischer-Sozialist !!!!

Ich find es immer wieder erschreckend das selbst das offensichtlichste nicht erkannt wird !

Björn Höcke ist ein Fabianischer-Sozialist in der Tradition der britischen Fabianer! Also ein verfechter eines Sozialismus von Oben ! Übrigens ähnlich wie Benito Mussolini, Adolf Hitler, Jean-Claude Juncker, Tony Blair und womöglich Gerhard Schröder und Angela Merkel !

Der Typ spricht nur das aus was ohnehin schon längere Zeit auf der politischen Agenda steht. Wir sollten einen Ideoten wie Höcke dankbar sein das er mit seinen Vorstellungen nicht hinter dem Berg hält !

Das Problem ist das wir durch die geschickt implementierte Denkfigur von Rechts und Links nicht mehr klar sehen können ! Was will die Geldelite eigentlich wenn SIE, Gerhard Schröder, Angela MerkeL und nun eben die AfD mit Björn Höcke an die Macht sponsort !

Was ist das Gesellschaftsbild von Menschen wie Luitpold Finck, Götz Werner, Friede Springer, Liz Mohn, George Soros etc. ?!

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bjoern-Hoecke-droht-mit-Dunkeldeutschland/Hoecke-ist-Fabianischer-Sozialist/posting-33250428/show/

Björn Höcke ist oder war Mitglied bei der “Fabian-Society” und den “Freimaurern” !!!!

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KIDWITDEGUN 12. Dezember 2018 at 17:47

Horst Lüning sagt, die Mondlandung war echt.

Und er hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert, im Gegensatz zu allen anderen Fakern in den alternativen Medien.

https://www.youtube.com/watch?v=9tVpV07Zftk

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KIDWITDEGUN 12. Dezember 2018 at 14:49

Die CDU spielt mit dem Feuer. Ihr Linkskurs destabilisiert das die herkömmliche Parteienordnung. Linke Parteien werden immer weiter nach links gedrängt, liberale Parteien halten links für liberal, und rechte Parteien haben radikalisieren sich aus Ungeduld. Lange geht das nicht mehr gut und bald wir die umbenannte SED mehr Stimmen als die SPD haben. Im Hessischen Wahlkampf warb die FDP mit “Veränderung”, was eine wortwörtliche Übersetzung von Obama’s “Change” ist. Veränderung schön und gut, aber einige liberale Grundwerte sind bereits erreicht und brauchen nicht mehr verändert zu werden. Auch kann man nicht alles gleichzeitig verändern. Es hat mir weh getan, dass die FDP in Hessen sich nicht einmal getraut hat, mit “Freiheit” zu werben oder bei wichtigen Sachthemen eine Position zwischen SPD und AfD einzunehmen. Sondern die FDP wich feige auf “Digitalisierung” aus. Als wäre das Internet nicht das einzig Positive der letzten Jahre gewesen. Auch warb die FDP mit einer “Wirtschaft für die Menschen”, als wäre nicht Wirtschaft bereits das Handeln zwischen Menschen. Die FDP traut sich nicht einmal mehr, liberal zu sein. Und noch schlimmer: keiner merkt’s! Nicht einmal die Journalisten. Das ist kulturell ein schlechtes Zeichen.

Auch ein Faktor ist die digitale Revolution in den Medien. Mainstreamjournalisten erhöhen den schrillen Linkskurs, um Leser und Zuschauer zu halten. Währenddessen haben Journalisten Aufwind, die ganz normal sprechen und nicht diesen Fake-Nachrichten-Slang drauf haben, weil es ja einfach nicht auszuhalten ist. Auch sorgt der steigende Wohlstand für Journalismus mit weniger oder gar ohne Werbung. Die ständige Werbung in Privatsendern oder Zeitungen ist ja auch kaum auszuhalten und selbst in den Staatsmedien läuft Werbung. Nicht zuletzt werden zunehmend Vorträge und Interviews gehört, die 1 oder 3 Stunden lang dauern. Kein Mensch will mehr diese Minuten-Soundbites, die den Streit- und Reizfaktor erhöhen. Alle diese Dinge können die Mainstreammedien nicht. Die Staatsmedien erlauben ja online nicht mal eine Kommentarfunktion. Auch hier wird es bald zu einem Clash der Kulturen kommen. Das sind Parallelgesellschaften.

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